Todesstrafe vollstreckt

Diskutiere Todesstrafe vollstreckt im Thailand News Forum im Bereich Thailand Forum; Tramaicos Meinung ist gut und schlüssig vorgetragen aus seinem Selbstverständnis heraus und aus seiner Sicht der Dinge. ein nüchterner...
rolf2

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Tramaicos Meinung ist gut und schlüssig vorgetragen aus seinem Selbstverständnis heraus und aus seiner Sicht der Dinge.

ein nüchterner Exitenzialist, der das Überleben zur Maxime
seines Handelns und Denkens gewählt hat.

wahrscheinlich ist er kein Künstler, kein guter Liebhaber,
und auch kein Romantiker. :lol:

Ob seine Einstellung zur Todesstrafe gleich bliebe, wenn er
durch einen "Justizirrtum" zum Drogenhändler erklärt werden würde, wer weiß ?

ich bin gegen die Todesstrafe und für die Freigabe von weichen Drogen.

Das ihm sein Bier schmeckt und alkoholfreies Bier nicht,
mhhhhhhh, ich glaube das würden alle die gerne Alkohol in Maßen oder gewissen "Übermaßen" zu sich nehmen behaupten.

Jetzt könnte man fragen woran liegt es, daß es schmeckt? ;-D

Vielleicht am Alkohol :rolleyes:
 
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hello_farang

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Du sollst nicht toeten

Ich weiss nicht, warum es nach diesem Gebot in allen grossen Religionen immer noch darueber auch nur diskutiert werden muss...?!!

Chock dii, hello_farang
 
UAL

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LOTTE
hello_farang" said:
Du sollst nicht toeten

Ich weiss nicht, warum es nach diesem Gebot in allen grossen Religionen immer noch darueber auch nur diskutiert werden muss...?!!
Vielleicht, weil dabei ein Spielraum eingebaut ist :nixweiss: Du darfst nicht töten hört sich doch schon ganz anders an... :round:
 
rolf2

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Weil man es trotzdem tut, und von daher gibt es Klärungsbedarf, wann erlaubt und wann nicht, und zwar unabhängig in sämtlichen Ländern mit den unterschiedlichsten Religionen :cool:
 
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Tramaico

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Dieter1" said:
Rolf, definitiv nein. ein erhoehtes Strafmass hat noch nie und nirgends zu einem Rueckgang von Straftaten gefuehrt.
Hm, ein Toter begeht mit Sicherheit keine Verbrechen mehr. Somit wuerde ich dann diese Strafe als wirksamstes Mittel der Praeventation sehen. Wie Du siehst geht es zumindest mir bei der Thematik nicht um Rache oder Abschreckung anderer sondern der aus der Verkehrziehung eines potentiell gefaehrlichen Verbrechers.

Dennoch, hatte ja schon erwaehnt, dass ich weder die Todesstrafe GENERELL befuerworte noch GENERELL ablehne. Es kommt darauf an. Immer. Aber nicht mein Bier, weil ich weder Gesetzgeber noch Richter bin.

Soweit meine eigene Person betrifft: Waere ein Einbrecher in meinem Haus und ich haette eine Schusswaffe, dann wuerde ich von dieser Gebrauch machen und natuerlich auch bereit, die Konsquenzen fuer mein Handeln anschliessend zu tragen. Nein, dieses heisst nicht, dass ich einem am Boden kampfunfaehig Liegenden einen "Fangschuss" verpassen wuerde.

Mache ich von einer Schusswaffe Gebrauch, wuerde ich immer auf den Brustbereich zielen. Nein, nicht um sicher zu sein, dass der Gegner tot ist, sondern dies resultiert in der groessten Wahrscheinlichkeit, dass eine Kugel tatsaechlich ihr Ziel findet. Selbst dann, wenn der Gegner sich bewegt oder meine Schusswaffe nicht 100% akkurat ist. Alles andere waere unklug, da es eine unnoetige Risikoerhoehung bezueglich der eigenen Person bedeuten wuerde.

Ja, ich kann mit Schusswaffen umgehen und wuerde auch von ihnen noetigenfalls Gebrauch machen. Hat man mich damals als Soldat darauf trainiert. :wink:
 
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Tramaico

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rolf2" said:
ein nüchterner Exitenzialist, der das Überleben zur Maxime seines Handelns und Denkens gewählt hat.
Nein, es geht mir nicht um das simple Ueberleben. Das geht am Sinn des Lebens vorbei. Mir geht es darum, ein LEIDLOSES Leben zu geniessen. Dies ist nach meiner Ansicht nur duch Verstand, aber niemals Emotionen moeglich. Emotionen sind nicht rational sondern nur Hoffnungen und somit loesen sie leicht Leid aus. Der Tod wird durch diese Einstellung fuer mich mehr und mehr sekundaer. Ein weiteres Glied beim Streben zur Leidbefreiung. Fuer manchen Buddhisten soll der Tod sogar vertrauter sein als das Leben. Der Tod ist verlaesslich und berechenbar, waehrend das Leben voller Tuecken ist. :wink:

wahrscheinlich ist er kein Künstler, kein guter Liebhaber, und auch kein Romantiker. :lol:
Meine Frau sieht mich als so eine Art Musterehegatten, mit einer sehr schwer zu verstehenden leichten Wesensart. Sie vertraut mir 100%ig und uebernimmt mehr und mehr meiner Philosophien. So schlimm kan es also nicht sein. Ist eigentlich ein Philosoph ein Kuenstler? Kann eigentlich ein sehr emotionaler Liebhaber wirklich eine Frau richtig befriedigen? Wenn ich so darueber nachdenke, frage ich mich, ob ein echter Kerl wirkich was mit Romantik anfangen kann, da es sehr stark emotionsgepraegt ist. Nein, ich bin sicherlich nicht das, was man als klassischen Romantiker versteht. Muesste mich bewusst verstellen, was keinen Sinn macht und mir auch schwerfallen wuerde. :lol:

Ob seine Einstellung zur Todesstrafe gleich bliebe, wenn er durch einen "Justizirrtum" zum Drogenhändler erklärt werden würde, wer weiß ?
Dieses ist bedingt durch meine Lebensphilosopien sehr sehr unwahrscheinlich. Wuerdest Du Furcht haben, wenn Du wuesstest, dass morgen die Welt unterginge? Hypothesen sind verschenkte Resourcen, weil sie absolut ausserhalb der echten beeinflussbaren Realitaet sind. Koennen Realisten Philosophen sein? Gar Kuenstler? Wie ist es mit der Kunst ein leidfreies und furchtloses Leben zu fuehren? Es ist meiner Meinung nach sogar die Kunst aller Kuenste und kann dadurch nur duch die wenigsten tatsaechlich realisiert werden.

Das ihm sein Bier schmeckt und alkoholfreies Bier nicht, mhhhhhhh, ich glaube das würden alle die gerne Alkohol in Maßen oder gewissen "Übermaßen" zu sich nehmen behaupten.

Jetzt könnte man fragen woran liegt es, daß es schmeckt? ;-D

Vielleicht am Alkohol :rolleyes:
Im Regelfall wird der Alkohol einem Bier nachtraeglich entzogen. Ein recht komplexer Prozess, bei dem auch leider viele Geschmackstoffe auf der Strecke bleiben, wenn die Technik nicht voll und ganz ausgereift ist.

Deutsche alkoholfreie Biere sind durchaus akzeptabel. German Know How. Habe mehr als 10 Jahre lang in Deutschland ueberhaupt keinen Alkohol getrunken, obwohl ich Bier-Lover bin. Ausschliesslich alkoholfreie Biere. Nein, ich bin kein Ex-Alkoholiker. Grund war, dass mein Ex-Schwiegervater an einer Leberzirrhose sehr leidvoll verreckt ist. Seine Tochter, meine Ex-Frau, hatte somit ein sehr stark gestoertes Verhaltnis zu Alkohol. Es bereitete ihr grosse Probleme mich Bier trinken zu sehen bzw. schlimmer noch den Alkohol in meinem Atem zu riechen. Sie bat mich, zumindest in ihrer Gegenwart das Biertrinken aufzugeben. Ich tat es generell und stieg sogar bei bei den damaligen diensttaeglichen Skatrunden von einem Tag auf den anderen auf Orangensaft um, was problemlos von meinen Kumpels akzeptiert wurde. Habe eine sehr starke Persoenlichkeit. Sogar meine damaligen japanischen Kunden verstanden meine Abstinenz, obwohl manche Experte behaupten, mit Asiaten koenne man nur Geschaefte machen, wenn man mit ihnen saeuft.

Nach ein paar Jahren Abstinenz haendigte man mir im Flugzeug versehentlich ein alkoholhaltiges Bier (Paulaner) aus, obwohl ich nach einem alkoholfreien gefragt hatte. Es war erstaunlich, den Alkohol so deutlich wahrzunehmen. Bier, aber oben drauf lag der stechende Geschmack von Ethanol. Eine interessante Erfahrung, da ich frueher und auch wieder heute - nach meiner Trennung von meiner damaligen deutschen Ehefrau gab ich die Abstinenz wieder auf, da es in Thailand kein alkoholfreies Bier gab - dieses niemals so wahrgenommen habe. Singha ist seit Jahren das bevorzugte Bier meiner Wahl. Ich mag den Geschmack. Ein wichtiges Kriterium, da ich ja Bier, wegen seines Geschmackes konsumiere. Betrunkenheit empfinde ich dagegen als ein laestiges Uebel. Ob man mir das nun abnimmt oder nicht oder auch die Wahrhaftigkeit meiner sonstigen Aussagen, ist mir voellig schnuppe. Warum auch nicht? Wenn meine Familie nicht mehr hinter mir stehen wuerde, dass ware allerdings ein Problem. :wink:
 
Samuianer

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Chaweng - Ko Samui
Bei allen philosophischen Ausschweifungen ueber das Thema, bis hin zu "kiffen vs. Bierkonsum", ist man sich wohl in Staaten wie Thailand sicher das der Drogenhandel und Alles was an Kriminalitaet in der Peripherie liegt, wie auch der Missbrauch um ein Vielfaches hoeher liegen wuerde als gegenwaertig unter dem drohenden Damoklesschwert der Todesstrafe!

Hier liegt wohl der Gedanke der Praevention und zugleich auch der Abschreckung zugrunde!

:nixweiss:

In Malaysia wurde gegen den Opiumhandel-und Missbrauch die Todestrafe erst 1975 eingefuehrt bzw. erweitert - so hart wie es ist, wie wir sehen mit einigem Erfolg!

Die, die sich in ihr Buch der Buecher "Du sollst nicht toeten" geschrieben haben, haben u.A. die grausamsten Toetungen, Misshandlungen und Verstuemmelungen im "Namen des Herrn" ueber Jahrunderte hinweg vorgenommen!


Es geht bei der Androhung und Anwendung der Todesstrafe wohl immer noch um den (pervertierten) Ausdruck der absoluten Macht des Staates!

15 Staaten der USA haben die Todesstrafe z.b. bereits aufgehoben!

Frankreich hat sich erst 1981 von der Guillotine verabschiedet!


Bei besonders perfiden Kindesmorden (z.B.) stellt sich, natuerlich im Hinblick auf das vielfach angegebene "Recht auf Schutz des Lebens" die Frage wie ist fuer die Hinterbliebenen der Opfer "Recht" zu sprechen?

Dann stellt sich, mit dem Argument der "Unmenschlichkeit", auch gleich die Frage der "Menschlichkeit" des lebenslangen wegsperrens, der Einzelhaft, Beugehaft - ja genau genommen dieser Form der Bestrafung ueberhaupt - oder?

Es gab ja nicht nur bei der Todesstrafe "Justizirrtuemer", oder "rechtsmissbrauch"... die Geschichte ist voll von diesen Horrorstories.

Sokrates musste wegen vorgeworfenen Landesverrat, Verrat der guten Sitten, Missachtung der Goetter und Verderben der Jugend den Schierlingsbecher leeren... :rolleyes:


So besteht in islamischen Laendern fuer Taten wie Ehebruch, Homosexualitaet, Bankraub, Prostitution (Irak bis 2003) Korruption (China) Abwenden von der Religion die Todestrafe, von der Pruegelstrafe und staatlich sanktionierten Verstuemmelungen mal ganz abgesehen!


Da kann weder von Rache oder Vergeltung noch von "Rechtsprechung" die Rede sein, in diesen Faellen dient die Todestrafe den Machtanspruechen der Religion d.h. des Klerus, bzw. des stark religioes orientierten (Gottes)staates!


8. Jan. 2005 ... Ein malaysisches Gericht hat zwei Indonesier zum Tod verurteilt. Die beiden Männer hatten versucht, 2.5 kg Cannabis zu verkaufen....


:rolleyes:


[highlight=yellow:946acac7d7]Staaten, in denen die Todesstrafe per Gesetz verboten ist und die die UN-Charta unterzeichnet haben, greifen unter Umständen zu extralegalen Tötungen und lassen vermeintliche oder tatsächliche Regimegegner, Terroristen oder Kriminelle ohne Gerichtsverfahren und Justizurteil hinrichten. [/highlight:946acac7d7]Militär-, Polizei- oder Geheimdienstvertreter handeln dabei oft eigenmächtig, etwa unter Berufung auf eine angebliche Notwehrsituation. Dies kann mit staatlicher Deckung oder Anordnung erfolgen oder weil bestehende Gesetze von einer Regierung nicht durchsetzbar sind. Solche Maßnahmen werden nicht selten nachträglich staatlich abgesegnet und sind dann wie Justizmorde zu werten
Laeuten Namen wie Benno Ohnesorg, Tommy Weissbaecker, Bad Kleinen, Wolfgang Grams, Stammheim, Andres Baader... die Glocken?

Hier ist wohl unbestreitbar, dass die Verantwortlichen das Recht gebeugt und die Oeffentlichkeit belogen haben!

Wer gibt eigentlich dem Staat, diesen "Staatsorganen" wie "Geheimdiensten" diese "Recht" - der Buerger, der Waehler? tja.... das ist die Welt in der wir leben - duerfen?

Das wo Mensch meint etwas gegen ausrichten zu koennen wird angeprangert, das wo Mensch weiss nichts ausrichten zu koennen, schlchtweg verdraengt! ;-)
 
Roah

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Dieter1" said:
Nein, man sollte die vorhandene juristische Handhabe ausnutzen, das reicht voellig und es Bedarf keiner Todestrafe.

Befuerworter derselben unterscheiden sich von den Gegnern derselben in der Regel durch eine niedrigere Allgemeinbildung und eine insgesamt weniger entwickelte Intelligenz.
Das kostet zuviel Geld -- einen sein Leben lang durchzufüttern - wozu bringt ja nichts - wenn er tot ist ist er weg für immer .. ein Prob weniger..
 
rolf2

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@Tramaico

Narziss und Goldmund, sowie Ying und Yang sind Dir wohl bekannt?

und ein verlässlicher Lebenspartner ist ja nun mal was ganz anderes als ein "guter Liebhaber". Beides zusammen geht nicht,
nimmt man den Faktor Zeit dazu.

im Bereich der Kunst ist oftmals der "verrückte" Ansatz genau das was den Kernbereich der menschlichen Existenz für normale Menschen erst sichtbar und begreifbar/erfahrbar macht.

Der Mensch kommt weder als gut noch als böse auf die Welt,
gewisse Präferenzen/Neigungen/Fähigkeiten sind aber wohl
bei der Geburt schon mehr oder weniger ausgeprägt vorhanden.


Wenn man menschliches Handeln als Mensch beurteilen will und zwar mit allen Facetten, so kann man meiner Meinung nach kein Befürworter der Todesstrafe sein, zumindestens nicht nach moralischen Standpunkten.

eine mehr oder weniger spontane private Selbstverteidigung mit einer Schusswaffe bei einem Überfall ist in keinster Weise geeignet um dieses als Grundlage für ein staatliches
Handeln gegenüber seinen Bürgern zu rechtfertigen.

auch im privaten Bereich sollte zunächst gelten die Ausführung einer Einbruchshandlung weitestgehend zu erschweren bzw. zu verhindern.
 
Samuianer

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Chaweng - Ko Samui
Mich wuerde die willkuerliche Reaktion der Gegner der Todestrafe interessieren wenn sie, nachdem sie zuschauen mussten wie ihre Frau/Freundin/Tochter oder eine andere ihnen sehr nahestehende Person vergewaltigt und zu Tode misshandelt wurde, mit dem/n Taeter/n (bewaffnet?) allein waeren.

Wuerden sie sich bedanken, dem Taeter sagen das es ihnen leid tut, dass das Opfer im Taeter derlei Reaktionen ausgeloest hat? :cool:


Den Aufwurf mit der Stellung zur Abtreibung habe ich ja schon an anderer Stelle gebracht...
 
Dieter1

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Samuianer" said:
Mich wuerde die willkuerliche Reaktion der Gegner der Todestrafe interessieren wenn sie, nachdem sie zuschauen mussten wie ihre Frau/Freundin/Tochter oder eine andere ihnen sehr nahestehende Person vergewaltigt und zu Tode misshandelt wurde, mit dem/n Taeter/n (bewaffnet?) allein waeren.
Ich wuerde ihn toeten, was sonst?

Aber das hat meines Erachtens ueberhaupt nichts mit der Todesstrafe zu tun.

Das waere in dem Beispiel einzig eine Sache zwischen ihm und mir.
 
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@Samuianer

ich bin ein Gegner der staatlichen Todesstrafe, hauptsächlich
wegen der Möglichkeit von Justizirrtümern sowie der möglichen Ausweitung der Todesstrafe auch bei anderen vielleicht politischen "Straftaten".

Genauso bin ich ein Gegner der Wehrpflicht und habe mich für den Zivildienst entschieden, weil ich das Töten für Staatengebilde ablehne.
Wenn ich allerdings in einer anderen Zeit leben würde in einem anderen Land, würde ich mich möglicherweise einer Freiheitsarmee anschßließen.

Beides bedeutet für mich nicht, das ich privat nicht jemanden töten würde im Affekt, als geplante Tat würde ich mir das für mich nicht vorstellen können.

Ein Leben ist schnell ausgelöscht, nicht jeden Tot würde ich bedauern. Es ist manchmal nur ein kleiner Schritt von einer veritablen Prügelei zum Totschlag, insbesondere bei dem Einsatz von Waffen.

Mord setzt aber eine willentliche Handlung voraus und das kann ich mir nicht mal als Rache vorstellen, da gibt es
dann doch probatere Mittel. Nur, ich bin mir sicher Rache
schadet mir auch, nicht nur meinem Opfer.

Was passiert ist, ist passiert, man kann es nicht mehr rückgängig machen. Falls ich einen Täter vor mir habe, von dem ich weiß daß er Wiederholungstäter ist, werde ich meine Hemmschwellen bewusst heruntersetzen.
 
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aalreuse

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Ich empfehle allen zu diesem Thema ein recht interssantes Taschen Buch das unter isbn 3-453-00249-0 erschienen ist und unter zwei Titeln vertrieben wird

Aber das Herz schreit nach Rache/ Ich beantrage Todesstrafe
Von H.-G. Konsalik

Im Mittelpunkt steht dabei die Tochter eines Richters die von einem Ausländer ermordet wird......
 
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Tramaico

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rolf2" said:
...und ein verlässlicher Lebenspartner ist ja nun mal was ganz anderes als ein "guter Liebhaber". Beides zusammen geht nicht, nimmt man den Faktor Zeit dazu.
:gruebel: Warum nicht?

Werde mit der Zeit immer "besser" (copyright Narziss), weil ich ja staendig dazulerne und somit mit den Beduerfnissen des Partners immer mehr vertraut werden. Nein, es geht nicht unbedingt um das gesprochene Wort sondern die sinnliche Wahrnehmung, rational durch den Verstand verarbeitet und umgesetzt. Nach zehn Jahre zusammensein, sollte man eigentlich die Wuensche und Abneigungen seines Partners kennen. Natuerlich sollte man sich auch dafuer interessieren und ein offenes Auge und Ohr dafuer haben. Ansonsten natuerlich irgendwann das dicke Ende.

Ein guter Liebhaber waechst ja erst allmaehlich heran. Ob George Clooney wohl ein guter Liebhaber ist? Natuerlich wird es ihm zugeschoben, aber dabei ist es nur reine Hypothese. Vielleicht ist er ja eine Niete im Bett, aber der Gloeckner von Notre Dame dafuer ein As. Esmeralda wird es tatsaechlich erst dann wirklich bestaetigen koennen, wenn Sie es mit BEIDEN versucht hat. Natuerlich kommt es besser fuer sie den schoenen George an der Hand als den Superhengst nach aussen zu praesentieren, aber wer weiss, vielleicht hat sie ja im Geheimen den guten alten Quasimodo im Schrank fuer die wirklichen Beduerfnisse. Seit vielen Jahren schon. Image eben. Ist anscheinend fuer viele sehr wichtig. Manchmal hin bis zum Selbstbetrug.

Weiterhin:

Normalitaet und Moral sind menschdefiniert und somit nicht klar und fest definierbar. Bestenfalls koennen sie durch subjektive Meinungen ausgedrueckt werden. Das Ultimo ist gegebenfalls eine Mehrheitsmeinung, die aber wiederum nicht generell richtig sein muss.

Ist der Dalaih Lama eigentlich fuer Dich ein normaler Mensch? Wie sieht es mit dem Pabst aus? Sind das Abbilder fuer Moralitaet? Fuer manche sicherlich ja, bis dahin, sie als Moralapostel zu bezeichnen. Macht mich die Aussage "ich finde Fremdf***** (Selbstzensur) nicht gut" ebenfalls zu einem? Antworten koennen nur subjektive Definitionen sein, wobei es unzweifelhaft zu Unterschieden wie Feuer zu Wasser kommen wird.

Letztendlich zaehlt doch eigentlich nur, dass man sich selbst treu bleibt und niemals widernatuerlich gegen den eigenen Willen handelt. Selbst dann nicht, wenn 99,99% eine Richtigkeit und Moralitaet auf Teufel komm raus suggerieren wollen.

Natuerlich hoere ich mir zwar Meinungen an und toleriere sie im Einklang meiner eigenen Philosophie bestmoeglich, ziehe gegebenenfalls sogar Nutzen heraus oder aber verwerfe sie voellig. Aber ansonsten sind sie auf meinem individuellen Lebensweg weitgehenst uninteressant. Ausser es handelt sich um Personen, mit denen ich unmittelbar eine mir sehr naheliegende Verbindung habe.

Narziss sagt mir was, Goldmund weniger, Yin und Yang stehen fuer mich fuer die sich ergaenzenden Gegenseitigkeiten. Persoenlich strebe ich aber Yinyang an. Den Mittelweg. Auch in Sachen Todesstrafe.

Dies ist natuerlich alles nur meine eigene unmittelbare Meinung und Philosophie. Sie kann, muss aber auch absolut nicht fuer andere von Relevanz sein. Was fuer mich zutreffend sein mag, kann fatal fuer jemand anderes sein.

Darum wuerde ich auch immer nur einen Ratschlag unter der folgenden Praemisse geben: "Wenn ich Du waere,...." Ob mein Rat letztendlich angenommen oder verworfen wird, ist wiederum fuer mich ohne Bedeutung. Warum sollte es auch anders sein? :wink:
 
rolf2

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"Narzis und Goldmund" ist ein Buch von Hermann Hesse.

Du erinnerst mich and den dort beschriebenen Narzis, interresant ist das was Narzis empfindet und denkt als sein Freund Goldmund stirbt.

Ist sicherlich vom Leben Gautama Buddhas beeinflusst diese
Geschichte und vielleicht interressant für Dich, falls Du mit Hesses langatmigen Stil klarkommst :wink:
 
Micha

Micha

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Samuianer" said:
Mich wuerde die willkuerliche Reaktion der Gegner der Todestrafe interessieren wenn sie, nachdem sie zuschauen mussten wie ihre Frau/Freundin/Tochter oder eine andere ihnen sehr nahestehende Person vergewaltigt und zu Tode misshandelt wurde, mit dem/n Taeter/n (bewaffnet?) allein waeren.

Wuerden sie sich bedanken, dem Taeter sagen das es ihnen leid tut, dass das Opfer im Taeter derlei Reaktionen ausgeloest hat? :cool:
rolf2" said:
...eine mehr oder weniger spontane private Selbstverteidigung mit einer Schusswaffe bei einem Überfall ist in keinster Weise geeignet um dieses als Grundlage für ein staatliches
Handeln gegenüber seinen Bürgern zu rechtfertigen.
rolf2, sehe ich genauso.

Bei der spontanen Selbstverteidigung und selbst bei spontaner Rache wie in Samuaners Beispiel, geht es um natürliche Reaktionen bwz. natürliches Verhalten.

Wer hingegen die Todesstrafe befürwortet, übertragt die Entscheidung über Leben und Tod auf Beamte.

Wie man da einen Zusammenhang konstruieren kann, erschließt sich mir nicht mal ansatzweise. :nixweiss:
 
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franky_23

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Micha" said:
Wer hingegen die Todesstrafe befürwortet, übertragt die Entscheidung über Leben und Tod auf Beamte.

Wie man da einen Zusammenhang konstruieren kann, erschließt sich mir nicht mal ansatzweise. :nixweiss:
wenn ich mir das in den USA anschaue, dann sind die Richter, die auch einen Beamtenstatus haben um unabhängig zu bleiben. Doch ein gewählter Gouvaneur kann jederzeit eine Begnadigung aussprechen.

Auch der König in Thailand kann jederzeit begnadigen, oder täusche ich mich da???
 
rolf2

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stimmt, und was willst Du damit sagen?
 
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franky_23

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rolf2" said:
stimmt, und was willst Du damit sagen?
dass die Entscheidung über leben und Tod nicht nur Beamten übertragen wird.
 
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Todesstrafe vollstreckt

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