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Was passiert im Kopf nach der Auswanderung?

Diskutiere Was passiert im Kopf nach der Auswanderung? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Da ich die Postings von GVeer vor seiner Auswanderung kenne, möchte ich behaupten, dass er sich in Thailand völlig verändert hat. Er ist...
DisainaM

DisainaM

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Gerade der Micha ist doch ein gutes Beispiel für Beharrlichkeit im Forum. Was wurde Micha von Member, die inzwischen zum Großteil hier Geschichte sind, bzgl. seiner Thailandinteressen angefeindet. Er ist sich aber immer treu geblieben und hat sein Ding durchgezogen und ist ziemlich cool geblieben.
Die Schandmäuler sind hier fast ausnahmslos schon Geschichte.

Ich hoffe dass gerhardveer sich auf seine Stärken besinnt.
Da ich die Postings von GVeer vor seiner Auswanderung kenne,
möchte ich behaupten, dass er sich in Thailand völlig verändert hat.

Er ist allerdings nicht der Erste und wird auch nicht der Letzte sein.

Nach mehreren Monaten in Thailand passiert etwas in Deinem Kopf,
Du kannst nicht mehr klar denken,
Du willst den Kopf wieder klar bekommen,
das Einzige, was hilft, ist, wenn Du den Kopf mit einer Flut von Emotionen stimmulierst,
das funktioniert nur durchs Internet,
Du musst nur auf Teufel komm raus provozieren, die Sau raus lassen,
die Reaktionen spühren,
um in Deinem Kopf die STimmulation zu schaffen, dass Du sozusagen Deinen Kaffee bekommen hast, und der Tag beginnen kann.

Machst Du das nicht, kannst Du im wahrsten Sinne Dein Betriebssystem nicht booten,
dann machst Du in der Zeit nach dem Internet blödsinn,
denn Du hast dann keine firewall, die Dich schützt und dafür sorgt,
dass nichts an Dich ran kommt.

Ohne firewall gehst Du kaputt, dann wirst Du - entweder passiv, zum trinker,
oder aktiv, zu jemanden, der mit einer geladenen Waffe rumläuft.

wieviele pensionierte Kripobeamte, mit Auszeichnungen aus dem Polizeidienst ausgeschieden,
nach Thailand ausgewandert, haben sich dort nach einiger Zeit illegal selbst bewaffnet,
und sind dann mit der Waffe in einem Nachbarschaftsstreit aufgetreten.

(es verändert sich etwas in Dir)
http://www.thailandtip.net/tip-zeit...-waffe-den-parkplatz-vor-seinem-haus-sichern/
http://www.thailandtip.net/tip-zeit...iert-einen-schuldeneintreiber-mit-dem-messer/
 
phimax

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vor'm Monitor
...dass er sich in Thailand völlig verändert hat.
Interessante Ansicht.
Mag sein, dass ihn das Leben in Thailand etwas einschränkt.
Ist mir aufgefallen, wo er Bilder von zockenden Mönchen eingestellt hat.
Dies scheint seiner Vorstellung von Buddhismus zu wiedersprechen.

Damit nichts mehr zu tun haben zu wollen (ändern kann er es ohnehin nicht) scheitert daran, das er in seinem Ort 'mit den Wölfen heulen' muß. Er schrieb ja selbst, dass er das Spiel mitmachen muß - imho wie viele andere Spiele (die wahrscheinlich nicht seinem 'Naturell entsprechen) auch. So schön wie das Leben dort sein kann, unter solchen Gegebenheiten würde ich nicht tauschen wollen. Dort wo ich lebe, möchte ich möglichst selbstbestimmt leben und mich nicht irgendwelchen Regeln/Konventionen beugen müßen. Vielleicht zerrt diese 'Unfreiheit' doch ärger an seinem Nervenkostüm, als er sich eingestehen oder wahrhaben möchte. Vielleicht war er aber auch schon immer so...
 
DisainaM

DisainaM

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man kann es eher auf die einfache Formel bringen,
der Ort, wo Du schläfst, ist nicht gut für Dich.

Die "Unfreiheit" ist weniger das Problem,
was aber allem die Krone aufsetzt, sind manchmal Erlebnisse,
wo man nicht einfach wie ein Ausländer behandelt wird,
sondern wie ein Ausländer in einem Kastensystem,
wo einem in Geschäften Angestellte, die man freundlich etwas gefragt hat,
mit Worten sagen - mai mi,
und mit Augen sagen - hau ab,
nach ein paar solcher Erlebnissen ist der Tag gelaufen.

Aber wie gesagt,
es müssen nicht konkrete Erlebnisse sein, wo man Mist in Dich rein kippt,
es reicht das Schlafen an einem falschen Ort,
wo man am Morgen das Gefühl hat, anstatt Ausgeglichenheit, allerlei Mist getankt zu haben.
 
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papa

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Disaina, warum meinst du dass Thailand Leute so nachhaltig verändern könne?
 
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Chak

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In einem mittlerweile geschlosenen Thread meinte DisainaM:
DisainaM schrieb:
Nach mehreren Monaten in Thailand passiert etwas in Deinem Kopf,
Du kannst nicht mehr klar denken,
Da man dieses Phänomen gerade in Foren oft beobachten kann und sich viele hier mit dem Gedanken einer Auswanderung tragen, wäre das doch wichtig zu diskutieren, wie man das eventuell vermeiden kann. Wie kann man vorbeugen? Tritt das im Isaan häufiger auf als am Meer?

An fehlenden Hobbys liegt es meiner Meinung nach nicht, denn der die Bemerkung auslösende Fall hat offensichtlich einige Hobbys.

(Könnten die Moderatoren vielleicht noch die paar Antworten auf DisainaMs These auch hierher verscheiben?)
 
Uns Uwe

Uns Uwe

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Ich habe mal einen ähnlichen Thread eröffnet. Es war aber kaum jemand bereit sich da zu zu äussern. Klar ist, dass man sich mit jedem Ortswechsel wohl ein bisschen verändert.
 
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Joerg_N

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Man darf das "Abenteuer" Thailand als Auswanderer wahrschleinlich nicht wie einen Urlaub angehen -
ein Urlaub kann auch schnell mal langweillig werden - die Hitze, Sprache, das Essen und und und können anfangen zu nerven,
aber man kehrt ja wieder nach Hause - als Auswanderer ist das sicher ganz anders - gerade wenn man Älter ist.

Ich bin auch der Überzeugung dass viele im Alter wegen der Weiber nach Thailand auswandern - und
auch dort sieht man dann irgendwann seine Grenzen und merkt vielleicht dass man sich
vor sich selbst lächerlich macht - da hilft dann
wohl manchmal nur noch der Sprung vom Balkon.
 
jai po

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Also ich glaube das mir das nicht passiert ist.
Denke das dies sehr viel mit der Region zu tun hat wo man lebt.
Hier in Phuket und das wird in Bangkok oder Samui nicht anders
sein, ist schon ein großer Unterschied zu den abgeschieden Provinzen.
Hier habe ich auch eine Westlich geprägte Ansprache wenn ich will, in meiner
Straße leben arme und auch wohlhabende Thais aber auch Schweizer,
Franzosen, Aussie, Amerikaner, Österreicher, Engländer und auch Deutsche.
Hier kann man auch mal über Politik, Sport, einen guten Film oder Musik
sprechen. So gerne ich die Thais mag, aber ein Gespräch über die Euro-Krise
oder einen guten nicht Thaifilm ist nicht so einfach bis unmöglich. Es interessiert
sie halt einfach nicht.
Der große Vorteil hier ist auch das man nicht immer
mit den selben Leuten spricht, viele kommen jedes Jahr zu unterschiedlichen
Zeiten. So hat man wenn man will und Nachmittag nach Patong oder Karon
fährt viele unterschiedliche und wechselnde Gesprächspartner.
Ausserdem gibt es ja den Strand, man kann Fischen oder Boot fahren. Es ist fast immer
etwas los, und man lernt so viele neu Menschen kennen egal welcher Herkunft
und Hautfarbe das ist schon beachtlich und oft sehr interessant. Ich habe
am Anfang 3 Monate in Phitsanulok gewohnt, obwohl das nicht der tiefe
Issan ist und doch eine große Stadt, nach den drei Monaten hat es gereicht
und wir haben unsere Sachen gepackt. Man kann ja nicht immer nur mit seiner Frau
diskutieren, sollen ja auch mal neue Gedanken und Ansichten kommen. Nur die
mir Ausschließlich über ein Forum zu holen ohne persönlichen Kontakt wäre mir
definitiv zu wenig.
So kann ich mir schon gut vorstellen, das einige sich das anders vorgestellt haben.
Bauen ein Haus, kommen warum auch immer nicht mehr von dem Ort weg, und
jetzt fällt ihnen die Decke auf den Kopf.
Natürlich verändert einem das Auswandern, geht ja nicht anders.
Nur muss es ja nicht unbedingt immer zum schlechten sein.
 
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Joerg_N

Gast
Hallo Jai Po,

1-3 Absätze wären besser zum lesen gewesen ,

Entschuldigung fürs offtopic,

ansonsten kann ich Dir aus der grossen ferne zustimmen,
ein Dorf im Isaan ist immer noch eine ganz Welt als ein Dorf Deutschland,
man ist da wohl sehr abgeschnitte - sozusagen von 100 auf 0,

welche Mia die ihren Mann liebt wünscht sich das für ihn ?
 
DisainaM

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nicht nur das klare Denken leidet,
und das nicht nur, weil man bei 30 Grad belastet ist,
4 Wochen Urlaub, weil man aus der Kälte, Regen und bewölktem Wetter kommt,
da kann man 30 Grad wegstecken, aber im Dauerzustand ist der Körper gestresst,
rein in einen Airconraum, raus aus einem Airconraum, und das jeden Tag, Monate, Jahre,
da verändert sich jeder.
fangen wir mit dem guten an,
die Schmerzen sind weg, Schmerzpatienten brauchen in Thailand keine Schmerztabletten mehr,
wie durch wundersame Hand ist auch der Schmerzrezeptor im Gehirn abgeschaltet.

Wer an Gicht leidet, und in Deutschland Dauergast bei Ärzten ist,
für den ist Thailand erstmal eine nötige Entgiftung,
auf das der Körper so lange gewartet hat.
und das leben im Ausland ist billig,
man hat zB. seine private Krankenversicherung in Deutschland auf Anwartschaft umgestellt,
die buchen nur noch 75 Euro im Monat ab,
und selber hat man nicht mehr die Kosten von 680 Euro im Monat für die KV,
sondern muss jetzt selber sehen.
Gut, man geht weniger zum Arzt in Thailand, nur wenn es absolut nötig ist,
man zahlt es aus eigener Tasche, aber das rechnet sich,
da man ja nun ca. 8.000 Euro pro Jahr einspart.

Aber neben einer Menge guter Seiten, gibt es auch Schattenseiten,
- mangelnde Verbraucherrechte im Alltagsleben
- mässiges Sicherheitsgefühl, zuviel Waffen in Privathand
- man wird flekmatisch, aus den so grossen Reiseplänen, die man von Thailand aus machen wollte,
ist das einem plötzlich zuviel Stress, Beine hoch, zu Hause den Tag verbringen, Ruhe haben,
aber nicht das Gefühl, zu geniessen, sondern nur das Gefühl, weniger Stress zu haben.
- man wird leer, ein Künstler, der gern Bilder erstellt, kann plötzlich nichts mehr auf die Leinwand bringen,
Kopieren ja, erschaffen nein, das Gefühl für die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins, kann sich nicht entfalten,
man ist nur bemüht, keine zu grosse Welle zu machen, und keine Probleme zu kriegen.

Mit der Zeit sammelt sich soviel Druck in einem an, dass man schnell explodieren kann.
50 mal hatte der Mann auf die Nervensäge, die ihn unter Druck setzen wollte, eingestochen
68-jähriger Mann attackiert einen Schuldeneintreiber mit dem Messer: TIP Zeitung Thailand
kommt einfach an, macht Stress, man kann sich der Situation nicht anders entziehen, als durch Gewalt,
es fehlen die Harmoniereserven, die es einem ermöglichen, über den Dingen zu stehen,
die Harmonie ist abgefischt worden, und wird nicht wieder aufgefüllt (es sei denn, man pendelt nach D A CH zurück)
 
tira

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.....ein Dorf im Isaan ist immer noch eine ganz Welt als ein Dorf Deutschland,
man ist da wohl sehr abgeschnitte.....
moin,

........ dafür bleibt auch die hekitik außen vor. die große politik wird wo anders gemacht, das weltgeschehen tangiert einfach weniger.

hmm, auf'm dorf hätte ich wohl den ganzen lieben langen tach ähh und die ebenso lange nacht zeit für die mia :schwitz:
 
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Joerg_N

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moin,

........ dafür bleibt auch die hekitik außen vor. die große politik wird wo anders gemacht, das weltgeschehen tangiert einfach weniger.

hmm, auf'm dorf hätte ich wohl den ganzen lieben langen tach ähh und die ebenso lange nacht zeit für die mia :schwitz:
Aber auf richtige Dauer wird es vielleicht doch was anderes sein - oder ?
3-4 Wochen sind was anderes als 3-4 Jahre oder mehr
 
DisainaM

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hmm, auf'm dorf hätte ich wohl den ganzen lieben langen tach ähh und die ebenso lange nacht zeit für die mia :schwitz:
auch die Mia verändert sich,

kenne nicht wenige Thais aus Deutschland, die für 2 Monate nach Thailand geflogen sind,
und nach 3 Wochen bereits zurückkehrten.

Während eine Thai in Deutschland ihr eigenes Ding machen kann,
in jedes Geschäft zum shoppen reingehen kann,
und kaufen kann, wonach es ihr gerade ist,

erlebt sie in Thailand oft ein downgrade, zurück an ihren Platz in einer hirarchischen Gesellschaftsordnung,
da kann man eben nicht in jedes Geschäft reingehen,
und das kaufen, was man gerade sucht,
da bestimmen die Worte - mai dai - die Tagesplanung,
Schuster bleib bei deinen Leisten,
heisst für eine zurückgekehrte Thai übersetzt,
Du bist so stark, wie die Gruppe hinter dir,
kauf bei deinen Leuten,
bleib in deinem Verbund.

Erinnere mich noch gut an die Blicke, die so manche Thai aus dem Isaan erneten musste,
als sie im Skytrain mit ihrem deutschen Freund unterwegs war.
Eine hirarchische Gesellschaft weisst jedem Einzelnen seinen Platz zu, wo er hingehört,
wer die falschen Bühnen betritt, bekommt Stress.

Mit dem downgrade kommen die zurückgekehrten Thais unterschiedlich klar,
oft müssen sie ja noch dafür sorgen,
dass ihr begleitender Farangmann bz Freund,
das ganze nicht so mitbekommt, und von allem einen positiven Eindruck hat.

Das tut sie, solange sie Kraft hat.
 
andiho

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..... wie man das eventuell vermeiden kann. Wie kann man vorbeugen? Tritt das im Isaan häufiger auf als am Meer?
Ich fürchte ein paar allgemein gültige Rezepte wird es dafür nicht geben. Jeder ist individuell anders drauf und geht mit Schwierigkeiten anders um.
Auch wenn hier einige kaum noch ein gutes Haar an D A CH lassen, so wird doch früher oder später, auch beim härtesten Kerl die Sehnsucht nach der Heimat obsiegen. Die Frage ist vielleicht, ob man bereit ist und die Möglichkeiten hat (finanziell), die Heimat regelmäßig zu besuchen.
 
tira

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Aber auf richtige Dauer wird es vielleicht doch was anderes sein - oder ?......
moin,

..... auf dauer iss zunächst wohl der drippel-home-stay zu präferieren, sprich mai - oktober in d, die restlichen monate wechselweise on the country resp. on the seaside im los.

:wai:
 
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Tramaico

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...die Harmonie ist abgefischt worden, und wird nicht wieder aufgefüllt (es sei denn, man pendelt nach D A CH zurück)
Nee danke, in diesem Fall waere meine ueber Jahre in Thailand erarbeitete Harmonie mit Sicherheit schon nach kuerzester Zeit absolut zum Teufel.

Hatte heute im Goethe-Institut einen kurzen Geschmack von DW bekommen und das sollte erst einmal wieder fuer einige Zeit reichen.

Das Problem vieler "Auswanderer" ist wohl, dass sie alte Gepflogenheiten in die neue Heimat uebertragen wollen. Im Grunde sind sie gar nicht ausgewandert sondern lediglich umgezogen und oftmals vom Sonnenschein in die Traufe. Wer auswandert sollte nach vorne blicken und niemals zurueck. Warum auch umziehen, wenn es einem im Grunde zu Hause gefaellt? Das kann dann frueher oder spaeter nur in's Auge gehen und meistestens tut es dies dann auch. Manchmal frueher, manchmal spaeter aber es passiert mit grosser Wahrscheinlichkeit, weil immer notorisch nach Wuermern im Apfel gesucht wird. Habe selbst meine Wuermer zurueckgelassen, warum sollte ich jetzt welche in Thailand suchen? Aus alter Gewohnheit? Nun, dann haette ich mir auch den Umzug sparen koennen. :rolleyes:
 
jai po

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Phuket
nicht nur das klare Denken leidet,
und das nicht nur, weil man bei 30 Grad belastet ist,
4 Wochen Urlaub, weil man aus der Kälte, Regen und bewölktem Wetter kommt,
da kann man 30 Grad wegstecken, aber im Dauerzustand ist der Körper gestresst,
rein in einen Airconraum, raus aus einem Airconraum, und das jeden Tag, Monate, Jahre,
da verändert sich jeder.
fangen wir mit dem guten an,
die Schmerzen sind weg, Schmerzpatienten brauchen in Thailand keine Schmerztabletten mehr,
wie durch wundersame Hand ist auch der Schmerzrezeptor im Gehirn abgeschaltet.
Damit kann ich jetzt gar nichts anfangen. Bei mir läuft den ganzen Tag keine AirCon.
Und natürlich gewöhnt sich der Körper an die Wärme. Und das ab 30 Grad das Denken
leidet habe ich jetzt auch noch nicht gehört, aber gut.

Wer an Gicht leidet, und in Deutschland Dauergast bei Ärzten ist,
für den ist Thailand erstmal eine nötige Entgiftung,
auf das der Körper so lange gewartet hat.
Ich hatte mei ganzes Leben noch keine Gicht, erst in Thailand habe ich diese sehr sehr
schmerzhafte Erfahrung machen müssen, diese scheiß Gung, haben aber hier spitzen Tabletten.

und das leben im Ausland ist billig,
man hat zB. seine private Krankenversicherung in Deutschland auf Anwartschaft umgestellt,
die buchen nur noch 75 Euro im Monat ab,
und selber hat man nicht mehr die Kosten von 680 Euro im Monat für die KV,
sondern muss jetzt selber sehen.
Gut, man geht weniger zum Arzt in Thailand, nur wenn es absolut nötig ist,
man zahlt es aus eigener Tasche, aber das rechnet sich,
da man ja nun ca. 8.000 Euro pro Jahr einspart.
ich habe keine Anwartschaft in Deutschland, zahle bei BDAE knappe 1600€
im Jahr und bin dabei auch in Deutschland versichert.

Aber neben einer Menge guter Seiten, gibt es auch Schattenseiten,
- mangelnde Verbraucherrechte im Alltagsleben
- mässiges Sicherheitsgefühl, zuviel Waffen in Privathand
- man wird flekmatisch, aus den so grossen Reiseplänen, die man von Thailand aus machen wollte,
ist das einem plötzlich zuviel Stress, Beine hoch, zu Hause den Tag verbringen, Ruhe haben,
aber nicht das Gefühl, zu geniessen, sondern nur das Gefühl, weniger Stress zu haben.
- man wird leer, ein Künstler, der gern Bilder erstellt, kann plötzlich nichts mehr auf die Leinwand bringen,
Kopieren ja, erschaffen nein, das Gefühl für die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins, kann sich nicht entfalten,
man ist nur bemüht, keine zu grosse Welle zu machen, und keine Probleme zu kriegen.
Meine Verbraucherrechte weiß ich oder im Notfall meine Frau schon durchzusetzen.
Entweder erfolgt die Bezahlung nach der Arbeit, und in einem Geschäft hilft es gerade
in Touri-Orten ein wenig rabazamba zu machen. Das hassen die Thais gerade wenn
andere Kunden im Geschäft sind, wenn alles gute zureden nicht hilft wird man laut
und schon kommt man sehr schnell an sein Ziel. Natürlich solange es gerechtfertigt ist.
Aber wegen ein paar Baht rege ich mich nicht auf. Phlegmatisch bin ich sicher nicht,
wie kann man auch hier nur noch faul auf dem Sofa sitzen. Man braucht Freunde und
eine Beschäftigung, genauso wie in Deutschland. Ich finde gerade in Thailand entfaltet
sich die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins, in Deutschland rennt man das ganze Jahr dem Geld
nach und ist ganz anderen Zwängen unterlegen. Hier kann ich im großen und ganzen machen
was ich will.
Ach ja und erschossen bin ich auch noch nicht geworden, hatte auch noch nie eine brenzlige
Situation mit einem Thai.


Mit der Zeit sammelt sich soviel Druck in einem an, dass man schnell explodieren kann.
50 mal hatte der Mann auf die Nervensäge, die ihn unter Druck setzen wollte, eingestochen
68-jähriger Mann attackiert einen Schuldeneintreiber mit dem Messer: TIP Zeitung Thailand
kommt einfach an, macht Stress, man kann sich der Situation nicht anders entziehen, als durch Gewalt,
es fehlen die Harmoniereserven, die es einem ermöglichen, über den Dingen zu stehen,
die Harmonie ist abgefischt worden, und wird nicht wieder aufgefüllt (es sei denn, man pendelt nach D A CH zurück)
Ich lebe jetzt im großen und ganzen an die 6 Jahre in Thailand, mit 40 gekommen und habe noch immer keinen Druck aufgebaut.
Wie es natürlich in 20 Jahren aussieht weiß ich nicht.
Natürlich holt auch hier einem der Alltag ein, das ist doch ganz normal.
 
benni

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~27 Jahre in Thailand, so gut wie nie krank, nie Heimweh, nie komisch im Kopf, fühle mich pudelwohl. Allerdings würde ich niemals in den Isaan oder andere Pampa ohne Meer ziehen.

Alle, die herziehen möchten, sollten mal keine fixen Pläne schmieden, alle Theorie über Bord schmeissen, Urlaubserfahrungen beiseite lassen, ein Jahr minimum hier leben und dann erst entscheiden.

Ich war vor den vielen Jahren ein ganzes Jahr in Thailand mit dem Rucksack unterwegs und kam erst während dessen überhaupt auf die Idee nach Thailand zu ziehen. Also konträr zum Vorgehen vieler anderer. Nepal oder Indien wären auch möglich gewesen, ist aber Thailand geworden, weil hier alles easy easy ist.

Vielleicht zieh ich dann mal später, mit ~60, nach Schottland oder in die Weststeiermark
 
DisainaM

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weil immer notorisch nach Wuermern im Apfel gesucht wird. Habe selbst meine Wuermer zurueckgelassen, warum sollte ich jetzt welche in Thailand suchen? Aus alter Gewohnheit? Nun, dann haette ich mir auch den Umzug sparen koennen.
entweder der Apfel hat einen Wurm, oder er hat keinen,
bevor ich mir sagen muss,
dass der mentale Kontakt mit dem Gedanken, dass ich nun einen Apfel mit einem Wurm esse,
mich runter zieht, mir meine positive Einstellung raubt und mich deshalb behindert,
stelle ich für mich fest, dass ich keinen Wurm essen will,
also schneide ich ihn raus, um einen wurmlosen Apfel essen zu können.

Auf Thailand übertragen, Misstände und Gefahren als solche erkennen,
sie nicht zudecken oder verklären,
und seine Konsequenzen ziehen.

Persönlich würde ich nicht sagen, dass ich nach Thailand ausgewandert bin,w
eil es eher der Wahrheit entspricht, dass ich pendele.
Sehe auch kein Problem, in der Welt mehrere Wohnsitze zu haben,
die man nacheinander bewohnt.

Für mich stelle ich fest, dass ich keine illegale Waffe besitzen möchte,
dass ich in einer Zeit in Thailand bin,
wo die gute Zeit zu ende geht, es insgesamt schwieriger wird, und die Kriminalität zunehmen wird.
Die Konsequenz heisst für mich, seine Basisstation, sein Heim, besser zu schützen,
eine gewisse Vorsicht im Umgang mit neuen Kontakten,
möglichst die Monate Mai, Juni Juli August eine gute zeitplanung zu haben,
denn auch die Dauergeräuschkulisse einer Aircon in der Nacht, ist was anderes, als schlafen ohne Geräusche, bei offenem Fenster.

Verantwortlich ist man primär gegenüber seinem eigenen Körper, um das zu tun,
was einem gut tut.

Es bringt nix, wenn man ein Leben führt, wo die Kerzen im Kopf zwar doppelt so hell brennen,
aber dafür auch doppelt so schnell abbrennen.
Es bringt auch nix, seine grauen Gehirnzellen derart stark ausbrennen zu lassen,
dass man danach nur noch zum Geisterfahrer taugt.
Am Eingang des Königspalastes ist das Bildnis von Meister Yogi, der sich in die Wälder zurück zog, um seine Ruhe zu finden,
(die Waldmönche gehen einen ähnlichen Weg)
der zeitweilige Rückzug, um sich zu sammeln, muss kein Fehler sein.
 
tira

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.....Am Eingang des Königspalastes ist das Bildnis von Meister Yogi, der sich in die Wälder zurück zog, um seine Ruhe zu finden,
(die Waldmönche gehen einen ähnlichen Weg)
der zeitweilige Rückzug, um sich zu sammeln, muss kein Fehler sein.
hmm,

..... denke o.g. iss auch in der weite der prärie ähh im isaan möglich :idea:
 
Thema:

Was passiert im Kopf nach der Auswanderung?

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