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Was steuerpflichtige deutsche Rentner und Pensionäre in Thailand beachten müssen

Diskutiere Was steuerpflichtige deutsche Rentner und Pensionäre in Thailand beachten müssen im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Unvollständige - wichtig erscheinende - Auszüge aus einem Bezahl-Artikel von WELT Online vom 23.8.2021: Viele Senioren leben tatsächlich den...
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Unvollständige - wichtig erscheinende - Auszüge aus einem Bezahl-Artikel von WELT Online vom 23.8.2021:

Viele Senioren leben tatsächlich den Traum vom Ruhestand unter Palmen – und siedeln im Alter noch einmal um. Ihre deutsche Rente zieht mit in die Fremde, alles erstmal kein Problem. Ob nach Griechenland, Italien, Thailand, in die Schweiz oder USA: Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) überweist nach eigenen Angaben etwa 1,8 Millionen Rentnern in 150 Ländern der Erde Geld.
Der deutsche Fiskus lässt sich nicht abschütteln, nicht einmal im Dschungel Thailands. Die Regeln sind kompliziert. Tipps, wie Senioren den Steuerfallen unter Palmen entgehen:

Was ist mit Überwintern?
Nicht alle Rentner zieht es gleich ganz weg. Viele behalten ihren Wohnsitz, halten sich aber oft monatelang in der Ferne auf. Für diese Ruheständler, die weniger als sechs Monate, genauer gesagt 183 Tage pro Jahr im Ausland verbringen, bleibt steuerlich alles beim Alten. Ganz gleich, ob sie in Thailand überwintern, in Österreich, auf den Kanaren oder in Florida.

Was sollten Auslandsrentner bedenken?
Als Rentner für immer den hohen Lebenshaltungskosten und dem schlechten deutschen Wetter entfliehen, die Rente voll einstreichen, aber nichts mehr mit dem Finanzamt daheim zu tun haben: Wäre das möglich, würde es jeder gern machen. Die Realität zieht allerdings anders aus. Geben Senioren ihren inländischen Wohnsitz komplett auf und bekommen von Deutschland Rentenzahlungen, bleiben sie auch in der Fremde auf dem Radar des deutschen Fiskus – und vor allem eins: Weiter in Deutschland steuerpflichtig.
Selbst dann, wenn im Wohnsitzstaat schon eine Steuererklärung eingereicht wurde. Das betrifft nicht nur staatliche Rentenzahlungen aus Deutschland, sondern auch Einkünfte aus betrieblichen Rentenkassen oder privaten Altersvorsorgeverträgen.
Besondere Vorsicht ist bei Riester-Verträgen geboten: Auslandsrentner außerhalb des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) müssen alle staatlichen Förderungen an Deutschland zurückzahlen. Ein Entrinnen aus der deutschen Steuerpflicht gibt es nicht, nicht einmal in der Südsee. Zuständig ist das Finanzamt Neubrandenburg – und über die Altersbezüge der Auslandsrentner bestens informiert.

Auslandsrentner haben steuerlich Nachteile. Denn: Rentner, die ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen, werden mit dem Umzug vom Fiskus plötzlich als „beschränkt steuerpflichtig“ eingestuft. Was im ersten Moment positiv klingt, birgt erhebliche Nachteile und kann richtig teuer werden.
Gerade für Senioren mit einer geringen Rente kann es bitter werden. Zum einen kommt der steuerfreie Grundfreibetrag nicht mehr zum Tragen. 2021 beträgt er 9.744 Euro pro Person. Das entspricht einem steuerpflichtigen Teil der Rente von 812 Euro im Monat, der nicht versteuert werden muss.
Auslandsrentner hingegen müssen ihre Rente ab dem ersten Euro versteuern, egal, wie mager diese ausfällt. Dazu kommt: Steuervorteile fallen auch noch weg. Das fängt beim Ehegattensplitting an, verheiratete Auslandsrentner werden wie Singles besteuert. Und geht damit weiter, dass außer der Werbungskostenpauschale kaum mehr etwas abgesetzt werden kann.
Weder Beiträge für die Krankenversicherung noch Krankheitskosten, Handwerkerlöhne, haushaltsnahe Dienstleistungen oder die Behindertenpauschale. Spenden sind begrenzt. Auch Freibeträge für Kinder in der Ausbildung oder Unterhaltsaufwendungen für Angehörige entfallen.

Gibt es einen Ausweg?
Sehr häufig: Ja. In vielen Fällen können Auslandsrentner per Antrag beim zuständigen Finanzamt wieder zurück in die unbeschränkte Steuerpflicht schlüpfen. Wer ausschließlich Einkommen aus Deutschland bekommt, dürfte den Wechsel problemlos hinbekommen.
Mit der unbeschränkten Steuerpflicht wird ein Rentner im Ausland wieder so behandelt, als lebte er in Deutschland. Er muss dann nicht mehr Steuern als ein Inlandsrentner zahlen. Was bedeutet: Wechsler können bei ihrer Steuererklärung den Grundfreibetrag wieder nutzen, Rentnerehepaare vom Ehegattensplitting profitieren.
Vorausgesetzt, sie sind sowohl Staatsangehörige eines EU-Mitgliedstaats oder des EWR und haben dort auch ihren Wohnsitz. Zudem dürfen sie wieder eine Menge absetzen, um ihre Steuerlast zu reduzieren. Von Handwerkerlöhnen über die Putzhilfe zu Hause. Zumindest dann, wenn die Leistungen in einem Haushalt in der EU oder dem EWR erbracht werden.

Rentner, die außerhalb der EU leben, haben nach Ansicht des Fiskus meist niedrigere Lebenshaltungskosten. Auf den Philippinen beispielsweise ist der Grundfreibetrag daher um stolze 75 Prozent gekürzt. Wie viel in einzelnen Nicht-EU-Ländern gilt, lässt sich im Amtlichen Einkommensteuer-Handbuch des Finanzministeriums nachlesen.

Was, wenn der Fiskus auf der Matte steht?
Jeder, der im Alter dauerhaft ins Ausland ziehen und dort seine deutsche Rente oder Pension genießen will, sollte sich rechtzeitig darauf einstellen: Selbst aus der Fremde heraus wird die Abgabe einer Steuererklärung häufig unerlässlich sein. Seit Jahren fordert das Finanzamt Neubrandenburg auch Auslandsrentner nach und nach zur Abgabe einer Steuererklärung auf, notfalls rückwirkend für viele Jahre.
Wegducken ist seit Einführung des Alterseinkünftegesetzes 2005 nicht mehr möglich. Doch selbst wenn sich ein Auslandsrentner nicht rechtzeitig schlau gemacht hat und das Finanzamt happige Nachzahlungen einfordert, eröffnen sich manchmal noch Chancen, die Steuerlast nachträglich noch zu drücken.

Erfolgreiche Anträge auf unbeschränkte Steuerpflicht können ein Weg aus dem Schlamassel sein. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, klappt das bestenfalls noch bis zu sieben Jahre rückwirkend. Aber: Lässt sich an der Steuerschuld nicht mehr rütteln und die betroffenen Senioren verweigern die Zahlung, kann das Finanzamt sogar vollstrecken, in einigen Ländern selbst in das ausländische Vermögen hinein.
Und noch eine Besonderheit gilt es zu kennen: Nicht zuständig sind die Neubrandenburger Finanzbeamten für Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, die Auslandsrentner aus Deutschland bekommen.
Betroffene müssen dafür die Anlage V ausgefüllt an das Finanzamt schicken, in dessen Bereich die Immobilie liegt.
:o)
 
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socky7

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localhorst schreibt im Kommentar der WELT Community:

"Beispiel aus dem Text, Philippinen:
Aus dem Freibetrag von 9744 Euro werden 2436 Euro. Die Differenz von 7308 Euro wird dem Einkommen zugeschlagen (weil der Grundfreibetrag fest in den Tabellen eingerechnet ist). Damit werden selbst kleine Renten steuerpflichtig!
Deswegen niemals alle Zelte abreissen, sondern eine postalische Adresse bei einer Vertrauensperson behalten."

Nachteil ist, dass man dann als Rentner in Südostasien die Krankenversicherung nicht kündigen kann und weiter die KV-Beiträge von der Rente abgezogen werden, obgleich man in Deutschland die Ersatzkassen nicht belastet.
 
strike

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Hmmmm, wie kommt es dann zu dieser Aussage, was uebersehe ich?

Finanzamt Neubrandenburg RiA:

Wenn Sie Ihren Wohnsitz nach Thailand verlegen, benötigt Ihr Meldeamt nur die Abmeldung mit Wohnsitz ins Ausland.

Wenn ein Rentenempfänger seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, so gelten für die Besteuerung seiner Renten, die Bestimmungen im s.g. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).

Gemäß den zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich Thailand abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen (Art. 18 Abs. 1 DBA ) wird das Besteuerungsrecht an deutschen Sozialversicherungsrenten, Ruhegehältern (unter bestimmten Voraussetzungen) und der VBL ausschließlich dem Wohnsitzstaat, sprich dem Vereinigten Königreich Thailand, zugewiesen.

Eine Sozialversicherungsrente (Altersrente) von der DRV ist dann ausschließlich in Thailand zu versteuern. Deutschland besteuert diese Rente dann nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen .....
 
Udon

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Hmmmm, wie kommt es dann zu dieser Aussage, was uebersehe ich?

Finanzamt Neubrandenburg RiA:

Wenn Sie Ihren Wohnsitz nach Thailand verlegen, benötigt Ihr Meldeamt nur die Abmeldung mit Wohnsitz ins Ausland.

Wenn ein Rentenempfänger seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, so gelten für die Besteuerung seiner Renten, die Bestimmungen im s.g. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).

Gemäß den zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich Thailand abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen (Art. 18 Abs. 1 DBA ) wird das Besteuerungsrecht an deutschen Sozialversicherungsrenten, Ruhegehältern (unter bestimmten Voraussetzungen) und der VBL ausschließlich dem Wohnsitzstaat, sprich dem Vereinigten Königreich Thailand, zugewiesen.

Eine Sozialversicherungsrente (Altersrente) von der DRV ist dann ausschließlich in Thailand zu versteuern. Deutschland besteuert diese Rente dann nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen .....
Nichts übersehen, die Informationen des Finanzamtes Neubrandenburg entsprechen der aktuellen Rechtslage für Rentner in Thailand!

Die Behauptung
Der deutsche Fiskus lässt sich nicht abschütteln, nicht einmal im Dschungel Thailands.
ist, zumindest für Rentner, irreführend, da durch das Doppelbesteuerungsabkommen mit Thailand das Besteuerungsrecht auf Thailand übergeht.
 
G

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Mal eine Frage,

Einkünfte die außerhalb Thailands erwirtschaftet werden, und binnen eines Jahres nicht nach Thailand kommen, sind nach Thairecht von der Steuer befreit.

Trifft das bei einer Altersrente aus D nicht zu ?
 
Udon

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Mal eine Frage,

Einkünfte die außerhalb Thailands erwirtschaftet werden, und binnen eines Jahres nicht nach Thailand kommen, sind nach Thairecht von der Steuer befreit.

Trifft das bei einer Altersrente aus D nicht zu ?
Doch, Einkünfte sind Einkünfte!
 
Udon

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Glaube ich nicht, sorry
Musst Du auch nicht, solltest aber mal nachdenken, warum das Thailändische Finanzamt nicht (mehr) versucht, Steuern bei dauerhaft in Thailand wohnenden deutschen Rentnern abzugreifen, obwohl Thailand nach dem Doppelbesteuerungsabkommen das alleinige Besteuerungsrecht hat.
 
G

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Musst Du auch nicht, solltest aber mal nachdenken, warum das Thailändische Finanzamt nicht (mehr) versucht, Steuern bei dauerhaft in Thailand wohnenden deutschen Rentnern abzugreifen, obwohl Thailand nach dem Doppelbesteuerungsabkommen das alleinige Besteuerungsrecht hat.
Entschuldigung, aber hast du verstanden was ich mit meinen Postings zu vermitteln versuchte ?
 
Udon

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Entschuldigung, aber hast du verstanden was ich mit meinen Postings zu vermitteln versuchte ?
Du hast eine zur Frage zur Steuerpflicht einer deutschen Rente gestellt, die mit Ja oder Nein zu beantworten war und ich habe diese fundierend auf meinem Wissen beantwortet. Du zweifelst die Richtigkeit meine Antwort an, so dass eigentlich die Frage an sich überflüssig war wenn Du die Deiner Meinung nach richtige Antwort zu wissen scheinst.
 
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Gelöschtes Mitglied 13790

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Doch, Einkünfte sind Einkünfte
Kopfschütteln... sorry

Lese dir doch mal meine Quelle durch bitte.

Und ich sagte Einkünfte die außerhalb Thailands generiert werden, und nicht innerhalb eines Jahres nach Thailand transveriert werden, werden in Thailand NICHT besteuert!
 
Udon

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Kopfschütteln... sorry

Lese dir doch mal meine Quelle durch bitte.

Und ich sagte Einkünfte die außerhalb Thailands generiert werden, und nicht innerhalb eines Jahres nach Thailand transveriert werden, werden in Thailand NICHT besteuert!
Genau darunter (#6) fragtest Du dann " Trifft das bei einer Altersrente aus D nicht zu ? "
Darauf habe ich geantwortet " Doch, Einkünfte sind Einkünfte! "
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!
 
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Calau

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Mir hat das FA Neubrandenburg im Jahre 2017 auf Anfrage mitgeteilt, daß das Recht meine gesetzliche Altersrente zu besteuern gemäß Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung beim thailändischen FA liegt. Das Finanzamt meines ehemaligen Arbeitgebers hat diesem bescheinigt, daß die Betriebsrente ebenfalls nicht der deutschen Steuerpflicht unterliegt. Das hängt mit der Art, wie der AG diese Betriebsrente steuerlich geltend macht zusammen, das kann auch anders ausgehen.
Das Abkommen mit Thailand ist am 04.12.1968 in Kraft getreten und seither nicht geändert worden. Neuere DBA mit anderen Ländern könnten andere Regelungen betreffend Renten vorsehen, aber da habe ich keine Informationen dazu.
 
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Chak

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Das Finanzamt meines ehemaligen Arbeitgebers hat diesem bescheinigt, daß die Betriebsrente ebenfalls nicht der deutschen Steuerpflicht unterliegt. Das hängt mit der Art, wie der AG diese Betriebsrente steuerlich geltend macht zusammen, das kann auch anders ausgehen.
Wenn es keine Betriebsrente im eigentlichen Sinne ist kann das sein, dann läuft das nicht über die "Lohnsteuerkarte". Sonst wäre die Aussage des Betriebsstättenfinanzamt falsch.
Die hat ohnehin keine Bindung für deine persönliche Steuerpflicht.
Das Abkommen mit Thailand ist am 04.12.1968 in Kraft getreten und seither nicht geändert worden. Neuere DBA mit anderen Ländern könnten andere Regelungen betreffend Renten vorsehen, aber da habe ich keine Informationen dazu.
Andere DBA interessieren in Bezug auf Thailand ja wohl auch eher weniger, außer für unsere österreichischen und schweizer Mitglieder, aber hier diskutieren wir ja die Rechtslage für Deutsche.
 
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King

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Hmmmm, wie kommt es dann zu dieser Aussage, was uebersehe ich?

Finanzamt Neubrandenburg RiA:

Wenn Sie Ihren Wohnsitz nach Thailand verlegen, benötigt Ihr Meldeamt nur die Abmeldung mit Wohnsitz ins Ausland.

Wenn ein Rentenempfänger seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, so gelten für die Besteuerung seiner Renten, die Bestimmungen im s.g. Doppelbesteuerungsabkommen (DBA).

Gemäß den zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich Thailand abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen (Art. 18 Abs. 1 DBA ) wird das Besteuerungsrecht an deutschen Sozialversicherungsrenten, Ruhegehältern (unter bestimmten Voraussetzungen) und der VBL ausschließlich dem Wohnsitzstaat, sprich dem Vereinigten Königreich Thailand, zugewiesen.

Eine Sozialversicherungsrente (Altersrente) von der DRV ist dann ausschließlich in Thailand zu versteuern. Deutschland besteuert diese Rente dann nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen .....
Soweit mir bekannt stimmt das im Grossen und Ganzen.
Ausgenommen davon sind Beamten Renten, welche weiterhin in Deutschland zu versteuern sind.
Bin mir jedoch nicht zu 100% sicher.

Auch wenn es noch unwichtig ist; das Thema mit den letztjährigen Einkommen zeigt oft fehlerhafte Gedankengänge.
Es würde nix nützen, die Rente aus den Vorjahren hierher zu versenden, denn bei einer Steuerpflicht in Thailand müsste die im bestehenden Jahr erhaltene Rente besteuert werde, unabhängig davon, wann sie nach Thailand transferiert wird.

Macht euch aber noch keine Sorgen.
Es wird erst realistisch, wenn der Th Staat noch mehr Geld braucht, also frühestens morgen oder übermorgen :rolleyes2:
 
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Chak

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Soweit mir bekannt stimmt das im Grossen und Ganzen.
Ausgenommen davon sind Beamten Renten, welche weiterhin in Deutschland zu versteuern sind.
Bin mir jedoch nicht zu 100% sicher.
Nein, nicht nur Beamtenpensionen, auch Betriebsrenten.

Wie oft sollen wir das denn noch durchkauen?
 
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Calau

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Ich füge mal eine E-Mailvom Finanzamt Neubrandenburg hier ein. Die unterstrichenen Absätze behandeln die Besteuerung von Betriebsrenten. Danach hat nicht grundsätzlich immer Deutschland das Recht zur Besteuerung einer Betriebsrente, sondern es kommt auf die in der E-Mail erwähnten Punkte an. Das Betriebsstättenfinanzamt ist hier auch beteiligt.


E-Mail vom Finanzamt Neubrandenburg:

Sehr geehrter Herr Xxxxx,



für das Jahr des Wegzugs müssen Sie die Einkommensteuererklärung bei Ihrem bisherigem Wohnsitzfinanzamt einreichen gemäß §2 Abs. 7 EStG i.V.m. § 19 Abs. 6 AO. Für das Kalenderjahr 2018 muss die Abgabe der Einkommensteuererklärung beim zuständigen Betriebsstättenfinanzamt erfolgen.



Für die weiteren Jahre:



Gemäß den zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich Thailand abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen (Art. 18 Abs. 1 DBA ) wird das Besteuerungsrecht an deutschen Sozialversicherungsrenten, Ruhegehältern (unter bestimmten Voraussetzungen) und der VBL ausschließlich dem Wohnsitzstaat, sprich dem Vereinigten Königreich Thailand, zugewiesen.



Eine Ihre Sozialversicherungsrente (Altersrente) von der DRV ist dann ausschließlich in Thailand zu versteuern. Deutschland besteuert diese Rente dann nicht mehr.



Bezüglich der Versorgungsbezüge (Betriebsrente, Pension) des ehem. Arbeitgebers ist es auschlaggebend, wie dieser die Auszahlung steuerlich behandelt.

Es ist zu klären, ob die Betriebsrente/Pension direkt vom ehem. Arbeitgeber ausgezahlt wird oder von einem beauftragten Institut.

Weiterhin ist es wichtig, ob die Betriebsrente/Pension vom ehem. Arbeitgeber von diesem als Betriebsausgaben-Abzug voll oder nur mittelbar behandelt wird. Dies ist beim ehem. Arbeit-geber bzw. bei dessen zuständigem Finanzamt zu erfragen.



Sollte die Betriebsrente/Pension direkt vom ehem. Arbeitgeber ausgezahlt und voll als Be-triebsausgaben-Abzug behandelt werden, so hat Deutschland das Besteuerungsrecht an dieser Rente und das Finanzamt des ehem. Arbeitgebers, das s.g. Betriebsstätten-Finanzamt, ist dann zuständig.



Sollte die Betriebsrente/Pension von einem vom ehem. Arbeitgeber beauftragten Institut aus-gezahlt werden oder wird die Betriebsrente/Pension beim Arbeitgeber lediglich als mittelbarer Betriebsausgaben-Abzug behandelt, so hat in diesem Fall, Thailand das Besteuerungsrecht.






Sofern sich Ihre Einkommens-, Vermögens- und persönlichen Verhältnisse (Wohnsitz) bzw. die deutschen Besteuerungsgrundsätze oder die zwischenstaatlichen Abkommen (DBA) nicht wesentlich ändern, brauchen Sie keine Einkommensteuererklärung in Deutschland abgeben. Dies gilt solange, bis Sie vom Finanzamt gesondert zur Abgabe aufgefordert werden.



Erhalten Sie andere deutsche Einkünfte (außer der deutschen Rente) bleibt das bisherige Finanzamt bzw. ist das Betriebsstätten-Finanzamt zuständig.



Mit freundlichen Grüßen



Herr Thon

Tel: 049 395 44222 47775

Finanzamt Neubrandenburg RiA

PF 11 01 40

17041 Neubrandenburg

--

Falls Sie dem Absender dieser E-Mail antworten möchten, beachten Sie bitte die allgemeinen Hinweise zum Thema E-Mail-Kommunikation mit Ihrem Finanzamt in MV:

E-Mail-Kommunikation - Regierungsportal M-V
 
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Chak

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Mal abgesehen davon, dass diese E-Mail nichts ist, worauf sich andere berufen können (nicht einmal der Empfänger kann sich in den Folgejahren darauf verlassen), wird hier mit einem sehr weiten Begriff der Betriebsrente argumentiert.

Man kann das auch etwas pragmatischer handhaben und das auf die Frage reduzieren, ob man eine Lohnsteuerbescheinigung bekommt. Wenn ja, dann handelt es sich höchstwahrschienlich auch um ein in Deutschland steuerpflichtiges Ruhegeld.
 
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