Wie ist denn das zu verstehen? (Nachweis von Deutschkenntnissen)

Diskutiere Wie ist denn das zu verstehen? (Nachweis von Deutschkenntnissen) im Behörden & Papiere Forum im Bereich Thailand Forum; Auf der Homepage der dt. Botschaft fand ich folgendes: Dies richtet sich doch an den Antragsteller, also i.d.R. an den thailändischen Ehepartner...
P

pongneng

Senior Member
Themenstarter
Dabei seit
02.01.2011
Beiträge
231
Reaktion erhalten
9
Ort
Chemnitz/Koh Samui
Auf der Homepage der dt. Botschaft fand ich folgendes:
Hinweis für Ehegatten/Lebenspartner Angehöriger der EU/EWR-Staaten:
Ist Ihr Ehegatte-/Lebenspartner zu dem Sie nach Deutschland nachziehen möchten, ein Angehöriger der EU/EWR-Staaten (Freizügigkeitsberechtigter), brauchen Sie keinen Sprachnachweis zu erbringen. Bitte legen Sie zusätzlich eine aktuelle Freizügigkeits-bescheinigung ODER eine Anmeldebestätigung des deutschen Wohnortes, einen Arbeitsnachweis sowie eine aktuelle Verdienstbescheinigung Ihres Ehegatten (jeweils mit zwei Kopien) vor.
Dies richtet sich doch an den Antragsteller, also i.d.R. an den thailändischen Ehepartner, der ein Visa beantragen will.
Auf dem dazugehörigen Merkblatt heißt es weiter:
Gibt es Ausnahmen?
Ja. Sie müssen in der Regel keine Deutschkenntnisse nachweisen,
wenn unter anderem eine der folgenden Aussagen zutrifft:
Sie oder Ihr Ehegatte sind Staatsangehöriger eines Mitgliedstaats
der Europäischen Union oder haben als Deutscher von Ihrem
Freizügigkeitsrecht Gebrauch gemacht. usw...
Mal ganz provokant gefragt, ist das nicht so zu verstehen, dass der thail. Ehepartner eines Deutschen bei Visabeantragung gar keine Deutschkenntnisse nachweisen muß? Oder verstehe ich bloß dieses Beamtendeutsch falsch? Vielleicht muß ich ja auch nochmal nen Deutschkurs machen ... :confused:
 
A

amb

Senior Member
Dabei seit
26.12.2010
Beiträge
187
Reaktion erhalten
18
Nein, das ist so gemeint, dass der/die EU-ausländische/r Partner/in eines Deutschen keine Sprachkenntnisse nachweisen muss. die thailändische bessere Hälfte muss schon den Nachweis bringen.
 
J

JT29

Senior Member
Dabei seit
05.02.2004
Beiträge
8.382
Reaktion erhalten
279
Ort
Toskana Deutschlands
Nicht ganz. Wenn der Ehegatte der Thailänderin EU/EWR Staater ist UND in DE lebt, dann braucht sie keinen A1-> europäisches Freizügigkeitsrecht. Also der Ehegatte ist Österreicher und lebt in München, dann entfällt A1, ebenso wenn der deutsche Ehegatte in Paris lebt.
 
Helli

Helli

Senior Member
Dabei seit
23.02.2013
Beiträge
11.151
Reaktion erhalten
2.972
Ort
RLP/Isaan
@Pongneng, das ist Beamtendeutsch. Das ist so verfasst, dass Frau und Herr Normalbürger das nicht verstehen sollen! Fakt ist (da kürzlich bzw. z.Zt. durchexerziert), dass die Botschaft bereits für das Heiratsvisum nach DE den A1 verlangt. Direkt nach der Hochzeit haben wir vom Ausländeramt eine schriftliche Verpflichtung bekommen, dass Mia-Thai den B1 nachzulegen hat (für die Daueraufenthalts- und Arbeitserlaubnis - in Verwaltungsdeutsch ist das wohl dann die Niederlassungserlaubnis). In den ersten beiden Jahren haben wir uns noch mit jährlichen Aufenthaltungs-Titeln durchgehangelt und jetzt wurde uns ein Bußgeld angedroht, wenn wir das nicht bis Ende des Jahres regeln.
Aber interessant ist Dein Auszug schon. Ich werde zu gegebener Zeit mal nachfragen.
 
P

pongneng

Senior Member
Themenstarter
Dabei seit
02.01.2011
Beiträge
231
Reaktion erhalten
9
Ort
Chemnitz/Koh Samui
@Helli: sicher, war ja auch mehr ne polemische Frage. Klar muss sie A1 machen. Aber warum wird das auf der Botschaftsseite dann so zweideutig formuliert?
btw. meine Frau ist auch aus Chaiyaphum
 
Helli

Helli

Senior Member
Dabei seit
23.02.2013
Beiträge
11.151
Reaktion erhalten
2.972
Ort
RLP/Isaan
Aber warum wird das auf der Botschaftsseite dann so zweideutig formuliert?
Meine Bemerkung war kein Joke. Diese vielzitierte "Beamtensprache" gibt es ja tatsächlich. Ich war lange genug im öffentl. Dienst und hatte häufig meine Zweifel, ob die Verfasser an den Schreibtischen nicht einen an der Waffel hatten.

Die Allgemeinheit betrachtet Verwaltungssprache als eine umständliche und für Behörden typische Form, die deutsche Sprache zu verwenden. Es handelt sich um einen Soziolekt und in Teilen um eine Fachsprache. Ähnlich wie die Rechtssprache enthält sie kaum eigene Fremdwörter, ist aber vor allem durch ihre grammatikalischen Konstruktionen oft unverständlich und macht den Behördentext für durchschnittliche Leser intransparent. Sie entspricht daher nicht der Forderung nach einer kundenorientierten Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern.
Quelle: Wiki
 
DisainaM

DisainaM

Senior Member
Dabei seit
15.11.2000
Beiträge
35.373
Reaktion erhalten
1.724
Ort
Hannover
wir können den Fred ja im stand by halten,

das Urteil des Europäischen Gerichtshof in der Sache Dogan wird für den 10.07.2014 erwartet. Wenn der Gerichtshof den Schlussanträgen seines Generalanwaltes folgen sollte, dann dürfte die nun seit sieben Jahren andauernde, rechtwidrige Quälerei mit den Sprachtests vor der Einreise endlich ein Ende haben.
https://de-de.facebook.com/pages/Ve...en-und-Partnerschaften-iaf-eV/166581880087463

Europäische Kommission - Visum zur Zusammenführung der Familie darf nicht vom Sprachtest abhängen - MiGAZIN
 
strike

strike

Moderator
Dabei seit
08.12.2007
Beiträge
31.106
Reaktion erhalten
4.991
Ort
Superior
und der deutsche Ehegatte, der in Deutschland lebt?
Der hat Pech und muss seine Holde das A1 machen lassen.

Das ganze nennt sich hinnehmbare Inländerdiskriminierung und wird hier bereits seit 2007 diskutiert.
Entsprechende Anfragen an den Innnenausschuss (Uhl und Konsorten) bestätigten die Vorteilsbehandlung von in D lebenden EU-Bürger.

Was z.Bsp. für einen Doppelstaatler bedeutet, dass er - um seiner Holden aus einem Drittland das Prozedere zu ersparen - seinen deutschen Pass besser wieder abgibt, damit er in diesem Fall nicht als Deutscher gezählt wird.

Das kann man aber als Grenznaher auch nutzen, in dem man von Lindau nach Bregenz (Kehl nach Strassbourg) zieht und dann diesen Vorteil nutzt. Nach Einreise - ohne A1 - und Zuzug des Lebenspartner, zieht man dann wieder zurück nach D.

Wenn nun noch die Tuerken ohne A1 dürfen, trifft es im wesentlichen nur noch den eigenen deutschen Staatsbürger. Frau Zypries - damals Justizministerin und Befürworter des Verfahrens - hat mir Jahre später in einem persönlichen Gespräch gesagt, dass Sie die Folgen nicht abgesehen hat und die SPD so etwas nicht mehr mitmachen würde. Späte Einsicht ......

Und das alles wegen Zwangsheirat, die bei deutschen Männer schwer angesagt ist.
 
C

Chak

Senior Member
Dabei seit
02.06.2010
Beiträge
19.110
Reaktion erhalten
1.332
Ort
Hamburg
Die Allgemeinheit betrachtet Verwaltungssprache als eine umständliche und für Behörden typische Form, die deutsche Sprache zu verwenden. Es handelt sich um einen Soziolekt und in Teilen um eine Fachsprache. Ähnlich wie die Rechtssprache enthält sie kaum eigene Fremdwörter, ist aber vor allem durch ihre grammatikalischen Konstruktionen oft unverständlich und macht den Behördentext für durchschnittliche Leser intransparent. Sie entspricht daher nicht der Forderung nach einer kundenorientierten Kommunikation zwischen Behörden und Bürgern.
Quelle: Wiki
Witzigerweise sind in diesem Wikipedia-Text auch einige Beispiele zu sehen, was Beamtensprache so sperrig macht, gerade im ersten Satz.

Auf der anderen Seite rollen sich bei mir genauso die Fußnägel auf, wenn ich so etwas lese:
 
P

pongneng

Senior Member
Themenstarter
Dabei seit
02.01.2011
Beiträge
231
Reaktion erhalten
9
Ort
Chemnitz/Koh Samui
hier der aktuelle Stand dazu:
ich schrieb gestern folgendes an die Botschaft:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bin seit 3 Jahren mit meiner thailändischen Frau verheiratet und wir leben zusammen in Thailand.
Im Juli 2012 hat meine Frau den A1 Test im Goethe-Institut abgelegt.
Nach allgemeiner Praxis der Botschaft würde dieser im Juli 2014 wohl seine Gültigkeit verlieren.
Wir planen, Anfang nächsten Jahres (bis spätestens Mai) nach Deutschland zu ziehen.
Ist es unbedingt erforderlich, dass meine Frau die A1 Prüfung dann zwingend nochmals ablegen muss, um das Familiennachzugsvisa zu erhalten?
Ich habe gehört, dass die Botschaft in der Regel der Empfehlung/Vorgabe der zuständigen Ausländerbehörde folgt und kulanterweise auf eine Wiederholung verzichtet.
Mit meiner zuständigen Sachbearbeiterin in der AB habe ich diesbezüglich schon gesprochen.
Dort wurde mir gesagt, man würde problemlos auf eine Wiederholung des Tests verzichten können, da meine Argumente hinreichend darlegen, dass einfache Deutschkenntnisse
auch einige Monate nach Ablauf ausreichend vorhanden sind (Ehe seit drei Jahren, Zusammenleben mit überwiegend deutscher Konversation).
Könnten Sie mir bestätigen, dass die Botschaft u.U. auf die Wiederholung der A1 Prüfung zur Visaerteilung verzichten könnte, wenn dies durch die AB
so empfohlen wird?
und das kam heute als Antwort:
...Ich bedauere Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Botschaft auch nach einer entsprechenden Empfehlung der zuständigen Ausländerbehörde nicht auf einen gültigen A1 Sprachnachweis verzichten kann. Dies ist nur in Ausnahmefällen möglich, die Sie unter folgendem Link finden können: http://www.bangkok.diplo.de/contentblob/1693880/Daten/3574835/Ehegattennachzugflyer.pdf.
 
J

JT29

Senior Member
Dabei seit
05.02.2004
Beiträge
8.382
Reaktion erhalten
279
Ort
Toskana Deutschlands
Das ist ja auch so völlig richtig. Die Botschaft erteilt das Visum (im Benehmen mit der AB) und eine Voraussetzung ist der A1 und da nützt ein Schreiben einer AB nichts.

ABER im Flyer ist ja auch die Ausnahme für Euch: "Wenn bei Ihrer persönlichen Vorsprache in der Botschaft oder im Generalkonsulat erkennbar ist, dass Sie die geforderten einfachen Deutschkenntnisse ohne jeden Zweifel haben, ist kein besonderer Nachweis nötig." (und das teilt dann auch die Botschaft der AB mit, die dann dem Antrag zustimmen muss/kann).
 
F

funnygirlx

Gesperrt
Dabei seit
21.09.2011
Beiträge
2.509
Reaktion erhalten
245
Nicht ganz. Wenn der Ehegatte der Thailänderin EU/EWR Staater ist UND in DE lebt, dann braucht sie keinen A1-> europäisches Freizügigkeitsrecht. Also der Ehegatte ist Österreicher und lebt in München, dann entfällt A1, ebenso wenn der deutsche Ehegatte in Paris lebt.
und wenn der deutsche im ausland lebt ,also EU ausland, dann brauch sie keinen A1 , wenn sie ihren aufenthaltstatus des eu landes nach de verlegt wg freizuegigkeit. entfaellt dieser, aber die DE behoerde wird dann verflichtend integrationsmassnahmen vornehmen.
Meine hat einnen Eu aufenthaltstitel von 5 jahren ( denn gab es vom ersten tag an ohne auflagen) , wuerde er jetzt nach DE geaendert ,wuerde folgendes passieren
1. keine 5 jahre mehr ,sondern nur 1 jahr
2.verpfl .integrationsmassnahmen
3.(glaube) selbst die arbeitsgenehmigung entfaellt

deshalb nein danke- heute kontrolliert sowieso keiner wo wir uns aufhalten,zumindest da wo der 5 jshrestitel (id card) gemacht wurde, also bleiben wir offiz da,obowhl wir nur 3 monate im jahr da sind.

also nach oesterreich ziehen( oder BG,RUM,ES,IT etc), und den ganzen kak von a1 umgehen8-)
 
L

Lille

Senior Member
Dabei seit
22.04.2004
Beiträge
3.478
Reaktion erhalten
20
ehegatte?? ist man da nicht schon verheiratet?
geht doch wohl nicht um ehevisum?
 
P

pongneng

Senior Member
Themenstarter
Dabei seit
02.01.2011
Beiträge
231
Reaktion erhalten
9
Ort
Chemnitz/Koh Samui
@Lille: doch wir sind verheiratet, geht also um Familiennachzugsvisum. Und nicht um goldene oder platine Kreditkarten, was hier schon wieder o.t. gebrabbelt wird.
 
P

pongneng

Senior Member
Themenstarter
Dabei seit
02.01.2011
Beiträge
231
Reaktion erhalten
9
Ort
Chemnitz/Koh Samui
Die Möglichkeit, die Deutschkenntnisse auch nach abgelaufenem A1 Test auf der Botschaft prüfen zu lassen, besteht wohl.
Hat da jemand schonmal Erfahrungen gemacht? Wie läuft das ab? Wer prüft das? Wie wird das dann bescheinigt? Wir würden das gern VOR der Visabeantragung prüfen lassen, um im Negativfall doch noch entsprechend reagieren zu können.
 
S

Seesen1

Junior Member
Dabei seit
25.07.2012
Beiträge
33
Reaktion erhalten
9
Der ist zwar von EuGH gekippt worden heute, dies betrifft aber NUR die Türkei. Da hierzu schon vorher eine entsprechender Vertrag existierte zwischen der alten EWG mit der Türkei und dieses durch die EG nicht geändert wurde ,was den erleichterten Nachzug von Ehegatten betrifft. Insofern bleibt bei nicht Türken leider alles beim alten, Ehegatte/in von nicht EU + Türkei muss einen A1-Test machen.

Link zu einem Welt.de Artikel

Und wie immer glauben einige wenige, das ein Deutschtest im Ausland wo mehr oder minder ein "Guten Tag ich heiße..." raus kommt zeigt das man sich integrieren will-halt Politiker...
Meine Frau fand dieses A1-Test absolut blöd, er half ihr hier kaum am Anfang.
Erst recht nicht einem Gespäch zu folgen oder zu verstehen (es sei den auf Englisch das Sie neben ihrem MasterDegree gelernt hatte).
Allerdings fand Sie es richtig und gut zu einem B1-Kurs zu müssen hier in D und hat dort viel mehr und besser Deutsch gelernt als beim A1.
 
A

andrusch

Senior Member
Dabei seit
12.05.2008
Beiträge
441
Reaktion erhalten
1
Ort
Thüringen / Rayong
Frage; Freundin lernt viel online deutsch und geht ganz gut. Man kann ja auch ähnliche Prüfungsaufgaben vom Goethe Ins. nachlesen. Hat man eigentlich auch die Möglichkeit dort nur eine Prüfung abzulegen oder sich vorher mal testen zu lassen oder stellen die dann einen die Beine?
 
Thema:

Wie ist denn das zu verstehen? (Nachweis von Deutschkenntnissen)

Oben