Nicht nur können - mit ihnen allerdings auch die Menschen.
ich würde es auf den Punkt bringen,
nicht alle Erfahrungen, die man als Mensch sammeln kann,
bringen einen weiter.
Jeder kann seine Thailanderlebnisse in einem bestimmten Rahmen selber gestalten,
wobei er jedoch durch die Verwandschaft der Ehefrau schonmal eine wesentliche Bezugswelt erlebt,
die man je, nach eigenen wirtschaftlichen Möglichkeiten, klein oder gross im eigenen Leben halten kann.
Selbiges gilt für das regionale Umfeld der Familie des Partners.
Ich würde im hiesigen Fall mal einfach die Vermutung in den Raum stellen,
dass der Betrieb des Geschäftes, der vielen Einkäufern Kredite einräumten, welche am Ende nicht bedient wurden,
zu inneren Enttäuschungen geführt hat,
und damit aus der Illusion eines Gemeinschaftsgefühls unsanft aufwachen liess.
Das alte Thema, wenn jemand feststellt, dass er nicht Teil einer gemeinschaft ist,
in die er mehr investiert hat (nicht nur Finanzen, sondern auch emotional),
als er sich das im Grunde leisten konnte,
dass diese Person bei der dann resultierenden Abkehr von der Gemeinschaft, wo er nicht Teil geworden war,
zum einen aus Selbstschutz handelt, was wichtig ist.
Die Behauptungen Anderer, dass er im Grunde nie wirklicher Bestandteil der gemeinschaft war,
er im Grunde nur auf einem
gelogenden Gleichgewichtsgefühls,
das ihm zwar vorgaukelte, akzeptierter Teil zu sein,
ohne es jedoch je gewesen zu sein,
mag zwar objektiv stimmen, wird aber im Forum mehr aus der Perspektive des Wagenburgdenkens bestimmter Expats formuliert.
Diese mögen sich u.a. wie folgt aufteilen :
- man wird in Thailand sowieso nie Teil des Ganzen werdens, also mache ich mein eigenes Ding,
- ich bin Teil meiner Gemeinschaft, verstehe mich gut mit den Thais bei uns, und sehe aber viele, die nur als KÄK von ihrer Elefantenführerin durch das Erlebnis Thailand geführt werden. (aus ihrer Sicht wäre die Trennung von luckys Ehefrau nach einer Schonfrist von 3 Jahren vorprogrammiert,
wenn es keine gemeinsamen Kinder gäbe).
Thailand muss ein hartes Pflaster sein, wo ein alter Mensch in seiner Familie, wenn er merkt, dass er zur wirtschaftlichen Belastung wird,
lieber selber den Freitot wählt, und damit sein Karma belastet, als zum Faktor des wirtschaftlichen Ruins der Familie zu werden.
Wer diesen Unterschied aus seinem wirtschaftlich-westlichen Vollkaskodenken akzeptiert hat,
der wird verstehen, dass sich in Thailand Situationen von heute auf morgen ändern können.
Da kommt dann eine Gemeinschaft zum Schluss, dass es notwendig wird,
ein Tier zu schlachten oder zu verkaufen,
oder sich von einem Farang-Schwiegersohn zu trennen.
Manchmal wird dieses Ansinnen auch aus der Hirarchie der Gemeinschaftsstruktur der Familie nahe gebracht,
die dennoch weiterhin loyal zum Schwiegersohn steht.
Gerade im Norden, wo mancherorts morgens um 6.00 über Lautsprecher die Dorfbevölkerung vom Tempel darüber aufgeklärt (beschallt) wird,
wer welche Beträge gespendet hat, ist das Rangdenken täglich einprogrammiert.
Für mich persönlich ein wesentlicher Punkt,
sich in Thailand niemals so leer zu machen, dass man abhängig wird,
immer das Pulver in der Hinterhand halten,
mit dem man sich sofort, von heute auf morgen, irgendwo was mieten kann, und exsistieren kann,
denn als Farang verfügt man nicht über die Verwandschaftsnetze, um sich sofort 500 km entfernt, bei seinem Bruder einzuquartieren.