Was wäre, wenn..

Diskutiere Was wäre, wenn.. im Sonstiges Forum im Bereich Diverses; Klaus hat an anderer Stelle eine interessante Frage aufgeworfen. Sinngemäss, was wäre, wenn die DDR das "siegreiche" System gewesen wäre. Ich...
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phennecke

Gast
Klaus hat an anderer Stelle eine interessante Frage aufgeworfen. Sinngemäss, was wäre, wenn die DDR das "siegreiche" System gewesen wäre. Ich stelle mal die provozierende These auf: Die DDR hätte den Westen in Grund und Boden getreten und alle seit 1945 langsam gewachsenen Werte als systemfeindlich zerstört.

Peter
 
Peter-Horst

Peter-Horst

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Ein Beispiel:

Dieses Forum wäre dann eine Schiefertafel in einem Raum und wir würden abwechselnt draufschreiben, dabei würden uns dann 5 Mitarbeiter der STASI beobachten.

Gruß Peter
 
MadMac

MadMac

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Und Peter wuerde nicht in Pattaya sondern in Sassnitz wohnen ;-D.

Gruss,
Mac
 
alhash

alhash

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...dann würde unser Essen & Musik Forum Soljanka und Boretschforum heißen, unsere Mädels würden nicht Noi usw. sondern Tatjana oder so ähnlich heißen, das Pattayaforum würde Kubaforum heißen, die Mauer würde am Rheinufer verlaufen und Thailand, äh, wo isn das?

Gruß
Daniel
 
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Jakraphong

Gast
Hallo alhash,
Bitte die Mauer nicht am Rheinufer bauen, schließlich wohne ich hier.
freie Sicht ins Erzgebirge bitte!
schlechte Ratschläge sind auch Schläge,gelle.
(verzeih mir, unbekannter Fußnoteninhaber)

liebe Grüße Jakraphong
 
X

xenusion

Gast
Nichts gegen Boretsch, also besser: Borschtsch-Forum. Schiefer gäbe es auch nur über 800m auf Bezugsschein oder mit LV-Stempel, da das ein Exportgut wäre.

Also doch Robotron-Rechner, ohne Festplatte, aber mit bis zu drei Diskettenlaufwerken. Fans würden sich aus TTL-Schaltkreisen einen Sinclair ZX Spektrum in Grösse eines Couchtisches nachbauen.

Die Parteigruppe des Tatjana-Forums würde sich wöchentlich zum Parteilehrjahr zurückziehen und anschliessend mit wissend leuchtenden Augen wie von einer kath. Jungvolkveranstaltung zurückkehren, um die neuesten News über "unsere Menschen" auszukippen. Mittwoch abend würden alle Diener-Rechner abgeschaltet, da sich die Innernetgemeinde zum gemeinschaftlichen Fernsehempfang einzustellen hat: Charles Edward v.Schnitz taucht im Schwarzen Kanal.

Nur ein paar Spezis hätten als gesellschaftliche Bedarfsträger einen privaten Telefonanschluss. Dazu gehörten bestätigte Reisekader, Arbeiterveteranen, ehemalige Spanienkämpfer, Parteiaktivisten, verdiente Frauen des Volkes. Diese könnten handvermittelt oder über eine automatische Hebdrehwähleranlage von 1935 sich in den Proxi des Providers "CoCom" einwählen.
Für alle anderen gäbe es Internet im Rahmen der "Gesellschaft für Sport und Technik" auf 5 1/4" Disketten aus dem Militärverlag.

Es gäbe eigene Bezeichnungen wie .udssr .ddr .sed .fdj .cdu .mega und .nsw (=der Rest). Eine Woche vor dem 1.Mai würden die Losungen zum Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse per elektronischer Post verschickt. Schulklassen und Arbeitskollektive würden wöchentlich gemeinschaftlich eine .sex Seite besuchen, auf der gescannte Dias mit Aktaufnahmen vom ORWO-Kopierwerk gezeigt würden. Bei 300bps und Klumpengrafik ein ermüdendes Geschäft.

Kontaktaufnahme zu Internetteilnehmern aus Indexländern, wie Israel, Südafrika, USA, Thailand wäre strikt verboten und würde durch systematisches Scannen des Netzes verhindert. In der Keksdose des Brausers würden sich einige hartnäckige Backwaren einnisten...

Informatikstudenten würden während einer militärischen Qualifizierung im 4.Semester von bulgarischen Minirechner-Spezialisten in der elektronischen Kriegsführung ausgebildet: Programmierung von Viren und Bomben, die mittels elektronischer Post direkt hinter die Front in das Herzland des imperialistischen Feindes geschleust würden.

Jetzt hör´ich auf, mich fröstelt.
Xenu
 
K

Kheldour

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@Kali,
du triffst es wieder genauestens auf den Punkt ;-D

Ich mag einfach deinen Humor!!!;)
 
Jinjok

Jinjok

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Hallo Xenu
Einigen wird der Text etwas nichtssagend vorgekommen sein. Ich möchte Dir danken, daß Du einige vergessen geglaubte Vokabeln in meinem Gedächtnis reaktiviert hat. Dem Ganzen ist auch nicht viel hinzuzufügen außer vielleicht: bei hartnäckige Backwaren wäre Dauerbackwaren besser gewesen. Wieso erinnerst Du Dich noch an solche Fachbegriffe? :lol: Ich glaub ich muß mal wieder einschlägige URLs aufsuchen.
Viele Grüße
Jinjok

PS: Im Übrigen wollte Phennecke IMVHO mit dem Thread herausfinden, wer auf welche Seite des Vorhangs gehört ;-)
 
DisainaM

DisainaM

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Auf alle Fälle hätte die West-Deutsche Bevölkerung ein besseres Verhältnis zu den Nord-Vietnamesischen Vertragsarbeitern gehabt.

Während die Politiker sie ja zum Großteil abgeschoben haben, da man ihre Aufenthaltszeiten in der DDR nicht berücksichtigt wurden (zum Teil lebten sie über 10 Jahre mit Familie und Kinder dort),
hätte die Westbevölkerung mehr Verständnis für sie gehabt.
 
X

xenusion

Gast
Guten Abend meine Damen und Herren diesseits und jenseits der Zonengrenze. Sie hören das Echo des Tages.

@Jinjok
Du bekommst erst mal für Deine Verdienste um die Umsetzung des CAD/CAM-Beschlusses den Orden

(Banner bannt ...) und einen Link

@Dauwing
ich kann Dir nicht ganz folgen. Hier in Bayern weiss kaum jemand etwas von den Vietnamesen, die sich auch jetzt noch illegal im Osten aufhalten und auf den Dörfern mit polnischen Billigtextilieen (Kittelschürzen) handeln. Dagegen leben hier einige ehemalige Bootsflüchtlinge, die meist aus Südvietnam kamen und oftmals (halb-)chinesischer Abstammung sind. Das waren diejenigen, die irgend etwas zu verlieren hatten, als die Kommunisten aus dem Norden anrückten.

Selbst diese haben kaum Kontakte zu ihren nordvietnamesischen Landsleuten in Neufünfland. Und die vietnamesische Regierung hat diese eben nicht zurück nach Hause gelassen, weil ihre Geldüberweisungen einen nicht unbedeutenden Bestandteil des BSPs darstellen. Selbst in Vietnam ist das N-S-Gefälle unübersehbar, das Land hat eine schmale Taille am 17. Breitengrad, da kleckert auch heute kaum etwas durch.

Vor der Wiedervereinigung waren Vietnamesen u.a. in verrotteten deutschen Chemiebuden unter extremen Umweltbedingungen eingesetzt worden, um teure Luftreinigungsanlagen zu sparen, mit der Begründung, daß sie ja nach drei Jahren heimgingen. Das war inoffizieller Staats-Rassismus.

Auf Management-Lehrgängen wurden von selbsternannten Gralshütern des reinen Staatsvolkes Vorträge gehalten, wie persönliche Beziehungen speziell zu andersrassigen Vertragsarbeitern (Afrika, Karibik, Asien) zu torpedieren seien. Binationale Ehen waren diesen Leuten ein Grauen.

Der Osten muss erst lernen, mit Fremden zu leben. Es gab dort früher keine Italiener, Türken, Chinesen. Und selbst hier im Westen werden diese beargwöhnt und getthoisiert. Ich bezweifel, daß es da wesentliche Unterschiede gibt.

Aber zum Glück gibt es ja nun das Internet, in dem alle gleich sind.

Nur wir sind gleicher.
Xenu


Letzte Änderung: xenusion am 20.08.02, 23:30
 
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