Einer meiner Gedanken hierzu war das ganze "Projekt" von Beginn an als die Idee eines an wichtiger Stelle sitzenden Thais darzustellen, um dann diese Person quasi als "Vehikel" zu benutzen.
Das ist kein neuer Gedanke, sondern du wirst doch bestimmt das größte "Vehikel" Thailands kennen, welches die meisten Wohltäter dort "benutzen", um ihren damit verknüpften Projekten eine erhöhte Akzeptanz und Bedeutung zu verleihen.
Dabei geht es dann allerdings immer um größere Projekte und ich nehme an, dass die Veranstalter meist Superreiche sind, welche das Ganze dann noch steuerlich so gestalten können, dass ihnen nicht allzu viel Nettogewinne aus ihren sonstigen Geschäften verloren gehen.
Im Prinzip ist das aber trotzdem besser, als das Geld einfach in die Steuerkasse fließen zu lassen, wo es dann wahrscheinlich viel eher zur Finanzierung des Rüstungsetats eingesetzt wird als für soziale Zwecke.
Bei deinem Projekt, wozu du zunächst lediglich von dir selbst mitgebrachtes Geld einsetzen kannst, wirst du aber auch keinen Ableger des "großen Vehikels" als Schirmherren einspannen müssen, denn wenn du arbeitest, ist es keine gewerblich Arbeit zum Zweck der Erzielung von Gewinnen, sondern nur "Hobbyarbeit" eines Farang-Ruheständlers.
Du nimmst damit keinem Thai die Arbeit weg und konkurrierst auch nicht mit Thais. Jedenfalls so lange nicht, wie eine Serienproduktion mit anschließendem Vertrieb der Rollstühle gegen Bezahlung läuft.
Sollte es dazu kommen, auch wenn du sie ohne Gewinn zum Selbstkostenpreis abgibst, dann kannst du die Fertigung immer noch auf den Namen eines/einer Thai anmelden und kriegst dann wohl auch problemlos eine Arbeitserlaubnis mit oder ohne Hilfe eines in deiner Gegend an wichtiger Stelle sitzenden Thais.
Ich würde an deiner Stelle vorher noch an Zeitungen schreiben, damit Reporter über das Projekt berichten. Das machen die gerne, denn die leeren Zeitungsseiten müssen ja täglich neu gefüllt werden mit interessanten Sachen. Mit den über dein Projekt berichtenden Zeitungen machst du dich dann auf den Weg zu einem "an wichtiger Stelle" sitzenden Thai und berichtest über deine Bedenken bezüglich einer eventuell erforderlichen Arbeitserlaubnis.
Der erhält damit dann Gelegenheit, seine Wichtigkeit unter Beweis zu stellen und dafür zu sorgen, dass dir niemand mit Anzeigen bei der Polizei wegen angeblich fehlender Arbeitserlaubnis an die Karre fahren kann. In einem weiteren Zeitungsbericht darf er sich dann als Lohn für seine Bemühungen in deiner Firma neben einer Reihe Rollstühle und den darin sitzenden, glücklich und dankbar lächelnden Begünstigten als wichtiger Projektunterstützer ablichten lassen.
Zur empfehlenswerten Vorgehensweise sh. auch nachstehende "alte Weisheiten" , die gleichermaßen auch für das erfolgreiche "Durchziehen" sozialer Projekte gelten :
Tue Gutes und rede darüber: PR und Kommunikation heute