Wenn es um die Profiteure in der EU geht, dann ist immer schnell von Nettozahlern und Nettoempfängern die Rede. Doch tatsächlich ist die Frage, wer wie stark von der Union profitiert, wesentlich komplizierter. FOCUS Online gibt einen Überblick.
Die linkslastige Propaganda-Story von dem angeblich größten Profiteur Deutschland wird auf ganz einfache Weise durch Apfel- und Birnenvergleiche zusammengemauschelt .
Um zu vertuschen, dass Deutschland als Nettozahler die größten finanziellen Verluste macht, werden als Profit dann eben Dinge aufgelistet, die mit Geld nur wenig bis nichts nichts zu tun haben.
Weil die absolute Mehrheit der EU dauerhafte Netto-Nehmerländer sind, wird die EU-Mitgliedschaft für Deutschland immer ein finanzielles Verlustgeschäft bleiben.
Selbst unsere tollen und vielgerühmten Exporterfolge in diese Pleitegeier-Länder haben tatsächlich nur dazu geführt, dass der sogenannte Target-Saldo auf ca. 1000 Milliarden Euro angewachsen ist. Das heißt , die Importländer haben über das "geniale" Euro-Luftgeschäfte-System quasi auf Pump gekauft und "anschreiben" lassen.
Abgebaut werden sollten diese Schuld-Summen dann durch die Werte der Warenlieferungen nach Deutschland.
So sollte es jedenfalls sein, ist es aber leider nicht, weil unsere wirtschafts- und finanzschwachen EU-Kunden nicht genug Produkte nach Deutschland exportieren können.
Die Riesenforderung Deutschlands bleibt also weiter bestehen und wird nicht genügend ..bis überhaupt nicht.. abgebaut, sondern steigt noch ständig.
Alles etwas kompliziert und schwer zu durchschauen. Deshalb lässt sich der deutsche Michel auch von der Politik und den damit verbandelten Medien so wunderbar
verarschen und
zum größten EU-Profiteur erklären.
Du solltest deshalb den linken Schmierblättern nicht viel Glauben schenken. Schau dir z.B. doch besser mal an, was es mit dem Target Saldo in Bezug auf Deutschlands Profit von der EU tatsächlich auf sich hat.. :
Der deutsche Target-Saldo ist eine bilanzielle Forderung der Bundesbank gegen das Eurosystem .....
Es handelt sich um einen öffentlichen Überziehungskredit zwischen den nationalen Notenbanken des Eurosystems.
SELBSTBEDIENUNG IM EUROSYSTEM
Die Notwendigkeit der Tilgung der Devisenschulden hat die Zahlungsverkehrssalden im Bretton-Woods-System in engen Grenzen gehalten. Im Eurosystem ist hingegen keine Tilgung vorgesehen. Das erklärt das enorme Anwachsen der Target-Salden. So ist Deutschland zu einem Selbstbedienungsladen geworden, in dem man nach Belieben anschreiben lassen kann, ohne dass der Ladeninhaber seine Forderungen fällig stellen kann.
Quelle:
https://www.ifo.de/DocDL/sd-2018-14-sinn-target-2018-07-26.pdf