Thailandmüde?

Diskutiere Thailandmüde? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Keine persönlichen Probleme mit den Leuten und keine Konfrontationen, halte in Thailand nach wie vor für selbstverständlich gegeben. Mir würde das...
Micha

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Natürlich, aber in der Sparte habe ich seitens der Thailänder keine Veränderungen erlebt. Allenfalls hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in den ländlichen Gebieten, wo man früher gelegentlich neugierig angestarrt wurde, ein Gewöhnungseffekt eingestellt, weil Farangs mittlerweile in jeder Ecke des Landes anzutreffen sind.

Wenn man ein Minimalverständnis der thailändischen Sprache mitbringt, einigermaßen umgänglich ist, und einige spezielle Regeln beachtet, hat man auf der persönlichen Ebene kaum Probleme in Thailand. Die Thailänder vermeiden Konfrontationen sowieso von sich aus. Das ist kein Thema. Das Problem sind nicht die Individuen, sondern die Gesellschaft. Die Gesellschaft nervt.

Wenn ich das mal mit Deutschland vergleichen darf, verhält es sich dort meist umgekehrt. Dort sind es fast immer Individuen die nerven; Erbsenzähler, Wichtigtuer, Denunzianten, Geizgeile, Proletarier etc. Der Knackpunkt ist, dass man Individuen die man nicht mag aus dem Weg gehen kann, während man der Gesellschaft in der man lebt nicht aus dem Weg gehen kann.

Cheers, X-pat
Keine persönlichen Probleme mit den Leuten und keine Konfrontationen, halte in Thailand nach wie vor für selbstverständlich gegeben. Mir würde das für ein angenehmes Dasein bei weitem nicht reichen.
Es ist imho vielmehr die Resonanz bzw. Akzeptanz die man in kaum wahrnehmbaren Kleinigkeiten und Details während der unzähligen Begegnungen in den verschiedensten Situationen erfährt.
 
Uns Uwe

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Ich stelle fest, das dies mittlerweile nicht mehr so ist. Vielleicht hat Thailand sein Lächeln verloren, oder vielleicht ist auch einfach meine Geduld am Ende. Ich sehe Thailand gesellschaftlich auf der Stelle treten und meine Toleranz für Korruption, Verwantwortungslosigkeit, und Ignoranz sind auch nach 20 Jahren nicht gewachsen. Nun habe ich Kinder im Grundschulalter und muss mir die Frage stellen: ist dies die Gesellschaft in der ich meine Kinder aufwachsen sehen möchte?

Cheers, X-pat
Erstmal: Hut ab für die ehrlichen Worte! Das gilt auch für Member Markobkk, der sich vor einigen Tagen ja achon mal ähnlich geäussert hat. Bevor ich euch Beiden hier jetzt mit schlauen Lebensweisheiten komme, wünsche ich euch einfach Glück dabei, die richtige Entscheidung für euch und eure Familien zu treffen. Ein gutes Beispiel für eine Rückwanderung haben wir hier ja von Member Lucky mitbekommen.
 
wasa

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Die Gesellschaft nervt und die bewusste Wahrnehmungsfähigkeit von Feinheiten und Details bei Begegnungen...
macht einem "Thailandmuede".
Anhang anzeigen 16877

PS
Ein gutes Beispiel für eine Rückwanderung haben wir hier ja von Member Lucky mitbekommen.
Zitat @Uns Uwe
Moechte der oder "Sie" nicht am Liebsten wieder zurueck nach Thailand?
 
rolf2

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Keine persönlichen Probleme mit den Leuten und keine Konfrontationen, halte in Thailand nach wie vor für selbstverständlich gegeben. Mir würde das für ein angenehmes Dasein bei weitem nicht reichen.
Es ist imho vielmehr die Resonanz bzw. Akzeptanz die man in kaum wahrnehmbaren Kleinigkeiten und Details während der unzähligen Begegnungen in den verschiedensten Situationen erfährt.
Ich gehe mal davon aus das es einen riesigen Unterschied macht in Thailand seit 20 Jahren zu leben und dort seine Brötchen zu verdienen oder das Land als mehr oder weniger unbeteiligter Tourist zu erfahren. Du redest gerne von Respekt, also XPat ist sicherlich jemand den man respektieren sollte wenn es um Auswanderung und Leben in Thailand geht.

Der Mensch geht durch verschiedene Phasen, alles wird hier nicht erzählt ist ja auch klar.
 
wasa

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Ich finde auch das man anders denkt und urteilt,wenn man in TH mit Frau und zwei kleinen Kindern lebt oder nur mit einer "kleinen Freundin".
 
DisainaM

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Es ist imho vielmehr die Resonanz bzw. Akzeptanz die man in kaum wahrnehmbaren Kleinigkeiten und Details während der unzähligen Begegnungen in den verschiedensten Situationen erfährt.
die muss man als Expat zwangsläufig ausblenden,
um sich nicht selber zu untergraben.
 
pegasus

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Bedürfnis nach geistiger Reibung und intellektuellem Input, was in Thailand oder auch mit einer Thaifrau weniger gut funktioniert als vergleichsweise mit einer Frau mit einer ähnlichen Herkunft.
Woher leitest Du denn diese Feststellung ab ? Gibt es nach Deiner Meinung in Thailand nur intellektuell unterentwickelte Frauen ? Kann ich so nicht teilen, diese Aussage. Da kenne ich ein paar Frauen, die über den Tellerrand schauen können.

Aber zum Thema: nach jetzt etwas über zehn Jahren in Thailand gefällt es mir immer noch. Nachdem der anfängliche Frust über die hiesigen Bedingungen abgeklungen war, hatte ich hin und wieder mal eine gewisse "Müdigkeit", war aber nichts, was mich dazu bewegt hätte wieder wegzugehen. Bei mir ist aber auch aufgrund häufiger Reisetätigkeit eine gewisse Abwechslung da. Bin dann aber immer wieder froh, wenn ich nach Hause komme. Mir gefällt es ganz gut so wie es jetzt ist und ich bleibe auch gern noch in Thailand.

Was nervt ist in der Tat, dass man sich hier durch die restriktive Visa-Politik als Ausländer nicht richtig willkommen fühlt. Jedes Jahr wieder zur Immi rennen, Bitte-Bitte sagen und den neuen Jahres Stempel holen steigert nicht unbedingt das Vertrauen. Scheint aber kein Interesse seitens der Regierungen zu bestehen, dies zu verändern. Im Gegenteil, die Regelungen werden sogar noch verschärft.
 
Dieter1

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Dann war ich im Juni ne Woche in D und habe festgestellt: Da will ich nicht mehr hin.
Diese Feststellung habe ich beim letzten Besuch in der alten Heimat auch gemacht.

Ich sehe mich nicht auf Lebzeiten in Thailand festgelegt, aber es gibt etliche Laender die ich D bevorzugen wuerde.
 
x-pat

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Keine persönlichen Probleme mit den Leuten und keine Konfrontationen, halte in Thailand nach wie vor für selbstverständlich gegeben. Mir würde das für ein angenehmes Dasein bei weitem nicht reichen. Es ist imho vielmehr die Resonanz bzw. Akzeptanz die man in kaum wahrnehmbaren Kleinigkeiten und Details während der unzähligen Begegnungen in den verschiedensten Situationen erfährt.
Die Resonanz die ich von den Menschen hier in Nordthailand bekomme ist schwer auf einen Nenner zu bringen. Im günstigsten Fall würde ich sie als gelassene Opportunisten mit flexiblen Werten bezeichnen. "Intrigenreiche Pfuscher" wäre allerdings ehrlicher. Trifft natürlich nicht auf jeden zu. Die Erfahrungen und Signale von den Menschen in den letzten 8 Jahren waren nicht gerade überwältigend, auch nicht für meine Frau.

Unser Lebensstandard ist, wie bei vielen Expats, ein wenig über dem thailändischen Durchschnitt. Allein aufgrund dieser Tatsache schlägt einem viel Neid entgegen. Auch das Nassauertum ist ausgeprägt. Viele neue "Freunde" denken, dass wir automatisch ihre Restaurantrechnungen bezahlen, ihnen jederzeit Geld leihen, ein gutes Wort für sie einlegen, oder sie ständig zu irgendwelchen Fahrten und Touren einladen. Ohne Gegenleistung natürlich.

Die Begegnungen mit Menschen in alltäglichen Situationen sind gemischt. Klar gibt es immer wieder nette und freundliche Leute. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die die Masse der Deppen aufwiegen. Ich persönlich finde die Leute hier überwiegend krass materialistisch orientiert und dazu auf einem emotionalen und intellektuellen Kindergarten-Niveau angesiedelt. Mit den meisten von ihnen kann ich einfach nicht viel anfangen, auch nicht mit gutem Willen, an dem es sicher nicht gemangelt hat.

Cheers, X-pat
 
rolf2

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Woher leitest Du denn diese Feststellung ab ? Gibt es nach Deiner Meinung in Thailand nur intellektuell unterentwickelte Frauen ? Kann ich so nicht teilen, diese Aussage. Da kenne ich ein paar Frauen, die über den Tellerrand schauen können.
ich leite das aus meinen langjährigen Erfahrungen ab, es entspricht nicht der Thaimentalität Probleme oder Thematiken argumentativ auszudiskutieren, es gibt selbstverständlich graduelle Abweichungen.

Grundsätzlich wird aber der Gedanke des "Sabai" und "Sannuk" gepflegt.
Als thaitypisch würde ich das Aussitzen bzw. das sich arrangieren mit Problemen statt echter Problemlösung bezeichnen.
Im Übrigen habe ich versucht ein gesellschaftliches "Problem" auf einen kleinen Nenner herunterzuholen.
 
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Ich wohne jetzt seit 21 Jahren dauerhaft in Thailand und meine Frau und meine Kinder haben Thai Pässe. Ich glaube damit kann man mich als Defacto-Einwanderer zählen. Trotzdem muss ich jedes Jahr mein Non-Immigrant Visum erneuern. Klar, ich könnte (für eine gesalzene Gebühr) Residency beantragen, aber wofür? Mit dem Residency Lappen habe ich auch nicht viel mehr Rechte.
Dass du nach einundzwanzig Jahren immer noch offziell als Nichteinwanderer giltst ist so bezeichnend. "Vorübergehend sich im Königreich aufhaltende Person" ist die offizielle Bezeichnung, so stand es nach 20 Jahren Daueraufenthalt bei meinem Vater auf dem Totenschein.
 
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Die Kinder also u.U. in einer Multikultischule verkommen, oder wenn man irgendwo aufs Land zieht, dann immer Aussenseiter sein werden. Habe das mehrfach gesehen, dass sie weder hier noch dort wirklich zu Hause sein werden.
Ideal wäre wohl eine ruhige Vorstadt einer großen Stadt, genug Weltoffenheit, damit Halbthailänder keine Außenseiter sind, und kein Chaos in der Schule. Diese Option bietet sich allerdings nicht, wenn man in Hartz IV zurück kehrt, aber das klingt bei X-Pat ja nicht so.
 
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Die Begegnungen mit Menschen in alltäglichen Situationen sind gemischt. Klar gibt es immer wieder nette und freundliche Leute. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die die Masse der Deppen aufwiegen. Ich persönlich finde die Leute hier überwiegend krass materialistisch orientiert und dazu auf einem emotionalen und intellektuellen Kindergarten-Niveau angesiedelt. Mit den meisten von ihnen kann ich einfach nicht viel anfangen, auch nicht mit gutem Willen, an dem es sicher nicht gemangelt hat.

Cheers, X-pat
dieses Problem wirst Du überall woanders auch haben in allerdings unterschiedlicher Erscheinungsform, die Deppen sind überall in der Mehrheit. Damit muss man sich zwangsläufig arrangieren. Neid und Missgunst findet man überall. Das Kindergartenniveau kann man jedoch auch zum eigenen Vorteil nutzen, ändern kann man es sowieso nicht.

Was Du wahrscheinlich nie in Thailand erleben wirst ist eine zweistündige Diskussion von Eltern im Kindergarten ob man den Kindern weißen Zucker oder braunen fair gehandelten Zucker in den Tee geben darf, obwohl es eigentlich um die Wahl einer zwingend vorgeschriebenen Elternvertretung geht:biggrin:
 
pegasus

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Im Übrigen habe ich versucht ein gesellschaftliches "Problem" auf einen kleinen Nenner herunterzuholen.
Ist aber schon stark vereinfacht. Aber ist schon prinzipiell was dran. In den Tag hineinleben und sich keine großen Gedanken drüber machen, dass am Ende des Geldes noch ziemlich viel Monat übrig sein könnte ist nicht unbedingt die Stärke vieler Leute hier. Da geht schon mal das Vergnügen vor.

Aber ich denke auch, dass es mittlerweile eine wachsende Gruppe von Leuten in Thailand gibt, die das anders denken und die sich durchaus Gedanken darüber machen, wie es mit dieser Gesellschaft so weitergeht. Die sind aber sicherlich nicht in der Mehrheit.
 
strike

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Danke, Thomas, dass Du dieses Thema adressiert hast.

Ich habe bei weitem nicht die Thailand-Erfahrung wie Du, @markobkk, @claude oder all die ungenannten.
Gerade deswegen finde ich es interessant, dass sich meine Gedankengänge und Schlussfolgerungen in euren Beiträgen wiederfinden. Es beruhigt, dass ich mich nicht allein mit Thailand immer schwerer tue.

Ohne in Details einsteigen zu wollen: bei unserem letzten längeren Aufenthalt gab es für mich ein sogenanntes Déjà-vu. Während eines Gespäches mit meinem Sohn bei einer Autofahrt wurde mir sehr klar, dass ich eigentlich weder meine Kinder, meine Frau oder mich selbst freiwillig den aktuell existierenden "Standards" dauerhaft aussetzen möchte.

Dies stellt keine grundsätzliche Kritik am Königreich Thailand dar, denn mE sollen die vorgeblich "Freien" mit Thailand einfach machen, was immer sie für richtig halten. Es ist schliesslich ihr Land.

Und der hier schon oft erwähnte Vorteil für uns Ausländer ist in der Tat, dass man dies nicht aushalten muss, sondern Kommen und Gehen kann, wann immer man will. Auch klar: alle die, die sich dort wohlfühlen, sollen dies auch weiter tun. Es sei jedem gegönnt, schliesslich setzt jeder seine eigenen Prioritäten und das ist auch okay für mich.

Nach vielen Jahren der Annährung an das Land deckt allerdings für mich(!) die Exotik Thailands immer weniger zu. Die Involvierung in die Familie und deren Umfeld sowie die damit zwangsläufig nähere Sicht auf den Umgang miteinander und mit Ausländern, die Erfahrungen bei geschäftlichen Kontakten, das Zusammenleben der Thailänder, aber auch die Wahrnehmung der Veränderung von länger dort lebenden Ausländern (beileibe und Gott sei Dank nicht alle!) und deren offensichtliches Ausgeliefertsein, liessen meine Zweifel immer grösser werden, ob der Beginn des eigentlich ab kommenden Jahr geplante Umzug für uns(!) nach Thailand wirklich eine für alle Beteiligten gute Entscheidung ist. Spätestens mit der Verantwortung für Kinder sind ad hoc bzw. Retour - Entscheidungen nicht mehr so einfach möglich.

Insofern ist für mich ein Austausch zu diesem Thema mit Menschen, die wirklich praktische Erfahrungen, unter einigermassen ähnlichen Randbedingungen, in die Diskussion einbringen, sehr hilfreich.
 
rolf2

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Ist aber schon stark vereinfacht. Aber ist schon prinzipiell was dran. In den Tag hineinleben und sich keine großen Gedanken drüber machen, dass am Ende des Geldes noch ziemlich viel Monat übrig sein könnte ist nicht unbedingt die Stärke vieler Leute hier. Da geht schon mal das Vergnügen vor.

Aber ich denke auch, dass es mittlerweile eine wachsende Gruppe von Leuten in Thailand gibt, die das anders denken und die sich durchaus Gedanken darüber machen, wie es mit dieser Gesellschaft so weitergeht. Die sind aber sicherlich nicht in der Mehrheit.
die Verblödung in der Masse schreitet weltweit voran, dagegen können einzelne Aufgeweckte nicht gegenanstinken. Wenn man sich vorstellt das in Thailand Leute mit 10 bis 15tausend Baht sich verschulden nur um ein dämliches Eierphone zu haben auf dem sie dämliche spiele spielen, nichtssagende Texte und Katzenbilder austauschen, in den Tempel gehen und um Glück in der Lotterie bitten, was soll man davon halten?
 
Micha

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Ich gehe mal davon aus das es einen riesigen Unterschied macht in Thailand seit 20 Jahren zu leben und dort seine Brötchen zu verdienen oder das Land als mehr oder weniger unbeteiligter Tourist zu erfahren. Du redest gerne von Respekt, also XPat ist sicherlich jemand den man respektieren sollte wenn es um Auswanderung und Leben in Thailand geht.

Der Mensch geht durch verschiedene Phasen, alles wird hier nicht erzählt ist ja auch klar.
Mehr oder weniger unbeteiligter Tourist ... Na ja, einen Tick mehr befasse ich mich schon mit dem Land, auch hier in D. Aber Du hast natürlich Recht, für einen Touristen/Pendler ist es immer noch einfacher dem Land den Rücken zu kehren, als für jemanden der da seit zig Jahren seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat.
Doch eines haben Expats, Pendler, Touristen und Besucher gemein. Es stimmt niemanden froh zu spüren, dass Farang eigentlich nicht mehr gerne gesehen ist.

Ich für meinen Teil verliere zwar keine materiellen Werte, wenn ich dem Land fern bleibe, aber eine derart fremde Sprache lerne ich in meinem Alter sehr wahrscheinlich nicht mehr.
 
DisainaM

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wobei man dabei noch bemerken sollte,

dass es genau solche Thais gibt,
die das Loslassen des Ausländers von Thailand bewusst bewirken wollen,
ihn in eine "oh wie schade" nasiadai Gemütsstimmung bringen,
wo man rechtzeitig sich distanzieren sollte.
 
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UweFFM

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Persönlich bedeutet es für mich, bei Morlam / Luktung Konzerten, sowie Veranstaltungen, (an bestimmten Orten)
wo ich bislang einer der wenigen Farang war,
mich mehr zurück zu nehmen,
um eben weniger Blicke ignorieren zu müssen,
die meinem Wohlbefinden nicht gut tun.
Das hast du schön ausgedrückt. 8-)

Ich sags mal mit meinen Worten: Mein letztes besuchtes Sek Loso Konzert, der dicke Farang (ich) macht wie viele andere ein paar Bilder, das schien aber was anderes zu sein. Jedenfalls flog wohl ein Bierdose (an mir vorbei) - also gings auf Bitte meiner Thaibegleiterin zügig raus.
Dort draussen warteten schon Dorfpolizisten mit Knüppeln auf ihren Einsatz und dahinter Soldaten mit Schutzweste und MPI.
Ich sage, aber da waren doch vorhin noch Alte und Kinder drin?
Antwort: die sind schon gegangen, bevor es unschön wird.

Mein Fazit: Bei Konzerten ist das Timing wichtig, also rechtzeitig zu gehen.
 
rolf2

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mir ist sowas auch schon passiert, ich hatte jedoch einen besonderen Status ohne es zu wissen.

Das bedeutete für die drei unbeherrschten Jungs die ein wenig unfreundlich zu mir waren das sie ordentlich verwackelt wurden. Ich habe davon erst am nächsten Tag erfahren. Für mich sah es so aus als würden die Jungs lediglich von einem freundlichen kräftigen Herrn mal kurz auf ein Bier eingeladen.:biggrin:
 
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