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Steuerfrage: Unterstützung Bedürftiger

Diskutiere Steuerfrage: Unterstützung Bedürftiger im Behörden & Papiere Forum im Bereich Thailand Forum; Hallo, eine Frage an alle Steuerfüchse: -Heirat war im Dezember 2003, also Zusammenveranlagung für das gesamte Jahr 2003. Die Eltern der Frau...
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p_atreides

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Hallo,

eine Frage an alle Steuerfüchse:

-Heirat war im Dezember 2003, also Zusammenveranlagung für das gesamte Jahr 2003. Die Eltern der Frau sind ja grundsätzlich das ganze Jahr gegen meine Frau unterhaltsberechtigt. Frage: Sind Überweisungen (von meinem Konto) mit Datum VOR Dezember auch als solche Unterstützung anrechenbar ?

-ist es relevant, von welchem Konto die Überweisungen ausgehen
(von dem der unterhaltspflichtigen Frau, oder vom Konto des eigentlich nicht unterhaltspflichtigen Mannes (sind ja "nur Schiwegereltern, nicht gerade Linie))

-sind auch Stiefeltern unterhaltsberechtigt ?

Hat jemand ein paar gute Ratschläge ?

Danke!

Gruß,Hagen
 
E

edean

Gast
Gute Frage :bravo:

Hätte auch von mir sein können!
Bin nämlich in der gleichen Situation.
 
C

CNX

Gast
Hallo,

grundsätzlich wird das Finanzamt erstmal eine Bedürftigkeitsbescheinigung verlangen.
Anerkannt werden nur Zahlungen zum Lebensunterhalt der Schwiegereltern (Kinder natürlich auch). Von welchem Konto spielt keine Rolle. Das FA wird aber Belege für die Zahlung verlangen. Zahlungen werden grundsätzlich erst ab dem Monat der Überweisung anerkannt - d.h. wenn z.B. im Juli für das ganze Jahr eine Zahlung von 1 tsd. erfolgt, wird diese durch 12 x 6 gerechnet. Hinzu kommen noch Höchstgrenzen die jetzt neu festgelgt wurden.

Ansonsten wirst Du hier viele Informationen zum Thema Unterstützung finden.

Schlage mich auch gerade wieder mit den "freiwillige Zensur" rum.

Gruss
C N X
 
P

p_atreides

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Hallo,


ja, aber ich suche speziell eine Antwort für den Fall des "ersten" Ehejahres. Was passiert mit Überweisungen vor Dezember, wenn Heirat erst im Dezember ? Ist das kein Problem fürs Finanzamt ?

Mein Steuerprogramm rechnet mir übrigens nicht an, wenn ich Schwiegereltern unterstütze, ich muss schon sagen, dass der Ehegatte die "Mutter" unterstützt.
Auch habe ich irgendwo gelesen, dass nur Verwandtschaft erster Linie unterhaltsberechtigt ist, also nur Mütter, keine Schwiegermütter.
Letztlich ist es nur die Frage, wie ich es auf meiner Steuereklärung präsentiere. Der Sachverhalt ändert sich nicht.

Gruß, Hagen
 
Micha-Dom

Micha-Dom

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Grundsätzlich sind Zuwendungen an hilfebedürftigen Verwandte absetzbar. Um zB die Überweisung für irgendwas steurrechtlich zu verwerten, habe ich nachgefragt. Bei Verwandten, welche bedürftig sind, sollte dazu ein Nachweis da sein. :rofl:
Ich habe auch ein Schriftstück von der Gemeinde der Schwiegerleute in LOS erstellen lassen, das der Empfänger in der Gemeinde wohnt und hilfebedürftig sei. Fehlt nur noch die Übersetzung dazu, vielleicht gibt der Beamte im FA damit zufrieden. :cool:

:undweg:
 
C

Chak

Gast
P_Atreides, in der Tat sind nur Unterhaltszahlungen an Personen, die nach deutschem Recht unterhaltsberechtigt sind, also Verwandte in gerader Linie, steuerlich abzugsfähig als außergewöhnliche Belastungen. Zahlungen an die Schwiegereltern also nicht, aber an Eltern. Wenn ihr also, was anzunehmen ist, Zusammenveranlagung wählt, kann deine Frau diese Zahlungen absetzen. Zwar hat sie selbst kein Einkommen, aber durch die Zusammenveranlagung mindern die Unterhaltszahlungen die gemeinsamen, also deine Einkünfte.
Gleiches gilt natürlich auch für Kinder.
 
MichaelNoi

MichaelNoi

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Sämtliche von Hans ( Issaanfreak) gemachten Steuertipps hatte mein Finanzamt letztes Jahr anerkannt.
Die Bedürftigkeitsbescheinigung für die Schwiegereltern hatten wir selbst übersetzt und entsprechend zu Papier gebracht.
 
C

Chak

Gast
Nachdem ich mich nun auch ein wenig durch diese augenfreundlich gestalteten Tipps gelesen habe, möchte ich noch etwas anmerken zu Zahlungen an Verlobte. 1996 gab es eine Rechtsänderung. Seitdem sind Unterhaltszahlungen nur noch dann abzugsfähig, wenn es sich um gesetzlich unterhaltsberechtigte handelt oder wenn dem Unterhaltsempfänger wegen des Unterhalts öffentliche Mittel gekürzt werden, wenn ihr also bespielsweise mit einer Sozialhilfempfängerin zusammenzieht. Vorher hat eine sittliche Verpflichtung ausgereicht.
Sich auf ein Urteil von 1992 oder so zu berufen nutzt da wenig, da es natürlich noch zur alten Rechtslage ergangen ist.
Die Finanzbeamten haben es natürlich auch nicht "in ihren Gesetzen", denn da stehen nur Gesetzestexte, höchstens in ihren Richtlinien bzw. den Hinweisen hierzu, aber da steht es eben nicht mehr drin, weil das Urteil nicht mehr aktuell ist.
Unabhängig davon sollte man es natürlich dennoch ansetzen, nicht jeder Finanzbeamte ist mit der Rechtslage sonderlich vertraut in solchen Spezialfällen.
 
Jens

Jens

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ja, aber ich suche speziell eine Antwort für den Fall des "ersten" Ehejahres. Was passiert mit Überweisungen vor Dezember, wenn Heirat erst im Dezember ? Ist das kein Problem fürs Finanzamt ?
Das sollte kein Problem sein, falls doch ?
Falls doch, dann mach es so wie ich, und geh zum Anwalt! :super:
 
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p_atreides

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Jens" schrieb:
Das sollte kein Problem sein, falls doch ?
Falls doch, dann mach es so wie ich, und geh zum Anwalt! :super:
Hallo,


also wurde das mit dem Datum tatsächlich zum echten Problem mit dem Finanzamt ?
Wie war das Ergebnis ?


Gruß, Hagen
 
C

Chak

Gast
Jens" schrieb:
ja, aber ich suche speziell eine Antwort für den Fall des "ersten" Ehejahres. Was passiert mit Überweisungen vor Dezember, wenn Heirat erst im Dezember ? Ist das kein Problem fürs Finanzamt ?
Das sollte kein Problem sein, falls doch ?
Falls doch, dann mach es so wie ich, und geh zum Anwalt! :super:
Ein Anwalt der sich mit Steuern auskennt, das dürfte ein rares Exemplar sein. ;-D
 
Jens

Jens

Senior Member
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Wie war das Ergebnis ?
Die Frage macht mir immer noch Kopfzerbrechen :lol: .
Der Fall liegt seit 1.05.03 :O beim Finanzgericht in Nuernberg!

Ein Anwalt der sich mit Steuern auskennt, das dürfte ein rares Exemplar sein.
Du sagst (eh schreibst) es.

Du musst dem Anwalt nur erklaeren was du willst, dann tut er auch was er kann! :lol: :rofl: :cool:
 
C

Chak

Gast
Eines noch nebenbei: Auf der Steuerlink-Seite wird darauf hingewiesen, bei Fragen den Verfasser zu kontaktieren.
Ich verweise vorsichtshalber auf § 5 Steuerberatungsgesetz, der unbefugte Hilfe in Steuersachen verbietet, auch wenn sie unentgeltlich geleistet wird.
 
Thema:

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