Todesstrafe vollstreckt

Diskutiere Todesstrafe vollstreckt im Thailand News Forum im Bereich Thailand Forum; Manfred, Dein Foren-Sidekick Sleepwalker hatte auf Deine Bevormundung des Buergers folgendes eingebracht: Wenn ich hier so die faschistoiden...
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Tramaico

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Manfred, Dein Foren-Sidekick Sleepwalker hatte auf Deine Bevormundung des Buergers folgendes eingebracht:

Wenn ich hier so die faschistoiden Kommentare diverser Individuen lese, dann weiß ich eigentlich nur, dass ich mich mit denen niemals an einen Tisch setzen könnte.

Da Du hier nicht kommentiert hattest, ging ich davon aus, dass Du mit dieser Aussage durchaus im Einklang stehst.

Schau, Du verfaehrst Dich immer mehr und bald kommt eine Passage, dass bereits die Neanderthaler gekifft haetten.

Selbst wenn 99,99% der Menschen jeden Morgen einen Joint zum Fruehstueck haben, wuerde ich trotzdem nicht mitrauchen. Warum sollte ich?

Ich halte nichts von Demos ob nun rot, gelb oder was immer. I play by the rules und erwarte, dass andere mit ihrem playing mir mein Leben erschweren.

Du musst leiden, damit wir zu unserem Glueck finden, so ist das eben in einer Demokratie. Sorry, falsche Adresse. Ich MUSS gar nichts, ausser mit der Gesetzgebung konform gehen oder gegebenenfalls die Konsequenzen tragen.

Ich nehme keine Drogen und ich deale nicht mit ihnen. Natuerlich koennte ich versuchen mit dealen die grosse Kohle zu machen, machen ja viele, aber nun ja, ist mir die Sache nicht wert und sieh da, da habe ich sogar moralische Skrupel. Erstaunlich, nicht wahr?

Meine Philosophie ist simpel. Do your shit but stay out of my way. Simpel und sehr tolerant, finde ich.

Ich halte nichts davon weiche Drogen zu legalisieren.
Ich halte nichts von unlimitierte Meinungs- und Pressefreiheit.
Ich halte nicht viel von Demokratie.
Ich halte nicht viel von Teamwork.
Ich halte nicht viel von Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbaenden.
Ich halte nicht viel von Tuetensuppen, sondern braue mir mein Sueppchen selber.
Kontrolle ist besser als Vertrauen.

Bestandteile MEINER Philosopie. Nicht mehr und nicht weniger. Ich renne nicht auf die Strasse und versuche sie anderen Leute aufzuzwingen und es ist mir egal, ob meine Philosophie von anderen gestuetzt wird oder nicht.

Im Grunde lebt und stirbt jeder doch fuer sich allein. Es muss schon Masochismus sein, sich den Krebs anderer selbst in den eigenen Leib zu wuenschen. Ist aber bei den wenigsten auch so. Wenn es mal wirklich hart auf hart geht, dann trennt sich sehr schnell die Spreu vom Weizen und es sind nur ein paar wenige Koerner, die da am Ende uebrigbleiben.

Ein Freund zum gemeinsamen Essen findet sich leicht, einen zum Sterben nur sehr schwer, sagt man ja hier in Thailand.

In Asien mit Drogen herumzumachen ist nicht heroisch sondern schlichtweg dumm. Erfreulich Manfred, dass DU nicht so dumm bist. :wink:
 
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Thaimax

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Tramaico" said:
strike" said:
Und die Todesstrafe - und darum ging es hier ja mal - gehört überall abgeschafft.
Zumal für solch ein strittiges "Delikt".
Warum?
Bei diesem "strittigen Delikt" einfach deswegen, weil ich auch nicht auf die Idee kommen würde einen Besitzer eines Schnappsladens zu bestrafen. Grosse Unterschiede zwischen diesem, und einem Drogendealer kann ich nicht erkennen, ausser natürlich einer staatlichen Legitimation zum Dealen.

Und generell deswegen, weil viel zu viele Unschuldige verurteilt werden, und ein bissl schuldig gibt es in der Rechtssprechung nicht, und dass in dubio pro reo in der Realität nicht funktioniert beweisen eben die unzähligen Unschuldigen, die ewig lang hinter Gittern gesessen sind, bis ihre Unschuld bewiesen wurde.
 
Samuianer

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So ist "Prevention statt Reparatur" also im Haertefall, wie hier besprochen, das Todesurteil ein "aus dem Verkehr" ziehen"... das "kleinere Uebel"?

Wie du Diktatur mit einem Gleichniss von 9 x 80 IQ und 1 x 160 IQ und dem zwangslauefigen Ueberleben, Aufgrund eines hoehren IQ zu rechtfertigen suchst, bleibt mir selbst in meinen kuehnsten Fantasien verborgen.

Erinnert an "Auserwaehlte", loest Erinnerungen an den Uebermenschen, an eine "bessere Rasse" aus .... und steht auf einem anderen Blatt, aber nichts desto trotz, hoechst interessanter wie aufschlussreicher Einwurf!

Danke! :wink:




@strike: Du siehst interessante Verbindungen!
Nur habe ich in der Beziehung auch keine grosse Hoffnung das die PAD'ler sich nun fuer ein "legalize" it einsetzen wuerden.... ;-D
 
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Tramaico

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strike" said:
Dir eine angenehme Ruhephase und einen schönen Restfreitag. :wink:
Ruhephase? Bin ja noch kein Ruhestaendtler. Meinst Du dies jetzt philosophisch z. B. in Bezug auf den Buddhismus? Zur wirklichen Ruhe kommt man ja letztendlich erst mit dem letzten Atemzug, wenn Die Leitzentrale auf permanent good night geht. Der Erleuchtete ruht zwar in sich selbst, aber es brennt doch staendiges Licht, also nur bestenfalls Vorruhephase. :gruebel:

Egal, was auch immer. Dito, speziell auch bezueglich des schoenen Restfreitages, obwohl es draussen wieder einmal trueb ist und Bindfaeden regnet. :wink:
 
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Bukeo

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Thaimax" said:
Bei diesem "strittigen Delikt" einfach deswegen, weil ich auch nicht auf die Idee kommen würde einen Besitzer eines Schnappsladens zu bestrafen. Grosse Unterschiede zwischen diesem, und einem Drogendealer kann ich nicht erkennen, ausser natürlich einer staatlichen Legitimation zum Dealen.
sehe ich auch so.
Für mich macht es keinen Unterschied, ob nun eine 14 jährige sich Wodka in die Venen spritzt oder Cannabis raucht, wobei letzteres nicht unbedingt in die Intensivstation führen müss.

Auch habe ich kein Verständnis, das eine 24 j. schwangere Frau nun nach der Geburt in Malaysia gehängt wird und der Drogendealer macht munter weiter und der Hauptverantwortliche sitzt in Hongkong und säuft feinen Bourbon.

Der Kampf gegen die Drogen ist verloren - nicht die USA, nicht die EU und auch nicht Asien samt Todesstrafe können diesen Kampf gewinnen.
Also geht es nicht darum, die Drogen zu verbannen - sondern nur darum, die Mafia auszutrocknen.
 
Samuianer

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Ein Volk stimmt ab....die Schweiz..




In der Tat zeigen europaweite Untersuchungen schon jetzt, dass von problematischem Drogenkonsum und den Folgen am stärksten jene Länder betroffen sind, die die repressivsten Gesetze haben. Eine vergleichende Studie des UN-Drogenkontrollprogramms kam vor einigen Jahren zu einem ähnlichen Ergebnis: Obwohl in den USA 78 Prozent aller Nutzer illegaler Drogen Cannabis konsumieren, tragen sie nur zu 12 Prozent des Gesamtumsatzes des Drogenmarkts bei, 88 Prozent der Drogenumsätze werden mit Heroin und Kokain erzielt. In Holland hingegen sieht das Verhältnis ganz anders aus: Nur 40 Prozent entfallen auf die Pulverdrogen, 60 Prozent des Drogenumsatzes wird mit Hanf erzielt. Das heißt im Klartext: Je härter die Repression, desto mehr werden hard drugs zum Renner und desto mehr Geld kann auf diesem lukrativen Markt erzielt werden. Wer also die Prohibition von Cannabis auch weiter für richtig hält, fördert damit nicht nur die härteren Sachen, sondern vor allem den Profit der Mafia, der organisierten Kriminalität und des Terrorismus.

Die USA als Erfinder der Prohibition sind heute nicht zufällig sowohl Weltmarktführer beim Konsum illegaler Drogen als auch beim Einsperren von Bürgern. Für die privatisierte und börsennotierte Gefängnis-Industrie stellen die herrschenden Drogengesetze eine entscheidende Geschäftsgrundlage dar, knapp ein Viertel ihrer "Kunden" sitzt wegen Drogen, weshalb die Lobbygruppe "Association of Prisonguards" mittlerweile zu den größten Wahlkampfspendern zählt, die für beide Parteien spenden. Auch in Deutschland ist die Drogenverfolgung ein Milliardengeschäft, allein die Kosten der Cannabisrepression (Polizei, Zoll, Justiz, Vollzug) werden auf 1 Milliarde Euro pro Jahr geschätzt. Nach einer Untersuchung der europäischen Drogenbeobachtungsstelle Lissabon nimmt die Bundesrepublik den Spitzenplatz bei den Aufwendungen für die Verfolgung von Drogen ein und bildet mit nur 16 Prozent des staatlichen Drogenbudgets für Prävention, Therapie und Schadensminimierung das europäische Schlusslicht.

Leserkommentra:

.....das Verbot in der BRD auch lächerlich. Auf jedem Schulhof kann man Dope kaufen und 70% aller Jugendlichen haben es auch schon getestet. Durch den illegalen Verkauf werden die kriminellen Strukturen nur verstärkt. Da hört man zur Sicherheit der Bevölkerung lieber alle Telefone ab, als den Verbrechern den Geldhahn zuzudrehen. Ich finde es auch unglaublich, dass sich mehrere Polizisten darum kümmern müssen, wenn ein Kiffer ein paar Gramm dabei hat, ein Staatsanwalt eingeschaltet wird, viell. noch ein Gerichtsverfahren anhähngig gemacht wird, nur weil einer mal abends einen rauchen möchte, anstatt sich legal volllaufen zu lassen
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/schweizer-stimmen-ueber-kiffen-ab/



...im Hinblick erlaube ich mir noch das Reizwort RITALIN einzuwerfen, das ist keien Droge, ne' "die wird ja verschrieben"! :lachen:
 
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Tramaico

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Thaimax" said:
Bei diesem "strittigen Delikt" einfach deswegen, weil ich auch nicht auf die Idee kommen würde einen Besitzer eines Schnappsladens zu bestrafen. Grosse Unterschiede zwischen diesem, und einem Drogendealer kann ich nicht erkennen, ausser natürlich einer staatlichen Legitimation zum Dealen.
Das Dealen mit illegalen Drogen ist ein strittiges Delikt? In welcher Gesetzgebung? Ist Toeten auch ein strittiges Delikt? Soldaten, Polizei und der staatliche Henker toeten ja schliesslich auch?

Letztendlich gibt es meiner Meinung nach in Bezug auf die Todesstrafe nur ein wirkliches standfestes Gegenargument. Naemlich den Justizirrtum. Somit duerfte die Kapitalstrafe beim kleinsten Zweifel der Schuldigkeit oder gar in einem Indizienprozess nicht vollstreckt werden.

An der Schuldigkeit eines Drogenhaendlers duerfte aber wohl kaum Zweifel bestehen, wenn ein solcher mit mehreren Hundert Gramm Heroin in der eigenen Unterhose oder im eigenen Verdauungstrakt erwischt wird. Das er dazu wie die Jungfrau Maria zum Kind gekommen ist, duerfte selbst beim Glaeubigsten wohl fraglich sein. :wink:
 
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Thaimax

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Tramaico" said:
Das Dealen mit illegalen Drogen ist ein strittiges Delikt? In welcher Gesetzgebung? Ist Toeten auch ein strittiges Delikt? Soldaten, Polizei und der staatliche Henker toeten ja schliesslich auch?
Mir geht es dabei hauptsächlich um die willkürliche Festlegung, was nun legal ist, und was eben illegal ist. Der Eindruck, dass das Kriterium lediglich anhand der Schwere des Einhebens von Abgaben, nicht aber auf Grund von Gesundheitsrisiken festgemacht wird, ist bei mir auf jeden Fall vorhanden.
Tramaico" said:
Letztendlich gibt es meiner Meinung nach in Bezug auf die Todesstrafe nur ein wirkliches standfestes Gegenargument. Naemlich den Justizirrtum. Somit duerfte die Kapitalstrafe beim kleinsten Zweifel der Schuldigkeit oder gar in einem Indizienprozess nicht vollstreckt werden.
Und da liegt das Problem, soll man jetzt einen zum Tode verurteilen, und dem anderen sagen, dass man ja eigentlich nicht weiss, ob er wirklich schuldig ist, und den dann lebenslang wegsperren?
Die komplette Suggestion des gerechten und wahrhaftigen Rechtsstaates wäre ad absurdum geführt, in dubio pro reo wäre auf einmal auch in der Suggestion nur mehr das wert, was es in der Realität wert ist, nämlich nicht viel.

Bevor man sich diesen Problemen stellt, umgeht man sie, indem man einfach keinen mehr zur Todesstrafe verurteilt, ein in dubio pro reo in der Realität würde viel zu viele Schuldige frei herumlaufen lassen, anhand von Indizienketten könnte man niemanden mehr bestrafen, der geringste Zweifel an der Schuld müsste unweigerlich zum Freispruch führen, auch wenn man zu 99,9% sicher wäre. - Das will aber sicherlich keiner so haben.
 
strike

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Tramaico" said:
....Bei diesem "strittigen Delikt" ...
Stop, stop, stop.
Meine Formulierung bezog sich vorrangig auf Konsumenten.
Dennoch gilt für mich, dass uns Menschen nicht das Recht auf eine Entscheidung *) über Leben oder Tod zusteht.
Worin sonst unterscheiden wir uns sonst?
Dies gilt dann eben auch für Dealer.

Gruss,
Strike


*) Genau dies - "Herr über Leben und Tod" - verurteilen wir ja bei Mördern - egal aus welchen auch immer nachvollziehbaren Gründen sie töteten.
 
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Tramaico

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Hier wird argumentiert und zitiert noch und noecher.

Eine Antwort auf meine Frage

Warum werden denn nun weiche Drogen konsumiert?

ist aber immer noch nicht gekommen.

Meine Vermutung einer Rauschflucht aufgrund einer labilen Psyche wurde vehemment verneint? Geschmack kann ich mir wirklich nicht vorstellen?

Also WARUM?

Es macht mich ruhiger, lustiger, gespraechiger etc. geht ja nicht, denn das wuerde ja bedeuten, ich koennte mich un-stoned nicht behaupten. Also Gewohnheit aus Teenzeiten? Weil es cool ist? Die Azteken haben schon gedopt, es muss also gut sein? Die Anzahl der Doper nimmt stetig zu, es muss also gut sein? Okay, aber in welcher Beziehung denn nun gut?

Ob da wohl noch eine Antwort kommt? Hier sind zwar so viele Experten, aber das Problem ist, anscheinend keine User, die diese anscheinend doch sehr simple Frage aus dem Stegreif beantworten koennen muessten.

Fuer mich ist es einfach als Biertrinker. Ich trinke Bier weil es mir schmeckt. Nicht alle Marken, da mir nicht alle schmecken. Von Korn, Wodka, Lao Kao etc. halte ich nichts. Ist nur Zeugs mit der primaeren Bewandnis besoffen zu machen. Bin absolut nicht gerne besoffen. Beduselt und geht oftmals mit Uebelkeit und Kopfschmerzen am naechsten Tag daher. Also absolut kontraproduktiv und somit in keiner Weise sinnvoll. :wink:
 
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Tramaico

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Thaimax" said:
...anhand von Indizienketten könnte man niemanden mehr bestrafen, der geringste Zweifel an der Schuld müsste unweigerlich zum Freispruch führen, auch wenn man zu 99,9% sicher wäre. - Das will aber sicherlich keiner so haben.
Nein, es geht nur um keine Kapitalstrafe bei Indizienprozessen sondern stattdessen lebenslanger Haft. Natuerlich kein Freispruch bei 99,9% Sicherheit. Es geht rein um die Todesstrafe, die ja bei Vollstreckung nicht korrigierbar ist und nicht das restliche Strafsystem.

Ausserdem halte ich z. B. in Deutschland die Strafgesetzgebung fuer nicht hart genug. Lebenslang ist lebenslang und sollte nicht automatische Ueberpruefung nach lediglich 15 Jahren bedeuten. Die Kernfrage bleibt hier, ob Schwerstverbrecher rehabilitierbar sind. Ein Irren kann gegebenenfalls den Tod eines weiteren Unschuldigen bedeuten. Das Leben eines verurteilten Schwerstverbrechers darf nicht hoeher bewertet werden, als das moeglicher weiterer poentieller Opfer. Okay, hier hat einer z. B. getoetet, aber geben wir ihm eine zweite Chance. Dieses koentne fatal sein. Der Unhold sitzt zwar erneut ein und hat dann gegbenenfalls diesmal nicht die 15-Jahr Chance, aber davon hat Opfer Nr. 2 auch nichts mehr.

Oftmals scheint das Wohlergehen eines Taeters mehr als das eines Opfers am Herzen zu liegen. Beruht dieses auf der Furcht, man koennte vielleicht eines Tages selbst zum Taeter werden oder gar das Opfer eines Justizirrtums?

Geht es etwa grundsaetzlich immer nur um das eigene Ego? Ist es das? Ich koennte ja mal im Bau landen und dann ist es gut, wenn es eine lasche Strafpolitik gibt. Ist zwar aus Kanninchenherzsicht nachvollziehbar, oeffnet aber Gevatter Fuchs Haus und Hof. Sprich, zwar niemals selbst im Knast, aber dafuer von Gevatter Fuchs erledigt. :rolleyes:
 
Samuianer

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...und aus genau dem gleichen Grunde, aus dem du "ein Bier trinken" rechtfertigst, leitet sich die Begruendung WARUM sich jemand lieber eine Tuete reintut ab!

Weil ihn Bier nicht antoernt, schwindlig macht, oder nicht schmeckt oder weil ihn beides zusammen erst richtig relaxt, oder weil der Konsument erst dann richtigen Lebensgenuss erfaehrt... es gibt einfach zuviel was gegen eine Verteufelung gerade von "weichen Drogen" wie Cannabis spricht!

(Nicht) Witzig finde ich das in dem Zusammenhang auf die etlichen gesellschaftlich akzeptierten Drogen garnicht erst eingegangen wird! :lachen:

Da ist gegen Vieles "Cannabis" absolut harmlos!

Oder das in bestimmten Kreisen im Zusammenhang von Alkohol immer sehr bedacht der Begriff "Droge" gemieden wird!

Obwohl es mit Sicherheit weit mehr Delikte und Uebertretungen im Alkohol-als im Drogenrausch gibt!

Das Hoechststrafmass, die Todestrafe im Zusammenhang mit Drogenhandel zu verhaengen ist skandaloes...!


Ja in bestimmten Laendern wuerde ich auch keinem raten auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden... :rolleyes:


So hat man in D. jeglichen Umgang, Besitz, Herstellung, Handel, Transport mit dem Zeug verboten nur den Genuss nicht.. :cool: ... weil das wohl gegen gewisse Freiheiten die im Grundgesetz verankert sind nicht konform ginge - und ueberhaupt - aber - ach ist ja Freitag... :rofl:


Die ganze Angelegenheit ist schlichtweg laecherlich, aber wie schon angemerkt, wohl auch ein Wirtschaftsfaktor und Arbeitsbeschaffung fuer die Muehlen der Justiz!
 
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Thaimax

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Nein, es geht nur um keine Kapitalstrafe bei Indizienprozessen sondern stattdessen lebenslanger Haft. Natuerlich kein Freispruch bei 99,9% Sicherheit. Es geht rein um die Todesstrafe, die ja bei Vollstreckung nicht korrigierbar ist und nicht das restliche Strafsystem.
Die fehlende Korrigierbarkeit ist für mich alleine schon Grund genug sie nicht zu vollstrecken. Und ein 2 Klassensystem von Schuldigen wäre nicht durchsetzbar, also "eindeutig schuldig", und "vermutlich schuldig". Davon sollte man die Finger lassen.

Ausserdem halte ich z. B. in Deutschland die Strafgesetzgebung fuer nicht hart genug. Lebenslang ist lebenslang und sollte nicht automatische Ueberpruefung nach lediglich 15 Jahren bedeuten.
Die Frage, die sich mir dabei stellt ist die, inwieweit eine härtere Bestrafung präventiv wirksam wäre. Ich denke eher weniger, dass zb. ein Vergewaltiger vor der Tat über das ihn zu erwartende Strafmass nachdenkt, bei Mördern wird dies auch nicht der Fall sein, um mal 2 "Härtegruppen" zu nennen. In Staaten mit sehr hohen Strafen kann man zumindestens nicht erkennen, dass diese vor Verbrechen zurückschrecken lassen.

Die Kernfrage bleibt hier, ob Schwerstverbrecher rehabilitierbar sind. Ein Irren kann gegebenenfalls den Tod eines weiteren Unschuldigen bedeuten. Das Leben eines verurteilten Schwerstverbrechers darf nicht hoeher bewertet werden, als das moeglicher weiterer poentieller Opfer. Okay, hier hat einer z. B. getoetet, aber geben wir ihm eine zweite Chance. Dieses koentne fatal sein. Der Unhold sitzt zwar erneut ein und hat dann gegbenenfalls diesmal nicht die 15-Jahr Chance, aber davon hat Opfer Nr. 2 auch nichts mehr.
Schwierig, unmöglich das allgemein zu beantworten, sicherer wäre es Straffällige ein Leben lang wegzusperren, aber es wäre auch sicherer gleich alle wegzusperren, also muss man hier einen Spagat machen, den gibt es, weltweit gesehen, in allen Varianten, von liberal bis extrem hart.

Oftmals scheint das Wohlergehen eines Taeters mehr als das eines Opfers am Herzen zu liegen. Beruht dieses auf der Furcht, man koennte vielleicht eines Tages selbst zum Taeter werden oder gar das Opfer eines Justizirrtums?

Geht es etwa grundsaetzlich immer nur um das eigene Ego? Ist es das? Ich koennte ja mal im Bau landen und dann ist es gut, wenn es eine lasche Strafpolitik gibt. Ist zwar aus Kanninchenherzsicht nachvollziehbar, oeffnet aber Gevatter Fuchs Haus und Hof. Sprich, zwar niemals selbst im Knast, aber dafuer von Gevatter Fuchs erledigt.
Glaub ich nicht, dass darin der Grund liegt, solange der humane Strafvollzug nicht soweit geht, dass Menschen im Knast eine echte Alternative zum Leben in "freier Wildbahn" sehen kann ich kein ernsthaftes Problem entdecken.
 
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Tramaico

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strike" said:
Dennoch gilt für mich, dass uns Menschen nicht das Recht auf eine Entscheidung *) über Leben oder Tod zusteht.
Worin sonst unterscheiden wir uns sonst?
Dies gilt dann eben auch für Dealer.

Gruss,
Strike
So, wem steht diese Entscheidung denn dann zu? Hier hat sich der Mensch in seiner Humaitaet und Emotionalitaet etwas zurechtgebastelt. Es werden staendig Entscheidungen ueber Leben und Tod getroffen. Zwangslaeufig. Im Krieg sowieso.

In dem Augenblick, wenn jemand eine toedliche Waffe zieht, dann kommt es ebenfalls zu dieser Entscheidung. Toete oder werde getoetet. Naturgesetz. Fuer ein Raubtier ist der Mensch nur ein Beutetier. Fressen, nicht mehr und nicht weniger. Auch dann, wenn noch so schoene Gedichte schreiben kann, bei Lassiefilmen weint oder regelmaessig zu Ballettveranstaltungen geht.

Das Gros unterscheidet sich dadurch, dass es sich um keine Gesetzesbrecher handelt. Der Verbrecher ist somit erst einmal immer im Vorteil, weil er sich nicht an die Regeln haelt. Wir muessen fair handeln und human und er nicht. Ein ungleicher, ein unfairer Kampf.

Bei der Demo steht man sich gegenueber. "Dreckiges imperialistischen Bullenschwein. Staatsscherge". Ist dann irgendwann einmal ein Einbrecher im Haus oder man wird Opfer eines Angriffes, dann wird sich gerne an das Bullenschwein erinnert. Zur Huelfe, zur Huelfe. Gegen die Obrigkeit bis zu dem Punkt, dass die Obrikeit von Nutzen ist.

Den Dealer interessiert das Schicksal seiner Opfer nicht. Ihm ist egal ob er Familien, Gesundheit, Leben zerstoert. Es geht ihm nur um Geld. Entweder um ein luxerioeses Leben zu fuehren und/oder seine eigene Sucht zu fianzieren. Die eigene Sucht kann keine Rechtfertigung sein, anderen Leid zuzufuegen. Wer so weit unten ist, sollte entweder rechtzeitig Hilfe suchen oder sich einfach den Todesschutz setzen.

Ich wurde zum Taeter, weil ich Opfer bin kann bedingt dann akzeptabel sein, wenn sich die eigene Aktion gegen den urspruenglichen Taeter richtet, aber nicht gegen unbetroffene Dritte. Wer der Oma mit der Bierflasche auf den Kopf haut um ihr die Handtasche zu rauben muss hier voll und ganz die Konsequenzen tragen, auch wenn es sich um einen Drogenabhaengigen handelt.

Kurzum, bin kein Befuerworter der Todesstrafe noch ein Gegner. Also keine Grundsaetzlichkeit. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Dass derzeit auf Drogenhandel in Thailand die Todesstrafe steht, naemlich dann wenn es um bestimmte Drogen in bestimmter Menge geht, kann ich mit leben. Koennte ich es nicht, wuerde ich hier nicht leben.

Habe auch mit einigen Thais gesprochen, die die damalige Thaksin Aufraeumaktion absolut befuerworteten. Die Strasen waren praktisch ziemlich von Yah Bah ausgetrocknet. Zwischenzeitlich sind die Dealer wieder aus den Loechern herausgekrochen. Auch ein Grund, dass sich mancher Thai Thaksin zurueckwuenscht.

Meine Meinung ist in der Angelegenheit nicht relevant. Habe ja als Auslaender kein Wahlrecht, um die Politik zu beeinflussen. Doch ich habe die Wahl die hiesigen Gesetze zu akzeptieren oder auch die Freiheit meine Zelte abzubrechen. Fuer mich persoenlich ausreichend Optionen genug. Habe mich bereits schon vor Jahren entschieden. Genauer gesagt, am 16.02.2000 als ich nach Thailand kam um mein zukuenftiges Leben hier zu verbringen. Es zu meiner Wahlheimat machte, mit all seinen Schwaechen und Staerken. Es fiel mir sehr leicht, mich zu integrieren. Somit kam ich persoenlich dann auch nicht vom Regen in die Traufe und endete lediglich nicht als einer von vielen unzufriedenen Farangs. :wink:

P.S.: Muss jetzt aussteigen aus der Diskussion. Habe ja auch noch ein reale Aufgaben. Finden sich sicherlich noch Gespraechspartner. Glaube wir haben uns trotz kontroverser Ansichten in den letzten Stunden recht zivil auseinandergesetzt. :wai:
 
Samuianer

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Chaweng - Ko Samui
"Um sich im Unendliche zu finden muss man ERST unterscheiden und DANN verbinden!"

Es gibt bestimmte Dinge die sollten fein saeuberlich getrennt werden.

Es ist was Anderes ob bei einer Skiabafahrt durch eine Zusammenkettung wiederlicher, unvoraussehbarer Umstaende ein Mensch mit einem verirrten abgerissen Ski getoetet wird oder ob bei einem bewaffneten Ueberfall ruecksichtslos von der Schusswaffe Gebrauch gemacht wird.

Dewegen unterscheidet das Gesetz hier auch im Strafmass!

Warum wird bei Drogendelikten das Strafmass unverhaeltnissmaessig hoeher angelegt?

Hat jemand im Alkoholrausch einen Unfall mit Schwerstverletzten verursacht, gibt es ein Jahr auf Bewaehrung und 5000 Euro Geldstrafe plus Fahrerlaubnissentzug..

In Texas kann jemand fuer's weiterreichen eines Joints bis zu 10 Jahre Knast abmachen, weil (z.B.)in Oregon der Besitz bis zu einer Unze straffrei ist, in Britsh Columbia/Canada sich sogar der Polizeichef geweigert hat, Drogenkonsum verfolgen zu lassen, weil er dann zuwenig Personal fuer die Verfolgung und Aufklaerung "richtiger Verbrechen" haette!


Sowie in Bayern, (soweit mir bekannt ist) der Entzug der Fahrerlaubniss droht, wenn einer "stoned beim Fahradfahren oder gar als Fussgaenger , ueberhaupt des Drogenkonsums ueberfuehrt wird... :rolleyes:
 
Dieter1

Dieter1

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Tramaico" said:
Ausserdem halte ich z. B. in Deutschland die Strafgesetzgebung fuer nicht hart genug.
Das ist in Deutschland gaengige Unterschichten- und Stammtischmeinung.

Aus ihr spricht ein nicht geringes Mass an Frustration und deshalb wundert es mich, sie aus Deinem Mund zu vernehmen.
 
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Tramaico

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Fazit: Unterschichten und Stammtischmeinung ist ja dann somit nicht zutreffend. Auch Frustation nicht. Wuerde ja sonst nicht aus meinem Mund kommen.

Es freut mich, dass ich klaeren konnte. :aetsch:
 
KKC

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Dieter1" said:
Tramaico" said:
Ausserdem halte ich z. B. in Deutschland die Strafgesetzgebung fuer nicht hart genug.
Das ist in Deutschland gaengige Unterschichten- und Stammtischmeinung.

Aus ihr spricht ein nicht geringes Mass an Frustration und deshalb wundert es mich, sie aus Deinem Mund zu vernehmen.
Sorry, aber das halte ich jetzt für Dieters Märchenstunde.
Solltest Dich mal schlau machen bevor Du so einen Blödsinn postet.

In Deu wird dem Täter doch jede Brücke gebaut, um mit einer möglichst geringen Strafe wegzukommen. Das die dann nach 50-70% der abgeseßenen Strafe zur Bewährung ausgestezt wird ist eine weitere Tatsache.
In Deutschland sind die Opfer die Dummen, nicht die Täter.

Gibt es genügend Beispiele dafür.
 
Dieter1

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Weisste Tramaico, erwiesenermassen herrscht in Laendern mit Todestrafe keine geringere Zahl an Gewaltverbrechen und gibt es nicht weniger Opfer, als wie in Laendern ohne.

Um "Praevention" kann es also rein wissenschaftlich gesehen nicht gehen. Was bleibt waere der Gedanke der "Rache". Der wiederrum bedarf einer gewissen Frustration und ist aus guten Gruenden im deutschen Strafrecht nicht vorgesehen.
 
Conrad

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Dieter1" said:
Weisste Tramaico, erwiesenermassen herrscht in Laendern mit Todestrafe keine geringere Zahl an Gewaltverbrechen und gibt es nicht weniger Opfer, als wie in Laendern ohne.

Um "Praevention" kann es also rein wissenschaftlich gesehen nicht gehen. Was bleibt waere der Gedanke der "Rache". Der wiederrum bedarf einer gewissen Frustration und ist aus guten Gruenden im deutschen Strafrecht nicht vorgesehen.
In Ländern ohne Todesstrafe gibt es also genausoviel Gewaltverbrechen wie in Ländern mit Todesstrafe......Na ? Fällt der Groschen ? Nee, natürlich nicht. Wenn es also keinen Unterschied macht, sprächen genausoviel Argumente für die Todesstrafe, wie dagegen....

Und da Strafen ja generell nicht abschreckend wirken, könnte man ja dann gleich die ganze Justiz abschaffen, kostet doch alles nur und bringt nichts.... :gruebel:
 
Thema:

Todesstrafe vollstreckt

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