Normale Leute würden das wohl Resteverwertung nennen, denn mit Fusionsküche hat das wilde Kombinieren von Restbeständen aus dem Kühlschrank nunmal garnichts zu tun.
OK- dann bin ich heute mal eine normaler Mensch.Ich hatte in der Kühltruhe noch mindestens ein Pfund FF-Erbsen- mein 1. Versuch einer deftigen Erbsensuppe ging irgendwie in die Hosen.
Heute 2.Versuch: Man nehme die vorgekochten Erbsen +2 oder 3 gepellte Pellkartoffeln- werfe alles in den Mixer, gebe ein wenig Bohnenkraut, Pfeffer und Salz dazu und püriere das Ganze. Dann gieße man die ebenfalls in der Kühltruhe aufbewahrte und inzwischen aufgetaute (Rest-)Brühe aus der Sülz-Produktion in den Mixer und verrühre das Ganze. Zum Schluß nur noch in den großen Topf und mit ein bisschen Schweinespeck und einer kleingeschnittenen Bockwurst verfeinern.
Das Resultat ist hervorragend, ich bin babbedicke satt und habe noch mindestens 4 Portionen übrig.Ich komme mir vor wie der olle Böttcher aus Meissen, der Gold machen sollte und das Porzellan gefunden hat.Endlich weiss ich , wie ich mit Tricks und Resten eine schmackhafte Erbsensuppe machen kann.
Apropos: ohne Zugabe der Brühe hätte ich ein geniales Erbspüree für das ebenfalls von mir produzierte Eisbein. L.eck mich am A.rsch, das war mal ein gelungenes Chemieseminar in meiner eigenen Aussenküche.
So- und nun muß ich erst mal nach den Thüringer Rostbrätl'n(in Beer Chang gebadet) gucken-welche z.Zt.im Ofen bruzeln. Wird die Family mit überrascht(sie nennen es Nuah Kii mau)!!!
Und morgen stehen in meinem Labor nachfolgende Experimente an: 1 Pfeffersauce, 1Gurkensalat,Senfgurken,Kohlrouladen und gefüllte Paprika sowie ein Chickensalat mit mandarinen- leckor !!!