das alte Thailand ging aus meiner Sicht zuende, als die letzten Klänge von Bird "sabai, sabai" aus den Ohren verhallte.
Der Massentourismus war dann schon 1992 auf Phuket ziemlich heftig, sehr viele Italiener.
Dann 1994, das erste mal konnte man bei Ankunft in Don Mueang ein Nokia Handy von der Shinawatra Telekom mieten,
für einen Monat mit Gesprächen war man mit 1.000 DM dabei, doch das erste Erwachen aus der Roaming Falle 1996 mit dem D1 Motorola Microtak zeigte, dass man auch nur als Angerufener leicht auf 1.000 DM im Monat kommen konnte.
In diesen Jahren ging dann der Begriff "bad mode" in die Thaisprache über, das klagen über die häufigen Funklöcher.
Dann kam die Zeit, wo man das erste mal mit dem Skytrain durch Bangkok konnte,
das war ein Meilenstein, keine stundenlange Stauwartereien, sondern richtig schnell von A nach B.
Die junge Generation der 90ger Jahre war wohl die letzte,
die in dieser Masse noch interessiert war, ins Ausland zu gehen,
es herrschte da noch ein gewisser Pioniergeist.
Mit dem Jahr 2000 begann der rapide Verfall des Ansehens von Ausländern in Thailand.
2003 wurde von Thaksin die Aufforderung gegeben, die Leute mögen die Ausländer doch anlächeln,
denn das Land des Lächelns hatte nach der IMF Erfahrung schon längst das Ausland schon längst mit negativen Attributen besetzt.
Auch mit dem Wechsel zum Jahr 2000 war in Thailand endgültig die Legende gestorben,
wer als Ausländer reich ist, der kann sich aus allen Problemen rauskaufen,
Werner Ulrich hatte den Paradigmenwechsel eingeleitet.
Gegen Ende der 90ger Jahre wurden Thailänderinnen, die im Bikini zum Strand gingen, immer seltender,
die Voll-Badebekleidung für Frauen nahm derart zu, dass die th. Bikinis immer mehr zur Seltenheit wurden.
Mit dem Jahr 2000 begann eine Entwicklung in Thailand, wo man durch immer mehr Vorschriften, immer mehr auf den Weg Richtung Singapor kam.
Kein Raucher hätte sich je vorstellen können, dass es innerhalb weniger Jahre möglich sein wird,
dass man in Restaurants keine Zigarette mehr rauchen kann. / Helmpflicht, Gurtpflicht, Handytelefonierverbot am Steuer,
immer mehr Vorschriften,
und die ausländischen lebenskünstler, die als Englischlehrer in Thailand überlebten,
wurden aus dem Land geschmissen, weil sie die Visabedingungen nicht erfüllten.
Während die 90ger Jahre noch das letzte Jahrzehnt der Hoffnung war,
kam ab dem Jahr 2000 das grosse Erwachen,
das Jahrzent des grossen Geldverdienens unter den Thais, eines unvorstellbaren Baubooms,
und auch der Tsunami trug mit seiner massiven Thailandreportage zu einer Werbung bei,
dass fast jeder, der dies gesehen hatte, sich sagte, - ich muss auch nach Thailand, und mir die Strände ansehen.