maibellai
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Lamm - kein Hammel
Das andere sind die 36.000 Tonnen gefrorene Rücken, Keulen und Koteletts, die in den Kühltheken von Supermärkten und Discountern landen, importiertes Lammfleisch aus Neuseeland. 92.000 Tonnen Lammfleisch werden in Deutschland in jedem Jahr gegessen, über ein Drittel stammt aus Neuseeland,
Bei Lamm aus Neuseeland liegen die Preise deutlich niedriger. Doch auch das Neuseeland-Lamm ist qualitativ nicht schlecht, nur weil es billiger ist.
Stromstöße für das zarte Fleisch
Die Neuseeländer behelfen sich mit einem Trick, um ihr Fleisch zart zu machen. Lammfleisch kann nämlich nach dem Schlachten zäh werden, wenn es zu schnell auf Temperaturen unter zehn Grad gekühlt wird.
Das fand das Max Rubner-Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch in Kulmbach heraus. Deswegen muss Lamm mindestens zehn Stunden lang über zehn Grad warm sein, bevor es gekühlt wird. Die neuseeländischen Schlachter geben dem Schlachtkörper deshalb Stromstöße, das Fleisch kann dann auch gekühlt reifen, weswegen neuseeländisches Lammfleisch meist recht zart ist. Die rund 200.000 Bauern in Neuseeland halten etwa 40 Millionen Tiere. Deutschland ist nach Großbritannien ihr wichtigster Markt.
Neuseeländische Lammfleisch ist von einheitlich guter Qualität, egal ob man vor fünf Jahren welches kaufte oder heute, ob bei Aldi oder Kaiser's, es schmeckt immer ähnlich. Der Grund sind einheitliche Standards zur Qualitätssicherung.
In Europa - und auch in Deutschland - darf jeder Bauer und Metzger im Rahmen der Gesetze mit seinen Lämmern machen, was er will. Die Praxis, das Fleisch mit Stromstößen zart zu machen, praktizieren hiesige Schlachter nicht, und wer die Lämmer nicht wie Schwagrzinna wochenlang im Kühlhaus hängen und reifen lässt, riskiert im Zweifel zähes Fleisch.
Viele Spitzenköche und Gourmets wollen nur frisches Fleisch essen. Deshalb greifen sie zu Spezialitäten wie Müritz-Lamm oder Lämmern aus den Pyrenäen, Sisteron oder Pauillac. Geschmacklich sind die Unterschiede nicht so groß, wie viele Erzeuger und Händler ihren gut zahlendem Kunden weismachen wollen.
Ob ein Lamm nun auf Salzwiesen in Irland, der Normandie oder einer Wiese in der Region geweidet hat, wird niemand schmecken. Allerdings gibt es einen Unterschied - zwischen Lämmern, die wie in Neuseeland nur Gras fressen, und jenen, die außerdem noch Heu, Kräuter und Kraftfutter bekommen. Das Aroma der reinen Grasfresser ist sehr mild, die anderen schmecken intensiver nach Fleisch. Tranig aber schmeckt keines dieser Lämmer.
Die Kulmbacher Fleischforscher gaben Leuten, die zuvor angegeben hatten, gar kein Lamm zu mögen, Lamm, das vorbildlich geschlachtet und gekonnt zubereitet war. "Die waren begeistert", berichtet Institutschef Wolfgang Branscheid. " Wir hatten ihnen vorher einfach nicht gesagt, was es war."
Das andere sind die 36.000 Tonnen gefrorene Rücken, Keulen und Koteletts, die in den Kühltheken von Supermärkten und Discountern landen, importiertes Lammfleisch aus Neuseeland. 92.000 Tonnen Lammfleisch werden in Deutschland in jedem Jahr gegessen, über ein Drittel stammt aus Neuseeland,
Bei Lamm aus Neuseeland liegen die Preise deutlich niedriger. Doch auch das Neuseeland-Lamm ist qualitativ nicht schlecht, nur weil es billiger ist.
Stromstöße für das zarte Fleisch
Die Neuseeländer behelfen sich mit einem Trick, um ihr Fleisch zart zu machen. Lammfleisch kann nämlich nach dem Schlachten zäh werden, wenn es zu schnell auf Temperaturen unter zehn Grad gekühlt wird.
Das fand das Max Rubner-Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch in Kulmbach heraus. Deswegen muss Lamm mindestens zehn Stunden lang über zehn Grad warm sein, bevor es gekühlt wird. Die neuseeländischen Schlachter geben dem Schlachtkörper deshalb Stromstöße, das Fleisch kann dann auch gekühlt reifen, weswegen neuseeländisches Lammfleisch meist recht zart ist. Die rund 200.000 Bauern in Neuseeland halten etwa 40 Millionen Tiere. Deutschland ist nach Großbritannien ihr wichtigster Markt.
Neuseeländische Lammfleisch ist von einheitlich guter Qualität, egal ob man vor fünf Jahren welches kaufte oder heute, ob bei Aldi oder Kaiser's, es schmeckt immer ähnlich. Der Grund sind einheitliche Standards zur Qualitätssicherung.
In Europa - und auch in Deutschland - darf jeder Bauer und Metzger im Rahmen der Gesetze mit seinen Lämmern machen, was er will. Die Praxis, das Fleisch mit Stromstößen zart zu machen, praktizieren hiesige Schlachter nicht, und wer die Lämmer nicht wie Schwagrzinna wochenlang im Kühlhaus hängen und reifen lässt, riskiert im Zweifel zähes Fleisch.
Viele Spitzenköche und Gourmets wollen nur frisches Fleisch essen. Deshalb greifen sie zu Spezialitäten wie Müritz-Lamm oder Lämmern aus den Pyrenäen, Sisteron oder Pauillac. Geschmacklich sind die Unterschiede nicht so groß, wie viele Erzeuger und Händler ihren gut zahlendem Kunden weismachen wollen.
Ob ein Lamm nun auf Salzwiesen in Irland, der Normandie oder einer Wiese in der Region geweidet hat, wird niemand schmecken. Allerdings gibt es einen Unterschied - zwischen Lämmern, die wie in Neuseeland nur Gras fressen, und jenen, die außerdem noch Heu, Kräuter und Kraftfutter bekommen. Das Aroma der reinen Grasfresser ist sehr mild, die anderen schmecken intensiver nach Fleisch. Tranig aber schmeckt keines dieser Lämmer.
Die Kulmbacher Fleischforscher gaben Leuten, die zuvor angegeben hatten, gar kein Lamm zu mögen, Lamm, das vorbildlich geschlachtet und gekonnt zubereitet war. "Die waren begeistert", berichtet Institutschef Wolfgang Branscheid. " Wir hatten ihnen vorher einfach nicht gesagt, was es war."

ich denke bei lamm & ziege immer an griechenland, nicht an burkas