Thailandmüde?

Diskutiere Thailandmüde? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Und alles ist relativ und kommt immer auf den individuellen Blickwinkel an. Auch die Beurteilung was nun attraktiv und was unattraktiv ist...
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Rudigo

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Thailand macht ein Privileg aus einem recht unattraktiven Produkt, während Deutschland ein begehrtes Produkt einfach zu erreichen macht. Beides ist ziemlich unlogisch.
Und alles ist relativ und kommt immer auf den individuellen Blickwinkel an. Auch die Beurteilung was nun attraktiv und was unattraktiv ist. Ansonsten muesste es doch bereits schon 150 Millionen deutsche Staatsbuerger geben, doch anscheinend wollen die meisten Auslaender nur die deutschen Wiesen abgrasen aber ansonsten nicht mit der dortigen Kultur zu tun haben. Denen geht es im Grunde langfristig in Deutschland nicht viel anders als vielen Auslaendern in Thailand. Somit ist dann das Adjektiv ..........muede praktisch willkuerlich austauschbar. Im Grunde gibt es wirkliche Auswanderer nicht viele sondern es handelt sich meist immer nur um Langzeitouristen, deren Herz im Safe des Heimatlandes sicher verwahrt liegt. Wie auch schon vorher hier im Thread erwaehnt, nur die wenigsten koennen ueber ihren Schatten springen. Das ist menschlich und somit stellt sich dann die Frage, ob dies weise ist.
 
markobkk

markobkk

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Aha. Und warum bildet sich bei einem Unfall auf der Autobahn in Deutschland immer in der Gegenrichtung ein Stau?
Offensichtlich ist Gaffertum kein Alleinstellungsmerkmal der Thais.
Wobei das hier schon extrem ist. Auch das bei jedem Polizei oder Krankenwagen Einsatz ein Fernsehteam dabei ist find ich furchtbar. Da ruft man um Hilfe und wird anschliessend in seiner Notlage noch hemmungslos gefilmt. Auch das von verstorbenen Auslaendern jedesmal Bilder veroeffentlicht werden finde ich mehr als geschmacklos. Ich frag mich immer warum den Fernsehteams nicht der Zutritt zu den entsprechenden Haeusern / Wohnungen verweigert wird. Ich wuerd die mit Sicherheit nicht reinlassen wenn bei uns eine Situation auftreten wuerde und die Polizei oder aehnliches mit einem Fernsehteam auftaucht.
 
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Rudigo

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Wobei die Lösung, dann eben nur eine Minimalrente zu bezahlen sicherlich die Thailänder auch nicht wirklich erfreut.
Da Thailand kein ueberteuerter Sozialstaat ist, spielen Renten eher eine untergeordnete Rolle.
Thailand gerät allerdings auch ins Hintertreffen und wurde mittlerweile von China überholt.
Eher China ist an sene Grenzen gekommen. Frueher wurde massenhaft Scheisse in alle Welt billig verkauft und nun wird die Scheisse auch noch immer teurer und die Welt sucht nach Alternativen, woraus sich fuer andere asiastische Staaten Moeglichkeiten ergeben. Warum hat eigentlich China einen so hohen Stellenwert erreicht? Ganz einfach, es hat als souveraener Staat sich von niemanden beeindrucken lassen, sondern hat die durch Gier Geblendeten geschickt wie Marionetten tanzen lassen. Gerade chinesisches Blut ist weitaus dicker als Blut und somit wird man einen Teufel tuen sich von irgendwelchen Gutmenschenstaaten ins Handwerk pfuschen zu lassen. Und hier zeigen die Gutmenschen dann ihr wahres Gesicht. Alles nur Fassade hinter der die wirtschaftliche Gier lauert. Das macht es den Wongs natuerlich umso einfacher. Willkommen in Asien, Fabian.
 
x-pat

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Im Gegensatz dazu nerven mich z.B. amerikanische oder englische Touris in Hamburg, die mich auf Englisch zutexten und nach dem Weg fragen ohne vorher mal "Do you speak english?" zu fragen oder sich mit der Sprechgeschwindigkeit zurückzunehmen.
Englisch ist die de-facto Weltsprache. Im Zeitalter der Globalisierung führt kein Weg daran vorbei. Ich würde als Tourist von niemandem erwarten, dass er/sie meine Sprache spricht, aber irgendwie muss es ja einen Weg geben sich über Völker- und Ländergrenzen hinaus zu verständigen, und das ist nun mal Englisch. Der kleinste gemeinsame Nenner, sozusagen. Die englischen Muttersprachler haben da halt einen Vorteil.

Natürlich würde ich mir in fremdsprachigen Ländern immer einen kleinen Vokabelschatz vor dem Besuch anlegen. Das beinhaltet die Zahlen, Höflichkeitsfloskeln, und einfache Fragen in der jeweiligen Sprache. Habe ich auch schon bei meiner ersten Thailandreise getan. In Thailand ist das natürlich ganz besonders wichtig, nicht nur weil viele kein Englisch sprechen, sondern auch weil die meisten Englischsprechenden sich in der Fremdsprache nicht wohlfühlen, und das für die Thais besonders wichtig ist.

Gleichzeitig habe ich aber festgestellt, dass in Thailand die Gesprächspartner die kein Englisch verstehen, oft auch keine interessanten Gesprächspartner sind. Das liegt nicht an der Sprachbarriere selbst, sondern daran, dass diese Personen sich der Welt und anderen Kulturen nicht öffnen. Das Verständnis der Welt geht in Asien viel mehr als in europäischen Ländern durch das Tor der englischen Sprache. Auch eine akademische Ausbildung setzt heute Englischkenntnisse voraus, weil die aktuelle Fachliteratur meist nur in Englisch verfügbar ist.

Das ist einer der Hauptgründe warum ich meine Thai Sprachkenntnisse nicht über Smalltalkniveau hinaus entwickelt habe. Die meisten interessanten Leute sprechen sowieso Englisch. Der andere Hauptgrund ist, dass es keine interessante Literatur in Thai gibt. Weil ich im Alltagsleben mit meinem Thai Sprachschatz prima klar komme, habe ich ein Motivationsproblem. Thai lernen damit ich mich mit Somchai & Co. über sein kaputtes Motosai austauschen kann? Soap Operas gucken, oder Robinson Kataloge in Thai lesen?

Cheers, X-pat
 
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Sehen wir es objektiv, Thomas. Nicht Thaiand ist Dein Problem, sondern Du bist es ausschliesslich selbst, wie auch Deine obige Fragestellung anschaulich demonstriert.
Als jemand der sich auf die Vernunft beruft, solltest du es vielleicht mal mit vernünftiger Argumentation probieren. Deine Aussage beruht auf einem Inferenzfehler. Für dich ist Thailand richtig, und du schließt daraus, das Thailand auch für alle anderen richtig sein muss. Wenn das nicht der Fall ist, hat derjenige eben "ein Problem mit sich selbst", denn Thailand ist ja perfekt. Diese Behauptung ist nicht weniger beknackt, als die Behauptung dass Mountainbiking der "richtige Sport" ist und das jeder Nichtmountainbiker ein Problem mit sich selbst hat.

Cheers, X-pat
 
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Rudigo

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Thai lernen damit ich mich mit Somchai & Co. über sein kaputtes Motosai austauschen kann? Soap Operas gucken, oder Robinson Kataloge in Thai lesen? Cheers, X-pat
Nein, um z. B. mit Somchai & Co. auch ueber thailaendische Politik und die Welt zu sprechen. Zu erfahren, wie ein ganz stinknormaler Thailaender oder auch Thailaenderin die Dinge sieht und ueber ihre Wuensche und Sorgen zu erfahren. Das gewaehrt dann mehr Einblicke als saemtliche Medien dieser Welt zusammen. Es sind Informationen aus erster Hand. Die wenigsten Thailaender beherrschen die englische Sprache so gut, dass sie sich voll und ganz oeffnen wuerden und speziell dann auch noch gegenueber einem Auslaender, der einfach Thailand nicht verstehen kann, weil er ja die Landessprache nicht kennt. Die, die englische Sprache wirklich verhandlungssicher sprechen sind bereits so westlich gepraegt, dass sie nicht mehr die thailaendische Denke repraesentieren koennen, weil sie praktisch bereits selbst schon Farang sind. Somit unterhalten sind dann ansich nur zwei Farang miteinander. Man kann mit Somchai & Co. stundenlang sehr interessante Gespraeche fuehren. Ueber alles. Aber nur dann, wenn er sich sicher ist, dass der auslaendsiche Gespraechspartner die thailaendische Denke auch wirklich verstehen kann und es auf Grund von drastischen kulturellen Unterschieden nicht zu Missverstaendnissen kommt, was natuerlich Ungemach und Gesichtsverlust bedeutet. Welcher Asiat wird schon riskrieren sein Gesicht zu verlieren, speziell auch noch gegenueber einem Auslaender? Erst wenn man Gespraeche mit dem gesamten Gesellschaftspektrum fuehrt, also vom Obdachtlosen bis zum HiSo-Geschaeftsmann, bekommt man ein Eindruck vom Gesamtbild und das geht in Thailand nur mit fliessendsten Sprachkenntnissen also wenn man Thailaendische wie ein Thailaender spricht und auch versteht. Ansonsten wird es niemals ueber den kaputten Motosai-Level hinausgehen. Also liegt erneut nicht das Problem bei Somchai & Co., lieber Thomas, sondern bei Dir, trotz aller Bildung.
 
Micha

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Wenn das nicht der Fall ist, hat derjenige eben "ein Problem mit sich selbst", denn Thailand ist ja perfekt. Diese Behauptung ist nicht weniger beknackt, als die Behauptung dass Mountainbiking der "richtige Sport" ist und das jeder Nichtmountainbiker ein Problem mit sich selbst hat.
Wenn jemand Interesse und Freude am Mountainbiking hat, dann ist das für denjenigen durchaus das richtige.

Wenn aber jemand fast kein Interesse am Mountainbiking hat und keine Freude daran findet und dann trotzdem aus unerfindlichen Gründen fast ausschließlich mit dem Mountainbike unterwegs ist, hätte so jemand tatsächlich eher ein Problem mit sich selbst.
 
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Rudigo

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Als jemand der sich auf die Vernunft beruft, solltest du es vielleicht mal mit vernünftiger Argumentation probieren. Deine Aussage beruht auf einem Inferenzfehler. Für dich ist Thailand richtig, und du schließt daraus, das Thailand auch für alle anderen richtig sein muss. Wenn das nicht der Fall ist, hat derjenige eben "ein Problem mit sich selbst", denn Thailand ist ja perfekt. Diese Behauptung ist nicht weniger beknackt, als die Behauptung dass Mountainbiking der "richtige Sport" ist und das jeder Nichtmountainbiker ein Problem mit sich selbst hat. Cheers, X-pat
Polemik bringt Dich auch nicht aus dem Treibsand. Ja, fuer mich ist Thailand der richtige Aufenthaltsort und nein, ich behaupte nicht, dass alles richtig sein muss und perfekt ist. Um Thailand und seine Buerger aber beurteilen zu koenne, muss man das natuerlich nicht makellose Land erst einmal verstehen. Hierfuer muss man aber in der Lage sein auch mit Somchai & Co. kommunizieren zu koennen, wogegen Du Dich aber bedingt durch westliche Vorurteile straeubst. Somit liegt der Fehler bei Dir, wie schon erwaehnt, und Du begehst einen klaren Inferenzfehler. Manchmal ist erstaunlich, was fuer eine intellektuelle Brillanz in einem Menschen stecken kann, von dem man es gar nicht erwartet, waehrend sich dagegen auch schon mal hochgebidlete Akademiker auf reiner Verstandesebene als Dumbos outen. Wenn Du auch nach 20 Jahren die Landessprache immer noch nicht fliessend beherrschst und dies zu entschuldigen versuchst, dann zeugt dies meiner Meinung nur von einem. Ignoranz. Folglich auch Deine Thailandmuedigkeit. Der Fehler liegt klar bei Dir und nicht bei Somchai & Co.
 
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Wenn aber jemand fast kein Interesse am Mountainbiking hat und keine Freude daran findet und dann trotzdem aus unerfindlichen Gründen fast ausschließlich mit dem Mountainbike unterwegs ist, hätte so jemand tatsächlich eher ein Problem mit sich selbst.
Jetzt fängst du auch noch mit dem Quatsch an. :rolleyes: Wenn Thailand nicht das richtige für mich gewesen wäre, hätte ich wohl kaum 20 Jahre hier verbracht. Bin ja nicht masochistisch veranlagt. Es gibt nach wie vor viele Dinge die ich hier sehr mag. Aber alles verändert sich ständig. Momentan habe ich das Gefühl, dass die Luft raus ist.

Hierfuer muss man aber in der Lage sein auch mit Somchai & Co. kommunizieren zu koennen, wogegen Du Dich aber bedingt durch westliche Vorurteile straeubst.
Weisst du Richard, es gibt nur eins was mir noch mehr auf die Nerven geht als die landestypischen Unzulänglichkeiten, und das sind die Thailandversteher. Das ist die Fraktion der Farangs, die sich zum Advokaten aller thailändischen Fragen aufspielt und ungefragt Belehrungen an Landsmänner austeilt. Der Thailandversteher ist davon überzeugt, dass nur er den Durchblick hat. Um diese Illusion zu untermauern, bedient er sich des Mythos des geheimnisvollen Asiaten, der nur durch die perfekte Beherrschung der Landessprache und das intensive Studium der Kultur zu verstehen ist. Der Thailandversteher hat für alles Thailändische eine Erklärung und eine Rechtfertigung. Seine Erklärungen haben oft einen Hauch von buddhistischer Philosophie. Er ist königstreu, gesetzeskonform, und thailändischer als die meisten Thais.

Damit kannst du FOBs und Grünschnabel beeindrucken, aber ich bin länger hier als du und ich habe meine Zeit in Thailand nicht hinter dem Mond verbracht. Also erspare mir bitte weitere Ratschläge. Wenn du noch weitere 30 Jahre in Thailand verbringst, wirst du vielleicht das Level meines Thailandverständnisses erreichen. Aber nur vielleicht. :p

Cheers, X-pat
 
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Rudigo

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Damit kannst du FOBs und Grünschnabel beeindrucken, aber ich bin länger hier als du und ich habe meine Zeit in Thailand nicht hinter dem Mond verbracht. Also erspare mir bitte weitere Ratschläge. Wenn du noch weitere 30 Jahre in Thailand verbringst, wirst du vielleicht das Level meines Thailandverständnisses erreichen. Aber nur vielleicht. :pCheers, X-pat
Das ist jetzt die typische Premiumbuergerarroganz. Kann noch nicht einmal ein laengeres Gespraech mit Somchai & Co. fuehren, meint aber das Land und die Buerger zu kennen. Du magst zwar premiumweltgebildet und ein guter Mountainbikefahrer sein, aber das ist schon alles. Waere es anders, dann waerst Du sicherlich nicht thailandmuede sondern haettest verstanden, dass man das Land so nehmen muss wie es ist. Sonst ist man tatsaechlich fehl am Platz. Es scheint, als seist Du tatsaechlich fehl am Platz, wie der Thread klar zeigt. Das ist aber nicht die Schuld Thailands und auch nicht die von Somachai & Co. sondern einzig und allein Dein Probelm. Du siehst, unter dem Strich kommt immer dasselbe heraus. Das mag daran liegen, dass Du bereits nicht mit der richtigen Motivation ins Land gekommen ist und somit ergibt sich dann Dein Problem frueher oder spaeter zwangslaeufig. Nur ein Expat aber kein Auswanderer. Somit magst Du zwar Deine Zeit nicht hinter dem Mond verbracht haben, aber auch nicht wirklich in Thailand, da Du nach 20 Jahren noch nicht einmal Somchai & Co. verstehst. Bildungsscheuklappen moegen zwar in der Premiumwelt- und hinter dem Mond hilfreich sein, aber nicht im Koenigreich Thailand. Und nein, ich werde mit Sicherheit nicht den Level Deines Thailandverstaendnisses erreichen, denn dafuer bin ich einfach nicht emotional genug. Wie eben ein Halbvulkanier, der irgendwie zwischen den Kulturen hin und hergerissen ist. Objektiv gesehen nicht faszinierend sondern menschlich, was dann zwanslaeufig zu Interferenzfehlern fuehren muss.
 
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Rudigo

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Thailandmuedigkeit wuerde ich weder als Fehler noch als Problem betrachten. Ein Problem waere erst mangelnde Flexibiltaet die Situation zu aendern.
Nun, im Grunde geht es ja um Verdruss und nicht nur physische Muedigkeit. Also eine negative Emotion. Eine negative Emotion ist aber ein Problem, da sie ja gleichbedeutend mit Leid ist. Leid laesst nicht das Dasein voll und ganz geniessen und verschwendet somit kostbares Leben.
 
MadMac

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Die, die englische Sprache wirklich verhandlungssicher sprechen sind bereits so westlich gepraegt, dass sie nicht mehr die thailaendische Denke repraesentieren koennen, weil sie praktisch bereits selbst schon Farang sind. Somit unterhalten sind dann ansich nur zwei Farang miteinander.
Den Punkt kann ich nachvollziehen, Richard. Aber es bleibt doch die Frage, warum man sich mit Somchai tiefer auseinandersetzen sollte, bzw. was dieser der Welt zu sagen hat. Tiefgruendige weltschuerfende Denke? Daran glaube ich eher nicht. Dafuer fehlt es ja an der Basis, sprich dem Bildungssystem. Und die paar Thais, die Bildung geniessen duerfen, dann auch Englisch lernen, vielleicht auch die Chance hatten, sich mal die Welt anzuschauen, sind tatsaechlich duenn gesaeht. Wenn man diese aber trifft, so kann man tatsaechlich interessante Gespraeche fuehren mit Einblicken, die Somchai einfach nicht haben kann, da er den ganzen Tag Reifen flickt. Diese Thais dann aber als Farangs zu bezeichnen, finde ich ein bisschen daneben.

Sicher kann Somchai nix dafuer, dass er Reifenflicker geworden ist, das macht ihn aber keinen besseren Thai.
 
Dieter1

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Eine negative Emotion ist aber ein Problem, da sie ja gleichbedeutend mit Leid ist.
Gut definiert, aber als guter Buddhist weisst Du doch, Leben ist Leid 8-) .

Und das hier vermutete Leid (ich wuerde es "Ueberlegungen" nennen) laesst sich ja durch einen Ortswechsel loesen.
 
x-pat

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Das ist jetzt die typische Premiumbuergerarroganz
Sic erat scriptum. Du gibst auch nie auf, oder?

Somit magst Du zwar Deine Zeit nicht hinter dem Mond verbracht haben, aber auch nicht wirklich in Thailand, da Du nach 20 Jahren noch nicht einmal Somchai & Co. verstehst.
Ich verstehe Somchai & Co. nur zu gut. Darin liegt zum Teil das Problem. Ignorance is bliss. Sometimes. Erstaunlicherweise hat Dieter die Sache in wenigen Sätzen präziser erfasst als du in deinen vorangeganenen Traktaten. Er ist halt ziemlich zielsicher.

Cheers, X-pat
 
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Rudigo

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Thailandversteher
Ich bin nicht nur ein Thailandversteher sondern ein Asiatenversteher. Japaner sind da weitaus komplexer als Thailaender. Wenn sie jedoch realisieren, dass eine Langnase versteht wie sie ticken, dann lassen sie hinter die laechelnde Fassade schauen und sogar ohne dass man japanische Sprachkenntnisse hat. Ist diese Huerde einmal genommen, dann ist man ein Vertrauter fuers Leben, was ansich unjapanisch ist. Es wird durch die Blume kommuiziert, wobei zwischen den Zeilen bedeutsamer als die eigentlichen Zeilen sind. Wusstest Du das, Thomas? Und nein, man muss nicht versuchen japanischer zu sein als die Japaner oder thailaendischer als die Thailaender, sondern das wuerde schnell als reine Maskerade durchschaut werden und waere somit kontraproduktiv. Es geht nicht darum kopieren zu wollen sondern den Eindruck zu vermitteln, dass die jeweilige Kultur verstanden wird. Mehr nicht. Das laesst sich nicht erzwingen sondern muss sich ganz natuerlich entwickeln. In Thailand meist spielerisch, weil Sanuk ein wesentliches Element der Kultur ist. Sauertoepfische Auslaender sind da absolute Antagonisten. Na, immer noch nicht verstanden wie der Hase laeuft? Das war jetzt aber schon ein ganzer Jaegerzaun und wenn der nicht reicht, dann liegt das wohl tatsaechlich an granitharter Premium-Ignoranz. Die asiatische Nuss ist nicht wissenschaftlich sondern nur empathisch zu knacken.
 
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Ich bin nicht nur ein Thailandversteher sondern ein Asiatenversteher.
Hatte ich mir fast schon gedacht.

la...la...la...la...Die asiatische Nuss ist nicht wissenschaftlich sondern nur empathisch zu knacken.
Glaubst du wirklich, dass du uns damit etwas Neues erzählst? Ich habe schon asiatische Nüsse geknackt, als du noch auf dem Boot saßt.

Cheers, X-pat
 
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Der Asiate an sich hat ja gelbe Fuesse,

passt das ueberhaupt in diesen Thread rein ?
 
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Rudigo

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Aber es bleibt doch die Frage, warum man sich mit Somchai tiefer auseinandersetzen sollte, bzw. was dieser der Welt zu sagen hat. Tiefgruendige weltschuerfende Denke?
Ja, in manchen Somchais stecken kleine scharfsinnige Philosophen, was bezeugt, dass Intelligenz und Verstand nichts mit Bildung zu tun hat. Du musst natuerlich offen an die Sache herangehen und den Somchais eine Chance geben. These: Der thailaendische Durchschnittsbuerger ist nicht weniger dumm als ein durchschnittlicher Premiumlandbuerger. Hierbei bitte Dummheit nicht mit mangelnder Bildung verwechseln. Ein Indio im brasilianischen Amazonas kann weitaus smarter ein Uni-Absolvent sein, auch wenn er nicht weiss, dass Bruessel die Hauptstadt Deutschlands ist. Muss er auch nicht, da dieses Wissen in seinem Umfeld ohne jegliche Relevanz ist.
 
Micha

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Jetzt fängst du auch noch mit dem Quatsch an. :rolleyes: Wenn Thailand nicht das richtige für mich gewesen wäre, hätte ich wohl kaum 20 Jahre hier verbracht. Bin ja nicht masochistisch veranlagt. Es gibt nach wie vor viele Dinge die ich hier sehr mag. Aber alles verändert sich ständig. Momentan habe ich das Gefühl, dass die Luft raus ist.
Ich kann Dir nicht sagen ob Thailand für Dich das richtige ist. Das weißt Du selbst am besten.

Wenn aber ein junger dynamischer Intellektueller nach 21 Jahren Aufenthalt im Land, nach eigenem Bekunden die Landessprache weder lesen- noch schreiben kann und nur auf small-talk-Niveau spricht, dann ist das ein Zeichen von Desinteresse wie man es kaum eindeutiger nach außen hin kommunizieren hin.
 
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