Thailandmüde?

Diskutiere Thailandmüde? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Da verwechselst du offenbar die persönliche Ebene mit der gesellschaftlichen Ebene. Auf der persönlichen Ebene habe ich keinen Grund frustriert zu...
x-pat

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Nchfolgendes liest sich fuer mich aber recht deprimiert [...] Der Klagechor der Thailand-Frustrierten.
Da verwechselst du offenbar die persönliche Ebene mit der gesellschaftlichen Ebene. Auf der persönlichen Ebene habe ich keinen Grund frustriert zu sein. Ich habe weder Unrecht noch Leid in Thailand erfahren. Im Gegenteil. Ich war in der glücklichen Lage, viele meiner Ideen und Ziele verwirklichen zu können.

Auf der gesellschaftlichen Ebene sieht das etwas anders aus. Als ich nach Thailand kam, zählte man das Land aufgrund der zweistelligen Wachstumszahlen zu den neuen Tigerstaaten. Es gab nach der Suchinda-Episode 1992 einen hoffnungsvollen Neustart der Demokratie und die Versprechung von sozialen Verbesserungen. Zum Anfang der 90er lag definitiv eine Aufbruchsstimmung in der Luft. Burma, Laos, und Kambodscha lagen aufgrund der politischen Probleme am Boden, und Malaysia war damals (fast) noch auf Augenhöhe. Manche hielten es für möglich, dass Thailand innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten mit Singapur oder Hong Kong gleichziehen kann.

Wie wir heute wissen, ist es nicht dazu gekommen. Thailand hat in den 90ern und 2000ern entscheidende Chancen verpasst, das Land dauerhaft nach vorne zu bringen. Wichtige Reformen wurden allenfalls angedacht, aber nicht implementiert. Die verschiedenen kurzlebigen Regierungen haben viel gewurstelt und wenig Nachhaltiges erreicht. Das soziale Ressort, insbesondere das Erziehungswesen, diente eher als Spielwiese für profilsüchtige Populisten als eine ernstzunehmende Aufgabe. Infolgedessen hat Thailand heute eine der am schlechtesten ausgebildeten Arbeiterschaft im AEC Raum. Und die staatlichen Institutionen befinden sich heute nicht weniger im Würgegriff von Korruption und Klientelismus als das vor 20 Jahren der Fall war.

Sicherlich gab es auch Verbesserungen. Die Thais verdienen heute real ein Vielfaches und extreme Armut ist weitgehend überwunden. Es gibt mittlerweise garantierte Mindestlöhne und den Ansatz einer Sozialversicherung. Diesen offensichtlichen Verbesserungen stehen aber auch Verschlechterungen gegenüber. Die steigende private Verschuldung, Umweltprobleme, und Landschaftsdegradation sind einige davon. Die tiefe gesellschaftliche Spaltung in farbkodierte Politstreiter ist auch ein neues Phänomen. Steigende Kriminalität machte sich in den letzten Jahren ebenfalls stärker bemerkbar, obwohl dies ein Bereich ist, in dem die Militärregierung Erfolge verzeichnet.

Da sich Thailand seit den 80ern und 90ern weit unterhalb seines Potentials entwickelt hat, gibt es schon Anlass zu depressiver Stimmung, auch wenn diese vollkommen impersoneller Natur ist.

Cheers, X-pat
 
rolf2

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Tja, wenn hier noch weitere zig Male erwähnt wird, wie undwichtig doch die Landesprache für einen Ausländer in Thailand sei, kann es durchaus sein, dass ich auch noch weitere Male hin und wieder darauf eingehe.
Eigentlich ist es vermunderlich, dass gerade Du Dich damit befasst. Ich habe da allerdings so eine Vermutung ... hängt vielleicht eher indirekt mit Deiner Person zusammen.
ich fasse Für dich nochmal zusammen

Xpat kann Thai lesen,schreiben und sprechen allerdings wie er sagt auf nicht allzuhohem Niveau. Wenn er auf höherem geistigen Niveau sich mit thais austauschen will, so kann er das weil es für diese Gespräche eben auch Thais gibt die im Ausland studiert haben und ohne Probleme auf Englisch diskutieren können und einen entsprechenden Horizont mitbringen um ein solches Gespräch erst interressant werden zu lassen.

Ist es denn so in Deinem Fall das du mit hervorragenden Kenntnissen der Landessprache zu tatsächlichen fachspezifischen oder philsophischen Diskussionen mit den Thais gelangst, oder redest Du doch nur einen etwas besseren Smalltalk daher?
 
Micha

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Vergiss es rolf2, mit Dir diskutiere ich nicht über die Sprachfertigkeiten anderer Leute. x-pat selbst hatte mich schon genau verstanden.
 
rolf2

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Vergiss es rolf2, mit Dir diskutiere ich nicht über die Sprachfertigkeiten anderer Leute. x-pat selbst, hatte mich schon genau verstanden.
es geht mir nicht um Diskussion mit Dir sondern darum ob du durch deine Sprachkenntnisse tasächlich zu inhaltlich interressanten Diskussionen kommst.

Wobei ich das auf Englisch mache und ich dabei feststelle das selbst bei studierten Thais ganz häufig Unwissen oder Desinterresse steht. Was ich im Urlaub aber durchaus begrüße, hab da wenig Bock auf komplizierte Gepräche und lebe lieber locker leicht. Das können die thais ja nun wirklich gut.
 
Micha

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es geht mir nicht um Diskussion mit Dir sondern darum ob du durch deine Sprachkenntnisse tasächlich zu inhaltlich interressanten Diskussionen kommst.
Ja, manchmal sogar mehr als mir lieb ist.
 
MadMac

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Man kommt mit Thai vielleicht eher an einfach gestrickte Leute ran, wenn man sich tatsaechlich unterhalten will, ist aber Englisch einfach besser.

P.S. Man kann sich auch ohne Thai mit einfach gestrickten Thais auf irgendwelchen Sprachen unterhalten, einfach genug Alk einschmeissen und es wird ein Spass. Schon paarmal erlebt :)
 
markobkk

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So, eimal durch gefegt. Waere schoen wenn ihr jetzt wieder beim Thema bleibt. Danke
 
Dieter1

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Man kommt mit Thai vielleicht eher an einfach gestrickte Leute ran, wenn man sich tatsaechlich unterhalten will, ist aber Englisch einfach besser.
Ich kenne Thailand als Auslaender mit und ohne Sprachkenntisse und muss sagen, so wie Du das bagatellisiert ist das nicht.

Es ist ein ganz enormer Unterschied wie Du mit Sprachkenntnissen wahrgenommen wirst.

Aber das alles hat ja mit dem Thema nichts zu tun. Wenn es nicht mehr passt nuetzt die Sprache auch nichts.

Wenn es passt, dann ist sie hilfreicher als wie von Dir dargestellt.
 
andiho

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Da sich Thailand seit den 80ern und 90ern weit unterhalb seines Potentials entwickelt hat, gibt es schon Anlass zu depressiver Stimmung, auch wenn diese vollkommen impersoneller Natur ist.
Also echt jetzt X-pat ? Bist du depressiv wegen der sch.... Politik ? Da solltest du vielleicht mal den Thaksin besuchen und dir eine ordentliche Dosis Rotlicht verpassen lassen. Vielleicht gehts dir dann besser.

Was die Schule betrifft, gibt es sicher die unterschiedlichsten Argumente und Möglichkeiten die für und gegen D sprechen. Mir als Vater wäre als allererstes nicht wohl dabei zu wissen, dass meine thailändischen Kinder in D ganz schnell in der K.a.n.a.cken Ecke landen können, denn in D sind sie "nur Ausländer".

Auch Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren verändert und Einiges ganz sicher nicht zum Besseren. Da kann man auch ganz schnell depressiv werden.

Ich würde sagen, lass mal wieder LOS die Oberhand gewinnen und genieß dein privates / familiäres Glück. Deine Kinder werden schon ihren Weg gehen und wichtiger ist doch was sie wollen und nicht was du dir für sie vorstellst.
 
Antares

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Die Resonanz die ich von den Menschen hier in Nordthailand bekomme ist schwer auf einen Nenner zu bringen. Im günstigsten Fall würde ich sie als gelassene Opportunisten mit flexiblen Werten bezeichnen. "Intrigenreiche Pfuscher" wäre allerdings ehrlicher. Trifft natürlich nicht auf jeden zu. Die Erfahrungen und Signale von den Menschen in den letzten 8 Jahren waren nicht gerade überwältigend, auch nicht für meine Frau.

Unser Lebensstandard ist, wie bei vielen Expats, ein wenig über dem thailändischen Durchschnitt. Allein aufgrund dieser Tatsache schlägt einem viel Neid entgegen. Auch das Nassauertum ist ausgeprägt. Viele neue "Freunde" denken, dass wir automatisch ihre Restaurantrechnungen bezahlen, ihnen jederzeit Geld leihen, ein gutes Wort für sie einlegen, oder sie ständig zu irgendwelchen Fahrten und Touren einladen. Ohne Gegenleistung natürlich.

Die Begegnungen mit Menschen in alltäglichen Situationen sind gemischt. Klar gibt es immer wieder nette und freundliche Leute. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die die Masse der Deppen aufwiegen. Ich persönlich finde die Leute hier überwiegend krass materialistisch orientiert und dazu auf einem emotionalen und intellektuellen Kindergarten-Niveau angesiedelt. Mit den meisten von ihnen kann ich einfach nicht viel anfangen, auch nicht mit gutem Willen, an dem es sicher nicht gemangelt hat.

Cheers, X-pat
Sorry das ich hier einen Tage alten Beitrag zitiere welcher aber offenbar viel Zustimmung erfährt.

Es mag sein das man in Thailand häufig auf "intrigenreiche Pfuscher" trifft oder auf Nassauer usw. Da gibt es ja wohl auch unter den Expats oder Langzeiturlaubern einen Konsens.
Was mich erstaunt ist das man die anderen welche es ja geben muß nicht zu Gesicht bekommt. Wo sind sie, die Ingenieure in den Kraftwerken, in den Wartungshallen der Airlines, die Piloten, wo sind die Ärzte aus den zum Teil sehr guten Spitälern, die Rechtsanwälte, die hochqualifizierten Angestellten? Kurz gesagt warum kommt man als Expat nicht mit den Leuten zusammen die das Land am laufen halten, den Leistungsträgern wie man so schön sagt. Die genannten Berufe werden doch nicht von Pfuschern ausgeführt!
 
Nokgeo

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@ Tramaico und Expat..
evtl. kommt ja mal die Zeit..wo ihr euch beide treffen könnt..
..um mal unter 4 Augen zu reden,euch austauschen könntet. ;-)
 
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Was die Schule betrifft, gibt es sicher die unterschiedlichsten Argumente und Möglichkeiten die für und gegen D sprechen. Mir als Vater wäre als allererstes nicht wohl dabei zu wissen, dass meine thailändischen Kinder in D ganz schnell in der K.a.n.a.cken Ecke landen können, denn in D sind sie "nur Ausländer".
Das kommt doch wohl auch stark auf das Umfeld an. In Deutschland können sie da genausogut akzeptiert werden, wie sie in Thailand eben "nur" Luk krüng, also halbe Kinder sind; die Bezeichnung sagt ja schon vieles.

Auch Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren verändert und Einiges ganz sicher nicht zum Besseren. Da kann man auch ganz schnell depressiv werden.
Stimmt, aufgrund der fortschreitenden Entwicklung zum Sozialismus light könnte man schon depressiv werden, aber ich lasse mir die Laune doch nicht von der Poltik verderben.
 
andiho

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Das kommt doch wohl auch stark auf das Umfeld an. In Deutschland können sie da genausogut akzeptiert werden, ....
Ja, das richtig. Aber welches Umfeld ist das "Richtige" ? Das kann man doch nur beurteilen wenn man vorher einige Zeit dort gelebt hat. Natürlich, wer es sich leisten kann in Frankfurt Westend & Co. Quartier zu beziehen wird wohl kaum Probleme haben.
 
benni

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Samstag Abend bei Bekannten am Choeng Mon Beach, wollen von dort ins Central, lege Retourgang ein, der Knüppel der Autobox greift nicht, sondern schlenkert durch. Anruf bei Isuzu Service. In einer Stunde waren sie da, krochen untern Wagen in den Sand bei Regen, Mosquitoes und Finsternis, 20 Minuten später ging wieder alles wie am Schnürchen. Kosten? 00,00 da meine Frau den Chefmechaniker kennt, also kennt, nicht befreundet ist, gab ihm einen 500er und wir fuhren ab.

Wiedermal ein sehr erfreuliches Beispiel am easy Going in diesem Land. Der Ablauf umgemüntzt auf Deutschland oder Österreich oder die Schweiz......?
 
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Fenixtx85

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Samstag Abend bei Bekannten am Choeng Mon Beach, wollen von dort ins Central, lege Retourgang ein, der Knüppel der Autobox greift nicht, sondern schlenkert durch. Anruf bei Isuzu Service. In einer Stunde waren sie da, krochen untern Wagen in den Sand bei Regen, Mosquitoes und Finsternis, 20 Minuten später ging wieder alles wie am Schnürchen. Kosten? 00,00 da meine Frau den Chefmechaniker kennt, also kennt, nicht befreundet ist, gab ihm einen 500er und wir fuhren ab.

Wiedermal ein sehr erfreuliches Beispiel am easy Going in diesem Land. Der Ablauf umgemüntzt auf Deutschland oder Österreich oder die Schweiz......?
Rufst du den ADAC an und kommt innerhalb kurzer Zeit vorbei. Zumindest in meinen Fällen. Super einfach Handhabung und die Mitgliedschaft kostet auch nicht viel!
 
Micha

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Sorry das ich hier einen Tage alten Beitrag zitiere welcher aber offenbar viel Zustimmung erfährt.

Es mag sein das man in Thailand häufig auf "intrigenreiche Pfuscher" trifft oder auf Nassauer usw. Da gibt es ja wohl auch unter den Expats oder Langzeiturlaubern einen Konsens.
Was mich erstaunt ist das man die anderen welche es ja geben muß nicht zu Gesicht bekommt. Wo sind sie, die Ingenieure in den Kraftwerken, in den Wartungshallen der Airlines, die Piloten, wo sind die Ärzte aus den zum Teil sehr guten Spitälern, die Rechtsanwälte, die hochqualifizierten Angestellten? Kurz gesagt warum kommt man als Expat nicht mit den Leuten zusammen die das Land am laufen halten, den Leistungsträgern wie man so schön sagt. Die genannten Berufe werden doch nicht von Pfuschern ausgeführt!
Hätte ja jetzt eine mögliche Antwort, will aber nicht wieder einen shitstorm auslösen. Nur soviel, mit wem man letztlich seine Zeit verbringt, liegt ganz allein an einem selbst.
 
benni

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Hätte ja jetzt eine mögliche Antwort, will aber nicht wieder einen shitstorm auslösen. Nur soviel, mit wem man letztlich seine Zeit verbringt, liegt ganz allein an einem selbst.
:confused:, keine Ahnung was du meinst, aber eines dürfte wohl klar sein: solche Leute lernt man nur dann kennen, wenn man die Sprache kann.
 
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