Hippo
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Themenstarter
Mal aus deutscher (europäischer) sicht geschrieben.
Ein paar wenige Auszuege, natuerlich aus dem Zusammenhabg gerissen:Sie finanzieren nicht nur, sie mischen auf: Wie ein Bremer Reeder und ein Berliner Professor den Tsunami-Waisen in Thailand Lebenstüchtigkeit beibringen wollen. Und woran sie scheitern.
Rest lesen hier TagesspiegelGeld ist in dieses Land genug hineingepumpt worden. Allein aus Deutschland kamen nach dem Tsunami 670 Millionen Euro an Privatspenden sowie 500 Millionen Euro vom Staat. Rund um Na Nai sind überall Ruinen der damaligen Hilfsbereitschaft. Verlassene Häuser stehen am Strand, die für Tsunami-Opfer gebaut wurden, nur dass diese Menschen am Strand nicht mehr wohnen wollten. Siedlungen wurden hingeklotzt, bis kein Geld für die Kanalisation mehr da war; jetzt verwittern sie in der Meeresluft.
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Nein, an den Ideen liegt es nicht, dass nicht alles glatt läuft. Die Probleme liegen woanders. Einige entdecken sie erst so nach und nach.
Mit den Thai-Lehrern zum Beispiel ist nicht Klartext zu reden. Die weinen dann, denn Klartext ist in ihrer höflichen Gesellschaft nicht angelegt. Aber manchmal muss Klartext sein, denn wer hat in Thailand schon vom „Situationsansatz“ gehört?
Die Kinder wiederum sollen selber Klartext reden, aber sie entstammen einer Gesellschaft, in der das Wir vor dem Ich gehandelt wird. Es sei gar nicht so leicht, ihnen „gesunden Eigensinn“ beizubringen, sagt Rita Haberkorn. Oder auch nur, dass es okay ist, etwas anderes zu wollen als die anderen. „Wenn sie Situationen selbstständig und kreativ anpacken sollen, brauchen sie ein Bewusstsein dafür, dass sie selber was können und nicht nur die Gruppe.“ Viele Kinder seien aber noch nicht einmal in der Lage, von sich selber zu erzählen: Welche Farben mag ich, welches Essen schmeckt mir? Wer bin ich eigentlich? Und das ist nicht alles.
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May, das Mädchen, das sie vor zwei Jahren so ins Herz geschlossen haben und über das der Tagesspiegel in seiner ersten Reportage aus Na Nai berichtete, war gut in der Schule. Später sollte sie auf die Uni, es war schon beschlossen. Aber dann, sagt die Familienmanagerin, habe eines Tages die Mutter weinend in ihrem Büro gesessen. Es falle ihr schwer, aber May müsse jetzt mitkommen. Mays Eltern sind Seenomaden. Sie haben nichts weiter als eine Hütte am Strand und ein paar Kleider zum Wechseln. Und May ging mit.