Tanha, sehr gute Postings. Es ist in der Tat vieles so. Während die Einen das Leben in vollen Zügen geniessen und sich lediglich fragen welches Atoll man mit der eigenen Yacht in 2 Wochen ansteuern soll, ist die Welt einer alleinerziehenden Mutter mit Mindestverdienst, eines ständig kranken Menschen, eines Häftlings ... eine komplett andere.
Und all das hat im Tod überhaupt keine Bedeutung mehr. Angesicht des Todes hat nichts im Leben eine Bedeutung, da alles nicht auf Dauer passiert. Die paar Jahre Leben sind im Vergleich zur Unendlichkeit der Zeit überhaupt nichts. Wieviele Menschen seit Tausenden von Jahren waren verliebt, glücklich, verbittert, mussten unter ständiger Maximalleistung schlimme Dinge ertragen, opferten sich mühselig für andere auf, erlebten die unglaublichsten Dinge, machten fantastische Reisen und Begegnungen, hatten Spass ohne Ende......all die sind nicht mehr da und all das was passierte ist weg.
Angesichts dessen, dem Nichtvorhandensein des Jetztzustands durch den ständigen Zeitfluss der Vergangenheit in die Zukunft hinein, der Unmöglichkeit einen schönen Moment zu verewigen, wie auch der Unmöglichkeit eine furchtbare Zeit auf ewig ertragen zu müssen, wie auch des damit unvereinbaren uns angeborenen Drangs nach Glück und Lebenswunsch, ist das Leben defacto das größte Rätsel überhaupt.