Die Rede war vom klassischen Wiener Schnitzel, lieber Phyton. Ich weiss das deswegen, da ich aus der Namensgeberstadt stamme und mit dem Zeugs aufgewachsen bin. Das Wiener Schnitzel war in Wien, jetzt nicht mehr so krass, der Fried Rice Bangkoks
Lieber Benni,
in der Küche gibt es Gerichte die sind ganz konkret definiert. Mein Post #74 verdeutlicht dies, und die Diskussion über das Wiener Schnitzel war somit eigentlich erledigt.
Eigene Kreationen sind willkommen und auch mit reichlich Phantasienamen versehen.
Wenn du ein Schnitzel a la mode du Patron in einem Restaurant bestellst, kannst du so gut wie alles bekommen weil " a la mode du Patron" nicht definiert ist, es ist eine Phantasiebezeichnung, hört sich aber gut an. Das Scnitzel kann dann paniert sein oder nicht mit Parmesan oder nicht, mit Zitrone garniert oder nicht, es kann eine Sardelle draufliegen oder ein Klecks Preiselbeeren daneben.
We gibt aber Speisen die sind quasi genormt, teilweise auch über Internationale Regeln definiert.
Parmaschinken z.B. Schwarzwälder Schinken.
Aber auch Gerichte, wenn du ein Cordon Bleu bestellst, und kriegst ein Rindergeschnetzeltes, kannst du reklamieren. Wenn dann der Restaurantbesitzer aber sagt, das ist bei mir ein Cordon Bleu, so mach ich das halt, dann hat er unrecht.
Wenn du ein Consomme double bestellst, und bekommst ne Maggi Tütensuppe, wirst du betrogen. Ganz einfach.
Deswegen gibt es das Lexikon der Küche, kennt jeder der Koch gelernt hat.
Nochmals, wie du das was du privat kochst nennst bleibt dir überlassen.
Aber das klassische Wiener Schnitzel, wie du es nennst ist definiert wie in #74 beschrieben. Ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sorry ist aber so.
Aus Wikipedia:
Herings Lexikon der Küche gehört zu den
Standardwerken der
Kochliteratur. Das Nachschlagewerk beschreibt in knapper Form Rezepte der klassischen und modernen Küche, Zutaten und Getränke, wichtige Fachbegriffe u. a. Es wendet sich dabei vor allem an professionelle Köche, aber auch ambitionierte Amateure nutzen das Werk.
Die erste Ausgabe wurde 1907 von
Richard Hering, dem damaligen
Küchendirektor des
Wiener Hotels Metropol, unter Mitarbeit von J. M. Heitz erstellt. Dieses
Lexikon der Küche hatte knapp 1000 Stichwörter. In den Jahren von 1952 bis 1976 wurde das Lexikon von
Walter Bickel betreut. Bis 2012 gab es insgesamt 25 Auflagen[SUP]
[1][/SUP] und inzwischen über 32.000 Stichwörter. Das
Lexikon der Küche wurde ins
Englische,
Französische,
Italienische und
Japanische übersetzt.[SUP]
[2][/SUP]
Nach Angaben des heutigen Verlages liegt die geschätzte Gesamtauflage bei mehr als 400.000 Exemplaren.
2016 erschien von der 25. Auflage im Nikol Verlag eine preisgünstigere Ausgabe
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