Sind es immer noch so viele?
Immerhin wächst die Bevölkerung nicht mehr so rapide wie noch vor 20 bis 30 Jahren. Und die Wirtschaft bietet immer mehr Menschen eine Chance.
Die vielgerühmte Chance, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen besteht auch hauptsächlich in der Theorie. Thailand hat nach wie vor jede Menge Menschen, die über keine oder nur ziemlich mäßige Bildung oder gar Berufserfahrung verfügen. Richtige Lehrberufe wie bei uns gibt es nicht, so weit ich das beurteilen kann.
Als Angelernte in Produktionsbetrieben sind die meisten in der industriellen Fertigung tätigen Thais beschäftigt. Das ist bei der Fertigung von elektronischen Geräten genau so wie beim Zusammensetzen von Autos.. Verdient wird entsprechen gering, denn die Nachfrage nach solchen Arbeitsplätzen ist meist viel stärker als das Angebot, was auch nicht gerade gleichmäßig in allen thailändischen Gegenden vorzufinden ist.
Für Thaifrauen, besonders für solche mit Kind oder Kindern und zuvor ..üblicherweise.. schon abhanden gekommenen Thaimann sieht es nun mal so aus, dass jeder nur halbwegs "brauchbare" Farang von 18 bis 80 Jahren im Vergleich zu sonstigen Möglichkeiten, die bessere Alternative und Zukunftsperspektive darstellt.
Ob es in wirtschaftlicher Hinsicht unter dem jetzigen Militärregime mit dem krampfhaft aufgetragenen scheindemokratischen Anstrich wirtschaftlich aufwärts geht, wag ich auch noch zu bezweifeln, denn Militärs haben von wirtschaftlichen Dingen nicht gerade die beste Ahnung, hört man doch immer wieder. Selbst kriegen die Thais ohnehin nichts weltwirtschaftlich verwertbares an Produkten auf die Beine und die ausländischen Investoren, welche in Thailand ihre Produktionsfirmen betreiben, schauen ganz genau auf die Kosten. Und wenn die zu hoch erscheinen, sind sie schneller nach Vietnam oder andere asiatische Regionen verschwunden, als sich die Thais das vorstellen können.
Die Thais können zwar erheblich stolzer auf ihren starken Baht sein, als wir auf unseren weichen Euro, aber die Kehrseite der Medaille ist, dass die in Thailand gefertigten Produkte preislich mit der Konkurrenz nicht mehr so gut mithalten können. Also ein echter Standortnachteil. Wie sollte es da mit der Wirtschaft und den daraus resultierenden ( ..und zu teuer werdenden) Arbeitsplätzen merklich aufwärts gehen können ? Ein "eigener" Farang und der dadurch verbundene leistungsunabhängige Einstieg in dessen weltweit beneidetes Sozialsystem ist deshalb wohl nach wie vor das beste, was einer Thaifrau passieren kann..

Dafür sollten schon einige "Zumutungen" in Kauf genommen werden können.