Zweck der Bildbearbeitung bei meinen Aufnahmen

Diskutiere Zweck der Bildbearbeitung bei meinen Aufnahmen im Thailand/Südostasien in Bildern Forum im Bereich Thailand Forum; Ich stelle diese Thematik mit dem "Aufhänger" von Kollege wasa hier in einen separaten Thread - eine eventuell daran anschließende Diskussion...
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gerhardveer

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Ich stelle diese Thematik mit dem "Aufhänger" von Kollege wasa hier in einen separaten Thread - eine eventuell daran anschließende Diskussion würde den Fotothread vielleicht "überfüllen"...


...sind die aus der Hand geschossenen Fotos ....viel natuerlicher, aussagekraeftiger und bedeutend besser.
Kritik ist was Gutes, wenn sie sachlich ist - die pauschalen Aussagen ( "sind"... )und der "Auslacher" lassen mich bei dir allerdings eher darauf schließen, dass es dir um das übliche Genöhle geht. Du pinkelst dir durch diese Art von "Outing" allerdings selbst ans Bein...ich kann mich nicht mal mehr ärgern über dich, du bist lediglich lästig !

Aber wenn das Thema "Natürlichkeit" und "Bearbeitung" schon angesprochen wird - ein paar Bemerkungen dazu für wirklich Interessierte (die im Gegensatz zu dir auch eine Ahnung von dem haben, was sie schreiben oder lesen )

Sehr oft hört man das "Argument", die aus der Kamera kommenden Fotos seien "natürlich" und die anschließende Beabeitung sei "unnatürlich". Das ist grundfalsch: Jede noch so gute und teure Kamera ist eine klägliche Dilletantin im Vergleich zu dem, was die Kombination "menschliches Auge + Verarbeitung im Gehirn" leistet. Was aus der Kamera kommt, ist ein kläglich schlechtes Abbild der Realität, wie sie unser Auge wahr nehmen kann! Ganz abgesehen davon, dass Automatikprogramme in der Kamera selbst schon die übelsten Fehler ausgleichen - die Bildbearbeitung findet also schon in der Kamera statt ( außer bei RAW-Format - das muss man dann selbst bearbeiten ), nur dass die Kamera keine Ahnung davon hat, was ich aussagen will oder als wesentlich wahr nehme.

So zum Beispiel die Dynamik, also die Bandbreite von Helligkeitsunterschieden, in denen noch Details wahrnehmbar sind - im Vergleich zu unserer Wahrnehmung "fressen" bei der Kamera die Lichter sehr schnell aus und die Tiefen "saufen ab" in tiefem Schwarz. Wenn ich das im Photoshop bei Fotos mit großen Dynamikumfang durch "Tiefen/Lichter" etwas ausgleiche, tu' ich nichts anderes, als das Bild an unsere natürliche Dynamikwahrnehmung anzugleichen!

Oder die Tiefenschärfe: Wenn ein Großteil der in einer Aufnahme abgebildeten Details in etwa derselben Ebene liegen, wird praktisch Alles scharf (auch bei Offenblende). Das kann manchmal erwünscht sein (vor allem in der Makrofotografie) - aber wenn ich nur ein bestimmtes Detail im Bild für wichtig halte und mein Gehirn das dann auch so selektioniert, dass ich zwar das ganze Drumrum "sehe", aber nur dieses Detail "wahr nehme", weiß der Betrachter des Fotos nicht, was in "all dem Kruscht" der Fotograf eigentlich gemeint hat. Da genügt es dann in der Bearbeitung, Alles außer dem Hauptobjekt leicht weich zu zeichnen und schon wird das Auge des Betrachters auf das eigentliche Motiv gelenkt...

Oder der Farbstich: Wenn ich ein süßes Madl im Schatten eines Baumes aufnehme, dann habe ich ein wunderbares weiches Licht ohne Schlagschatten. Den Grünstich unter dem Blätterdach filtert mein Gehirn raus - der Betrachter des Fotos aber gewinnt den Eindruck, dass dem hübschen Geschöpf gleich das Frühstück aus dem Gesicht fällt, so grün vor Übelkeit wie sie ist.

Oder der Dunst bei Landschaftsaufnahmen: wenn man auf dem Original nur "grauen Matsch" in der Ferne sieht, dann tauchen plötzlich ganze Gebirge klar aus dem Nebel auf, wenn man mit Gradationskurven arbeitet...

Ich könnte endlos weiter machen - für mich ist Bildbearbeitung in erster Linie :

- Verbessern von rein technischen Mängeln (z.B. Belichtung, Kontrast, Farbstich)

- Verstärken der Bildaussage ( d.h. dem Betrachter durch entsprechende Bearbeitung die "Aussage" verständlich zu machen, die ich selbst im Moment der Aufnahme wahr nahm).

Diese Bildaussage ist das, was ein gutes Foto ausmacht, das geht natürlich schon bei der Aufnahme los: viele sehen nur ihr Hauptmotiv und lassen von ihrem Gehirn alles für sie Unwichtige verdrängen - hinterher wächst dann der Holden der dahinter stehende Fahnenmast direkt aus dem hübschen Köpfchen und alle lachen über diesen Gag, aber keiner schaut sich die hübsche Frau an ! Wenn's gar nicht anders geht, dann hilft Photoshop hinterher beim Wegretuschieren des Fahnenmastes - ich verfälsche dadurch nichts, sondern lenke nur die Aufmerksamkeit auf meine Bildaussage (das Gehirn eines Nichtfotografierenden nähme die Stange gar nicht wahr, sie wäre für ihn schlicht nicht existent !) ....


Falls du, lieber wasa, dem folgen kannst - ziehe doch den Schluss daraus, dass es besser wäre, nicht über Dinge zu schreiben, von denen man keine Ahnung hat
 
nakmuay

nakmuay

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กทม
@Gerhard was hältst von einem "Gerhard's top 10 Fototipps Thread" - wäre sicher eine Bereicherung für das Forum

Ich habe einmal versucht einer Thai zu erklären, dass man mit der Bildbearbeitung oft ein realistischeres Bild ermöglichen kann als nur mit der Cam selbst - ging beim anderen Ohr direkt wieder raus.
 
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Talok

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... die Diskussion "natürlich" vs "unnatürlich ist in der Tat sinnlos. Vom ersten SW-Foto an wurde in der Fotographie vor- und nachbearbeitet. Mit allen erdenkbaren Filtern und Linsen, Balgen zum rausfiltern stürzender Linien usw. usf. Wer das hantieren mit Papier und Entwickler noch kennt und all die Tricks mit "abwedeln" beim belichten usw. ist da kein Illusionist. Die Annahme es gäber "natürliche" Fotos beruht auf dem gleichen Irrtum wie die Annahme es gäber DAS Orginal.

Was nach meiner Auffassung wirklich zählt ist das Auge des Fotographen beim "Schuss". Und das hat Gehard wirklich!
 
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gerhardveer

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Ich werde in absehbarer Zeit vermutlich verstärkt in das Thema "Fotografie" hier einsteigen - im Moment klemmt's noch zeitlich etwas ( als Pensionär hat man ja bekanntlich mehr zu tun als vorher im Berufsleben ). Da gibt's dann wahrscheinlich auch mehr Theorie...

Dass du bei Thais mit Ratschlägen oder Erklärungen nicht landen kannst, ist ein allgemeines Phänomen - ich nenne das Lernresistenz. Meine Freundin macht teilweise recht gute Aufnahmen, die hat da offenbar etwas Gespür für Bildgestaltung - aber meinst du, dass ich sie mit dem Hinweis auf viel bessere Qualität weg vom Tablet zu einer richtigen Knipse bekomme ? Fehlanzeige auf der ganzen Linie...es sieht ja so toll aus, wenn man mit einem solchen Riesenteil fotografiert!

Zum einen nehmen sie von Farangs nichts an - zum anderen bedeutet Lernen und Nachdenken Kopfwehgefahr...may sanouk !
 
nakmuay

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Optimal, freut mich zu hören!

Wegen Lernresistenz. Ich habe auch mal einer Thai (damals mit sehr schlechtem Thai) erklärt wie sie ihre neue DSLR verwenden muss und sie hat tatsächlich zugehört und machte den Eindruck es verstanden zu haben. Ein bisschen später versuchte ich das gleiche mit einer Thai, die im Topmanagement einer internationalen Firma tätig ist, das gleiche zu erklären und absolut nix kam dabei raus... schräge Sache. Und heute werde ich 3 Thais ein bisschen Muay Thai lehren :D mal sehen wie das so wird... Aber genug offtopic

Letzter Hineweis von mir: Warum ignorierst du Wasa nicht einfach? Da wäre mir doch die Zeit zu schade
 
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gerhardveer

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Letzter Hinweis von mir: Warum ignorierst du Wasa nicht einfach? Da wäre mir doch die Zeit zu schade
Na ja, hat doch was - dieser Thread wäre ohne den Herrn nicht entstanden :D ! Aber im Ernst, es wird wohl auf Ignorieren rauslaufen - man kann ja nicht auf Alles eingehen...
 
waltee

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Sogar ich als Amateur Fotograf nehme gerne Aufhellungen, Kontrast etc. vor wobei mir entsprechend meines Könnens Picasa genügt. Und ich bekomme sogar Komplimente wenn ich wieder ein Fotobuch fertig habe, z. B. vom letzten Ausflug nach London. Ohne diese Verbesserungen wären die Fotos flach und ohne Spannung.
 
wasa

wasa

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Aber im Ernst, es wird wohl auf Ignorieren rauslaufen - man kann ja nicht auf Alles eingehen...
Zitat @gerhardveer
Ich hoffe das meine Meinung hier stehen bleibt,denn ich moechte erlaeren,dass mir die Bilder von @gerhardveer einfch nicht gefallen.
Das hat mit der Nachbearbeitung garnichts zu tun.
Im Schwesterforum gibt es auch einen Fotografen der eine Nachbearbeitung vornimmt,dessen Bilder bzw. Aufnahmen gefallen mir sehr gut.
@gerhardveer macht die Personen nackt,er stellt sie blos.
Die Darstellung und Betrachtungsweise gefaellt mir nicht.
 
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gerhardveer

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Weil sie von mir sind....


Wir wissen es jetzt..Und das ist keine sachliche Meinung, sondern deine emotional eingefärbte Abneigung !


@Forenleitung: lasst das jetzt bitte stehen - der Typ leidet an Wiederholungszwang, vielleicht hört er dann wenigstens hier auf


@wasa: du tust mir wirklich nur noch leid...
Das ist jetzt meine Meinung...
 
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gerhardveer

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...ich moechte erlaeren,dass mir die Bilder von @gerhardveer einfch nicht gefallen.
Das hat mit der Nachbearbeitung garnichts zu tun.
Im Schwesterforum gibt es auch einen Fotografen der eine Nachbearbeitung vornimmt,dessen Bilder bzw. Aufnahmen gefallen mir sehr gut.
Weißt du eigentlich, was du willst - erst Nachbearbeitung, dann meine Art zu fotografieren? Wohl krampfhaft auf der Suche nach Gründen?? Mach' dich doch nicht lächerlich...
 
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Antares

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Ich verstehe schon was der Wasa ausdrücken möchte aber nicht kann.

Teilweise ist es mir bei den Fotos von Gerhard auch 'zu viel'.
Beispielsweise haben die allermeisten Thailänderinnen dunkelbraunes Haar. Beim Gerhard haben die Mädels meist schwarzes Haar mit blauen Reflexen.
Das könnte ich noch weiter ausführen soll aber als mögliche Erklärung reichen.
PS. Photoshop benutze ich nur im 'Notfall'. Ich mag lieber Lightroom.

Ich fotografiere aber auch nicht viel und so gut.
 
rolf2

rolf2

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Ich persönlich kann der Fotografie als Hobby nicht viel abgewinnen, repektiere aber jeden der sich ernsthaft mit einer Materie auseinandersetzt und das macht der Gerhard auf jeden Fall.

Ab und an brauche auch ich gute Fotos und beim Betrachten und Lesen von Gerhards Threads werde ich jedenfalls nicht dümmer, insofern
volle Anerkennung. Meine Hobbys haben fast nichts mit Thailand zu tun von daher halte ich mich weitestgehend zurück.
 
ccc

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... dass mir die Bilder von @gerhardveer einfch nicht gefallen.
... @gerhardveer macht die Personen nackt,er stellt sie blos.
... Die Darstellung und Betrachtungsweise gefaellt mir nicht.
Da hat jemand offenbar ein Problem mit einer Person, nicht mit deren Fotos oder deren Fotobearbeitung.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier ein verkannter Videokünstler es nicht verwinden kann, dass seinen YouTube-Kreationen nicht die selbe positive Resonanz erfahren, wie die Fotos eines anderen Members. Wenn es wirklich nur so wäre, dass ihm die Fotos nicht gefallen, müsste er nicht ständig dagegen wettern, einmal genügt.

Es gibt praktisch immer Gründe, Fotos nachzubearbeiten, sowohl rein künstlerische aber auch rein praktische. Auf den künstlerischen Aspekt will ich gar nicht erst eingehen, aber zu den praktischen Gründen nur soviel: Das menschliche Auge nimmt die Umgebung anders wahr, als ein Foto. Zum Beispiel stellt es sich automatisch auf das jeweilige Detail scharf, das gerade im Zentrum liegt. Dadurch erscheinen dem Menchen etwa Hintergrund und Vordergrund stets gleich scharf (zumindest solange man kein Brillenträger ist). Einer Fotographie sind in dieser Hinsicht aber Grenzen gesetzt. Das Auge gleicht unterschiedliche Belichtungen im Blickfeld automatisch aus bzw. stellt sich darauf ein. Bei einem Foto geht das nicht. Es gibt noch viele weitere Unterschiede im Erfassen eines Bildes zwischen Mensch und Kamera.

Um ein Foto so darzustellen, dass wir es so sehen, wie unser Auge das selbe Bild wahrnimmt, dazu kann man mit entsprechender Retuschierung sehr viel beitragen. Die Schärfe kann man zwar nachträglich nicht korrigieren, aber z.B. die Helligkeiten. Es spricht auch nichts dagegen, eine gerade durch das Bild fliegende Mücke wegzuretuschieren, denn das menschliche Auge hätte sie wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen, die Kamera 'muss' sie aber mit aufs Bild nehmen. Die Liste der Gründe, ein Foto nachzubearbeiten ist sehr lang.

Ein völlig unretuschiertes Foto ist meist nur ein reines handwerkliches Produkt. Erst durch die Nachbearbeitung kommt wirklich Leben in ein Bild.

Frage: Würden die Foto-Arbeiten von Andy Warhol irgend jemanden interessieren, wenn er nicht nachbearbeitet hätte, teilweise ganz extrem?

@gerhardveer:

:applaus:

--------------------------------------------------------------------

P.S.: Wenn eine Frau sich den Lidschatten nachzieht, einen Lippenstift benutzt oder zum Friseur geht, macht sie auch nichts anderes, als ihr Gesicht zu retuschieren. Wer sie in diesem Zustand fotographiert, hat also bereits eine retuschierte Vorlage!
 
DisainaM

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ich würde diesen Disput zwischen wasa und gerhard mal auf einer anderen Ebene sehen,

wasas Einwurf,
@gerhardveer macht die Personen nackt,er stellt sie blos.
Die Darstellung und Betrachtungsweise gefaellt mir nicht.
nehm ich da mal fragentarisch als Beispiel für eine Gruppe von Menschen,
die in Thailand ganz andere Fotos machen,
- sie vermeiden fremde Personen zu fotographieren,
- sie vermeiden Thais zu fotographieren, mit denen sie Blickkontakt haben,
und ärgern sich über diejenigen, die solche Fotos ins Netz stellen.
Sie glauben, dass man durch Fotos mit Blickkontakt, die Seele eines Menschen gefangen hat,
(wie es einst Ureinwohner formulierten, zeigst Du anderen menschen auf dem Foto die Augen eines Menschen,
so gibst Du ihnen damit das Tor zu ihrer Seele, und sie sind nicht länger geschützt)

Dieser Ansatz, (Fotos mit den AUgen eines Menschen, machen diesen Menschen nackt),

mag ja vielleicht die Meinung eines Menschen sein,
doch die menschliche Vielfalt stellt sich eben in unterschiedlichen Betrachtungsweisen wieder,
Die Vielfalt sollte stets den Vortritt vor einer Einheitsschablone haben.

Für mich ist dieser Ansatz bereits der Beginn der Talibanisierung im Kopf,
(man sprengt Buddhabildnisse, weil niemand ein Abbild von Göttern zeigen darf),
(man verbannt die Weiblichkeit hinter Burka-Gewändern, weil man sie vor Blicken der anderen schützen muss)

es ist eine indirekte Verheiligung des Diktates der Blicke.

Doch diese Talibanisierung, (wie ich es bezeichne) ist ein bestimmter Zeitgeist,
der sich in der christlichen Welt immer wieder in Wellen vollzogen hat,
wie man durch eine bestimmte Schichtennfotographie von alten Fresken in Florenz und Venedig feststellte,
wo über Jahrhunderte immer wieder durch das Übermahlen von Fresken folgendes feststellen konnte.
So wurden die freizügigen Fresken mit nackten Engelsgestalten der Borgia Zeit, durch verhüllte Gestalten ersetzt,
die Verhüllung ging soweit, bis ein Punkt erreicht war,
und wieder das Zeitalter der Enthüllung begann.
Es wurde über Jahrhunderte immer wieder übermahlt.

Kunst wurde dabei dem Zeitgeist untergeordnet,
und die Künstler, die sich nicht unterordnen wollten,
wurden als Entartet gebrandmarkt.

In der heutigen Talibanisierungstendenz kann man feststellen,
dass es in vielen Ländern dabei zu einer Neubewertung des Begriffes ..........ie kommt,
und klassische Fotos zB. von Newton dabei immer häufiger als ..........isch abklassiefiziert werden.



Natürlich gibt es neben dem Thema der Talibanisierung,

auch andere Themen, die man in Bezug auf Fotographie diskutieren kann.

Jeder Fotograph trifft eine Entscheidung,
welche Fotos er macht,
wobei sich jeder die Frage stellt,
welche Fotos er nicht macht.

Die Teleobjektive der heutigen Zeit, machen es möglich,
weite Distanzen zu überbrücken, und dabei (benutzen wir mal einen Begriff der Fundamentalisten)
gestohlende Intimitäten zu verwerten.

Auf der anderen Seite gibt es viele Fotochronisten, die keine Fotos stehlen,
sondern als einen Akt des right here, right now,


Fotos von Freunden und Bekannten machen,
die nicht gestohlen werden, sondern Ausdruck des gemeinsamen Kennens und Respektes sind,
und damit Ausdruck der Situation sind,
(heute haben wir dies und jenes gemacht, heute hab ich Fotos von XYZ gemacht,
und XYZ wollte, das ich die Fotos mache)
also keine gestohlende Initimitäten, sondern Ausdruck einer Situation,
die aus dem persönlichen Beziehungsgeflächt des Fotographen entstand.

Wer den Blog von
Pattaya Days
verfolgt, wo jemand seine Umgebung täglich dokumentiert,
kann an Fotosessions im Bereich von Personenfotographie nichts verwerfliches entdecken.

Feststellen kann man aber auch, das in verschiedenen Foren, der Respekt, der gegenüber Fotographen entgegengebracht wird,
durch die Gruppierung der Fundamentalisten,
die am liebsten alles übermahlen würden,
und jeden Blogger zum schweigen bringen würden, teilweise zu nimmt.

Interessant auch der Ansatz, dass manche sogar rassistische Unterschiede machen,
und Personenfotos (mit Blickkontakt) von Menschen der eigenen Rasse akzeptieren,
jedoch Fotos von Thais als zu intim, ablehnen.

Dies kommt allerdings bei denjenigen, die selber Thais als (die Anderen) ansehen,
und selber nie in gemischten Thai / Ausländergruppierungen integriert waren,
häufiger vor,
was allerdings einer der Nachteile ist,
den ein Ausländer in Thailand erleben kann,
wenn er am falschen Ort lebt, in keiner Beziehung ist,
sich als Ausländer in einer mehr oder minder geduldeten Randgruppierung fühlt,
und in Deutschland niemals eine langjährige Beziehung mit einer Thai täglich gelebt hatte.

Es mag ja richtig sein, dass man als Ausländer in Thailand nicht grundsätzlich mit netten Verkäuferinnen im 7/11 im Blickkontakt anflirten soll,
doch wer andersrum sein Leben in Thailand immer mehr kastriert,

(solche Blicke darf man nicht haben, die bringen Probleme)

der riskiert eine Deformierung seiner Persönlichkeit, und sollte sich mal von Thailand eine Auszeit gönnen,
um sich selber wieder zu eichen,
denn,
denn es gibt auch das Gegenteil der Pattaya Rentner, die jede Woche durch die Bars ziehen,
(und Beziehungen mit Thais leben )
es gibt diejenigen, die sich in Thailand immer mehr zurück ziehen,
(kaum gelebte Thaikontakte in Thailand haben)
weil sie in Thailand, am falschen Ort ins falsche Programm gekommen sind,
und sich dadurch falsch programmieren liessen.
 
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Massi

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Frage : Was hat dieser Aufsatz mit denn Fotos von Gerhard zu tun ? Muss man immer alles zerreden und irgend welche unverständlichen und kruden Theorien aufstellen ?

Wenn mir die Fotos gefallen sehe ich sie mir an .... wenn nicht hab ich die Möglichkeit seine Threads zu ignorieren und muss mir die Fotos nicht ansehen .... Basta .
 
DisainaM

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während es bei Wasas Kritik auch über die Motivwahl geht,

ist Gerhards Anliegen dagegen noch einen weiteren Ansatz,
der Fotogestaltung in der Nachbearbeitung, - dem Photoshop-ping.

Natürlich kann durch Photoshopping gewissermassen die Autenzität eines Fotos soweit verändert werden,
indem Personen hinzugefügt oder verändert werden können, Köpfe werden ummontiert,
um dem Foto zB. durch eine manipulierte Anordnung von Personenblicken,
eine besondere Ausdrucksform zu geben.

Gerhard verwendet nach eigenen Aussagen dieses Mittel nur begrenzt, und beschränkt es darauf,
stöhrende Strommasten zu löschen, um die Estetik des Bildes zu unterstreichen.

Dieses Mittel setzt er begrenzt ein, um die Natürlichkeit des Bildes nicht zu zerstöhren,
was ich völlig ok finde.

Selbst wenn ein Künstler jedoch auch beim Photoshopping weiter gehen würde,
gehört es zur Toleranz unter den Forummitgliedern,
im Falle einer Nichtakzeptanz den Künstler mit seinem Forum-Thread zu ignorieren,
anstatt seinen Thread zu torpedieren.

Warum diese Torpedierung jedoch als ein gewisser Zeittrend immer häufiger zu beobachten ist,
hatte ich im vorherigen Posting (IMO - in my opinion) dargestellt.

Das hat nix mit zerreden, sondern mit Meinungsäusserung zu tun,
der man auch mit Toleranz begegnen kann,
wenn man dazu fähig ist.
 
Chumpae

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@gerhardveer hat die Bilder freundlicherweise in die Abteilung"Literarisches"eingestellt. Dies ist auch sehr sinnvoll und ich persönlich genieße das Anschauen dieser Fotos.Mir ist es daher unverständlich, wie man den Thread nun langsam aber sicher "zumüllt" mit mehr oder weniger "halbprofessionellen" Einwendungen hinsichtlich der Qualität der Bilder. Ich denke mal es gibt hier in der Abteilung"Computer"oder"Testboard" genügend Möglichkeiten, wo sich "Fotofreaks" mit den technischen Vor-oder Nachteilen von geposteten Bildern auseinandersetzen können.Natürlich könnte man auch analog zu @waanies"Leben im Isaan" einen Faden "Diskussionen zum Thema `Gesichter und Menschen im Isaan`" aufmachen- aber ehrlich gesagt finde ich das Ganze nur noch lächerlich.
 
wasa

wasa

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Interessante Denkansaetze von Dissi,aber ein Talibane bin ich noch nicht.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier ein verkannter Videokünstler es nicht verwinden kann, dass seinen YouTube-Kreationen nicht die selbe positive Resonanz erfahren, wie die Fotos eines anderen Members.
Zitat @ ccc
Meine Video Comic Kunst ist hier im Forum nur einigen Kunstkennern zugaenglich.
Das du dazu nicht zaehlst ist mir schon lange bekannt.
Der liebe Gott hat leider nicht alle Menschen mit dem gleichen Potential ausgestattet.
Da ich hier im Forum kaum Freunde habe gibt es auch keine Clapueure bei mir,falls du verstehst was ich meine.
 
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