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Der verrückte Engländer.
Mein Freund P wohnt seit 7 Jahren im selben Hotel in Jomtien, zusammen mit einer Mia. Er hat mich praktisch hier eingeführt und ich lasse mich stets von ihm beraten, denn er hat TH seit 30 Jahren bereist. Ebenso Brasilien, Dom Rep., die Philippinen und sogar Tahiti. Er ist in Frühpension und liegt täglich am Pool, betreut dort auch einige Katzen. Jeden Morgen um 6 Uhr zieht er 60 Längen im Pool, hat also eine sportliche Figur. Er ist zwar erst 51, besucht aber keine Bars, bzw. trinkt keinen Alkohol mehr. Da er sehr zuverlässig ist betreut er für andere Gäste ihre Zimmer oder Condomis.
Seit 3 Monaten befindet sich ein junger Engländer im Hotel, der Epileptiker ist, P hat sich bereit erklärt ihn an die Einnahme seiner Medikamente zu erinnern. Der Engländer der etwas gehbehindert ist, kommt auch täglich zum Pool und wir kennen ihn als sehr freundlichen Menschen.
Heute Morgen sieht P um 7 Uhr den Engländer nackt am Gang. Dieser kommt nach kurzer Zeit wieder mit einer Hose bekleidet heraus stürzt sich auf P, knallt ihn die Faust ins Gesicht und brüllt „you try to kill me!“. P war auf diese Attacke überhaupt nicht gefasst und geht zu Boden. Da er sehr sportlich ist gelingt es ihn sich zu befreien. Inzwischen holt seine Mia den Security. Der durchgedrehte Engländer brüllt noch immer „you want tol kill me“. „why should I kill you“ entgegnet ihm P. Doch der Security schreit P an, still zu sein und weiter, der Engländer sei in Ordnung, der muss nur Medikamente einnehmen.
Alsdann geht P blutend zur Rezeption und bittet die Polizei zu rufen, denn der Engländer scheint ausser sich zu sein. Doch der faule Rezeptionist antwortet ihn, er solle doch selbst zur Polizei zu gehen. So fuhr P mit seiner Mia zur Polizeibox, dort sagte man ihm, dass man in Kürze einen Polizisten zum Hotel schicken werde.
Als dann alle zum Engländer kamen, brüllte dieser „call the poilice, he try to kill me“. P entgegnete ihm „the police is there“. Der Polizist der versuchte den Engländer zu beruhigen wurde aber von diesem angebrüllt. Dem Security gelang es schliesslich den Engländer zu bewegen mit ihm zur Polizeistation zu fahren.
Auf der Polizeistation tobte der Engländer weiter. Die Polizei schlug P vor ein Arztzeugnis seiner Verletzung einzuholen, damit sie die Anzeige aufnehmen konnten. Im Memorialhospital wurde die Verletzung von P behandelt und er bezahlte dafür B 958 Bath.
Zurück auf der Polizeistation war die Schwägerin des Engländers, eine Thai, die von einer Maid des Hotels herbeigerufen wurde, erschienen. Sie bat P von einer Anzeige abzusehen, damit dem Schwager Probleme erspart blieben. Sie rief anschliessend den Bruder Ihres Schwagers in England an, dieser bat auch P von einer Anzeige abzusehen und bot ihm Geld an. P wollte nur die Arztkosten ersetzt haben. Der Bruder wies daraufhin, dass der Mann unter Paranoia litt, aber bisher keine Probleme damit hatte.
Während dessen stritt der Engländer mit dem Polizisten verlangte die britische Botschaft zu sprechen, dabei schlug und trat er auf den Polizisten ein. Mit Hilfe eines zweiten Polizisten wurde er schliesslich in eine Zelle befördert. Diese war bereits mit Männern und Frauen belegt, auch mit diesen begann der verrückte Engländer zu streiten. Die Schwägerin hatte das britische Konsulats angerufen und um Beistand gebeten. Nach einiger Zeit erschienen zwei Herren in Begleitung von 2 Thaifrauen und gaben sich als Mitarbeiter der britischen Botschaft aus. Diese kannten den Typen bereits und teilten P mit, dass der Mann verrückt sei und bereits ein Jahr overstay hatte. Die Konsularbeamten sagten in diesem Fall können sie nichts machen, dem Engländer bliebe das Gefängnis nicht erspart.
Der Polizist fragte P ob er eine Anzeige machen will, P verneinte, aber der Polizist entgegnete er wird seinerseits wegen dem tätlichen Angriff eine Anzeige machen.
Es ist nicht selten dass Europäer ihre Verrückten oder Demenzen Angehörige nach Thailand abschieben, wo sie günstiger leben können. Damit ersparen sich die Angehörigen die teuren europäischen Pflegekosten. Wie man sieht sind das manchmal wandelte Zeitbomben, die dann dem Gastland und anderen Besuchern zur Last fallen.
Inzwischen erfuhren wir von einer anderen Maid, dass die Maid des Engländers von dessen Schwäegerin Zuwendungen erhielt, damit sie ein Auge auf ihn wirft und der Security ist der Mann dieser Maid. So läuft das also, wer schmiert fährt besser.
Inwieweit der nachlässige Nachtportier wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden kann, wird noch mit der Touristenpolizei abgeklärt.
Der Engländer verbrachte die letzten 2 Tage in einer Klinik.
Gestern ließ ihn das Hotel in Begleitung einer Hotelmaid abholen und in sein Zimmer zurück bringen. Hier kann sich nun der Verrückte der einen unbeteiligten niederschlug, selbst einen Polizisten prügelte, laut Konsularbeamten ein Jahr overstay hat, frei bewegen. Für die Sicherheit der Hotelgäste sorgt sich die Security sowieso nicht.
Dies scheint ein Fall für die Presse zu werden.