Micha
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Keine persönlichen Probleme mit den Leuten und keine Konfrontationen, halte in Thailand nach wie vor für selbstverständlich gegeben. Mir würde das für ein angenehmes Dasein bei weitem nicht reichen.Natürlich, aber in der Sparte habe ich seitens der Thailänder keine Veränderungen erlebt. Allenfalls hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in den ländlichen Gebieten, wo man früher gelegentlich neugierig angestarrt wurde, ein Gewöhnungseffekt eingestellt, weil Farangs mittlerweile in jeder Ecke des Landes anzutreffen sind.
Wenn man ein Minimalverständnis der thailändischen Sprache mitbringt, einigermaßen umgänglich ist, und einige spezielle Regeln beachtet, hat man auf der persönlichen Ebene kaum Probleme in Thailand. Die Thailänder vermeiden Konfrontationen sowieso von sich aus. Das ist kein Thema. Das Problem sind nicht die Individuen, sondern die Gesellschaft. Die Gesellschaft nervt.
Wenn ich das mal mit Deutschland vergleichen darf, verhält es sich dort meist umgekehrt. Dort sind es fast immer Individuen die nerven; Erbsenzähler, Wichtigtuer, Denunzianten, Geizgeile, Proletarier etc. Der Knackpunkt ist, dass man Individuen die man nicht mag aus dem Weg gehen kann, während man der Gesellschaft in der man lebt nicht aus dem Weg gehen kann.
Cheers, X-pat
Es ist imho vielmehr die Resonanz bzw. Akzeptanz die man in kaum wahrnehmbaren Kleinigkeiten und Details während der unzähligen Begegnungen in den verschiedensten Situationen erfährt.

