Re: Thaksin macht ernst--die neue Ausländerpolitik in Thaila
Es ist doch immer wieder interessant, wie schnell man sich in die Haare kriegen kann, speziell wenn es um das Thema Politik geht. Praktisch in Bezug auf jedes Thema bilden sich zwei Fronten und dann kann man sich tot-lamentieren, ohne die Gegenseite zu ueberzeugen.
Um zum Ausgangsthema zurueckzukommen. Hat die Auslaenderpolitik der Thaksin Regierung tatsaechlich die Einreise bzw. den Aufenthalt unverhaeltnismaessig erschwert?
Armin sagt "nein" und dem schliesse ich mich an und vermutlich andere Expats, die den rechtlich legitimen Weg gegangen sind und sich mit einem Non-Immigrant hier aufhalten, werden dies wohl ebenfalls tuen. Auch der Esel ist dabei, gemaess seiner Aussage.
Seit Jahren predigt Immigration schon, dass Personen, die sich langfristig in Thailand aufhalten moechten, ein entsprechendes Visum beantragten und dies ist nun mal einzig und allein das Non-Immigrant oder eine Residence Permit.
Logischerweise sind hier gewisse Anforderungen und rechtliche Auflagen zu erfuellen und wer diesen entspricht, fuer den ist die Aufenthaltsverlaengerung relativ unkompliziert. Relativ deshalb, weil eben die entsprechende Dokumente beigebracht und die Behoerdengaenge gemacht werden muessen.
Bringen wir es auf den Punkt. Wer sich an die Regeln haelt, der muss sich auch unter der Thaksin Regierung nicht davor fuerchten, das ein Aufenthalt in Thailand unmoeglich gemacht wird.
Unerwuenscht in der Tat sind aber die so genannten Pseudo-Touristen, die sich mit den dubiosesten Praktiken ueber Wasser halten. Staendige Grenzueberschreitungen (Visaruns) ist nicht das gelbe vom Ei sondern das Ausnutzen von gesetzlichen Luecken. Wer sich langfristig in Thailand aufhalten will, aus welchen Gruenden auch immer, benoetigt nicht ein Touristen-Visum oder gar nur ein "Visum bei Ankunft" sondern schlichtweg ein Non-Immigrant Visum. Wer hierfuer nicht qualifiziert ist, sollten sich Gedanken machen weshalb nicht und dann eben Massnahmen einleiten, die die Qualifikation ermoeglichen.
Meine Arbeitserlaubnisverlaengerung hatte ich dieses Jahr innerhalb von einer Woche (Einreichung des Antrags und eine Woche spaeter die Abholung) in der Tasche. Die Verlaengerung des Jahresvisums dauert immer ein wenig laenger (gewoehlich 2 - 3 Monate bis der Stempel im Pass ist, bei monatlichen Vorsprachen). Die selbe Problemlosikeit wurde mir von anderer Seite bestaetigt.
Fazit: Diejenigen, dessen Antraege auf festen Fuessen stehen und den gesetzlichen Auflagen entsprechen werden bei Visaantraegen bzw. Aufenthaltgenehmigungsverlaengerungen keine Probleme haben. In Haertefaellen stehen die Immigrationsbeamten haeufig sogar mit Rat zur Seite, welche Moeglichkeiten gemaess den gesetzlichen Richtlinien die besten sind.
Andere, die sich aber mit akrobatischen Drahtseilakten bisher irgenwie durchgehangelt haben, denen wird moeglicherweise das Drahtseil durchgeschnitten. Berechtigte Massnahme oder diktatorisches auslaenderfeindliches Verhalten?
Gruss,
Richard

, der Thai Rak Thai waehlen wuerde, wenn er qualifiziert und morgen Wahltermin waere. Ob dieses auch so in vier Jahren waere, weiss ich nicht, speziell weil bei den Demokraten ein neuer Mann namens Khun Aphisit an den Start gegangen ist, der hoffentlich die Spinnenweben aus der demokratischen Parteizentrale mit Erfolg und Ueberzeugung entfernen kann und ganz neuen frischen Wind auf die thailaendische Politikbuehne bringt, was absolut zu wuenschen waere.