Kommt heute (15.9.) wieder um 13:45
Thailand - Königreich des Lächelns
Infos vom Sender
Der lächelnde Buddha, den alle Thais fast ausnahmslos verehren, das lächelnde Königspaar, das selbst in jedem Dorf von großen Plakaten auf seine Untertanen schaut – sie prägen das Bild vom sanften Siam, wie Thailand einst genannt wurde. Doch stimmt es eigentlich noch immer, dieses Image von Anmut, Sanftmut und totaler Harmonie?. Der Film beginnt an Thailands Nordgrenze bei den Chen, einem strenggläubigen Bergvolk. ´Kristallsöhne´ nennen sie ehrerbietig ihre Jungen, die sich dem Mönchsorden von Chiang Mai anschließen. In einer prachtvollen Zeremonie im Tempel Wat Pa Pao werden sie in den Orden aufgenommen. Ein paar Autostunden weiter, im Grenzgebiet zu Laos und Burma liegt das ´Goldene Dreieck´, Zentrum einer anderen Form von Weltflucht. Es ist Asiens Drogenküche für den gefährlichen Stoff, aus dem die falschen Träume sind. Die Opium-Bauern gehen mit der Zeit: Statt Heroin zu produzieren, handeln sie heute vor allem mit Amphetaminen aus Burma. Das Geschäft mit den bunten Pillen floriert. Bei vielen Thais sind sie inzwischen Volksdroge Nummer eins, sie sind süchtig nach dem schnellen Kick. Den liefert auch Muay Thai, das Kickboxen. Und das ist alles andere als eine sanfte Umgangsform. ´Geht in die Armenviertel, da seht ihr, wie hart das wirklich ist´, hört man überall. Die brutale Mischung von Schlagen und Treten ist der Nationalsport der Thais. Für viele Jungen ist diese Form des sich durchzuschlagen, ein Weg aus der Armut. Ein Plakat unterwegs an einer Landstraße zeigt die Mor-Lam an, eine muntere Tanztruppe, die über die Dörfer zieht. 20 junge Mädchen in grellen Kostümen und reichlich Strass singen und tanzen – anmutig und ein bisschen anzüglich – die halbe Nacht auf einer Bretterbühne vor dem örtlichen Kloster. Der Abt hat die Gruppe engagiert, vor allem die männlichen Dorfbewohner kreischen vor Begeisterung. Glaube und Spaß schließen sich nicht aus im Reich des lächelnden Buddha. Auch der Aberglaube gehört immer noch zum Alltag – nicht nur in den abgelegene