Es mag Dir sonderbar erscheinen aber verstehen fängt nicht mit Worten an oder bedingt Worte, es fängt an mit Beobachten ohne Wertung.
Wenn ich an meine Frau denke dann habe ich sie besser verstanden am Anfang unseres Kennenlernens, nicht obwohl, sondern weil wir keine gemeinsame Sprache hatten.
Als ich ungefähr zwanzig war, beschloss ich spontan nicht mehr zu reden für eine Woche, ich war des Diskutierens und Sprechens müde.
Das Erstaunliche dabei war das dann Leute und Freunde sich öffneten und mir Dinge von sich erzählten und zeigten von denen ich nichts ahnte und wusste.
So sehe ich es auch mit Thailand oder anderen Orten, ein Baum, eine Landschaft, ein Hund, ein Kind, ein Gebäude, die Luft lassen Dich mehr verstehen als Bücher es könnten. Sicher der Eifelturm ist ein touristisches Highlight, muss man gesehen haben........ Aber er könnte ebenso in Berlin oder Tokio stehen, er hat nichts mit Frankreich und den Franzosen zu tun. Man lernt mehr auf einer staubigen Bank in einem ungenannten Dorf oder irgendwo in einem der zahlreichen Straßencafes indem man einfach so die Zeit verstreichen lässt, während Touristenbusse mit Japanern vorbeifahren oder Touristen mit einem Ziel hastig über die Straße laufen um die nächste Metro zu erreichen.
Wenn ich an Thailand denke was kommt mir in den Sinn? Oder Dir?
Sind es touristische Highlights? Oder Begegnungen und berührende Momente?