10.01.2006
Hier mal eine kleine Chronik des Verlaufs der Vogelgrippe:
Quelle:
Sueddeutsche.de
Von Asien nach Europa
Ende 2003 brach in Asien die Vogelgrippe aus. Seitdem hat sich das Virus vom Typ H5N1 rasant ausgebreitet.
Viele zehnmillionen Vögel sind bereits daran verendet oder wurden getötet, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Rund 120 Menschen sind erkrankt, mehr als 60 von ihnen sind gestorben. Mittlerweile hat die Geflügelpest die Türkei erreicht.
Dezember 2003: Die Vogelgrippe grassiert zunächst in Thailand, Vietnam, Südkorea und Japan. Bis Februar 2004 erkranken 35 Menschen, 24 sterben. Ursache ist das Virus vom Subtyp H5N1.
Juli 2004: China räumt Fälle der Vogelseuche ein. Der Erreger wird bei Zugvögeln nachgewiesen.
August 2004: In Vietnam sterben drei Menschen an der Vogelgrippe. Zwei Monate später erkranken in Thailand neun Menschen an der Vogelgrippe, acht von ihnen sterben.
Dezember 2004: 68 Erkrankungen in Vietnam, Kambodscha und Indonesien: 25 Menschen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer Pandemie mit Millionen Toten.
Juli 2005: Das Virus breitet sich von Fernost nach Russland und Kasachstan aus. In Vietnam sterben zwei Menschen an der Vogelgrippe. Seit 2003 sind dort über 40 Menschen an dem Virus gestorben.
August 2005: Die EU verhängt einen Importstopp für Geflügel aus Russland und Kasachstan. Er gilt bereits für neun asiatische Staaten.
September 2005: Die Freilandhaltung von Geflügel wird in Teilen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern verboten. Hühner, Puten, Enten und Gänse müssen in den Ställen bleiben, um eine Übertragung durch Zugvögel zu verhindern.
Oktober 2005: Im asiatischen Teil der Türkei wird das Virus H5N1 nachgewiesen. Zudem gibt es einen Verdachtsfall in Europa: In Rumänien wird das Virus H5 festgestellt, Zugvögel sollen es eingeschleppt haben. Der EU-Importstopp wird auf Rumänien und die Türkei ausgedehnt. Deutschland verhängt ein Freilandverbot für Geflügel im ganzen Land.
Dezember 2005: In Deutschland wird das Freilandverbot für Geflügel nach acht Wochen wieder aufgehoben, weil die Zugvogelsaison als beendet gilt. Die Vorsichtsmaßnahme scheint genützt zu haben. Es gibt keine H5N1-Fälle bei deutschen Tieren oder gar Menschen.
Januar 2006: In der Türkei breitet sich das Todesvirus H5N1 trotz zahlreicher Schutzvorkehrungen weiter aus. In einer osttürkischen Region sterben drei Geschwister, die zuvor mit toten Hühnern gespielt haben sollen. Im Osten und Norden des Landes haben sich mindestens zehn weitere Menschen infiziert. Im europäischen Teil der Türkei wird das Virus bei Tieren nachgeweisen.