mipooh" said:
Knarfi said:
Nur schade, dass ich manchmal zu sozial denke.
Von sozial kann ich in Deinem Posting nun wirklich nichts entdecken. Im Gegenteil zeigst Du, ganz ähnlich wie vorher Lamai, dass Du eigentlich ganz gern antisozial wärest. Da Dir dies aber nicht genügen würde, auch hier die auffällige Ähnlichkeit, begnügst Du Dich damit, die sozial Schwachen zu diffamieren (hübsch indirekt, ohne was gesagt zu haben.. wie man das eben von Wendehälsen gewöhnt ist).
Mit meinem Beitrag habe ich nur die Wirklichkeit aufgezeigt.
Meinst du denn ernsthaft, alle Deutschen wären sozial eingestellt und würden sich auch so verhalten?
Ich behaupte, dass in der Mehrheit genau das Gegenteil dre Fall ist. Nehmen, wo es was zu nehmen gibt.
Beim Lohnsteuerjahresausgleich gern mal ein paar Kilometer zum Arbeitsplatz draufschlagen, auch wenn man eine Fahrgemeinschaft hat oder mit den Bussen färt. Um nur ein Beispiel zu nennen.
Mich interessiert das Geld vom Staat recht wenig, da ich während der Zeit der Anträge wohl auf anderem Wege schon mehr verdienen würde. Aber wenn es mir einfach gemacht wird und die Scheine direkt vorhält würde ich natürlich zugreifen. Schließlich zahle ich ja auch Steuern für sinnloses Zeugs, das ich nie in Anspruch nehme. Und ich kenne nur wenige, die auf Kindergeld etc. verzichten, nur weil sie denken, andere könnten es mehr gebrauchen und der Staat hat ja schon genug Schulden. Kennst du jemanden?
Und diffamieren will ich nur diejenigen, die das System ausnutzen. Und man soll nicht so tun, als wenn es sie nicht geben würde. Leider gibt es nur die schwarz-weiß-Seher. Entweder sagt man, es gibt fast nur Schmarotzer oder man sagt, alle Hartz IV-Bezieher brauchen es wirklich. Ich behaupte, es gibt beide. Meine Tipp: 50/50.
Eine Grundversorgung würde Sinn machen, wenn sie die Menschen trifft, die unverschuldet in Not geraten. Aber die ganzen Hängemattenlieger, die Kaufsüchtigen, die bei 100 Shops in Kreide stehen, die Alkohol- und Nikotinsüchtigen, die Casinospieler, die Luxusliebhaber, die sich Ferraris kaufen, aber sich eigentlich nurt ein Smart leisten könnten? Oder diejenigen, die sich zu fein für temporär niedere Arbeit ist? Oder diejenigen, die lieber Party machen anstatt sich Gedanken über ihre berufliche Zukunft zu machen? Oder diejenige, die den ganzen Tag rumjammern anstatt den mut aufzubringen, selbstständig zu werden? Oder diejenigen, die das heimische Umfeld vorziehen anstatt einen hochdotierten Job in München anzunehmen?
Nein, das sind für mich keine Notfälle! Und es gibt sie alle. Ich kenne sie.
Wenn man diese Leute aus der Grundversorgung rausnehmen würde, wäre noch viel mehr Geld für die wirklich Bedürftigen da. Daher ist die Diffamierung der Faulpelze das Sozialste, was es gibt!
Grundsicherung ist eine gute Idee für ein reformiertes Gesellschaftsmodell. Denn Arbeit für alle wird es wohl nicht mehr geben, dazu sind wir zu sehr technisiert.
Jetzt kommen wir auf eine ganz andere Ebene.
Es gibt ja einige weise Zukunftsforscher und Querdenker, die exakt das vorhersehen: es muss gar keine Arbeit mehr geben.
Das ist aber derzeit noch eine eher philosophische, aber sehr spannende Denkweise.
Bevor ich darauf eingehe, muss ich aber feststellen, das es sehr wohl genug Arbeit geben würde. Man schaue sich doch nur mal Thailand an. Da siehst du in einer Abteilung eines Einkaufszentrum 100 Mitarbeiterinnen, die die Kunden beraten. Das nennt man Service. Den Begriff kennt man in Deutschland nicht. Auch den Tankstellen-Service hat man ja auch schon vor sehr langer Zeit abgeschafft. Wenn man in Deutschland wieder serviceorientiert denken würde und die Menschen auch bereit wären(!), diese Arbeit anzunehmen, dann hätten wir eine Arbeitslosenquote von 0%. Im Gegenteil: es würden viele Mitarbeiter fehlen!
Zahlen müssten da natürlich die Kunden. Aber die tun es nicht, weil Deutschlands Bürger eben nicht sozial denken, sondern nur man ihre eigenen Geldtasche! Ich bin sozial: ich habe ein Kindermädchen und eine Haushälterin! Ich lasse mir also Service durchaus was kosten und schaffe somit Arbeitskräfte. Denk mal drüber nach, wieviele Leute das in Deutschland machen. Vielleicht auch deshalb, weil sie zuviel kosten. Die Haushaltskräfte in Deutschland können ja auch viel verlangen. Denn weniger Gehalt würde sich ja nicht lohnen, da man dann eher Hartz IV beantragen könnte. Denk mal über diesen Kreislauf des Irrsinns nach!
Und so zahlt der Bürger eben doch indirekt über eine Steuern für seine Haushaltshilfe. Nur hilft die ihm nicht, sonden sitzt gemütlich zu Hause auf der Couch.
Denk mal genau drüber nach.
Zurück zum Gedanken, alle Arbeit abzuschaffen. Das ist sicherlich ohnehin das gewünschte Ziel, das ich sehr begrüsse. Nur der Weg dahin führt garantiert nicht über eine jetzige Sozialabsicherung. Erst muss die Basis dafür geschafft werden. Und das ist noch ein langer Weg.