Wieder in Vietnam

Diskutiere Wieder in Vietnam im Ausserhalb Thailands Forum im Bereich Reiseberichte, Tipps, Lokationen; Kollegin meiner Frau ist Vietnamesin - und verhält sich exakt so, wie von Dir beschrieben. Meine Frau sagt immer, dass diese Direktheit dazu...
lucky2103

lucky2103

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Wie gesagt, war Mai diesmal allein zuhause.
Aber schon 2013 hatte der Straßenverkehr derart zugenommen, daß man Atembeschwerden bekam.

Vietnamesen verstecken ihren Ärger nicht hinter einem Lächeln. Das kann man als Nach- oder Vorteil betrachten.
Mir war in gewissen Situationen das thailändische Lächeln unheimlich.
Kollegin meiner Frau ist Vietnamesin - und verhält sich exakt so, wie von Dir beschrieben.

Meine Frau sagt immer, dass diese Direktheit dazu führt,dass die Kollegin ihre Schwächen offenbart und dadurch immer verliert, wenn es Konflikte gibt.
 
Chris67

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Moin,

Den Nord-Süd Konflikt gibt es immer noch. Viele Südvietnamesen sind nicht gut auf den Norden zu sprechen. Im Militärmuseum in Hanoi wird z.B. in der gesamten Ausstellung mit keinem Wort erwähnt, dass im Krieg vor allem Vietnamesen gegen Vietnamesen gekämpft haben, sondern lediglich, das die glorreiche Vietnamesische Armee die Amerikaner besiegt hat.
Interessanterweise scheint man aber im Norden gegenüber den Amerikanern nicht sehr nachtragend zu sein. Amerikanische Touristen sind überall willkommen und man macht lustig Geschäfte mit amerikanischen Firmen.

Das Beipiel meines Kollegen und seiner Familie zeigt vielleicht exemplarisch woher die Vorbehalte der Süd- gegen die Nordvietnamesen kommen: Sein Vater (inzwischen verstorben) war Direktor vom Goetheinstitut in Saigon und wollte nach dem Krieg eigentlich beim Wiederaufbau helfen, wurde aber als Kollaborateur festgenommen und für ein paar Jahre eingesperrt. Die ganze Familie wurde dann, mitsamt aller Privatangestellten, von der BRD freigekauft und nach Deutschland geholt. Mein Kollege war damals 15, hat das alles also bewusst miterlebt. Die Leute hatten dabei noch großes Glück, denn sehr viele der Kollaboration Beschuldigte wurde nach dem Krieg umgebracht.
 
Micha L

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Ja, die stalinistischen/maoistischen Fehler nach der Einnahme Saigons wirken nach.

Auf dem internationalen Parkett gibt es längst ein pragmatisches Umdenken. Den Vietnamesen ist aus geschichtlicher Erfahrung von Jahrtausenden klar, woher die permanente Gefahr droht, nämlich aus China. Aktuell äußert die sich im bekannten Inselstreit. Die relativ kurze Feindschaft zu den USA zählt nicht mehr, angesichts dieser neuen Konfrontation. Aber schon seit ihrer Einrichtung ist die US-Botschaft in Hanoi ohne besonderen Schutz. Er ist offensichtlich nicht nötig.
 
Eutropis

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Hoffentlich nicht zu eitel. Aber ich hab mir in Hanoi gekauft, was die Vietnamesin hier nicht bekommt und sie aber irgendwann neu und mehr benötigt:

Sehen alle Vier gut aus .Nr.1 ist farblich vieleicht etwas gewagt.
Sind Nr.1 und 2 noch zu lang ? oder ist das eine Art " Fußburka" ?
 
xxeo

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Wer sich mit der neueren Geschichte Vietnams beschäftigt, dem empfehle ich William J. Duikers umfangreiche Biographie über Ho Chi Minh (in englischer Sprache). Das Buch liefert viele Details und erklärt manches. Krieg führte man immer - gegen die Franzosen, die Japaner, die Amerikaner, ganz früher und zwischendurch auch gegen den Erzfeind China.

Und nach der Lektüre auf nach Hanoi, ins Mausoleum und ins moderne Ho-Chi-Minh-Museum! Das ist jetzt der threadtitelkonforme, touristische Hinweis mit zeitgeschichtlichem Touch und erfülltem Bildungsauftrag...

Es gibt ja die These, dass Ho (und andere kommunistische Führer der Dritten Welt) gar kein Kommunist war oder zumindest nicht vorrangig ein Kommunist, sondern in allererster Linie ein Nationalist und Sozialreformer. An wen sollte er sich wenden, wohin außenpolitisch ausrichten, wenn der Westen der Kriegsgegner war? Er lavierte zwischen Peking und Moskau, um am Ende prosowjetisch zu werden und sein Land in den COMECON zu führen.
 
Micha L

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.........Erzfeind China.

............................
Es gibt ja die These, dass Ho (und andere kommunistische Führer der Dritten Welt) gar kein Kommunist war oder zumindest nicht vorrangig ein Kommunist, sondern in allererster Linie ein Nationalist und Sozialreformer. An wen sollte er sich wenden, wohin außenpolitisch ausrichten, wenn der Westen der Kriegsgegner war? Er lavierte zwischen Peking und Moskau, um am Ende prosowjetisch zu werden und sein Land in den COMECON zu führen.
Wobei man Erzfeindschaft nicht als Rivalität verstehen sollte, sondern als Existentbedrohung durch eine riesige Übermacht.
...........................................

Ho-Chi-Minh war in erster Linie dies und mit ihm die Mehrzahl seiner Anhänger. Es stand ja im Gegensatz zu Europa nicht die soziale, sondern die nationale Frage (Stichwort Kolonialismus) im Vordergrund. Hos Unabhängigkeitserklärung orientierte sich an der amerikanischen und Ho war Amerika zugetan, wie Mao auch. Die USA haben aber beiden mißtraut und sich anders entschieden.
Deswegen dann der Vorrang der kommunistischen Ideologie. Die damit verbundene Hinwendung zur Sowjetunion ist angesichts der trotz "Brüderschaft" weiter bestehenden Existenzbedrohung durch China nachvollziehbar.
Der heutige kapitalistische Pragmatismus in China und Vietnam ist vor dem Hintergrund des stets vorherrschenden Nationalismus verständlich. Es geht um die Wiederherstellung alter Größe (mehr oder weniger).
 
Siamfranky

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Dazu mal ein Schmankerl aus einem der ersten Thaiaufenthalte: Ich hatte damals das Problem zu unterscheiden zwischen DaengMoo(Melone) und MooDaeng( rotes Schwein).
Dann fasste er einen neben sich sitzenden Mann an den Arm und formulierte das 2.Wort.Allgemeines Gelaechter(auch vom Betroffenen).Ich dagegen war etwas irritiert.
Kenne ich, diese Verwechslung ist mir auch schon passiert.:p
Ansonsten - "Schwein" ist, mindestens in Thailand, keine bösere Beleidigung.
Den gleichen Spass hätte er mit dem Wort "Büffel" vermutlich nicht gemacht.
 
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