Visa-Ablehnung der Deutschen Botschaft Bangkok

Diskutiere Visa-Ablehnung der Deutschen Botschaft Bangkok im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Wie ich in Erfahrung bringen konnte, werden ca. 90% aller Visa-Anträge von Thais für Besuche in Deutschland mit der Begründung abgelehnt, daß die...
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Tongkun

Gast
Wie ich in Erfahrung bringen konnte, werden ca. 90% aller Visa-Anträge von Thais für Besuche in Deutschland mit der Begründung abgelehnt, daß die Person, welche nach Deutschland eingeladen wird,keine Rückkehrbereitsschaft zeigt. Seit mehr als 14 Jahren habe ich Personen aus dem familären und Bekanntenkreis eingeladen und ohne Probleme ein Visum erhalten. Nun habe ich wieder eine Einladung ausgestellt und eine Bekannte meiner Frau nach Deutschland eingeladen.
2 mal musste ich die Verpflichtungserklärung einreichen (jeweils 25 Euro) und die Visagebühren bezahlen (1.800 Bath) um dann Bescheid zu bekommen, daß kein Visum erteilt wird, da keine Rückkehrbereitsschaft vorhanden wäre. Auch die Einschaltung eines RAW und meines Bundestagsabgordneten hat nichts geholfen. Die Botschaft bzw. der Botschaftsmitarbeiter bleibt bei seiner Aussage, obwohl er mit der Person selbst überhaupt nicht gesprochen hat.Ein Widerspruchsrecht gegen die Ablehnung gibt es angeblich nicht.
Nachdem ich durch meine tägliche Arbeit und mehreren Gesprächen mit Personen die ebenfalls für Ihre Person die sie einladen wollten eine Ablehnung mit der selben Begründung erhalten habe, möchte ich eine Klage gegen das Auswärtige Amt bzw. die zuständige Botschaft führen, ob diese Visavergabepraxis der Botschaft rechtens ist. Bis heute konnte mir die Botschaft nicht verständlich erklären, wie die die Rückkehrwilligkeit der jeweiligen Person geprüft wird.
Da so eine Klage mit Kosten verbunden ist, möchte ich, daß andere Personen, die bei dieser Klage mitmachen, also ebenfalls eine Ablehnung erhalten haben ( bzw die eingeladene Person), alle zusammen einen RAW beauftragen der diese Klagen dann durchführt. Je mehr sich daran beteiligen deso billiger wird es.
Wer Interesse hat melde sich bitte bei mir per E-mail unter
jscheeder@t-online.de
Ich werde dann mehr information, über vorgehensweise, Kosten, Erfolgsaussichten und Begründung zusenden.
 
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Rene

Gast
Warum postest Du das doppelt? Ich glaube nicht, das man mit einer Klage etwas erreicht. Irgendwo war hier auch schon mal die Rede von einer Pedition.

René
 
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Tongkun

Gast
Ein Klage wegen § 2 des Grundgesetzes hat noch nie jemand versucht
"Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt"
 
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Rene

Gast
Ich glaube ein erster Weg eine Pedition einzureichen wär besser. Da Du dich gleich aufs Verfassungsrecht stürzt, das wird teuer und dauert.

René
 
tira

tira

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Tongkun" schrieb:
..."Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt"
hallo tongkun,

und wer sacht, dass du auch das recht hast, das mit unrechtmässig zugereisten hier im
geltungsbereich des gg, dieses wahrzunehmen. ;-D

gruss :P
 
Dieter1

Dieter1

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Tongkun" schrieb:
Ein Klage wegen § 2 des Grundgesetzes hat noch nie jemand versucht
"Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt"
Wie willst daraus das Recht ableiten, jeden Bürger dieser Erde nach D einzuladen? Da sehe ich keinen Zusammenhang. Visavergabe und Einreiseregeln waren schon immer staatliche Hoheitsrechte.
 
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Tongkun

Gast
Ich habe lange mit mehreren RAW gesprochen und die sehen die Sache 50:50
 
Dieter1

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Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und der Visavergabepraxis des AA.

Das Bundesverfassungsgericht sicher auch nicht, denn sonst müsste man ja jede diesbezügliche Richtlinie verwerfen.

Deshalb, spar das Geld lieber und flieg damit in den Urlaub.
 
T

Tongkun

Gast
Ich will hier keine Diskussion erfachen, wer jetzt recht hat oder nicht. Wer sich der Sache anschließen will soll sich bei mir melden und dann sehen wir weiter. Bei der rechtlichen Meinung gehen die Meinungen auseinander, wie bei jeder Sache. Jeder hat seinen eigenen Standpunkt.
 
tira

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Tongkun" schrieb:
Ich will hier keine Diskussion erfachen,...
hallo tongkun,

ein hiweis möchte ich noch anführen, gg urteile werden beim bvg in ka behandelt. dessen jüngste einschätzung
bezüglich der kürzung der beamtenrenten lies wieder x deutlich werden, entscheidungen werden da
im einklang mit dem politischen konsens gefällt. :rolleyes:

gruss :wink:
 
Dieter1

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Ich wollte Dir nur helfen, das ganze vom Standpunkt der Logik aus zu betrachten.
 
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Tongkun

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Mit Logik hat das langsam nichts mehr zu tun. Ich war letzte Woche selbst in Bangkok bei der deutschen Botschaft. Nichts als Dumme Sprüche gehört, aber niemand konnte mir eine sachliche Auskunft über die Ablehnungsgründe geben. Wenn man nicht mehr weiterwusste kam die Argumentation " Datenschutz, dazu kann und darf man nichts sagen", obwohl ich eine Vollmacht der Person mithatte, die den Visaantrag gestellt hat.
 
pef

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@tongkun,

spar dir das Geld, 50:50 ist Wunschdenken. Ohne etwas rechtlich würdigen zu wollen, da ist null Chance.
 
Jim Thompson

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Sicherlich ist eine Eingabe bei der Bundesregierung und dem zuständigem Ministerium erst einmal der sinnvollere Weg.
Dazu sollte man natürlich solange warten, bis wir eine funktionierende und kompetente Regierung haben, was derzeit nicht der Fall ist.
 
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Tongkun

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Du sagst es meine Eingabe beim Auswärtigen Amt ist 5 Monate alt. Keine Antwort, keine Reaktion.
 
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UAL

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LOTTE
@ Tongkun, :-)

ich schließe mich den Vorrednern teilweise an in Bezug auf die Kosten.

Im Ablehnungsbescheid steht explizit, dass eine Begründung für die Ablehnung nicht gegeben werden muss. Also hat das Nachhaken eh keinen Erfolg. :fertig:

Was die Quote von 90% betrifft: das kann ich aus eigenen Erfahrungswerten nachvollziehen. Gibt es bei der Botschaft oder an anderer Stelle eigentlich einen Beleg oder eine Statistik dafür?

Ich habe zweimal eine Ablehnung von Einladungsvisa erlebt. Im ersten Fall konnte ich es nachbvollziehen, da die Eingeladene weder Vermögen noch Kinder hatte und im Family-Business arbeitete.

Mit dem Ablehnungsbescheid, der auch einzelne Punkte zur Begründung anführte, erhielt ich auch einen Teil des Geldes zurück.

Beim letzten Mal wurden nur die Zweifel der Rückkehrwilligkeit angeführt. Geld (1770 Baht) gab es auch nicht zurück (der Staat braucht jeden Baht...):ohoh:
 
ReneZ

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@Tongkun,

ich verstehe Deine Frust und Dein Wünsch etwas zu
unternehmen.

Tongkun" schrieb:
Ich habe lange mit mehreren RAW gesprochen und die sehen die Sache 50:50
Ich bin mir überhaupt nicht sicher wie diese Einschätzung
der RAW zu bewerten ist. Sie wären die Einzigen die hier
nicht verlieren können - ganz im Gegenteil sogar.

Gruss, René
 
ReneZ

ReneZ

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UAL" schrieb:
Beim letzten Mal wurden nur die Zweifel der Rückkehrwilligkeit angeführt. Geld (1770 Baht) gab es auch nicht zurück (der Staat braucht jeden Baht...):ohoh:
Hallo UAL,

ich verstehe schon die Leute (die kein Visum bekamen) die
meinen dass die häufige Ablehnungen helfen um
der Umbau des Konsulats zu finanzieren, auch wenn
das für mich keine seriöse Theorie ist.

Gruss, :wink:
René
 
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UAL

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@ ReneZ, :-)

genau, zeig mir den RAW, der keine Chancen sieht (etwas zu verdienen... ;-) )
 
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JT29

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Well,

immer wieder ein interessantes Thema :cool:

"mit der Begründung abgelehnt, daß die Person, welche nach Deutschland eingeladen wird,keine Rückkehrbereitsschaft zeigt."
-> dies ist so übliche Praxis seit zumindest ein paar Jahren, ob es 90% sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

"Auch die Einschaltung eines RAW und meines Bundestagsabgordneten hat nichts geholfen. "
-> Was soll ein RA dabei bringen? Der muss ja schon von der Antragstellerin eingebracht werden. Dann wird man letztlich feststellen, dass der deutsche Beamte/Angestellte nach Aktenlage, also nach eingereichter Papiere und dem Ergebnis des Kurzinterviews wahrscheinlich richtig entschieden hat. Letztendlich müsste man einen Ermessensfehler nachweisen und das ist letztlich schwierig, denn man weiss nicht was bei dem Interview alles gesagt wurde und evtl. doch in den falschen Hals gelangte (hier liegt der Hund auch meistens begraben). Der Abgeordnete wird dies i.d.R. wenig interessieren, dafür ist die Lobby schlichtweg zu klein.


"Die Botschaft bzw. der Botschaftsmitarbeiter bleibt bei seiner Aussage, obwohl er mit der Person selbst überhaupt nicht gesprochen hat.Ein Widerspruchsrecht gegen die Ablehnung gibt es angeblich nicht."
-> Ein Recht gibt es nicht, das ist richtig und der deutsche Mitarbeiter wird auch nicht mit der Antragstellerin normalerweise reden; dafür bedient er sich den angestellten Thais, die ihn mit den notwendigen Informationen versorgen.
Allerdings gibt es die Möglichkeit der Remonstration. Also bittet man die Botschaft ihre Entscheidung nochmals zu überdenken und dabei entsprechende Nachweise vorzulegen (habe ich einmal erfolgreich durchgeführt - ist aber nicht einfach). Sollte die Botschaft bei ihrer Entscheidung bleiben, gibt es dann einen rechtsfähigen Ablehnungsbescheid. Mit dem kann man dann nach Berlin zum VG, dann kannst Du auch den RA einschalten und recht lange warten (20 Monate).


"möchte ich eine Klage gegen das Auswärtige Amt bzw. die zuständige Botschaft führen, ob diese Visavergabepraxis der Botschaft rechtens ist."
-> Du bist Einlader, aber nicht Antragsteller und somit auch nicht direkt betroffen (klingt blöde, ist aber so juristisch gesehen).
Also die Antragstellerin hat diese Klage zu führen.

" Nichts als Dumme Sprüche gehört, aber niemand konnte mir eine sachliche Auskunft über die Ablehnungsgründe geben."
-> Wie man in den Wald hineinruft ... ich habe mit den Damen und Herren dort konstruktive Gespräche geführt, hab aber jedesmal dort einen Falang poltern hören ..


" Datenschutz, dazu kann und darf man nichts sagen", obwohl ich eine Vollmacht der Person mithatte, die den Visaantrag gestellt hat."
-> Vollmachten müssen juristisch einwandfrei formuliert sein, sonst kann man sie anfechten (nur so als Hinweis) - ich erteile dem x Vollmacht reicht natürlich nicht aus.


@ReneZ
"Sie wären die Einzigen die hier
nicht verlieren können - ganz im Gegenteil sogar. "
-> Thats it - ich bin da mit dem Klientel auch schon sehr vorsichtig geworden und habe es gestern wieder erleben dürfen, als eine Firma ihre Klage zurücknahm und nun unseren RA bezahlen darf - sie sind die Gewinner letztlich ;-D


Juergen
 
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Visa-Ablehnung der Deutschen Botschaft Bangkok

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