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Zugang zur Einsicht

Diskutiere Zugang zur Einsicht im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Werte Forengemeinde von Nittaya, Werte Forenbetreuer, ich vertraue darauf, daß mein Thema hier wird nicht als aufdringlich verstanden wird und...
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Johann_B

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Werte Forengemeinde von Nittaya,
Werte Forenbetreuer,

ich vertraue darauf, daß mein Thema hier wird nicht als aufdringlich verstanden wird und auch, daß ich den richtigen Formbereich gefunden habe.

Ich möchte der Forengemeinde ein "Projekt" vorstellen, daß vielleicht für den einen oder anderen Thailand-Fan, im Hinblick auf Kultur und Verständnis von alter Kultur interessieren mag.

Zugang zur Einsicht ist ein Versuch die weltbekannte buddhistische Seite von John Bullitt's Jahrzehnte lange gepflegter Seite Access to Insight in deutsche Sprache zu übersetzen und zweisprachig auszubauen, vielleicht auch zukünftig sogar Sammlungen in Thailländisch und anderen Sprachen (aber das ist eine ferne Vision).

Das Unterfangen ist Arbeit von Laien und steht in keinerlei Verbindung mit irgend einer institutionalisieren Vereinigung, basiert gänzlich auf Großzügigkeit und betreibt keinerlei Fondraisung und die alle beteiligten Mithelfer haben keinerlei Interesse an irgend einer Vergütung.

Viele enthaltene Lehrreden sind von Meistern der Thailändischen Waldtradition Kammathana die von Ajaan Mun, Ajaan Sao gegründet wurde. Die meisten Suttaübersetzungen sind von Ajaan Thanissaro, einem amerikanischen Mönch der Linie, der unter Ajaan Fuang gelernt hatte.

Auch befinden sich zahlreiche Arbeiten von deutschen Mönchen und Nonnen, wie auch Laienschriftstellern in den Schätzen von ATI, die wir ebenfalls versuchen ausserhalb der Writschaftsinteressen den deutschsprachig Interessierten zugänglich zu machen.

Ich möchte diese Thema hier zu einer Gabe und auch zu einer Einladung (ohne Bedingungen) machen. Sie sind alle herzlich eingeladen zu lesen, zu stöbern und natürlich auch Kritik zu übern und Vorschläge einzubringen. Selbstverständlich freuen wir uns auch über Rückmeldungen und gerne können Sie sich auch direkt einbringen, wenn Sie den Wunsch verspüren, vielleicht etwas übersetzen und teilen zu wollen.

Gerne führe ich hier direkt noch eine kurze Zusammenfassung der möglichen Mitarbeit an:

Mitarbeiten

Arten wie Sie sich einbringen können

it Zugang zur Einsicht möchten wir die Großzügigkeit, die so vielen über Access to insight erfahren durften, so sie der englischen Sprache mächtig waren und sind, teilen und diese Großzügigkeit auch im deutschsprachigen Raum zugänglicher zu machen. Für die generelle Widmung hier und das Entstehen von ZzE siehe auch: "Segen,Widmung und Einleitung". Dinge, und dazu gehört auch eine buddhistische Tradition, entstehen nicht von alleine, wie auch alle anderen Phänomene, und daher benötigt es viel ein Kraft und Einsatz, eine ganz andere "Welt" vorzustellen, verständlich zu machen und zu erhalten.
Wenn Sie Interesse, Zeit und vorallem Vertrauen in Großzügigkeit und heilsame Arbeit haben, ist Zugang zur Einsicht vielleicht ein Platz, an dem sie nicht nur Texte studieren und kennenlernen können, sondern auch aus Mitgefühl und Wohlwollen Ihre Hilfe und Kritik einbringen können. In weiterer Folge finden sie eine kurze Auflistung von Ideen und Vorschläge hier etwas beitragen zu können:

"Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es."

Hier ein paar Möglichkeiten im Rahmen von Zugang zur Einsicht geschickte und heilsame Arbeit (Puñña) zu tun.

Unterstützen Sie die Sangha und jene die täglich daran arbeiten all dies zu erhalten

Abertausende Webseiten werden uns die Lehren Buddhas weder in kompletter Weise überliefern, noch werden sie die gelebten Gepflogenheiten sichern. Daher ist das wichtigeste die Großzügigkeit jenen zu widmen, die Garanten für eine Fortbestehen der Lehre sind und diese finden sich in der Sangha. Unterstützen sie Mönche, Nonnen und ernsthaft Praktizierende, die sich an Vinaya und gute Tugend halten, mit Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Medizin, und jene Leute, die sie dabei unterstützen und uns immer wieder ermöglichen Bhikkhus und Bhikkhunis zu treffen. An dieser Stelle sei vielleicht auf eine kleine Gruppe in München aufmerksam gemacht, die sich nicht nur darum kümmert, Mönche und Nonnen einzuladen und zu versorgen, sondern auch noch viele dieser hier geteilten Seiten in freudvoller und mitfühlender Weise übersetzt und für alle zugänglich gemacht hat und sicher noch wird. Die Gemeinschaft der Arbeitsgruppe finden Sie hier: BG - München.

1. Durch Ihr Interesse und häufigen Besuch

Nichts ist wichtiger als mit all dem vorhandenen zu wachsen, zu lernen und ein paar Schritte in Richtung Frieden und Freiheit zu tun und ein wichtiges Insturment dafür ist, regelmäßig einen guten Freund oder Lehrer aufzusuchen. Manchmal ist dieser "nur" durch seine Texte erreichbar und dennoch finden sich sicher zu jeder Fage eine Antwort hier, um Zweifel auszuräumen und rechte Sichtweise zu gewinnen. Lesen Sie allgemein dazu in: Mit den Suttas Anfreunden
Die Möglichkeiten hier sind alle für diese Zwecke bewusst gegeben worden, dafür gewidmet und können gerne für diese Zwecke ohne Einschränkungen genutzt werden.

2. Andere auf den zugangzureinsicht.org aufmerksam machen

Gerne können Sie die Verdienste mit anderen teilen (anumodana) und wir freuen uns, wenn wir vielen Menschen einen Zugang zur Einsicht ermöglichen können. Da die Seite zweisprachig (derzeit) ist, beschränkt sie sich nicht nur auf den deutschprachigen Raum. Gerne können Sie, ohne darum im Detail fragen zu müssen, Links auf Ihrer Seite angeben oder auf anderen Seiten diese einbringen und Teilen. Sicherlich macht es nur dort Sinn, wo Interesse an den Lehren Buddhas besteht. Gerne können Sie auch Teile der Seite in Blogs, Foren, sozialen Netzwerken und wo auch immer es heilsam wirkt, teilen. Bitte vergessen Sie nicht im Sinne der ursprünglichen Gönner, die entsprechenden Querverweise anzubringen. Siehe im Detail auch die Nutzungsbedingungen.

3. Fehler jeder Art aufzeigen und ev. auch gleich berichtigen

Eine wohlwollende Kritik, so schaf sie auch sein mag, ist immer eine Handlung aus Mitgefühl. Sicherlich sind noch zahlreiche Fehler auf der Seite zu finden und wir freuen uns über jede Ermunterung und Kritik. Ob es sich nun um "Kleinigkeiten", wie eine fehlende Übersetzung in eine Link-Information, Rechtschreibfehler, Layoutprobleme, tote oder fehlgeleitete Links bis zu Inhaltlichen Fehlern handelt, jeder Hinweis ist uns eine Hilfe und wird auch so schnell und gute wie möglich als Handlungsnotwendigkeit aufgenommen und nach Möglichkeiten behoben. Zögern Sie nicht, solches anzubringen und lieber einmal zu genau, als einen groben Fehler übersehen. Sie können Fehler aber auch Anregungen generell auf zwei Arten machen:
Ein unformales Email an den derzeitigen Administrator: Fehler oder Anregung per Email melden
Im Eingabethema des Arbeitsforum (sangham.net) direkt einen Beitrag erstellen: Beitrag im Arbeitsforum posten

4. unübersetzte Texte und Seiten übersetzen

Jeder kleine Text bedarf einer Übersetzung. Ob nun ein umfangreiches Essay, oder eine Informationsseite, jede Übersetzungs ist für viele eine großzügige Gabe und hilfreich. Mit dem Übersetzen von Texten, befasst man sich nicht nur selbst genauer mit dem Inhalt, sondern kann seine eigenen Verdienste, die im Zuge der Ausseinandersetzung mit dem Dhamma entstehen, auch gleich multiplizieren und teilen. Sie sind herzlich Eingeladen an diesen Verdiensten teilzunehmen, und scheuen Sie nicht mit Gedanken wie "andere können das Besser" "Ich kann nicht so gut Englisch..." oder "Was ist, wenn das nicht stimmt..." zurück.
Sie können uns Ihre Übersetzungen (wenn gewünscht auch anonym) via Email senden: Email zum Eingang von Übersetzungen
Sie können es dem derzeitigen Administartor senden: Fehler oder Anregung per Email melden
Sie können Ihre Übersetzung direkt im dafür vorgesehenen Thema im Arbeitsforum unterbringen: Übersetzung im Forum teilen (Auch als Anlage/File und anonym möglich)

Gut ist es, wenn Sie sich über laufende Übersetzungsarbeiten im Forum (ZzE Mitarbeitsforum) erkundigen und auch andere über Ihr Vorhaben und Arbeit informieren. Dadurch kommt es nicht nur zu einer Gemeinschaftsarbeit (Dhamma samagii), sondern auch zum Austausch und gegenseitiger Unterstützung und Information. Gerne können Sie im Forum auch kleine und große Projekte starten und von der direkten Unterstützbarkeit durch leichten Zugang für alle Interessierte profitieren.

5. frisch übersetzte Texte Korrektur lesen bzw. gegenlesen

Um nicht die Arbeiten durch fehlende Informationen aufzuhalten oder zu behindern, sind noch viele Texte weder korrekturgelesen noch gegengelesen worden. Sie nehmen damit viel Arbeit ab und helfen an einem soliden Aufbau eines guten Grundstockes. Im Arbeitsform befinden sich ebenfalls zahlreiche Übersetzungen, die einer Nachbearbeitung bedürfen. Gerne können Sie sich direkt im Forum einbringen und vielleicht sogar ein kleines Projekt gemeinsam mit anderen aufbauen oder verwalten, oder die Emailkontakte für Einbringungen nutzen.

6. im eigenen Besitz befindliche Texte zur Verfügung stellen

Es gibt dort und da schon einige Übersetzungen und vielleicht sind Sie ja auch an dieser guten Arbeit bereits beteiligt gewesen. Bewusstes geben und teilen hat viel mehr wert, als solche Dinge vielleicht fast unbemerkt abzulegen und für jene zur Verfügung stellen, die es vielleicht zufällig finden. Mit Zugang zur Einsicht besteht die Möglichkeit eventuelle bereits schon etwas Verlaufenes wieder zu bündeln und so leichter zugänglich zu machen. Wir freuen uns wenn Sie uns die Möglichkeit geben wollen, Ihre Großzügigkeit auf ZzE teilen zu dürfen und damit Ihre Verdienste zu multiplizieren (Das Teilen von Verdiensten mindert keineswegs, sondern mehrt den eigenen Erfolg daraus). Auch wenn Sie über gegebene Texte von dritten Verfügen und diese teilen dürfen, freuen wir uns diese wieder etwas breiter verfügbar zu machen.

7. Quellen zu frei verfügbaren deutschen Übersetzungen teilen oder/und wegen der Verwendung nachfragen

Wenn Sie über Quellen bescheid wissen, wo jemand gütig Texte und Übersetzungen (speziel Sutten) zum Zwecke des weiteren Teilens zur Verfügung stellt, informieren Sie uns doch mit einem kurzen Email oder fragen und bitten Sie vielleicht sogar gleich selbst und teilen diese Schätze weiter.

8. Webverwaltungsarbeiten

Der derzeitige Administrator ist mehr als ein absoluter Laie in allen Internet und EDV-Fragen zu verstehen und wird über dies hinaus nicht immer für all die umfangreichen Wartungs und Anpassungsarbeiten zur Verfügung stehen können. Ganz zu schweigen von wachsenden Aufgabenumfang. Wenn Sie etwas Erfahrung in diesem Bereich haben und sich ernsthaft und gewissenhaft darum annehmen möchten, richten wird gerne die nötigen Zugangskonten und Berechtigungen ein. Zögern Sie nicht mit Gedanken von möglichen Schwierigkeiten und Hemmnissen und treten Sie einfach mit uns direkt, im Forum oder via Email in Kontakt

9. Sortier- und Datensammlungsarbeiten

Um die Texte und Sutten so gut wie möglich zu "verwalten", zu warten und für die Nachwelt übersichtlich zu ordnen, sind zahlreiche administative Nebenarbeiten notwendig. Wenn Sie Interesse an solch eine Tätigkeit, die wohl sehr einem Bibliothekar nahe kommt, haben, scheuen Sie nicht davor zurück, mit uns in Kontakt zu treten. Wenn Sie über gute übersichtliche Listen verfügen, freuen wir uns, wenn Sie diese mit uns teilen.

10. Einarbeiten von Texten in html Vorlagen

Wenn Sie sich etwas mit HTML-Sprache und Textverarbeitung auskennen und solche Arbeiten gerne machen, gibt es zahlreiche Aufgaben, die genau darauf passen. Bisher gibt es noch keine allgemein Verfügbare Dokumentation (Richtlinien) zur Einarbeitung. Scheuen Sie sich dennoch nicht, mit uns über solche Arbeiten in Kontakt zu treten und seinen Sie vielleicht sogar der Anlass für die Gestaltung einer guten übersichtlichen Dokumentation.

11. Direkt und allgemein zugänglich im Arbeitsforum mitarbeiten

Wie schon in den oberen Punkten öfter erwähnt, ist das Arbeitsforum der zentrale Punkt für einen leicht zugänglichen Austausch und gemeinsame Arbeiten. Auch hier benötigt ZzE jederlei Unterstützung, sei es nun durch gelegentliches Einbringen in laufende Dinge, oder aber auch Moderations und Projektsleitungsangelegenheiten. Sie sind herzlich eingeladen sich für eine noch leichtere Einbringung, ein Konto im Forum einzurichten oder geben Sie uns Bescheid, wenn sie dieses wünschen, sodaß wie Ihnen passendes einrichten können.

12. Know how und technische Tips einbringen

Wenn sie sich mit technischen Dingen wie Server, Programmierung, Webdesign... auskennen, freuen wir uns über jeden Tip und jede Art der Unterstützung.

Die alles sind nur ein paar Anregungen und Beispiele. Keines wegs sind hier auch nur annähernt alle Arten der Anteilnahme, Mitarbeit und Unterstützung angeführt und Ihrem Einfallsreichtum soll damit kein Limit gesetzt sein. Die einzige Sache, die wir um ZzE nicht einführen wollen, oder annehmen werden ist Geld. Wenn Sie auf irgend eine Weise materiell Unterstützen wollen, und Dinge wie Software, Serverplatz oder was auch immer, rund um die EDV teilen wollen, gibt es sicherlich mehr als gute Verwendung. Was immer bekommen haben, werden wir nach besten Möglichkeiten nutzen und weiter teilen und so ist es eine Freude noch so viel aus all dem, was da ist machen zu können und Teilnnahme ist sicher das größte Geschenk für alle die daraus Nutzen ziehen können und für einen lehrreichen Weg bis zum oder gar schon auf dem achtfachen Pfad und zu nachhaltigem Glück.
Um letztlich auch die höchste Weise der Vergütung von Großzügigkeit umzusetzen, ist keine Form der Dankbarkeit größer, als das gelernte selbst in die Praxis umzusetzen.
Einen antiker Pfad wiederentdeckt

"So als ob ein Mann, in der Wildnis reisend, einen ehemaligen Pfad sehen würde, einen ehemalige Staße, bereist von Leuten früherer Zeit. Er diesem folgen würde. Ihm gefolgt, eine ehemalige Stadt sehen würde, eine ehemalige Hauptstadt, bewohnt von Leuten aus früherer Zeit, gefertigt mit Parks, Hainen und Teichen, ummauert, entzückend. Er würde aufbrechen den König oder des Königs Minister aufzuwarten und sagen: ‚Herr, Ihr sollt wissen, daß ich, während ich in der Wildnis reiste, einen ehemaligen Pfad sah... Ich folgte ihm... Ich sah eine ehemalige Stadt, eine ehemalige Hauptstadt... gefertigt mit Parks, Hainen und Teichen, ummauert, entzückend. Herr, bau diese Stadt wieder auf!' Der König oder des Königs Minister würden die Stadt wiederaufbauen, sodaß diese Stadt später kraftvoll, reich und gut besiedelt, voller Wachstum und Blüte, werden würde.

"In selber Weise sah ich einen ehemaligen Pfad, eine ehemalige Straße, bereist von den Rechtens Selbsterwachten früherer Zeit. Und was ist dieser ehemalige Pfad, diese ehemalige Straße, bereist von den Rechtens Selbsterwachten aus früherer Zeit? Einzig dieser edle achtfache Pfad: rechte Ansicht, rechter Entschluß, rechte Sprache, rechte Handlung, rechte Lebensweise, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Konzentration... Ich folgte diesem Pfad. Ihm gefolgt, kam ich zu direktem Wissen über Geburt... Werden... Anhaften... Begehren… Fühlen… Berührung… die sechs Sinnesträger… Name-und-Form… Bewußtsein, direktes Wissen über den Ursprung von Bewußtsein, direktes Wissen über daß Beenden von Bewußtsein, direktes Wissen über den Pfad der zum Beenden des Bewußtseins führt. Ich folgte diesem Pfad.

"Ihm gefolgt, kam ich zu direktem Wissen über Gestaltung, direktes Wissen von dem Ursprung von Gestaltung, direktes Wissen von der Beendigung der Gestaltung, direktes Wissen über den Pfad der zur der Beendigung von Gestaltung führt. Das direkt wissend, habe ich es Bhihhus und Bhikkhunis, männlichen Laienanhängern und weiblichen Laienanhängern offen gelegt, sodaß dieses heilige Leben kraftvoll kraftvoll, reich, eingehend, gut besiedelt, weit verbreitet, von himmlischen und menschlichen Wesen verkündet wird."
SN 12.65

Wohlwollende Grüße aus Kambodscha
metta & mudita
Johann
 
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Navita

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Ich dachte Thailand bedeutet Sanuk ?

Mit so etwas brauchst nicht mal meiner Frau kommen und deren Vater ist buddhistischer Mönch
 
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verständlich, denn gerade in Thailand ist durch den Wettbewerb der buddhistischen Interpretationen,
eine Minimalisierung der lehren erfolgt,
die so auf die Schnelle dem Aussenstehenden vermitteln wollen,
wie sich die Eine oder Andere Richtung gegenüber den anderen Akteuren unterscheidet.

Mal ein Zitat
wie wird sich der th. Buddhismus in der Zukunft entwickeln,

die Sicht eines Mönches, der als Führer der Sekiya Dhamma Richtung gilt,
Phra Paisal Visalo
Phra Paisal Visalo - Wikipedia, the free encyclopedia
What has already happened and will happen more in the next decade is the proliferation of independent faith groups and cults in the clergy which teach and practice differently. Even though they might violate the teachings of the Buddha, the clergy cannot do much about it. The widespread use of connections in the clergy on every level will further aggravate the situation, preventing the clergy from being the refuge for the public.

In this scenario, the Buddhist group that will play an important role in the next decade is the Dhammakaya Temple. It has a very strong organization with a corp of 3,000 monks who have been through intense training. Moreover, it is backed with gigantic funding and a nation-wide network of monks and lay supporters. The temple also enjoys good relationship with many elders in the Ecclesiastic Council. Its influence at the top, in the middle, and at the grassroots levels combined with its ownership of modern communications media will have a significant impact on the beliefs and practices of a large number of Buddhists in the next decade.

One last point is the increasing roles of women. In the past two decades, women have been playing more roles in Thai Buddhism, not only as the supporters of monks but also as an important force in Lay Buddhism. Their roles in the realms of academics and practices have helped Thai Buddhism to be relevant to the way of life of people in modern society.
Thai buddhism in the next decade - Phra Paisal Visalo

Natürlich kann man die unterschiedlichen buddhistischen Richtungen nicht mit wetteifernden Fussballvereinen vergleichen,
die in Form der Spendensammlungen miteinander wetteifern,

aber fern der Lehre, kristallisiert sich oft bei vielen Richtungen ein Zugeständniss heraus,
womit manche buddhistische Richtung sich gefälliger gegenüber den suchenden Menschen darstellen wollen.

Ein wesentlicher Punkt für mich ist zB. die Frage,
welche Elemente des Nationalismusses eine buddhistische Richtung unterstützt.

Der Kult des reinen Blutes, der durch Pol Pot zur Perversion getrieben wurde,
und in Thailand durch den Hinweis von 100% Thai Blut ein Inbegriff des Nationalismusses darstellt,
wird dabei von manchen buddhistischen Richtung direkt oder indirekt unterstützt,
zB., durch klares Handeln, oder fehlende Distanzierung.

Kristalisiert sich am Ende die Positionierung der jeweiligen buddhistischen Richtung klar heraus,
ist es für einen Nicht-Thai in der Regel der Scheideweg,
weil eben all die anderen Lehren dadurch in den Hintergrund treten,
denn welchen Sinn macht es, einer Lehre eines Adjarns zu folgen,
die einen nicht zu 100% aus Thai Blut bestehenden Menschen zu einem Teilnehmer zweiter Klasse qualifiziert.

Für viele Nicht-Thais ist dieser Punkt so entscheident,
dass sie am Ende nicht Jahre ihres Lebens einer Interpretation der Lehre folgen wollen,
die sie am Ende durch die Nationalismuskarte als Gemeinschaftsteilnehmer zweiter Klasse qualifiziert.

Man sagt,
Thailand habe sehr viele Tempel, weil jedes Dorf, dass sich mit den Kritiken ihres Tempelmönches nicht abfinden wollte,
kurzerhand einen neuen Tempel bauen liess, und in diesen Tempel ein neuen Mönch plazierten,
der ihnen gefälligere Dienste erwies.
Später habe der Wettstreit der Tempel zu einem Wettstreit der gefälligeren Lehren geführt,
wobei der nationalismus in den letzten jahren eine immer wichtigere Rolle spielte,

deswegen verständlich,
warum viele Ausländer schnell auf den Punkt kommen wollen.
 
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Johann_B

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Was möchte Navita genau wissen?
Im Wesentlichen Handelt es sich um eine "Bibliothek" der antiken Tradition der buddhistischen Lehren und hat sehr viel Schwerpunkt auf jene übernommenen Traditionen, wie sie in der Region des heutigen Thailands für viele Jahrhunderte und selbst heute noch zumindest imitierend belebt werden.
Ist mit Sicherheit hilfreich alte Traditionen zu verstehen und von neuartigen Ausartungen unterscheiden zu können und vor allem letztlich sehr Volksneutral und für jedermann.

Ganz kurz zusammen gefasst ein "Zugang zur Einsicht."

Gerne erläutere ich mehr, wenn diese gewünscht ist. Also bitte nicht Scheuen Fragen zu stellen.




Ich dachte Thailand bedeutet Sanuk ?

Mit so etwas brauchst nicht mal meiner Frau kommen und deren Vater ist buddhistischer Mönch
Werter Jörg,

es ist gesund, wenn die Frau den Mann folgt aber manchmal verstecken sich hinter Sinnlichen Vergnügen und weltlichem Wohl auch Geschenke die kostbarer wären. Buddhistischer Mönch zu sein bedeutet (leider gerade heute in Thailand) nicht sehr viel und dennoch kann es durchaus sehr bedeutend sein.
Bitte nicht aufgezwungen verstehen und man muß ja nicht annehmen, wenn man etwas für nicht gut hält, auch wenn es leicht etwas versperren kann.
Wenn mit "Sanuk" Freude und Glück gemeint ist, dann ist dies wohl der höchste Ausdruck von Sanuk und geht weit über das banale hinaus. Wenn "Sanuk" jedoch für "niedriges" und meist verletzendes Sinnesvergnügen steht, dann ist es vielleicht ein Zeichen, daß Thailand nicht völlig dem "Sanuk" verfallen ist.

Einmal kurz nachgesehen was man als "Sanuk" versteht:

[SIZE=+1]"Sanuk"[/SIZE]

The word "sanuk" means to have a good time, to enjoy oneself and to derive pleasure and joy from something. A slang variant for the word is "man", which describes the feeling one can get when munching one's favorite food.
It is almost a rule of living for Thai people that whatever they do have to be "sanuk". The concept of "sanuk" goes beyond the having of a good laugh or a good time at a dance or a performance. Here are examples of "sanuk" activities.

thamngan sanuk
khui sanuk
daa sanuk
thuuk daa sanuk
= to enjoy one's work
= to enjoy talking; to be a good speaker
= to enjoy scolding other
= to enjoy being scolded

The same concept of deriving pleasure from whatever one does is reflected also in the use of the word "len", which literally means to play as in these examples.

len tuktaa
len keela
len klong
= to play with dolls
= to play sports
= to play a drum


However, the meaning of "len" goes beyond to play. The word indicates the extent of attention and concentration for an activity. It also implies enjoyment and satisfaction.

len sataem
len kaan myang
len kompewter
len kaanson
= to collect stamps
= to be in politics
= to work with computer
= to specialize in teaching methodology


Another interesting aspect of the meaning of the word "len" is noticed in negative expressions such as "mai len duay", which means not wanting to have anything to do with.
With linguistic expression as discussed in this section, it would appear that the Thais are more inclined to play than to work or that they mix work with play. However, a closer examination of the meaning of the word "sanuk" and "len" should show that whether it is work or play, the important requisite is that one should be able to derive satisfaction and pleasure in what one does.
...denke ich, daß es sehr viel zum Verstandnis das althergebrachten im "Sanuk [Stative Verb, Adjective, of Khmer origin]" beiträgt, denn reines Vergnügen ist damit nicht gemeint, aber ehrlich Verdienstes bis zum höchsten Glück.
Das Wort "len" (spielen, unernst und ohne besseren Ziel handeln) wird im Kambodschanischen ebenfalls Benutz und passt wohle eher zum sagen wir mal etwas Kopflosen Vergnügen.

Also alles in allem 100% wahres bis gar zum immerwährenden Sanuk, das nicht durch Vergänglichkeit erschüttert werden kann und unabhängig ist.

Wie in der Aufstellung zu sehen ist, auch wenn es heute schon verschommen scheint ist "len" immer mit weltlichen Dingen in Verbindung gewesen und "Sanuk" hat mehr mit verdienten Früchten aus der Arbeit zu tun. Das befassen mit Dhamma würde man nicht als "len" bezeichnen aber dessen Früchte aus dem befassen kommend genießen sehr wohl.

Freut mich das Wort "Sanook" kennengelernt zu haben. Danke dafür! Könnte mir vorstellen, das es eine Abkürzung des Pali wortes "Santi Soohk (sukha)" ist. Ein eigenschaftswort, daß für das Erlebnis von Nibbana, höchstes Glück verwendet wird. (Santi = Frieden, Sukha = Wohl; Glück, Das Wohl des Friedens), aber ist nur eine Annahme.

Wünsche jedenfalls Santi Sookh!
 
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Johann_B

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verständlich, denn gerade in Thailand ist durch den Wettbewerb der buddhistischen Interpretationen,
eine Minimalisierung der lehren erfolgt,
die so auf die Schnelle dem Aussenstehenden vermitteln wollen,
wie sich die Eine oder Andere Richtung gegenüber den anderen Akteuren unterscheidet.
Danke für die Eingabe DisainaM,

ja, in Thailand wie in den meisten SOAsiatischen Ländern ist die buddhistische Religion als Sozial und National-Werkzeug verkommen. Dhammakaya und andere esoterische Dinge und Kulte haben oberhand gewonnen.
Gerade im deutschen Sprachraum gibt es leider sehr wenig Information die von Thailändischen Mönchen, die sich wirklich an Vinaya (Mönchsregeln) halten, ausserhalb von Marktplätzen und gerade Sekten wir Dhammakaya, die ein riesen Budget haben ändern nicht nur 2500 Jahre alte überlieferungen, sonder überschwemmen den Markt auch mit Junk-food.

Siehe zum Beispiel eine ihrer Dhamma-Geschenkseiten: ?????????? kalyanamitra : webkal ?????

Dehalb ist es sehr wichtig sich gut zu informieren. Zwar gibt es die überaus großzügigen Seiten palikanon.de und palikanon.com, aber Deutschland hat bisher nur enge Verbindung zu der Missionarsabteilung der oft Nationalistischen Sri Lanka Verbindungen gehabt, welche am Anfang des letzten Jahrhunderts starten.

Nationalismus (Bezug und Identitätsgebung) und Sozialismus (Nahrung und sicherheit für die Gruppe, Sozialdienste...) sind heute leider in fast allen Traditionen den Buddhismus eingekehrt und nach der Überschwemmung mit den national sozialen Aktivitäten der Tibeter, ist als die anderen Nationen mit ihren Nationalhelden nur zu warten und die werden noch ganz andere Mittel verwenden.
Deshalb ist Information und Aufklärung (auch der Frauen, die ja sehr oft sehr leichtgläubig sind) sehr wichtig. Aber über den Gruppeninteresse, bitte immer stets das beste für einen Selbst heraus ziehen und nicht in Politik oder Philosophie verlieren aber nicht so gutes und deren Einflüsse meiden.

Schwere Sache hier umzusetzen, da auch sehr viel hierzulande unter der Verwaltung von "Pfründesicherer" und Geschäft steht. Aber wenn andere gewillt sind, dann mag man es umsetzen können und ist wie alles wirklich Fruchtvolle immer mit vorhergehender Arbeit verbunden.

Ergänzung: Vielleicht noch bemerkend, ATI (accesstoinght.org) wie auch Zugang Zur Einsicht, haben werden nationale noch Sekten Verbindungen und es finden Sich Lehren aller Nationen darin somal sie mit den wahren Lehren zusammen passen und für den Pfad selber förderlich sind. So also wenig Politik und andere ablenkenden Dinge.
Die Übersetzungen von Thanissaro Bhikkhu des Kanons sind sehr erfrischend und nicht so ganz veraltet wie die meisten gewohnten Deutschen übersetzungen
 
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Interersanterweise sind es gerade die negativen Beispiele im buddhistischen Alltag, der viele Menschen sensibel gemacht hat,
neben den veröffentlichten Lehren, eine Richtung zu beurteilen.
Ohne die Sangha in Thailand, die buddhistische Richtungen sofort ausschliesst, wenn ihre Lehren nicht einem festgelegten Standart entsprechen,
achten sie auch auf die praktische Umsetzung.

So wurde unlängst der Abt eines Tempels von der Polizei abgeholt, in einen anderen Tempel gebracht, dort von dem dortigen Abt aufgrund von festgestellten Verfehlungen "exkommuniziert", und dann von der Polizei gewaltsam von seiner Robe getrennt, die er nicht freiwillig ablegen wollte.

Buddhistische Richtungen, die nicht von der Sangha anerkannt sind, werden in der Regel von den Menschen gemieden,
und ihre Lehren, so zutreffend sie auch sein mögen, ignoriert, weil das anerkennende Siegel ihnen fehlt,
wodurch man die Mitglieder in Roben eher als Schausteller ansieht, wie manche koreanischen Touristenmönche auf Thailands Strassen.

Es gab und es gibt einfach zuviel Missbrauch von religiösen Gemeinschaften, die nicht von der Sangha anerkannt werden,
weshalb sich nur wenige Menschen mit den Lehren von "noch nicht geprüften" buddhistischen Richtungen beschäftigen.

In Ländern, ausserhalb Thailands, wo der Theravada-Buddhismus ebenfalls praktiziert wird,
sind so manche Vorkommnisse der Instrumentalisierung passiert,
die eher ein Eigeninteresse verfolgen,
wie die Thailänderin, die sich in Sri Lanka zum Mönch weihen liess,
um anschliessend in Thailand eine buddhistische Diskussion über die Anerkennung von Frauen, als Mönche, in Bewegung zu setzen.

Dieses andere Regelwerk von Ländern, die den Theravada-Buddhismus anders interpretieren, bz. eine etwas laxere Einstellung in der Anerkennung der buddhistischen Richtungen pflegen,
werden von Thais meistens ignoriert,
weil die jeweiligen buddhistischen Missbrauchskontrollorgane in diesen Ländern noch nicht so entwickelt sind.

Wer will sich schon für eine Gemeinschaft Jahre einsetzen, wo sich der Mönch am Ende mit einem Spendenkoffer in einem Privatjet ins Ausland absetzt, unabhängig davon, wie geistreich und inhaltsvoll seine frühere Lehre gewesen war,
weshalb die Notwendigkeit eines buddhistischen Monitorings durch ein anerkanntes Kontrollorgan allgemein als Vorraussetzung angesehen wird.

Während für viele Westler die rein geistige Lehre wichtiger war,
als die Umsetzung in einer konkreten Gemeinschaft,
fragten sich später die Leute, ob hinter einer Interpretation einer Lehre überhaupt eine Gemeinschaft steht,
wie diese sich zusammen setzt, und wer, als Hauptfinzanzierer, dort im unsichtbaren, die Zügel in der Hand hält.
Erst durch die Erfahrung von viel Vereinsmeierei, zogen sich danach viele Westler in die individuelle Vertiefung in den Buddhismus,
fern aller Gemeinschaften zurück,
wogegen für Westler, die mit Thais verheiratet waren, die Frage von der Entfernung aus der Familie,
sprich die Distanzierung von der buddhistischen Gemeinschaft der th. Partnerin,
dieses oft als Loyalitätsbruch mit einhergehender Ehekrise verbunden wurde,
gekrönt von der wiederkehrenden Frage,
- wo hilft Dir Deine neue Gemeinschaft, wenn Du Probleme hast ? -

bz. der Botschaft, - wundere Dich nicht, wenn Du bei Problemen alleine im Regen stehst -,

denn Lehre alleine, ist für die Meisten nur Gameshow, entscheident ist, wie die Vitalität einer Gemeinschaft dahinter aussieht.

So stehen in Thailand Mitglieder einer buddhistischen Gemeinschaft in der indirekten Verpflichtung,
ausschliesslich in Geschäften von anderen Gemeinschaftsmitgliedern einzukaufen,
denn ausschliesslich durch diese Verbindungen im Praktischen, definiert sich das umgesetzte Leben in dieser Gemeinschaft.
 
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Johann_B

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DisainaM,

freut mich all diese Reflektionen zu lesen. Sangha (hier die Gemeinschaft der klösterlichen Lehrfolger) und auch die Verbindung zu Laien, ist nun mal kein Sozialprojekt, aber dafür missbraucht. Mit allen nachteilen die Verbindlichkeit nun mal hat und genau um diese ganz gewöhnlich aufkommende Korruption zu verhindern gibt es ja (für jene, die es noch nicht natürlich verstehen) die Regeln und die stehen nun mal über soziallen und nationalen Identifikationsinteressen.

Wenn heute Thailändische, Kambodschanische, Laootische... Klöster im Westen gegründet werden, dann sind diese Polit und Wirtschaftsprojekte und dienen dazu den Einfuß und die Kraft der Exilleute in der Heimat zu nutzen aber nur sehr selten bis gar nicht als Einsiedelein für Praktizierende.

Das ist Schade, denn das Wissen, daß sicher in Europa leichter zugänglich ist, um Dhamma und Vinaya, hätte guten Einfluß auf die heimatlichen Un-Gepfolgenheiten.

Wenn heute Westler die mit Thailändern in Beziehung stehen, Allergisch auf Buddhismus sind, dann verstehe ich das, aber das hat weniger mit den Lehren selbst zu tun, sondern mit der Fehlinformation und oft der Unfähigkeit diese Dinge in westlichen Spären zu erklären.
Und so übernehmen beide Weslter wie auch Asiaten, leider nur die schlechten Angewohnheiten von einander, dabei hätten sie so perfekten Zugang zu Besseren damit offen stehen.

Eine Sache die für Westler sicher schwer zu verstehen ist, ist die Jahrhunderte lange Abhängigkeitmache dieses Systems, und das Asiaten in der Regel nicht frei sind, so wie wir das vielleicht schon zusammen bringen.

Viele Beobachtungen von DisainaM sind sehr richtig und haben Ihre Gründe. Was vielleicht zum Verständnis des Systems hilft, sind 'Die Lehren über Dankbarkeit' aber auch 'Ohne Bedingungen' und dazugehörig Ökonomie von Gaben, von Thanissaro Bhikkhu.

Dieses Sytem kann auch perfekt missbraucht werden und es hängt von beiden ab, den Laien wie den Bhikkhus und kann auch von beiden gerichtet werden.
 
x-pat

x-pat

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Chiang Mai
Hmm, interessante Initiative. Allerdings scheint noch nicht allzuviel in Deutsch vorhanden zu sein. Ein kurzer Blick auf die wichtigen Suttas in SN, MN und DN lässt nur englische Titel erkennen. Auch muss ich mir die offensichtliche Frage stellen: warum zwei Webseiten mit dem gleichen Inhalt? Da palikanon.com schon vollständiger erscheint, warum nicht die Ressourcen kombinieren? Oder gibt es eine wesentlich unterschiedliche Zielstellung?

Gehe ich richtig in der Annahme, dass hier die kanonischen Texte aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt werden?

Cheers, X-pat
 
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Johann_B

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Gute Frage X-Pat,

da sind vier Dinge die sehr wesentlich sind. Zum einen sind so gut wie alle Übersetzungen und Arbeiten auf palikanon.com und .de nicht wirklich zur freien Verteilung, zumindest nicht bewußt. So weit ich informiert bin, ist die .com Seite von großzügiger Weise von einem Laien, der Heute als Mönch in Chiang Mai praktiziert (vielleicht habt Ihr euch ja schon mal getroffen) aus dem was verfügbar ist zusammengetragen und es erscheint mir nicht alles gegeben zu sein. Meine riesen Hochachtung für all die Arbeit die da dahinter steht, sowas weis man erst dann im vollen Ausmaß zu schätzen wenn man weiß wieviel dahinter steht.
Also viele Dinge dort können zwar gelesen werden aber nicht wirklich frei weiter gegeben werden, da man nicht weiß ob es gegeben oder genommen ist und auch wenige Inofmationen darüber sind, sprich Anumadana (teilen von Verdiensten ist schwierig und man hat immer - verständlicher Weise - ein schlechtes Gefühl) Mit .de verhält es sich ähnlich, und ist eine nebenbeiteilen eines Verlages, gegeben zum lesen aber auch hier wieder eingeschränkt, unsicher und zum weiter Teilen nicht wirklich geeignet. Sprich es bindet alle stets zurück.

So sind etwas viele Arbeiten von Deutschen Autoren und Mönchen in English verfügbar, nicht aber auf Deutsch, und können nur gekauft werden. So perverse das ist, werden viele Dinge wiederübersetzt, um sie aus den Schlingen des Geschäftemachens mit Dhamma zu bekommen und zu Geschenken zu machen.

Zum anderen ist ATI (Access to insight) keine Contentseite, sondern für sich eine Komposition, sprich es ist nicht wichtig alles zusammenzuraffen sondern dieses Lehrkompossition und diesen Zugang wiederzugaben. Auch wenn diese Elemente auf Palikanon etwas vorhanden sind, so sind sie dennoch (ich denke aus Zeit und Kraftmangel) im Hintergrund.

Weiters ist der gesamte Bezug der Deutschen Übersetzungen und Tradition sehr Sri Lanka lastig und nur von wenigen Deutschen "Pionieren" gefärbt. Auf sind die Übersetzungen auf ATI meist etwas zeitgemäßer und hatten auch unübersehbaren Erfolgt im Erreichen der Interessierten auf der ganzen Welt.

Also im großen und ganzen, würde ich ganz und gar keine "Konkurrenz" oder doppelt gemoppelt sehen, wenn ich beides Vergleiche, sondern einen völlig anderen Zugangsversuch.

Zugangzureinsicht auf ATI aufbauend, soll kein Wirtschaftsnebenprodukt darstellen und auch keine gemüssigte Sammlung, sonder ist ein Platz für Verdienstvolle Handlungen an sich und für sich und dieses weiter zu teilen.
Also ganz wichtig ist die Arbeit selbst und nicht so sehr das Produkt.

Das sind noch sehr viele andere Detail und Kleinigkeiten, die man erst im tieferen Auseinandersetzen sieht.

Was traditionelle Dhamma-Teiler in Deutschland betrifft, so ist es nicht möglich sie aus ihren Bindungen herauszubekommen und Dhamma aus der Wirtschaft zu dem was gebührend wäre zu bekommen. In Deutschland ist Dhamma fast ohne Ausnahme immer ein Geschäft und ein boomender Markt. Das ist schade und das ist natürlich von sehr wenig Unterstützung geprägt, fürchtet ja jeder seine Pfründe.

So it's something everybody would logically do if he/she has the opportunity, und so lang a wer ist der etwas tun möchte und ich noch die gegebene Möglichkeit habe wirds wachsen und ist wie alles von Absichten bedingt.

Viele die sich dem Netz der Verbindung verpflichte fühlen werden da gar nicht so leicht aus kommen, aber manchen, die sich schon etwas freier gemacht haben Geschenke annehmen zu können wird es hilfreich sein.

Arbeit macht frei um das mal etwas provokativ auf den Punkt zu bringen und es gibt kein besseres Geschenk als eine Aufgabe. Viele Aufgaben, geben dann vielleicht auch ein gutes "End"produkt aber das ist letzlich für alle die sich beteiligen möchten agr nicht so wichtig und dennoch vielleicht der Ans.... der helfen kann sich zu überwinden. Im Auseinandersetzen lernt man wie die Dinge wirklich aufkommen und vergehen.

Das alles aber nicht als abwertend den vielen großzügigen Leistungen die Hinter den Möglichkeiten von Palikanon.de und com stehen zu sehen, ganz im Gegenteil und hier vielleicht ein auch ein Zugang (was andere ja nicht so gerne machen) nicht einfach nur zu konsumieren und sich bewußt oder unbewußt Verbindlichkeiten zu schaffen sondern auch als Nichtmitglied jener die sich an den Erträgen dieser Arbeiten ernähren, selbst etwas einzubringen, loszulassen, behilflich zu sein und damit an Freiheit gewinnen, ganz abgesehen von dem Verständnis das man in der Praxis neben einfacher Wissensaufnahme gewinnt.

Danke für das Interesse und die Möglichkleit vieleicht etwas erklären zu können. Ich hoffe ich konnte das einiger Maßen erklären, denn das ganze ist zwar sehr einfach oder auch sehr komplex, abhängig von Verständnis.
 
x-pat

x-pat

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OK, Danke für die Erklärung. Ich verstehe das mit der Lizensierung bzw. dem Copyright, allerdings vermute ich das Endanwender/Leser das wenig interessieren wird, weil die Verwendung ja fast immer privat ist. Natürlich ist eine Commons Lizensierung vorzuziehen, falls vorhanden.

Ich bin jedoch recht skeptisch, was die Übersetzung der Texte aus dem Englischen ins Deutsche angeht. Dabei kann potentiell sehr viel schiefgehen, besonders dann wenn die Übersetzung von Laien (im akademischen Sinn) gemacht wird. Es ist schon schwierig das Pali ins Englisch zu übertragen. Hätte man bei einer weiteren Übertragung der Sprache nicht automatisch einen "Stille Post" Effekt?

Cheers, X-pat
 
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Johann_B

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Werter X-Pat,

was das Rechte-Ding betrifft, besteht sehr viel Aufholbedarf speziell im Westen und im Osten geht es mit dem westlichen Vorstellungsmodel von Rechten schon rasant verloren. "Es gibt Gaben, da ist Geopfertes" ist Anteil des Grundverständnisses von Rechter Sichtweise und selbst Mönche fallen auf das "du hast ein Recht" herein.
Auch "nicht nehmen was nicht gegeben ist" verstehen nur wenige und verwechseln es mit "nur nehmen wozu mir ein Recht" gewährt ist. Commons Lizensierung ist der andere Extreme Unsinn der modernen Robin Hood Kultur. Bewusst geben, bewusst nehmen. Heute haben schon weite Teile der "Buddhisten" selbst das Tipitaka zu Allgemein Gut gemacht, was gleichzeitig bedeutet, daß man es als tugendhafter Mensch gar nicht mehr angreifen kann.
Also dieses Thema ist ein sehr unterentwickeltes oder besser schon sehr verwickeltes und wird von wenigen verstanden und auch von Lehren falsch vorgetanzt.

Was das Übersetzten betrifft ist es sicherlich wichtig verantwortlich zu sein und ich muß sofort sagen, daß eben akademische Aufarbeitung nicht nützlich ist, jedoch das Leute die übersetzen auch wirklich praktizieren.

Ein gewisses Grundwissen in Pali, was die Suttas betrifft ist schon notwendig um auch auf die Palitexte zurückzugreifen in der Wortwahl, aber genau das ist ja das lernen daran.

Also wie gesagt, für Konsumenten die einfach nur gut Konsumieren möchten nicht gedacht, dafür dienen die Akademika und haben ihren Lebensunterhalt verdient auf Kosten des Dhammas.

Skepsis ist gut, aber sie lost sich nicht wenn man nichts tut und beginnt sich mit den Dingen auseinander zu setzen. Und genau dazu lädt es ein.

Gurndsätzlich kann man, wenn man selbst wirklich praktiziert und schon gewisses Verständnis gewonnen hat, nicht leicht auf den "Stillepost" Effekt hineinfallen. Gegeben das es schon mehr als 2600 Jahr stille Post und noch viel schwieriger, wirklich verbal war, habe ich da nicht so viel Sorge.
Auch wissen wir heute, daß viele alte deutsche Übersetzungen viele "Fehler" beinhalten und hier arbeiten wir mit einer relative aktuellen.

Aber noch mal, wenn jemand konsumieren möchte und das mit hohem Standard, dann empfehlen sich die Übersetzungen, die man im Buchhandel bekommt. Das man Dhamma nicht kaufen kann sonder immer erarbeiten muß, kommt sehr gut hier zum Ausdruck.
 
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Tanha

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Isaan
... Schlingen des Geschäftemachens mit Dhamma ...
... In Deutschland ist Dhamma fast ohne Ausnahme immer ein Geschäft und ein boomender Markt. Das ist schade und das ist natürlich von sehr wenig Unterstützung geprägt, fürchtet ja jeder seine Pfründe. ...
Selten so ein Quatsch gelesen. Bücher werden heutzutage nur verkauft, wenn der Autor tingeln geht. Auf Dhamma übersetzt heißt das, dass der Lehrer Retreats gibt, ein große Schülerzahl etc. hat. Also wie Dalai Lama, Tich nhat hanh, etc.

Deutsche Verleger, die ich kenne, leben vom Kalenderverkauf oder von einer festen Unterstützergruppe, damit das "Geschäft" überhaupt weiter geht. Jeder, der auch nur ein wenig Verstand besitzt und Geschäfte machen möchte, wird andere Bücher als die obengenannten erfolgreichen gar nicht verlegen. Diese sich einsetzenden Idealisten zu Geschäftemachern zu degradieren, finde ich richtig fies.

Richtige Geschäfte werden vor allem von Mönchen/Gurus durch Spenden gemacht. Dadurch bekommen diese oft eine Macht, die ihnen nicht zusteht.

Palikanon.com hat gute Übersetzungen. Merkwürdig gefärbt finde ich aber vor allem die Übersetzungen von Thanissaro Bikkhu, ohne das weiter zu begründen. Jeder muss sich da selbst ein Urteil bilden.

In Deutschland gibt es außerdem alle Bücher (zumindest in der Fernleihe) quasi umsonst. Es gibt so gut wie niemanden, der so wenig Geld, wie in der 3. Welt hat, dass er sich z. B. die Fernleihe nicht leisten kann.


Tanha
 
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Johann_B

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Werter Tanha,

deine Sichweise ist verständlich, und sie wird sicher die selbe sein wie 95% der leute haben werden aber es hat nun mal nichts mit Dhamma und Gaben zu tun.
Weder gibst es im Dhamma Lehren gegen Vergütung (da gibt es sogar im Hinblick von Speisendarbietung strenge Regeln um das zu unterbinden) noch kann man Handel auf was für eine Weise auch immer im Sinne des Dhammas rechtfertigen.
Aber eines ist auch wichtig, wenn man nichts zu geben hat, besteht auch keine Pflicht zu geben (nehmen um zu geben!).

Es geht nicht darum "Hungrige Geister" zu füttern und dennoch ist es wichtig sie zu bedienen. Gekauftes und Verkauftes Dhamma hat weder für den Geber noch für den Empfänger einen verdienstvollen Ausgang.

Buddha sprach nicht ein Wort, wenn die Basics (Dankbarkeit, Großzügigkeit) nicht verstanden wurden und das ist ein Bild, daß nur Missionarsabeit überschreitet, für etwas, daß sie höher setzen als Tugend.

Fernleihe, Mieten, Kaufen, Nehmen... als das ist nicht "nicht nehmen was nicht gegeben ist" und die Einstellung "ich kann" ist auch keine, die einem die Tür zum Dhamma öffenen wird.

Idealisten sind immer schlechte Beispiele, wenn sie dabei die Basics übertreten. So wie ich hier, der ungeladen einladet.

Wie sagt man heute gerne "Never Mind", dann bleibt vielleicht alles beim alten.

Wenn Leute Mönchen und Lehrern Geld geben, kann man ihnen nicht helfen, sie bekommen was sie kaufen und das ist nun mal nie Dhamma und dabei geht es nicht um Buchstaben, sondern die Grundeinstellung und die Öffnung des Herzens.

Das einer sich seinem Dealer verpflichte fühlt ist ganz normal, wie würde er sonst an das erwünschte herankommen. Aber auch das ist eine grundlegende Sache der Freiheit und wenn man über Freiheit spricht, ist nicht Freiheit das zu bekommen was man möchte gemeint, sonder die Freiheit nicht tanha's Sklave zu sein.

Aufgewachsen in so einer Welt und umgeben von einer solchen Welt, Großzügigkeit und Dankbarkeit nie kennen gelernt (heute gilt man ja schon als großzügig wenn man gegen Geld und Vergütung arbeiten geht) ist es schwer und auch verständlich warum die nachkommenden Generation es nicht mehr sehen. In Südostasien wird es ja gerade Systematisch zerstört und im Westen wird es wohl nicht so leicht aufgehen.

Vielleicht magst sich der Werte Tanha etwas tiefen im Herzen damit befassen und Üblichkeiten mal zur Seite stellen.

Die Ursache des Leidens ist tanha und diese wird von Identifikation genährt. Direkt Begierde entgegenwirken auf sehr rauer Ebene ist Großzügigkeit und dem Unwissen über Identifaktion und seine Ursache, Weisheit. Damit ist jedes Geben und Befassen mit Dhamma direkt in die richtige Richtung und jedes Vereinnahmen, Identifizieren und Handeln mit Dhamma komplett in die anderen aber übliche Richtung geneigt.

Danke für die Möglichkeit hier ein paar Dinge ansprechen zu können auch wenn sie vielleicht schon sehr grundsätzlich sind und gar nicht so viel mit der OP Einladung zu tun haben. Man muß ja nicht annehmen, wenn man "ich kann" und es ist auch verständlich das man nicht annimmt wenn man "ich kann" und aufdrängen lässt sich nichts, auch wenn's gut wäre (das sei dahingestellt, doch wer außer ein Händler würde einem was geben, wenn er nicht glauben würde das es gut sein?).

Zu einem Weiteren ist es so, daß Mönche in dieser heutigen weltlichen Dhammaweitergabeart völlig ihre Berechtigung (aus der weltlichen Sicht) verloren haben. Das ist auch ein Punkt der zu bedenken ist. Wenn da noch Mönche sind, dann werden sie von Verlagen gesponsert und genährt... Damit unterliegt Dhamma völlig der Marktwirtschaft und den Schlingen von tanha. Aber auch der völlige Fall in die Korruption ist kein neues und was brauche ich das jemanden der in Thailand lebt oder kennt erzählen.
 
x-pat

x-pat

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Was ist an der Commons Lizensierung "extremer Unsinn"?

Die Diskussion um "freie Dhammas" finde ich im Informationszeitalter ein wenig weltfremd. Dem motivierten Schüler stehen heute alle möglichen Lehrtexte aus jeder erdenklichen Richtung des Buddhismus frei zu Verfügung. Es herrscht kein Mangel, sondern eher ein Überfluss. Also wofür die Diskussion?

Retreats, Sessions, Unterricht, und die Produktion von Qualitätstexten sind etwas anderes. Die sind nicht im Überfluss vorhanden, und kosten persönlichen Einsatz. Daher ist es sicherlich "verdienstvoll" wenn es unentgeldlich geleistet wird.

Das mit den "Schlingen der Marktwirtschaft/Tanha/Gier" ist übrigens keineswegs auf Deutschland beschränkt. Ich hätte keine Probleme thailändische Beispiele dafür zu identifizieren, obwohl ich das lieber nicht tue, und mich mit einem Verweis auf die existierende thailändische "Monk Mafia" begnüge.

Cheers, X-pat
 
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Johann_B

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Was ist an der Commons Lizensierung "extremer Unsinn"?

Die Diskussion um "freie Dhammas" finde ich im Informationszeitalter ein wenig weltfremd. Dem motivierten Schüler stehen heute alle möglichen Lehrtexte aus jeder erdenklichen Richtung des Buddhismus frei zu Verfügung. Es herrscht kein Mangel, sondern eher ein Überfluss. Also wofür die Diskussion?

Retreats, Sessions, Unterricht, und die Produktion von Qualitätstexten sind etwas anderes. Die sind nicht im Überfluss vorhanden, und kosten persönlichen Einsatz. Daher ist es sicherlich "verdienstvoll" wenn es unentgeldlich geleistet wird.

Das mit den "Schlingen der Marktwirtschaft/Tanha/Gier" ist übrigens keineswegs auf Deutschland beschränkt. Ich hätte keine Probleme thailändische Beispiele dafür zu identifizieren, obwohl ich das lieber nicht tue, und mich mit einem Verweis auf die existierende thailändische "Monk Mafia" begnüge.

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Werter X-Pat,

Common Lizensierung und Dhamma auf Rechte aufbauen ist generell Unsinn wenn auch verständlich in einer Welt wo man nur nimmt. Irgendwie muß man die Gier ja regeln.
Wenn ich etwas gebe, dann gebe ich. Wenn ich es nicht geben möchte, behalte ich es mir. So, und die heutige Methode ist es zu geben und Schlingen darum zu tun. Sprich sich Vorbehalte einhalten. Das ist nicht geben. Warum, außer um etwas zurück haben zu wollen, stellt man etwas ins Internet und schränkt das Weiterteilen ein? Gib es nicht, wenn du daran hängst kann ich da nur sagen.

Interessant ist auch die Herkunft des Wortes Lizenz und das hat was mit Maßlos zu tun: Excessive freedom; lack of due restraint.

Zum einen spricht ja alles für den Geben wenn er etwas gibt (wenn er den wirklich gibt), zum anderen "Erzieht" es eine Gesellschaft, die nicht wertschätzen kann. Schwierig, das Ganze Thema und meine Erfahrung hat mir gezeigt, das weder Einladen noch Geben etwas ist, daß man in Buddhistischen Kreisen kennt und von Großzügigkeit kann man auch selten sprechen.

Zwar stellen Leute oft ihre Dinge ins Netz, wenn du ihnen aber ganz konkret schreibst, das du es entgegen nimmst, sind sie gar nicht so erfreut. Ab liebsten ist ihnen, wenn sie gar nicht wissen wer sich da "bedient".

Die Common Lizenzen sind ja ein Ergebnis der moderen Robin Hood Tendenzen (mit Einschränkungen) und aus einer "alle sind Gleich und alle Haben das selbe Recht" Denkweise entstanden. Und damit fällt alles bewußte Geben können und bewußte Empfangen können weg. Wie dunkel und gierig das Wesen der Menschen heute ist, weiß man erst wenn man nur von Großzügigkeit abhängig ist und sich nicht mehr der Geschäftlichkeit bedient.

Für ein Verständnis von Rechter Sichtweise ist diese Vordringlichen Wollen unter gewöhnlichen Regeln der Gesetze nicht hilfreich und an diesem Punkt ist es wieder besser Einzelpersonen haben Dinge in Besitz und verwalten Weltlich die Sachen. Und das ist ja der Grund, warum in Deutschland 95% des Dhammas im Handelsnetzwerk hängt, da hier ja die Versachlichung hoch im Wert steht.

Produkte (Ware) ist keine Mangelware, doch der passende Umgang ist so selten wie das Extrem des Überflusses. Leute, die sich z.B. um Übersetzungen bemühen, arbeiten wie die Gejagten in versteckten Hinterzimmern und ich traue mich behaupten, das viele sehr wertvolle Dinge nicht einmal über den Handel viele Leute erreicht. Warum? Weil man in gewisser weise eine Konkurrenz darstellt und noch schlimmer wäre dies, wenn sogar noch hochwertiger wäre. Das geht nicht.

So wie dir jeder Bauer im entlegenen Thailand oder hier in Kambodscha sagen würde. Nur nicht zu schön machen, sonst werden die Nachbarn eifersüchtig. Vollkommen weise Einstellung die man vielleicht nicht gleich versteht. Darf natürlich auch zu keiner Fuchs und die Sauren Trauben Ausrede werden.

Das mit den "Schlingen der Marktwirtschaft/Tanha/Gier" ist übrigens keineswegs auf Deutschland beschränkt.

Gebe ich dem werten X-Pat vollkommen recht. Sogar noch viel extremer aber in einem anderen System, das zumindest grundlegende Traditionen noch etwas beibehält. Das natürliche "Vorrecht" des älteren, ersten, tugendhaften, weisen und geschickten, daß man in der modernen Welt völlig missachtet auf allen ebenen. Aber das ist auch ein Aspekt von rechter Ansicht in den Ansätzen. "da sind Eltern, da sind rechtschaffende Brahmanen und Asketen".
Ich denke in diesem Bereich ist es in Thailand auch schon lange vorbei und dieses wird nur mehr als Machtmittel verwendet. Aber auch hier in Kambodscha haben sich solche Dinge die Traditionen der rechten Ansicht sind, nur mehr an wenigen und entlegenen Stellen erhalten und deren verschwinden ist schneller als man zählen könnte.

Ich denke, das ich hier aber das Thema schon viel zu sehr beansprucht habe und viele Dinge kann man nicht so leicht erklären, bzw. verfängt man sich schnell in einem Dickicht von Gedanken der Bezugnahme.

Ganz und gar nicht, möchte ich so vielen großzügigen Leuten der vergangenen Tage etwas absprechen und schon gar nicht etwas fordern, aber zu einem besser machen ermutigen und dazu ermutigen, daß Dhamma nicht mit dem Lauf der Welt laufen muß.
 
x-pat

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Common Lizensierung und Dhamma auf Rechte aufbauen ist generell Unsinn wenn auch verständlich in einer Welt wo man nur nimmt. Irgendwie muß man die Gier ja regeln.
;-) Ja, irgendwie muss man die Gier regeln. Das klingt ein wenig pessimistisch, trifft aber auf viele gesellschaftliche Interaktionen zu. Genau dafür sind die Commons Lizenzen geschaffen: für ein System in dem es notwendig ist Großzügigkeit vor Ausbeutung zu schützen. Ich glaube übrigens, dass das mit der Gier und Ausbeutung heute nicht viel schlimmer ist als zu Buddhas Zeiten. Wir haben heute nur bessere legale und technische Mittel, daher gibt es eine Art "Hochrüstung" auf beiden Seiten.

Die Commons Lizenz, die es in mehreren Variationen gibt, schützt rechtlich wahlweise vor (a) falscher Attribuierung (Plagiate), (b) Modifikation, und (c) kommerzieller Verwertung. Ich denke dass sind berechtigte Anliegen, bzw. berechtigte und faire Vorbehalte für die meisten Fälle und würde daher nicht von "Unsinn" sprechen. Wenn ich einen buddhistischen Text verfasse hätte ich persönlich allerdings auch kein Problem, den Text an die Public Domain zu übergeben, was einem Verzicht auf alle Rechte gleichkommt.

Früher gab es auch nichts anderes, frei nach dem Motto "alles oder nichts", und ich erinnere mich noch recht gut an die vielen Public Domain Software Programme in der Anfangsgeschichte der Computer. Das Aufkommen der Commons Lizenzen ist das Ergebnis des Informationszeitalters in dem die Vervielfältigung und Verteilung von Information technisch immer einfacher wurde und damit eben auch das Ausbeutungspotential immer größer wurde. Robin Hood Mentalität? Ja, vielleicht. Aber was ist daran auszusetzen?

Wie dunkel und gierig das Wesen der Menschen heute ist, weiß man erst wenn man nur von Großzügigkeit abhängig ist und sich nicht mehr der Geschäftlichkeit bedient.
Sprichst du da aus Erfahrung? Ich finde das kann man den meisten Menschen nicht verübeln, denn schließlich müssen sie sich in einer Welt des harten Wettbewerbs behaupten. Es gibt aber immer wieder Licht im Dunkel. Da bin ich halt unverbesserlicher Optimist.

Sogar noch viel extremer aber in einem anderen System, das zumindest grundlegende Traditionen noch etwas beibehält. Das natürliche "Vorrecht" des älteren, ersten, tugendhaften, weisen und geschickten, daß man in der modernen Welt völlig missachtet auf allen ebenen. Aber das ist auch ein Aspekt von rechter Ansicht in den Ansätzen. "da sind Eltern, da sind rechtschaffende Brahmanen und Asketen".
Naja, wir haben eine ähnliche Tradition im Westen: das Recht des Schwächeren. In unserer westlichen Gesellschaft werden Behinderten, Kranken, Alten, Kindern, Arbeitslosen, und Benachteiligten häufig besondere Zuwendung und Rechte eingeräumt, während letztere in Asien oft mit Füßen getreten werden. So haben beide Kulturen ihre Stärken.

Bewundernswert finde ich das in Thailand die Existenz der Sangha noch immer vollständig durch die Grosszügigkeit der Laien getragen wird. Thailändische Tempel finanzieren sich heute noch ausschließlich durch Spenden. Auch wenn das System bereits deutliche Anzeichen von Korruption aufweist, ist das immer noch besser als das europoäische "20 Euro pro Zazen" Prinzip. Natürlich verstehe ich, dass die europäischen Institutionen finanziellen Zwängen unterliegen.

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;-) Ja, irgendwie muss man die Gier regeln. Das klingt ein wenig pessimistisch, trifft aber auf viele gesellschaftliche Interaktionen zu. Genau dafür sind die Commons Lizenzen geschaffen: für ein System in dem es notwendig ist Großzügigkeit vor Ausbeutung zu schützen. Ich glaube übrigens, dass das mit der Gier und Ausbeutung heute nicht viel schlimmer ist als zu Buddhas Zeiten. Wir haben heute nur bessere legale und technische Mittel, daher gibt es eine Art "Hochrüstung" auf beiden Seiten.
Werter X-Pat,

Für Geschäfte mag das ja passen, aber für Vorbild nicht. Wer außer Leute mit starken Veruntrübungen haben solche Lizenzen geschaffen?
Wie kann man ein Geschenk ausbeuten? Wenn ich Angst habe, das jemand etwas nutzt, würd ich es doch nicht geben. Geben heißt ja nicht kontrollieren oder steuern. Wenn einer ein Geschenk missbraucht, dann trifft es den Missbraucher. Klar regelt man das in der umkämpften Welt, aber in der Welt der Großzügigkeit. Dort wo dies Grundlage für das entgegennehmen des Inhaltes ist?
Wie schon gesagt, Hungrige Geiste (siehe Gabe an die Ahnen) ist was ganz gewöhnliches und jenen, die so und so die Nahrung nicht essen könnten auch noch Neidig sein, daß man es mit ihnen teilt? Nein, daß ist typisches Regeln wollen und Beherrschdenken der neueren Zeit. Wenn ich mir ansehe wie die Gesetzbücher wachsen, sagt das doch alles aus und in einem Rechtssystem kann ich mich leichter sogar mit Rechtssicherheit unrechtmäßig bedienen. Da ist keine Schranke für das unheilsame, aber eine Schranke für heilsames, denn heute gilt man gut und schnell als illegal, wenn man etwas einfach gibt.

Die Commons Lizenz, die es in mehreren Variationen gibt, schützt rechtlich wahlweise vor (a) falscher Attribuierung (Plagiate), (b) Modifikation, und (c) kommerzieller Verwertung. Ich denke dass sind berechtigte Anliegen, bzw. berechtigte und faire Vorbehalte für die meisten Fälle und würde daher nicht von "Unsinn" sprechen. Wenn ich einen buddhistischen Text verfasse hätte ich persönlich allerdings auch kein Problem, den Text an die Public Domain zu übergeben, was einem Verzicht auf alle Rechte gleichkommt.
Autorenrecht gibt es so und so, daß ist eine Erfindung aus den Ländern, die der Zügellosigkeit nicht Herr werden. Wie gesagt sind diese Lizenzen eine Regelung des NEHMENS! Geben und rechte des Nehmens sind zwei paar Dinge und hängen immer vom einzelnen Akteur ab.
Wenn du etwas unter Publik domain Stellst, dann ist es Allgemeingut. Jemand der sich an Vinaya oder etwas höher Tugend hält bedienst sich nicht am Allgemein gut. Damit ist dieses für Tugenhafte Menschen nicht mehr zugänglich, es sei denn jemand würde es ihnen genommen Geben. Selbst dann kann man es wohl kaum annehmen.

Früher gab es auch nichts anderes, frei nach dem Motto "alles oder nichts", und ich erinnere mich noch recht gut an die vielen Public Domain Software Programme in der Anfangsgeschichte der Computer. Das Aufkommen der Commons Lizenzen ist das Ergebnis des Informationszeitalters in dem die Vervielfältigung und Verteilung von Information technisch immer einfacher wurde und damit eben auch das Ausbeutungspotential immer größer wurde. Robin Hood Mentalität? Ja, vielleicht. Aber was ist daran auszusetzen?
Das internet generell ein Bereich ist wo jede Achtsamkeit auf Absichten augeklinkt wird, so wie der Bauer sich im Urwald nicht viel schert ist ja nicht zu übersehen.
Was an der Robin Hood Mentalität auszusetzen ist, daß sie nicht der Tugend Buddhas entspricht und so wie ich gerade (um da etwa ehrlich zu bleiben, auch das ist etwas anmaßend) Richter spielt, in dem Fall von Robin hood, sogar schwere Vergehen (Stehlen, Berauben... Lügen... die ganze Palette) mit einem höheren Ziel rechtfertigt. Das hat in der Tugend Buddhas nichts verloren, auch wenn es aus weltlicher Sicht vielleicht Stimmen bringt.

Sprichst du da aus Erfahrung? Ich finde das kann man den meisten Menschen nicht verübeln, denn schließlich müssen sie sich in einer Welt des harten Wettbewerbs behaupten. Es gibt aber immer wieder Licht im Dunkel. Da bin ich halt unverbesserlicher Optimist.
Ziehe dich aus dem Wettbewerb zurück und beobachte genau. Dann kann man das erkennen, vorallem wenn man es an sich selbst messen beginnt. Wettbewerb hat im Bezug auf Dhamma nichts verloren. Die Ganze Welt steht dafür offen und es ist nicht notwendig der Welt nachzulaufen, die nimmt einen für gewöhnlich so und so wieder mit.

Naja, wir haben eine ähnliche Tradition im Westen: das Recht des Schwächeren. In unserer westlichen Gesellschaft werden Behinderten, Kranken, Alten, Kindern, Arbeitslosen, und Benachteiligten häufig besondere Zuwendung und Rechte eingeräumt, während letztere in Asien oft mit Füßen getreten werden. So haben beide Kulturen ihre Stärken.
Das kann ich nur von den Bereichen bestätigen, die vom Westen stark beeinflußt werden. In den abgelegenen Gebieten funktioniert bzw funktionierte bis vor Kurzen das Asiatische Sytem der Gemeinschaftshilfe sehr gut. Nirgendwo so viel Anteilnahme, Hilfe und gegenseitige Unterstützung gesehen wie hier in den entlegenen Dörfern. Dort wo die Leute heute Traktoren haben läuft es anderes, die brachen dann früher oder später ein unpersönliches Sozialnetz. Damit ist die Tür zu Dankbarkeit und Großzügigkeit aber zu.

Bewundernswert finde ich das in Thailand die Existenz der Sangha noch immer vollständig durch die Grosszügigkeit der Laien getragen wird. Thailändische Tempel finanzieren sich heute noch ausschließlich durch Spenden. Auch wenn das System bereits deutliche Anzeichen von Korruption aufweist, ist das immer noch besser als das europoäische "20 Euro pro Zazen" Prinzip. Natürlich verstehe ich, dass die europäischen Institutionen finanziellen Zwängen unterliegen.
Es gibt keine Institutionen ausser der Sangha, und diese ist nur zweit und Drittrangig eine Organisation zur Umverteilung und gar für Verwaltungsaufgaben, sondern mehr zur Maßregelung gegen Verwirrungen und Auswüchse.

Dieses System der Danalastigkeit in Asien ist etwa 150 Jahre alt. Es ist wirklich Unfug zu glauben, daß in einem Land zehntausende Pagoden auf Großzügigkeit hinauf gebaut werden. Auch in Asien ist das heute nur mehr Geschäft, Sozialarbeit und hat mit dem Weg der Entsagung nicht mehr zu tun.

Die Leute schaffen sich heute um Dhamma einen Lebensunterhalt und das unterliegt nun mal immer der Korruption. Deshalb ist da ja ein klares nein und kein "aber für den besseren höheren Zweck". Wenn ich mich da selbst ansehe, schreibe ich hier anstelle zuerst mal selbst alle Veruntrübungen los zu werden. Hab mich hier angemeldet ohne eingeladen zu sein und nehme hier vielleicht unerwünscht Speicher in Anspruch.

Ist schwierig, aber so ist der Lauf des Aufkommens und des Vergebens nun mal. Mögen ein paar Dinge vielleicht den einen oder anderen ermutigen.

Und Danke für das sehr ausgewogene und offene Gespräch, X-Pat
 
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Johann, da du hier den Dialog suchst muss ich offen sagen dass das ein wenig sonderlich und weltfremd klingt. Mir ist bewusst, dass der ernsthaft Praktizierende der Welt entsagt, aber Welt-Entsagung impliziert nicht Welt-Fremdheit. Führen wir uns noch einmal die Intention der Commons Lizenz vor Augen: die Intention der Commons Lizenz ist (a) dem Schöpfer eines Werks die Möglichkeit zu geben dies unentgeltlich und ohne Gegenleistung zu teilen, und (b) ihn vom Aufwand der Erstellung eines professionellen Lizenzvertrages zu befreien. Die Commons Lizenz ist damit zuallererst ein Instrument der Großzügkeit. In Anbetracht deiner Einwände von "Schlingen" und "Veruntrübungen" fühle ich mich ein weing an die Parabel des Giftpfeils der Cula-Malunkyovada Sutta erinnert.

Wenn du etwas unter Publik domain Stellst, dann ist es Allgemeingut. Jemand der sich an Vinaya oder etwas höher Tugend hält bedienst sich nicht am Allgemein gut. Damit ist dieses für Tugenhafte Menschen nicht mehr zugänglich, es sei denn jemand würde es ihnen genommen Geben.
Das halte ich für eine Fehlinterpretation der Vinaya. Der Vinaya-Gebundene kann sich des Allgemeinguts bedienen, wenn die Voraussetzung erfüllt ist, dass das Gut nicht gegen den Willen der Allgemeinheit genutzt wird. Sonst könnte ein Mönch ja nicht einmal eine Straße benutzen ohne ausdrückliche Einladung des Erbauers. Bei Werken die der Schöpfer mit einer Commons Lizenz versehen, bzw. in die Public Domain gestellt hat, ist die Situation ähnlich: der Schöpfer gewährt den freien Gebrauch und das Werk wurde aus freien Stücken gegeben wurde.

Ich wünsche dir mit dem Internet Projekt zugangzureinsicht.org viel Erfolg. Es wird ohne Zweifel eine Bereicherung für die deutschsprachige Sangha sein. Ich hoffe, dass du für beigesteuerte Werke auch Commons Lizenzen und PD akzeptierst.

Cheers, X-pat
 
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