Ich wüsste gerne, wo ich billige und gut ausgebildete Kräfte finde.
Kann in Deutschland schwierig sein, denn die angebotenen Billig-Jobs sind meist so gestaltet, dass dafür überhaupt keine umfassende und gute Ausbildung erforderlich ist.
Ein einziger gut ausgebildeter Vorarbeiter (..der noch einen ordentlichen Lohn bekommt) oder Abteilungsleiter hat das Kommando bzw. die Aufsicht über mehrere ungelernte und schlecht bezahlte Hilfsarbeiter, die ihre jeweils angelernten , unterschiedlichen Teil-Arbeiten dann aber jeweils exakt , schnell und ordentlich ausführen können.
Das betrifft jedoch speziell die industrielle Produktion und nicht das Handwerk, wo Ausgebildete gebraucht werden, die alle anfallenden Arbeiten beherrschen.
Jetzt glaub aber nicht, dass man durch eine gute Ausbildung auch automatisch einen gutbezahlten Posten, wie den des oben genannten Vorarbeiters bekommen könnte. So ist das nämlich nicht, denn es existieren überhaupt nicht genug solcher "Häuptlingsstellen". Was in der Industrie gesucht wird, sind deshalb intelligente, anlernfähige und möglichst billig arbeitende "Indianer" ..
Wenn davon in Deutschland wegen der recht guten Versorgung ..auch von Arbeitsunwilligen.. durch das Sozialsystem nicht mehr genug zu bekommen sind, holt man sich eben welche aus dem Ausland.
Aber selbst das haben Unternehmer inzwischen schon nicht mehr nötig, denn es drängen schließlich jeden Tag 5-10.000 neue "Fachkräfte" der preisgünstigsten Sorte ins Land. Die werden nicht nur billig arbeiten, sondern der sie beschäftigende Unternehmer wird sogar noch mehrmonatige Einarbeitungszuschüsse bekommen, wenn er einen Arbeitswilligen einstellt.
Der arbeitet dann bei ihm fleißig und lohngenügsam, während seine arbeitslose Frau und die Kinder (..die er von seinem Hungerlohn natürlich nicht auch noch miternähren und dann zusätzlich noch Miete und Heizung bezahlen kann ) vom deutschen Sozialamt alimentiert werden müssen.
Insgesamt sieht es dann so aus, dass die aus der Beschäftigung eines Billiglöhners entstehenden Unternehmergewinne privatisiert werden, während die gleichzeitig entstehenden laufenden Kosten für die Familienangehörigen des Billiglöhners sozialisiert werden, d.h. die fallen dem Staat zur Last.
Wenn man sich das richtig überlegt, sind unsere deutschen Politiker, die hauptsächlich für solche Zustände verantwortlich sind und sie auch noch als alternativlos ansehen , praktisch als mindestens genau so blöd einzustufen, wie eine thailändische Ladenbesitzerin (ggf. ohne Uni-Abschluss ) , die Umsatz mit Gewinn verwechselt..
