Thailandmüde?

Diskutiere Thailandmüde? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; @X-Pat, ich freue mich, daß Du dieses Thema aufgemacht hast und ich empfinde Deine dort gemachten Erfahrungen als sehr seriös und ehrlich. Da...
Chumpae

Chumpae

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Chumpae
@X-Pat, ich freue mich, daß Du dieses Thema aufgemacht hast und ich empfinde Deine dort gemachten Erfahrungen als sehr seriös und ehrlich.

Da ich selbst ja noch nicht für dauernd in LOS weile, interessiert es mich aber sehr, wie man denn so seinen täglichen Ablauf organisiert und welche Probleme dabei auftreten. Im Gegensatz zu Dir werde ich erst zum Ende meiner normalen beruflichen Tätigkeit da hin wechseln.

Die Gründe dafür sind rein menschlicher Natur. Für mich persönlich ist es unvorstellbar, nach ca. 40 Jahren Arbeitsleben in der Premiumwelt, meinen Lebensunterhalt neben der minimalen staatlichen Stütze(Rente)auch noch beim Wühlen in diversen Papierkörben dazu zu verdienen(dies ist heute schon bei Rentnern in D durchaus Realität).

Andererseits respektiere ich den Wunsch meiner Frau nach 10 Jahren Saudi-Arabien und bisher 20 Jahren D für ihre Familie in Thailand da zu sein.Die aktuelle Situation bedeutet für mich, daß ich nach einem Leben in einer Diktatur und nunmehr ca. 25 Jahren in der BRD wieder in eine Diktatur zurückkehren würde.Kein schöner Gedanke-persönlich fühle mich aber willens und in der Lage einen kleinen Freundeskreis aufzubauen, mit denen man gemeinsam das Rentnerdasein in LOS geniessen kann. Ich fühle mich durchaus körperlich und geistig in der Lage, in der Thailand das eine oder andere noch zu bewerkstelligen- letztendlich fehlen mir aber die persönlichen Erfahrungen mit Expats.

In einem Nachbarforum sieht man wöchentlich die Schlemmerorgien deutscher Küche. Für mich jedesmal die Frage:Warum tun sie dies-wird es Dir später auch mal so ergehen ?Wann kommt dann Dein persönlicher Break Even ? Ein zurück gibt es Altersbedingt (wahrscheinlich)nicht mehr und ein Neuanfang in einer völlig neuen Umgebung steht für mich dann auch außer Frage.

Hier kommt jetzt der Punkt für mich nachzufragen:Wäre Deine Familie bereit mit Dir und Deinem Engagement noch mal ganz neu anzufangen(Ich denke mal D wird nicht das Ziel Deiner Träume sein)?.Traust Du Deinen Kindern zu, auch noch einmal neu anzufangen ? Wird Deine Ehe dies verkraften ? u.s.w.

Allein schon die Vorstellung, daß Du dieses wichtige Thema anstößt, bereitet mir eher Sorgen,denn in Deinen Threads oder auch als Moderator und Member scheint für mich eigentlich Dein Leben in geordneten Bahnen und vorbildlich für Andere.

Ich hoffe für Dich persönlich, daß die Situation nur momentan ist und Du für Dich und Deine Familie einen hoffnungsvollen Algorhythmus findest.
 
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Franky53

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nicht mehr hier
Das sind keine Vorteile, das ist maximal ein nice to have fuer Leute die das brauchen.
?!
wahrscheinlich die Steigerung von Touristen die glauben sie müßten ein gelbes Hausbuch und einen Thai-FS besitzen um hier was besonderes zu sein.
 
Nokgeo

Nokgeo

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Hi x-pat..
danke für das Thema ( Thailandmüde? )

Zwar nicht so super viel neues..
Zweifler und Befürworter gabs schon vor Jahren..( im Net )
Hat halt jeder sein eigenes " Package "..und " Durchblick ".. ;-)
für mich schon interessant, wie Denkweisen - Verhaltensweisen
allgemein..und speziell im Bezug zu TH vorhanden sind..bzw. Richtung zu uns, den Ausländern,
seitens Thai.
 
Nokgeo

Nokgeo

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Es betrifft eigentlich fast jeden, ob Expat, Langzeiturlauber, Digitalnomade, oder Länderpendler. Also gut, jeden außer Tramaico. Thailandmüdigkeit ist kurz gesagt die Idee das es bessere Orte zum Leben als Thailand gibt. Interessanterweise entwickelt sich das oft besonders ausgeprägt bei denen, die vorher Thailand als das Land sahen in dem Milch und Honig fließen.

Vielleicht hat Thailand sein Lächeln verloren,

--> oder vielleicht ist auch einfach meine Geduld am Ende. <-- Ich sehe Thailand gesellschaftlich auf der Stelle treten und meine Toleranz für Korruption, Verwantwortungslosigkeit, und Ignoranz sind auch nach 20 Jahren nicht gewachsen.

Nun habe ich Kinder im Grundschulalter und muss mir die Frage stellen: ist dies die Gesellschaft in der ich meine Kinder aufwachsen sehen möchte? Cheers, X-pat
Du hast Zweifel.
Im Bezug..Aufwachsen deiner Kinder,in DEM System dort..
Du bist der Papa ( verantwortungsvoll handelnd nach eigenen erlebten - vergangenen Erfahrungen und actl. Erfahrungen ) und ne Mama gibs auch. :-)

Du bist der Boss..Entscheide.
Kann dir hier ( Nittaya ) keiner abnehmen.
*****
 
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Rudigo

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Aber auch da wieder die Frage, wer will das ausser Tramaico?!
Wohl doch einige, weil es "nice to have" waere, wobei die thailaendischen Behoerden aber verstaendlicherweise nicht mitspielen. Die sagen sich, dass sie bereits ausreichend eigene Kuckucke im Nest haben, da muss man dann sich keine noch zusaetzlich aus dem Ausland importieren. Anders als in der Premiumwelt haelt man sich auch fuer alles immer ein Tuerchen offen, so dass man nicht zum Opfer der eigenen Gesetzgebung wird. Gar nicht mal so dumm, wie ich finde. Natuerlich klagen verstaendlichrweise darueber die fremdlaendischen Kuckucke, wie ungerecht doch die thailaendischen Volieren-Waerter sind. Aber wohl nur scheinbar, weil Thailand sich lediglich nicht abschaffen will.
 
markobkk

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Wer die thailaendische Staatsbuergerschaft moechte kann selbige gern beantragen. Fuer mich waer das nichts, auch kein "nice to have". Da lauf ich lieber einmal im Jahr zur Immigration bevor ich mich hier einbuergern lasse und vielleicht sogar noch meinen deutschen Pass abgeben muss. Ich wuesste jetzt auch nicht warum es erstrebenswert sein sollte Thai zu werden.
 
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Rudigo

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Ich wuesste jetzt auch nicht warum es erstrebenswert sein sollte Thai zu werden.
Nun, es ist immer sinnvoll Staatsbuerger seiner (Wahl)Heimat zu sein, da man ansonsten immer Auslaender und irgendwie heimatlos ist. Anders als im verdrehten Deutschland werden in den meisten Laendern naemlich nicht Auslaender und Staatsbuerger gleichgestellt oder haben sogar mehr Rechte. Wer Rechte in einem Land einfordern will, die natuerlich nicht ohne Pflichten kommen, sollte sich erst einmal einbuergern lassen, ehe er ueberhaupt ein Recht zum Fordern erhaelt. Was in Deutschland abgeht ist und kann nicht Massstab fuer andere souveraene Laender sein. Wer mit einer Einbuergerung in seiner Wahlheimat nichts anfangen kann und diese nicht anstrebt, hat ganz offenbar das falsche Land gewaehlt und ist somit nur ein Migrant und kein Emigrant, was zwangslaeufig frueher oder spaeter zu Problemen fuehren muss, da eine wirkliche Indentifizierung mit dem Heimatland fehlt. Das betrifft Thailand genauso wie Deutschland. Viele Deutschen in Thailand erinnern an tuerkische Gastarbeiter in Deutschland, die es zwangslaeufig regelmaessig in die wirkliche Heimat zurueckzieht. Im Grunde sind sie in der neuen Heimat nie richtig angekommen und es wird sich somit dann auch die im Thread angesprochene Muedigkeit einstellen. Wer jedoch wirklich integriert ist, fuer den wird letztendlich die Verhaftung immer staerker werden, je laenger er eben Zuhause lebt, als dass sie sich verringert. My home is my castle even if it is not located at the place of my origin.
 
x-pat

x-pat

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Da ich selbst ja noch nicht für dauernd in LOS weile, interessiert es mich aber sehr, wie man denn so seinen täglichen Ablauf organisiert und welche Probleme dabei auftreten. Im Gegensatz zu Dir werde ich erst zum Ende meiner normalen beruflichen Tätigkeit da hin wechseln.
Für Pensionisten, Singles, und unabhängige Paare ist Thailand nach wie vor ein sehr attraktiver Zielort. Das liegt vor allem an der bewährten Kombination von ganzjährigem Sonnenschein und niedrigen Preisen. Wie man seinen Tagesablauf organisiert, und wo man sich niederlässt hängt von persönlichen Präferenzen ab. Mir gefällt es zwar im Süden, aber auf Dauer ziehe ich die Berge in Nordthailand dem Strandleben vor. Angehenden Expats würde ich raten ein Auto einzuplanen, da die öffentlichen Verkehrsmittel sehr lückenhaft sind, falls überhaupt vorhanden. Es ist verlockend hier zu bauen, da die Baukosten niedrig sind, aber das Land in der Umgebung der Städte ist mittlerweile teuer.

Die aktuelle Situation bedeutet für mich, daß ich nach einem Leben in einer Diktatur und nunmehr ca. 25 Jahren in der BRD wieder in eine Diktatur zurückkehren würde. Kein schöner Gedanke...
Im Hinblick auf das Expatleben macht die Regierungsform kaum einen Unterschied. Ob Militärregierung oder korrumpierte Scheindemokratie - die thailändische Politik ist in beiden Fällen dysfunktional. Die Auswirkungen sind subtil, aber sie betreffen alle Lebensbereiche, von Umwelt- und Verbraucherschutz, ICT-, und Verkehrsplanung bis hin zu Erziehung und Sozialwesen. Alles funktioniert nur so halbwegs, aber angesichts der wirklich beschissenen Führung ist man schon erstaunt und dankbar, dass es überhaupt halbwegs funktioniert.

Hier kommt jetzt der Punkt für mich nachzufragen:Wäre Deine Familie bereit mit Dir und Deinem Engagement noch mal ganz neu anzufangen (Ich denke mal D wird nicht das Ziel Deiner Träume sein)?.Traust Du Deinen Kindern zu, auch noch einmal neu anzufangen? Wird Deine Ehe dies verkraften?
Also Claude hat schon irgendwie recht wenn er sagt, dass es Jammern auf hohem Niveau ist. Uns geht es physisch und materiell ganz gut und ich hatte das Glück einige Träume in Thailand verwirklichen zu können. Aber gleich auf welchem Niveau man sich befindet, will man immer eine Stufe weiter. Das liegt in der Natur des Menschen. Für mich bedeutet jetzt eine bessere Zukunft für meine Kinder und eine weiter entwickelte Gesellschaft.

Ich glaube, dass meine Töchter die wenigsten Probleme mit der Anpassung an eine neue Umgebung hätten. Die sind ja noch jung und waren auch schon ein paar mal außerhalb von Thailand. Meiner Frau traue ich das eigentlich auch zu. Sie hat in Amerika studiert, ein paar Jahre dort verbracht, und wir haben jetzt so 7-8 mal Deutschland und Europa gemeinsam besucht. Sie spricht fließend Englisch, ein wenig Deutsch, und ist Neuem gegenüber offen. Sie würde am liebsten wieder nach Bangkok gehen, aber im Interesse der Kinder würde sie auch woanders hin gehen.

Cheers, X-pat
 
x-pat

x-pat

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Ich wuesste jetzt auch nicht warum es erstrebenswert sein sollte Thai zu werden.
Ich auch nicht. Wirklich schade, dass Tramaico nicht anwesend ist. Ich bin mir sicher, er würde das gerne in einem 2/3-seitigem Post erklären. Aber @Rudigo, sag mal ehrlich, wieviele Expats/Einwanderer kennst du denn die Thai werden möchten, oder es sogar geworden sind?

Cheers, X-pat
 
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somtamplara

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Wer die thailaendische Staatsbuergerschaft moechte kann selbige gern beantragen. Fuer mich waer das nichts, auch kein "nice to have". Da lauf ich lieber einmal im Jahr zur Immigration bevor ich mich hier einbuergern lasse und vielleicht sogar noch meinen deutschen Pass abgeben muss. Ich wuesste jetzt auch nicht warum es erstrebenswert sein sollte Thai zu werden.
Da du den deutschen Pass nicht abgeben musst, liegen die Vorteile klar auf der Hand, jedenfalls fuer alle die hier Geschaefte machen wollen.
Und wenn du sehr viel Geld machst/mitbringst kannst du dich auch damit bruesten auch mit Thai Pass nur 100 Woerter Thai zu koennen wie Mr. Heinecke.
(gehoert nicht zu meinem Bekanntenkreis :p)

William Heinecke - Wikipedia, the free encyclopedia
American Billionaire Made in Thailand Doubles Down on Kingdom After Coups - Bloomberg
 
markobkk

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Man kann auch integriert sein ohne gleich den Pass des jeweiligen Landes in der Tasche zu haben und Vorteile sehe ich im Thaipass auch nicht wirklich. Gut, man kann ohne WP arbeiten oder Land kaufen und waehlen gehen aber reicht mir nicht als Argument fuer einen Thaipass. Allein die Tatsache das ich dann fuer fast jedes Land ein Visa beantragen muesste wenn ich reisen moechte waere schon Grund genug keinen Thaipass zu wollen.

Die Kosten fuer Residence Visa und Einbuergerung stehen ebenfalls in keinem Verhaeltnis zur ansonsten einmal pro Jahr notwendigen Visa / WP Verlaengerung. Im uebrigen stand fuer mich vom ersten Tag an fest das ich gern in Thailand 20 oder auch 30 Jahre arbeiten wuerde, allerdings nie meine Rente in diesem Land verbringen moechte da es mir ganz einfach u.a. kulturell zu wenig bietet. Ausserdem fehlen mir persoenlich die unterschiedlichen Jahreszeiten, mit der Mentalitaet der meisten Leute habe ich auch nach 16 Jahren teilweise noch Probleme und vieles, vieles mehr.

Wenn ich die Firma mal aussen vor lasse find ich die schulischen Umstaende verglichen mit Deutschland hier besser. Kleine Klassen, sehr gute Schulumgebung und die Kinder lernen noch was. Das ist ein Grund das wir unser Kind so lange wie moeglich hier zur Schule gehen lassen. Allerdings ist auch da irgendwann ein Punkt erreicht das wir rechtzeitig vorm Abschluss nach Deutschland zurueck gehen werden um einen reibungslosen Uebergang zwischen Abschluss und Ausbildung zu gewaehrleisten. Falls das Kind spaeter sagt das es nach Thailand zurueck moechte steht im dieser Weg ja jederzeit offen. Er spricht 3 Sprachen fliessend, hat beide Paesse und von daher hat er spaeter alle Moeglichkeiten. Fuer mich dagegen ist hier frueher oder spaeter Schluss. Nichts gegen Urlaub und ab und an mal in der Firma vorbei schauen, aber ansonsten bleib ich doch lieber aus den verschiedensten Gruenden ueberwiegend in Deutschland.
 
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Da du den deutschen Pass nicht abgeben musst
Das weiss ich nicht genau, aber selbst wenn man den deutschen Pass behalten koennte waere ein Thaipass in meiner persoenlichen Situation voellig ueberfluessig da ich weiss das ich hier auf gar keinen Fall meinen Lebensabend verbringen moechte.

So und jetzt muss ich zum Meeting und bin die naechsten Stunden nicht online 8-)
 
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Rudigo

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Dein Post reflektiert, dass Du nach wie vor zu premiumlandmaessig denkst, was eine wirkliche Integration unmoeglich macht und letztendlich dann irgendwann zur angesprochenen Ueberdruessigkeit fuehren wird. Bei den meisten Expaten. Es wird immer rein nach nur nach den individuellen Vorteilen gesucht und die Gegebenheiten in der Wahlheimat mit denen des urspruenglichen Herkunftsland verglichen. Ich will zwar schwimmen, aber dabei nicht nass werden. Daher These: Eine Integration wird erst durch eine Einbuergerung wirklich abgeschlossen. Somit nach der Erkenntnis von Herrn Kennedy: Don't ask what your country can do for you, ask what you can do for your country.
 
benni

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was ist eine wirkliche Integration? mutmaßlich äussert sich diese durch die Akzeptanz der Bevölkerung in allen Bereichen ebenbürtig wie ein Thai zu sein. Um zu diesem Punkt zu gelangen, wäre ein Pass bloss ein technisches Accessoire für gewisse Prozesse, da die 'wirkliche Integration' ausschliesslich von inneren Antrieben und deren Umsetzung ausgeht. Kenne in der Tat Farangs, die das Farangsein intuitiv dermassen ablehnen, sodaß sie in allen Lebensbereichen komplett Thai wurden. Der Pass ist, zumindest bei einer mir bekannten so gewandelten Deutschen, allerdings deutsch.

Mir persönlich stellt sich die Frage überhaupt nicht. Bin ich integriert oder nicht. Stellt sich ein Tennisspieler während des Spielens die Frage ob er gerade Tennis spielt? Was sollen diese theoretischen Gedankenspiele? Ich komme mit allen gut aus, lebe dort wo es mir behagt, weil ich das mache, was es "im Angebot" gibt. Vielleicht bin ich sogar gewisserweise integriert?
 
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Rudigo

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Mir persönlich stellt sich die Frage überhaupt nicht. Bin ich integriert oder nicht. Was sollen diese theoretischen Gedankenspiele? Ich komme mit allen gut aus, lebe dort wo es mir behagt, weil ich das mache, was es im Angebot gibt. Vielleicht bin ich sogar gewisserweise integriert?
Hm, vermutlich bist Du deshalb auch trotz Deiner sehr langen Zeit in Thaiand nicht thailandmuede. Du nimmst es einfach wie es ist und das ist wiederum sehr thailaendisch. Auch ohne Einbuergerung.
 
x-pat

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Um zu diesem Punkt zu gelangen, wäre ein Pass bloss ein technisches Accessoire für gewisse Prozesse, da die 'wirkliche Integration' ausschliesslich von inneren Antrieben und deren Umsetzung ausgeht.
Da hat Benni vollkommen Recht, Integration ist eher eine Sache der Einstellung. Ich habe im Laufe der Jahre einige Farangs mit thailändischer Staatsangehörigkeit, entweder erworben oder von Geburt an, kennengelernt.

Da waren zum Beispiel die italienischen Brüder mit dem Reiseunternehmen. Drei Jahrzehnte in Thailand, mit Thais verheiratet, aber sie aßen nie etwas anderes als Pizza und Pasta. Im Laufe der Jahre hatten sie einen Koch ausgebildet der perfekt italienisch für sie kocht. Auf der Chef Etage waren des öfteren Verdi Opern hören.

Dann war da der Schwarz-Amerikaner-Thai, der in Thailand geboren und aufgewachsen ist. Er wurde zeitlebens von den Thais angestarrt, weil das perfekte Thai aus dem Mund eines afrikanisch aussehenden Mannes vollkommen unerwartet war. Alle glaubten, dass er einen gefälschten Thai Pass besitzt.

Oder der Schweizer Geschäftsmann, der mit vier verschiedenen thailändischen Frauen verheiratet war, und sich in seiner Etage eines luxeriösen Condos weitgehend von dem quirligen Leben in Bangkok isolierte. Fast alles in seiner Wohnung bestand aus Schweizer bzw. europäischen Fabrikaten, inklusive Aircon-Weinkeller.

Sind diese Leute aufgrund ihres thailändischen Passes integriert?

Cheers, X-pat
 
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Rudigo

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Sind diese Leute aufgrund ihres thailändischen Passes integriert? Cheers, X-pat
Nein, natuerlich nicht, sondern der thailändische Pass ist nur das letztendliche "i"-Tüpfelchen. Aber auch nur für diejenigen, die nicht vorher bereits am "i"-Strich scheitern.
 
Micha

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Was spricht eigentlich gegen einen thailändischen Pass, wenn tatsächlich, wie in einem der vorangegangen Beiträge angegeben, der D-Pass nicht abgegeben werden muss?
 
Dieter1

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Was spricht eigentlich gegen einen thailändischen Pass, wenn tatsächlich, wie in einem der vorangegangen Beiträge angegeben, der D-Pass nicht abgegeben werden muss?
Gar nichts spricht dagegen.
 
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auch sollte man nicht vergessen,
das nach th. Recht bis 1973 die Kinder von Ausländern, auch Touristen,
die in Thailand geboren wurden,
automatisch Anspruch auf die th. Staatsbürgerschaft hatten.

So besitzt auch die Tochter des ehemaligen deutschen Honorarkonsuls von Phuket und jetzige Nachfolgerin, aufgrund dieses Umstandes den th. Pass.
 
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Thailandmüde?

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