Wann ist man Deutscher?

Diskutiere Wann ist man Deutscher? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Von blöde hab ich nix geschrieben. es ging um lockere Schrauben ;-) Wieso fällt dir eigentlich oftmals so schwer zu erkennen, dass auf'm...
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KraphPhom

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Micha" said:
Es reicht ja vollkommen aus, wenn man bewertet, wie blöd der andere ist...
Von blöde hab ich nix geschrieben. es ging um lockere Schrauben ;-)

Wieso fällt dir eigentlich oftmals so schwer zu erkennen, dass auf'm Holzweg bist ?
 
sunnyboy

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Es war nur eine Frage, eine Vermutung und bisher kam nicht ein Argument dagegen...
hatte ich bereits zwar schon versucht zu verdeutlichen, aber nun etwas genauer.

Einst waren es die Römer und das Latainisch beeinflußte unsere Sprache, dann galt französisch als "trés chic" und jetzt sind es bis dato die Amis (im Osten die Russen) und bald die Chinesen oder die Eskimos, wer auch immer.
Hat also nichts mit brauner Vergangenheit zu tuen.
Nebenbei so was typisch deutsches mit der braunen Vergangenheit.
Das ist über 60 Jahre her. Die deutschen haben den Fehler gemacht das ganze industriell zu betreiben. div. andere Nationen haben dem konventionellen Weg fast ähnliche Erfolge erzielt. Gut selbst Pol Pot hat konnte zahlenmäßig nicht gleichziehen.
Völkermord hat es immer gegeben und wird es wieder geben, nur eine Nation bekommt das regelmäßig angehängt, denn diese fühlt sich gerne schuldig und zahlt auch dementsprechend.
Die Japaner kümmern sich um ihre Vergehen in der Manschurei nicht die Bohne und die Amis haben auch keine Probleme mit den paar niedergemetzelten Indianern, etc.
Hab es wirklich satt, mit der Thematik "braune Vergangenheit" (will nichts beschönigen).

Gruß Sunnyboy
(das Spiel wird wieder spannender)
 
PengoX

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Unterschleißheim
big_cloud" said:
Phommel
die Erde ist ne Kugel,auch ne Scheibe kann rund sein
Manchmal wünsche ich mir so Ketzer wie dich vom Rande der Erdscheibe zu stossen!

PengoX
 
Micha

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KraphPhom" said:
Wieso fällt dir eigentlich oftmals so schwer zu erkennen, dass auf'm Holzweg bist ?
Ja, bei Deinen überzeugenden Argumenten hätte ich das längst einsehen müssen.

Sunny,

gewiss, mag der Wunsch als "in" und "trendy" zu gelten zur Veränderung der Sprache beitragen, Stichwort, Imponiergefasel.

Doch scheint mir in Europa vor allem bei der Deutschen Sprache die Bereitschaft zu Auflösung am größten.

sunnyboy" said:
Hab es wirklich satt, mit der Thematik "braune Vergangenheit"
Wer hat das nicht ?!

Doch damit ist ein möglicher Zusammenhang einer Abneigung zur eigenen Muttersprache nicht aus der Welt.

Und diese "Abneigung" äußert sich imho nicht nur in der Verunstaltung der eigenen Sprache.

Wer hätte bspw. Lust auf deutsche Liedtexte ? Eben.

Habe allerdings die Hoffnung, dass es insgesamt besser wird.
 
sunnyboy

sunnyboy

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Doch scheint mir in Europa vor allem bei der Deutschen Sprache die Bereitschaft zu Auflösung am größten.
eigentlich nicht, die Thematik haben unsere Nachbarn auch. Die Franzosen gingen dagegen einst gesetzlich vor.

Wer hätte bspw. Lust auf deutsche Liedtexte ?
, deutsche Musik, selbst die Teeniemusik ist doch hoch angesagt.

Nicht ganz so ernst gemeint, aber noch drei Onkel Georges und die ganze Thematik wird wieder etwas mehr hinfällig werden.

Gruß Sunnyboy
 
PengoX

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Unterschleißheim
[quote="sunnyboy",p="365681"
Wer hätte bspw. Lust auf deutsche Liedtexte ?
, deutsche Musik, selbst die Teeniemusik ist doch hoch angesagt.
[/quote]

Grup Tekkan - Wo bist du mein Sonnenlicht? :lol:

PengoX
 
sunnyboy

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Wo bist du mein Sonnenlicht?
:super: , der Hit (man entschuldig den englischen Ausdruck) schlechthin :lol: :rofl: .
Auch noch von deutschen Neubürgern gesungen ;-D .

Gruß Sunnyboy
(der vielleicht seinen nick mal eindeutschen sollte :nixweiss:)
 
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mipooh

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Bisher kein Argument für Michas These...

Heute morgen weckte mich meine Frau so gegen sieben. Nachdem ich um 12 schlafen gegangen war und von 2 bis 4 ein Drama im Fernsehen gesehen hatte.
Grund war, ich muss zur Immigration. Geplant für morgen, aber meine frau wollte lieber heute. Statt zu arbeiten, was eigentlich für heute geplant war. Weil morgen muss sie unbedingt in den Wat. Der Lehrer hat es gesagt (sie macht 2ten Bildungsweg), alle müssen kommen, es gibt Punkte dafür, besonders viele. Auch müssen sie unbedingt schwarze Röcke und weisse Blusen dazu tragen, weil man ja sehen muss, dass brave Schülerinnen da sind....

In die Schule gehen sie einmal die Woche. Die meisten Schüler haben gar keine Lust etwas zu lernen, schreiben nur ab und sammeln Punkte. Dafür bekommen sie später mal ihre angestrebten Schulabschlüsse. Punkte sind Punkte. Die Teilnahme an der Königsfeier neulich gab 10 Punkte, Anwesenheit in der Schule gibt auch Punkte. Morgen gibt es wohl besonders viele Punkte, ist wohl ein besonderer Tag.
Hmmm, vielleicht ist die Immigration ja auch zu, wegen Punkten...

Halb noch schlafend fragte ich, ob der Lehrer vielleicht gerade hier gewesen sei, oder seit wann sie wisse, dass sie morgen punkten geht. Schliesslich reden wir seit Tagen immer wieder mal von der geplanten Fahrt zur Immigration.
Sie weiss es etwa seit zwei Wochen. Aber eben fiel es ihr ein und deshalb wäre sie bereit heute zu fahren und Day off zu machen. Den Job, befristet auf insgesamt 11 Tage, zweimal die Woche in den Räumen des 2ten Bildungswegs herumzuhängen und das für 200 Bath pro Tag, hat sie erst seit kurzem, und eben auch nicht für lange. Arbeit haben sie eigentlich keine, auch nicht die Festangestellten. Aber die reichlich vorhandene Kohle des Landes kann man so eben auch verbraten. Damit ihr nicht zu langweilig wird, hat sie mal dort geputzt. Das hatte wohl schon lange niemand mehr gemacht. Und dann hat sie, auf Staatskosten, für die inzwischen völlig träge gewordenen Festangestellten so kleine Duftsäckchen genäht. Material war da, auch auf Staatskosten.
Punkte gibt´s dafür keine, sondern eben diese besagten 200 Bath am Tag.

Etwas muffig über all dies setze ich mich an meinen Computer und trinke erstmal einen Kaffee und dabei lese ich über die Rundheit der Erde und dass die Schuldgefühle wegen der Nazis dem Handy seinen Namen gegeben haben sollen und sowas mehr.

Und dann kommt es, das Gefühl, deutsch zu sein. Es nicht zu mögen, wenn Dinge keinen erkennbaren Zusammenhang haben, so wie das Verschieben einer Fahrt zur Immigration wegen irgendwelcher Punkte, die man im Wat erwirbt und in schwarzweiss gekleidet, die man für´s Abschreiben von Hausaufgaben auch hätte haben können.
Und gemischt mit dem Gefühl, schon etwas thai zu sein, denn die Immigration geht mir heute irgendwo vorbei, ich hab einfach mai sanuk bei der Vorstellung, mich müde ins Auto zu setzen und nach Mae Sot zu gurken für diesen Stempel. So eine Art Falangpunkte für Männchenmachen...

Sind einfach so da diese Gefühle, selbst ohne nationalsozialistische Vergangenheit und auch mit... und trotz thainationaler Ideen um Punkte...

Nu ist sie doch Rumhängen gegangen, und über Immigration denke ich nach wenn mir danach ist.... bin ich deutsch, weil die Erde rund ist, oder bin ich etwas thai weil Nationalsozialismus selbst als Schuldgefühl mai sanuk ist... ich weiss es nicht.
 
T

Tramaico

Gast
Es war sicherlich zu erwarten, dass die Meinungen zum Ausgangsthema sehr kontraer sein wuerden und dass auch Hiebe nicht ausbleiben wuerden.

Eigentlich zielte die Ursprungsfrage nicht darauf ab zu diskutieren, ob es nun positiv oder negativ ist Deutscher zu sein, sondern schlichtweg was denn bei einer Volkszugehoerigekeit von dominanter Bedeutung ist. Sozusagen die Patentantwort, die alles abdeckt.

Diese Patentantwort gibt es aber nicht und kann es auch gar nicht geben. Im Post 25 wurde von Disaina M eine voll den Nagel auf den Kopf treffende Aussage gemacht:

"jeder ist sein individuelles Produkt, egal, welche Farbe der Pass hat."

Ja, wir sind alle ganz eigene Individien, gepraegt von vielerlei Aspekten und unser gegenwaertiges Ich basiert sicherlich zu einem gewissen Teil auf einer genetischen Vorpraegung aber essentiell auf den in vielen Jahren gemachten Erfahrungen und Einfluessen des Umfelds.

Jeder hat seine ganz eigene individuelle Geschichte. Keine deckt sich bis auf das i-Tuepfelchen und somit entsprechend sind dann auch die Meinungen.

Was fuer mich richtig, logisch, perfekt ist mag das genaue Gegenteil fuer jemand anderes sein. Zieht man einmal die mathematische Mengenlehre in Betracht, dann wuerden sich somit die wenigsten in ganz klar abgegrenzten Bereichen befinden, sondern in den ueberlappenden Grenzzonen, in den sogenannten Schnittmengen.

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einem gerade Thai-Boxen tranierenden Franzosen, der sehr gutes und auch fliessendes Thai sprach:

"Wie lange bist Du denn schon in Thailand?"
"14 Jahre, aber mindestens einmal im Jahr fliege ich nach Frankreich zurueck".
"Dann bis Du ja praktisch schon ein Thai!".
"Nein, auf keinen Fall im Leben nicht! Ich bin Franzose!".

Es gibt die europaeischen Saenger Kristin und Jonas die sich in Thailand einen Namen gemacht haben, in dem sie thailaendische Folklore singen und zwar im typischen Thai-Stil. Entsprechende Bekleidung, Hintergrundtaenzerinen, Tanzbewegungen, Gestik. Beide sprechen fliessendes, praktisch akzentfreies Thai. Sie sagen selbst, dass sie aeusserlich "farang" sind aber im Herzen Thai.

Es gibt Menschen, die koennen sich im tiefsten Amazonasgebiet befinden und lassen sich trotzdem jeden morgen Broetchen, Marmelade und die Bildzeitung anliefern. Ohne diese Utensilien waeren sie ungluecklich, vielleicht gar nicht lebensfaehig.

Bei diesen Beispielen handelt es sich praktisch nur um Extremfaelle, waehrend sich das Gros sicherlich in den Schnittmengen bewegt.

Das Umfeld wirkt staendig auf uns ein. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Auch dieses Forum. Mancher absorbiert den Einfluss wie ein Schwamm das Wasser. Bei einem anderen prallt er so gut wie wirkungslos ab. Individualitaet und Setzung der Prioritaeten.

Ja, der fruehere praegende Einfluss meines Deutschseins wird immer vorhanden sein, egal wie lange ich mich auch in Thailand aufhalten werde. Als ich hier ankam, lag die deutsche Denke bei sicherlich 80%.

Es wurde versucht die eigenen Erfahrungen in alt bekannter Weise zu nutzen, einzubringen und sein Umfeld zu veraendern, doch dieses haelt standhaft dagegen und mit jedem Tag gewinnt es an Boden.

Alles ist Thai um mich herum und hat man sehr lange nicht die deutsche Sprache gesprochen oder gehoert, klingt sogar die eigene Muttersprache auf einmal ungewohnt und befremdlich, aber verlernen tut man sie nie (zumindest nicht als Erwachsener).

Es kommt zu Situationen, dass der thailaendische Begriff schneller bei der Hand ist als der deutsche. Selbst Kommandos an Hund und Katzen werden in Thai gegeben. Im Kopf ist ein Mischmasch aus deutschen, thailaendischen und englischen Worten. Die Schnittmengenposition verschiebt sich, wird aber niemals und kann auch niemals in einer klar definierte und abgegrenzten Definition enden.

Ja, ich bin deutsch, ja, ich bin auch brasilianisch, ja, ich bin auch amerikanisch und ja, ich bin auch thai. Wird sich auch nicht aendern aber das prozentuale Verhaeltnis verschiebt sich. Wie stark diese Verschiebungen nun tatsaechlich sind, dies ist jetzt wiederum eine Sache der ganz persoenlichen Individualitaet.

Wann ist man Deutscher? Was ist schoen und was ist haesslich. Was ist wichtig und was ist unwichtig. Was ist heiss und was ist kalt. Was ist klug und was ist dumm?
:nixweiss:

Eine reine Sache des Blickwinkels und der Subjektivitaet. Wir haben nur Meinungen, die wir vertreten und somit sind Fragen der genannten Art nicht klar beantwortbar sondern argumentabel.

Nur klare Fakten sind nicht diskutabel, obwohl manch einer versuchen mag, selbst diese in Frage zu stellen:

"Geburt bringt Tod mit sich". Eigentlich ein ganz klares Faktum, waehrend aber wiederum der Theologe argumentiert, dass mit dem Tod erst das ewige Leben beginnt. "Kaese" sagt der Wissenschaftler und die Schlacht beginnt.

Alle haben recht vom Standpunkt ihrer subjektiven Denke.

Aehnlich wie man auch jegliche Statistik nach eigenem Gusto interpretieren und in das Licht bringen kann, das man persoenlich vorzieht. Als individuelles Subjekt ist es uns unmoeglich objektiv zu sein, denn wirklich objektiv ist tatsaechlich nur ein Objekt.

Viele Gruesse,
Richard :wink:
 
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chinnotes

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Sawasdeekrap,
Der Vater meiner Frau ist in jungen Jahren aus der südchines. Provinz Fujian nach Thailand gekommen. Er hat in Trang für eine Firma gearbeitet, deren Besitzer ethnisch Chinesen (aus Singapur) waren. Zeit seines Lebens hat er sich viel mehr als Chinese denn als Thai gefühlt. Er hat dann eine Thai geheiratet und 8 Kinder bekommen. Die ersten gingen noch auf chines. Schulen, zwei weitere gingen auf Thaischulen, haben aber 1-2mal in der Woche Chinesisch gelernt.Die jüngsten Kinder sind nur noch zur Thaischule gegangen, können kein Chinesisch mehr. Alle 8 Kinder (also auch meine Frau) fühlen sich 100% als Thai. Dabei haben sie vom Vater noch einige Bräuche übernommen, die typisch chinesisch sind. Der Vater hat sich nach chines. Sitte begraben lassen (nicht verbrennen, wie das die Thai meist tun), die Kinder verbennen z.B. jedes Jahr noch in einer Gongtek genannten Zeremonie "Höllengeld", weil sie wie viele Chinesen glauben, dass mit dem aufsteigenden Rauch der Wert des Geldes zu den Seelen aufsteigt und diese das Geld in der Überwelt noch benutzen können. Selbst Kreditkarten, Flugscheine, Pässe werden hierzu regelmäßig verbrannt. Sie zeigen also noch eine ganze Reihe typisch chines. Sitten, aber keiner von ihnen käme auf den Gedanken zu sagen "Ich bin Chinese". Sie sagen lediglich "Mein Vater war Chinese". Und "wir tun das, weil unser Vater Chinese war". Einige Töchter haben Amerikaner geheiratet, eine einen Deutschen, ihre (unsere) Kinder sind Amerikaner oder Deutsche, keiner von denen käme auf den Gedanken zu sagen "Ich bin Thai", denn alle sind und fühlen sich als US-Amerikaner bzw. Deutsche. Meine Frau hat einen deutschen Pass, aber sie würde niemals sagen "Ich bin Deutsche", sie ist und fühlt sich als Thai, obwohl sie ca. 25 Jahre hier lebt und (hier) nur deutsche Freundinnen hat...
Ich selbst könnte 50 Jahre in Thailand leben, aber obwohl ich das Land und seine Bewohner liebe und versuche, thailändisches Leben zu verstehen, könnte ich vom Gefühl her niemals Thai werden.
Erwin / อัศวิน
 
alhash

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Sorry, OT

@mipooh

warum bist Du nicht in der Lage, allein zur Immi zu fahren?

Gruß
AlHash
 
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Kali

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KraphPhom" said:
big_cloud" said:
Phommel
die Erde ist ne Kugel,auch ne Scheibe kann rund sein

Lothar
erbsenzähler :aetsch:
Beide nicht korrekt - die Erde ist ein Ellipsoid:


Doch mit der Beurteilung der Gestalt der Erde ist´s vermutlich genau so wie mit der Beurteilung des Deutsch-Seins :cool:
 
hschub

hschub

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wenn man in Deutschland geboren wurde und von deutschen Eltern
erzogen wurde :-)

:wink:
 
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Tramaico

Gast
hschub" said:
wenn man in Deutschland geboren wurde und von deutschen Eltern
erzogen wurde :-)
:wink:
Und was ist dann mit den Kameraden die zwar im Lande geboren, aber niemals erzogen wurden, was sich dann manchmal durch Impertinenz in der realen wie auch virtuellen Welt (ist die auch unrund?) zeigt ;-D

Wenn jemand mit 18 ins Ausland geht (zum Beispiel Ausbildungszwecke) und sich dann entschliesst die naechsten 30 Jahre dort zu verbringen, was ist dann? :rolleyes:

Lassen nun natuerlich auch gar nicht locker. Modellfall: Rein deutsches Kind. Leibliche Mutter stirbt, als es 3 Jahre alt ist. Stiefmutter ist sagen wir mal Thai (soll vorkommen in Deutschland :lol: ). Im jungen Alter von 24 Jahren geht besagtes Fruechtlein nach Thailand (soll vorkommen), heiratet eine wunderschoene Isaanerin und produziert eine Fussballmanschaft Luuk Kruengs. Nach 20 Jahren Kwai-Zucht stellt sich auf einmal die Gewissensfrage: Was bin ich? Deutscher oder Thai?

Es laeuft wohl immer wieder darauf hinaus: Es kommt darauf an.

Nationalstolz ist ebenfalls von essentieller Bedeutung. Habe manchmal thailaendische Schueler die Frage gestellt: "Are you Thai" und fast entruestet kam die Antwort "No, I am Chinese!" (geboren in Thailand als Kind chinesischstaemmiger Thais).

Vor ca. 16 Jahren traf ich in den USA einen jungen Mann (Mitte 25) namens Godehard und wir freundeten uns an. In USA geboren als Sohn deutscher Eltern. Deutsche Sprachkenntnisse fliessend, doch mit amerikanischem Einschlag. Hat sein gesamtes Leben in den USA verbracht und ist auch dort zur Schule gegangen. Nun ja, Godehard war einer der nationalistischsten Deutschen, die ich jemals getroffen habe.

Es steck in einem selbst.

Nun, zugegebenerweise war ich schon in Deutschland kein "guter" Deutscher (obwohl natuerlich pflichtgemaess gedient und Obergefreiter a. D., jawoll! :lol: ), was sich in der jetzigen Situation natuerlich verstaendlicherweise schwerlich ins Gegenteil kehrt (vor kurzem war ich noch mehr Deutsch, aber dann kamen die Italiener und habe mich wieder aus dem Tritt gebracht).

Die thailaendische Nationahymne habe ich drauf, waehrend die deutsche mir nach meiner Bundeswehrentlassung immer mehr entfallen ist.

Stossgebet zum regenwolkenverhangenen bangkoker Himmel.

"Ja, ich bin ein schlechter Deutscher und werde es wohl auch immer sein :rolleyes: , jetzt und immer dar.

Amselfelder"

Hoffnung besteht wohl nur, dass ich als deutscher Schaeferhund wiedergeboren werde. Hund bin ich schon. Muss nur noch einen Herrn Schaefer beissen, an Blutvergiftung dahinsiechen und dann in Idar-Oberstein als grossnasiger Welpe den ersten Beller tun und schon dreht sich die Welt wieder in alter Gewohnheit unrund weiter. Hallelujah. :lol:

Viele Gruesse,
Richard :wink:
 
S

Sioux

Gast
Bin in Deutschland geboren, aufgewachsen von deutschen Eltern.

Aber Deutschland war nie ein Thema. Auch in der Erziehung nie. Kann mich noch erinnern, wie wir als vielleicht 8-jaehrige Stemkes Deutschland gegen Bayern oder Inland gegen Oberland spielten.Laender waren immer etwas abstraktes und weit weg von der eigentlichen Realitaet.

Spaeter dann die Neugier ueber die Welt. Reisen, ploetzlich ganz andere Erfahrungen. Fragen, warum ist das hier so und da ganz anders.
Das Fremde begreifen wollen und davon profitieren.

Verwurzelt in der Heimat, in der man aufgewachsen ist, das Dorf, die Stadt, in der man zur Schule ging, Bayern, in dem man die Wochenenden rumgereisst ist. Das nahe Ausland, Oesterreich, Hessen, BW, Elsass, alles immer ein bischen weniger Verbundenheit und irgendwo dieses abstrakte Deutschland. Konnte mit diesem Begriff nie richtig was anfangen.

Deutsch zu sein war mir noch nie wichtig. Klar, wenn die Nationalmannschaft spielt fiebert man mit. Das tu ich bei anderen Sportereignissen aber genauso fuer andere Mannschaften oder Sportler.

Warum ist W.A Mozart ein Oesterreicher und Hitler ein Deutscher? Da stimmt doch etwas nicht.

Sioux
 
Micha

Micha

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Tramaico" said:
Die thailaendische Nationahymne habe ich drauf, waehrend die deutsche mir nach meiner Bundeswehrentlassung immer mehr entfallen ist.
Das geht mir ähnlich.

Man sollte dabei aber nicht übersehen, dass die beiden Nationalhymnen von der Tonfolge her – nicht vom Takt her – ziemlich ähnlich sind.

Schließlich war derjenige der die Melodie im Auftrag des Thailändischen Köngshauses komponiert hat, zur Hälfte Deutscher.

Es sollte eine international brauchbare Nationalhymne nach dem Vorbild der französischen Nationalhymne entstehen.

Doch wie gesagt wenn man den Takt ausblendet und nur die Tonfolgen vergleicht....
 
W

woody

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Tramaico" said:
.....
Angenommen irgendwann bin ich laenger im Ausland als in Deutschland gewesen, trotzdem IMMER Deutsch :???: Ist der deutsche Keim tatsaechlich so dominant?

Es ergibt sich eine interessanter neue Fragestellung. Wann ist man Deutscher? .....
Um die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen, genügt es, dass deine Oma deutschstämmig war. Dann spielt es auch keine Rolle, wo du geboren und aufgewachsen bist.
Hast du aber keinen Vorfahren aus dem grossdeutschen Raum, dann wird es mit der Einbürgerung schwieriger, auch wenn du in D geboren und aufgewachsen bist. Aber das weisst du sicherlich doch auch.
 
T

Tramaico

Gast
woody" said:
Hast du aber keinen Vorfahren aus dem grossdeutschen Raum, dann wird es mit der Einbürgerung schwieriger, auch wenn du in D geboren und aufgewachsen bist. Aber das weisst du sicherlich doch auch.
Ja Woody,
aus rein rechtlicher Perspektive ist die Frage sehr leicht zu beantworten. Es entscheidet einfach der Pass.

Grund des Threads war aber, dass in Frage gestellt wurde ob Nationalitaet ausreicht zur Klassifikation.

These: Ein Auslaender kann niemals zum Thai werden, selbst nicht mit Thai ID, thailaendischem Pass und Namen im Hausregister. Man bleibt das, als was man geboren wurde.

Praktisch auch nicht nach 100 Jahren und staendigem Lederhosentragen, Schweinshaxenkonsum und Weissbier kann ein Japaner oder Schwarzafrikaner nicht zum Bayern tranferieren.

Globalisierung hin und Globalisierung her, scharfkantige Trennlinien scheinen existent zu bleiben. Visuelle Erscheinung und Vorpraegung werden als die Asse im Spiel gesehen. Solange dieses gilt, wird es auch immer Auslaendergettos geben und echte Integration nicht zu realisieren sein. :rolleyes:

Viele Gruesse,
Richard :wink:
 
Thema:

Wann ist man Deutscher?

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