Hier sind die Züge einfach verkehrt abgefahren.
Mit 14 von Thailand nach Deutschland, dann 3 Jahre Hauptschule mit schlechten Noten.
Man kann zwar über den schlechten Bildungsstand von deutschen Hauptschülern diskutieren,
aber hatte der Junge je die Chance gehabt, in der kurzen Zeit deutsche Sprache und Schrift so zu erlernen, dass er dem Unterricht überhaupt folgen konnte ???
Die schlechten Noten sind am Anfang auch nicht verwunderlich.
Nehme mal an, dann kam der typische Zusammenschluss mit anderen Schülern, die ebenfalls den Unterricht nicht folgen konnten, oder ihn verweigerten, und so entstanden die ersten freundschaftlichen Kontakte.
Klar, das der Junge entwurzelt ist, bis zum 14 Lebensjahr mit Thaiwerten geprägt, dann der Kulturschock Deutschland, und ein Leben als Aussenseiter-Asiate, gefolgt von mangelnder Anerkennung.
Typisch ist dann meistens die innere Flucht in die Gangster-Hip-Hop-Kultur der Migrantenkinder, oder der Rückzug vor dem PC.
In Thailand ist für ihn der Zug mittlerweile auch abgefahren, da ihm wichtige Schuljahre fehlen, und sich zu dem sein Verhaltensmuster durch die deutschen Jahre so verformt hat, dass er ohne eine gute Betreuung schnell auf die schiefe Bahn geraten kann.
Würde mit dem Jungen wohl einige Zeit in einem thailändischen Tempel zubringen, um bei ihm die Werte und Zielskala etwas korrigieren.
Ein Junge in der Pubertät denkt wenig an Ausbildung und an morgen,
was hat er denn, - hier ein schlecht ausgebildeter Aussenseiter,
- dort ein chancenloser Aussteiger.
Mit der Ehefrau erstmal abklären, welche Verwandschaftsoptionen in Thailand bestehen, ihn mit finanzieller Unterstützung zu einer kontrollierten und begleiteten Ausbildung zu verhelfen.
Steht da keine Option zur Verfügung, ist klar, dass der Junge auch nicht von seiner Mutter weg will.
Also muß ihm klar sein, wenn er in Deutschland bleiben will,
muß er eine Ausbildung machen, oder er muß bis zum 18 Lebensjahr eine dt. Frau zum Heiraten finden.
Damit eine Ausbildung überhaupt Sinn mmacht, müßte erstmal sein tatsächlicher Lern und Sprach und Verständigungsstatus festgestellt werden, denn es bringt nichts, ihn zu überfordern.
Ferner würde ein Ortswechsel für ihn gut sein, damit er aus seinen Umfeld heraus kommt, und sich ohne Gesichtsverlust zu einem lernenden Schüler wandeln kann.
Eine Menge Arbeit steht an, doch wird sie nicht gemacht,
die Gefängniskarrieren und Begleitumstände später in Thailand werden teurer.
viel Glück