Thailand ist kein Ponyhof. Na, kommt Dir diese Aussage vertraut vor?
Ja, hier sind wir absolut einer Meinung.
Es ist fuer mich vorteilhaft, dass ich kein Ponyhof-Fan bin und nie einer war. Auch schon damals nicht, als ich noch auf einem Ponyhof lebte.
klar sind wir uns darüber einig,
auch wenn jeder für sich wohl eine andere Synthese zieht.
Für mich persönlich würde ich mich in Thailand grundsätzlich nicht mit einem Motorrad, sondern nur mit einem Auto fortbewegen,
weil mir Blech als Knautschzone lieber ist.
Auch gehöre ich eher zu der Kategorie von Menschen, die sich gerne auch mal ein eine totale Privatatmosphäre zurück zieht,
wo man seine Ruhe in der Natur hat,
und selber entscheiden kann, wann er sich in welchen Trubel begeben will.
Sicherheit hat in Thailand einen völlig anderen Stellenwert, weshalb man in einem viel höheren Mass selber für seine Sicherheit verantwortlich ist.
Wer in Thailand als Tourist auf einem Holz-Speedboot gerammt wird, und durch die hereinklappenden Aussenboardmotoren sein Bein verliert,
wird weder mit Rente, Berufsunfähigkeitsabfindung oder sonstigem rechnen können, mit Glück schafft er es, dass die Krankenhauskosten übernommen werden, das Gebot lautet also, selber, vorher vorsorgen, damit man nicht auf den Hund kommt.
Als Expat mag man ja viele Dinge ausblenden, weil sie einem zuviel Stress machen, wie die jährlichen Melanomkontrollen beim Hautarzt,
doch man muss sich gegen diese aufkommende Trägheit bei 38 Grad wehren,
und dafür sorgen, dass man sein Programm durch bekommt.
Auch eine genaue Filterung des eigenen Umgangs ist in Thailand wichtig, will man nicht in die Mühlen der falschen Kreise geraten, die hier manchmal Polizei und Verwaltung hinter sich haben.
Doch insbesondere bei Partnerschaften muss man sich als Steuermann beweisen,
denn nichts ist wichtiger, als für eigene Reserven im Alter zu sorgen,
was viele gerne ausblenden.
Gerade bei dieser Frage ist doch der thai-chinesische Ansatz, bz. der deutsche Vorsorgeansatz, der richtige Weg,
denn das normale Ausblenden von negativen Zukunftsvarianten mag zwar für die Main--Stream- Thaikultur-Denkenden der richtige Weg sein (nur positiv denken- wird es verkauft), doch die Folgen sind eine Geisterfahrermentalität auf jegliche Gefahrenvorsorge.
Je nach dem, mit wem man sich in eine Partnerschaft eingelassen hat, besteht so für viele Gefahr,
selber in diesen Trott zu kommen, und am Ende ohne Krankenversicherung, Unfallversicherung und ausreichender Altersvorsorge seine Restzeit zu gestalten, weil man in seiner Primetime, also der Schaffensperiode in seiner Arbeits-lebens-zeit,
einfach zu schlaff und relaxt alles angegangen ist.
Das manche in letzter Konsequenz den Weg über ein weiteres Arbeitsdasein in Deutschland gehen,
sehe ich daher eher als einen vernünftien Realismus an, sich um seine eigene Vorsorge nachhaltig zu kümmern,
als stattdessen eine Glaubensfrage daraus zu machen, wielange man in Thailand gelebt, bz. für manche am Ende, wielange sie in Thailand durchgehalten haben.
Darum heisst IMO die Deviese,
nicht auf den Hund kommen,
und das Steuer in der Hand halten,
um Versorgungsstrukturen zu schaffen.
Dann kann man auch in stürmischen Zeiten in Thailand bestehen,
die allerdings noch nicht einmal angefangen haben.
