"Solaris"-Autor Stanislaw Lem ist tot

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Rene

Gast
Der polnische Science-Fiction- Schriftsteller Stanislaw Lem ist tot. Der Autor von "Solaris" und "Sternentagebücher" starb im Alter von 84 Jahren in einer Klinik in Krakau, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP.

Der am 12. September 1921 im heute ukrainischen Lemberg geborene Lem debütierte 1946 mit "Der Mensch vom Mars" als Schriftsteller und machte sich über die Grenzen Polens hinaus einen Namen als Science- Fiction-Autor. Seine Romane, die auch auf Deutsch erschienen sind, gehören zu den literarisch anspruchsvollen Klassikern des Genres.

Seine Bücher wurden in 41 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von weltweit mehr als 27 Millionen. Mehrere von ihnen wurden auch verfilmt, "Solaris" zum Beispiel mit dem US-Schauspieler George Clooney in der Hauptrolle.

Quelle: Tagesschau

Mir hat die 1972 gedrehte Fassung von Solaris unter der Regie von Andrei Tarkovsky bei weitem besser gefallen. Lief auch einige Male im ZDF. Vielleicht zeigen sie ihn ja noch mal.

René
 
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guenny

Gast
Friede seiner Asche,

jeder der wie ich SF-Fan ist, weiss, was wir mit ihm verloren haben,
genialer Kopf. :-(

Die Russen nehmen ja jeden Dödel mit in den Weltraum, wäre ein feiner Zug die Asche von LEm mitzunehmen und dort oben auszustreuen.
Günny
 
Joerg_N

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ich hasse Sf Filme und Bücher
 
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Rene

Gast
Eine Leseprobe aus "Sterntagebücher"

Als ich am Montag, dem zweiten April, in der Nähe der Betelgeuze vorüberflog, durchschlug ein Meteor, kaum größer als eine Bohne, die Panzerung und zertrümmerte den Hubregulator und einen Teil der Steuerung, wodurch die Rakete ihre Manövrierfähigkeit einbüßte. Ich zog den Raumanzug an, stieg auf die Oberfläche der Rakete und versuchte, die Vorrichtung zu reparieren, aber ich erkannte bald, daß ich die Hilfe eines zweiten Menschen benötigte, um die Reservesteuerung festzuschrauben, die ich umsichtigerweise mitführte. Die Konstrukteure hatten das Raumschiff so unsinnig projektiert, daß jemand mit dem Schlüssel den Schraubenkopf festhalten mußte, während ein anderer die Schraubenmutter anzog. Zunächst nahm ich mir das nicht sonderlich zu Herzen und verbrachte ein paar Stunden damit, den einen Schlüssel mit den Füßen festzuhalten, während ich am anderen Ende die Mutter mit der Hand anzuziehen versuchte. Jedoch die Mittagszeit verstrich, und meine Mühen erbrächten kein Ergebnis. Einmal wäre es mir fast gelungen, doch da sprang der Schlüssel unter meinem Fuß weg und segelte in den Weltraum davon. So hatte ich denn nicht nur nichts ausgebessert, sondern obendrein noch ein wertvolles Werkzeug verloren und mußte tatenlos zusehen, wie es sich entfernte und vor dem Hintergrund der Sterne immer kleiner wurde.

Nach einiger Zeit kehrte der Schlüssel in einer gedehnten Ellipse zurück, aber er kam, obwohl er ein Trabant des Raumschiffs geworden war, nicht so nah heran, daß ich ihn greifen konnte. Ich ging also in das Innere der Rakete zurück, nahm einen bescheidenen Imbiß ein und überlegte dabei, wie ich aus dieser dummen Situation herauskommen könnte. Das Raumschiff flog unterdessen mit immer größerer Geschwindigkeit geradeaus weiter, denn der verdammte Meteor hatte mir auch den Hubregulator zerstört. Auf meinem Kurs lagen zwar keine himmlischen Körper, aber diese blinde Fahrt durfte schließlich nicht unendlich dauern. Eine Zeitlang konnte ich meinen Ärger bezähmen, aber als ich nach dem Mittagessen daranging, das Geschirr abzuwaschen, stellte ich fest, daß die von der enormen Arbeit erhitzte Atomsäule mir die beste Portion Rindsfilet verdorben hatte, und ich verlor für eine Weile mein seelisches Gleichgewicht; ich stieß die fürchterlichsten Flüche aus und zerschlug einen Teil des Geschirrs, was mir zwar eine gewisse Erleichterung verschaffte. jedoch nicht sehr sinnvoll war. Obendrein verblieb das über Bord geworfene Rindfleisch, statt in die Ferne zu fliegen, in der Nähe der Rakete und kreiste um sie herum wie ein zweiter künstlicher Satellit, wobei es regelmäßig alle elf Minuten und vier Sekunden eine kurze Sonnenfinsternis bewirkte. Um meine Nerven zu beruhigen, berechnete ich bis zum Abend die Elemente seiner Bewegung sowie die Störungen der Umlaufbahn, die durch das Kreisen des Schlüssels entstehen würden. Ich gelangte zu dem Ergebnis, daß in den nächsten sechs Millionen Jahren das Rindfleisch dem Schlüssel auf einer Kreisbahn um das Raumschiff vorauseilen würde, um ihn dann zu überholen. Schließlich legte ich mich, müde von der langen Rechnerei, schlafen. Mitten in der Nacht hatte ich das Gefühl, daß mich jemand an den Schultern rüttelte. Ich schlug die Augen auf und erblickte einen über das Bett gebeugten Menschen, dessen Gesicht mir seltsam bekannt vorkam, ohne daß ich hätte sagen können, wer das war.

»Steh auf_, sagte er, »und nimm die Schlüssel, wir gehen nach oben und drehen die Steuerschrauben fest...
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Rene

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Nun zerfleddert doch den Tread nicht gleich von Anfang an :schaem:

René
 
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fieberglascoyote

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Über Geschmack läßt sich aber so toll streiten :lol:
Um meinen Senf noch dazu zu geben: Ich mag weder SF Bücher noch Konsalik. Ich lese nur noch Lustige Taschenbücher :lol:
 
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Monta

Gast
@fieberglascoyote schreibt:
"Ich lese nur noch Lustige Taschenbücher"

Micky Maus? ;-D

Gruß
Monta
 
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guenny

Gast
Jetzt lösch doch mal einer diesen Mist.
Da ist ein wirklich bekannter zeitgenössischer Autor verstorben, der sich einge Bekanntheit erworben und auch heute noch eine große Fangemeinde hat. Nur weil man die Art Geschichten die er geschrieben hat, das Genre nicht mag, gibt das noch kein Recht, das ganze in's Lächerliche zu ziehen. :zorn:
Für sowas gibt's doch genug Threads hier, da mach ich doch gerne mit, aber nicht hier!
Günny
 
Joerg_N

Joerg_N

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Hey Günny,

mit der Eröffnung ist doch alles gesagt,
was willst Du denn hören ?

Wie traurig man ist und Heute Nacht vielleicht nicht
einschlafen kann ?
 
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