Mit dem Bus nach Phnim Penh
Laszlo fand raus. Daß das Gästehaus G.S.T. auch ein Busunternehmen hatte und dieses für $ 4 nach Phnom Penh fuhr. Alles was billig ist reizt Laszlo. Es war ein Bus nur mit Einheimischen, ein Junge kotzte während der Fahrt auf den Gang, das wurde mit der Zeit einfach festgetreten. Die Klimaanlage war so laut und kämpfte mit dem TV.
Wir fuhren durch einige Dörfer, wo sich die Märkte neben der Straße befanden. Die Märkte standen im Müll. Einer stand durch den Regen in einer Lache aus Abfall, Plastik, Papier, Obst- und Fischreste etc. Ich möchte da nicht mit Sandalen durch diese Bakterienbrühe latschen.
In Phnom Penh war es mit Einemal sauber. Sofort buchten wir für die Weiterreise die Tickets, bekamen aber nur mehr welche für 11:45 zu $ 10 am nächsten Tag. In der Hauptsaison könnte man da Probleme bekommen. In der Nähe der Busstation suchten wir ein Gästehaus, es gab dort viele und nahmen je ein Zimmer für $ 5. Während wir zum Mekongufer liefen, fiel mir auf. Daß jedes 5. Geschäft eine Apotheke war. Es war so dunkel, daß wir vom Mekong nichts sahen, nur einige beleuchtete Boote. So suchten wir ein Restaurant auf, das hatte beleuchtete Bilder von verschiedenen Speisen an der Hauswand. Da entdecke ich etwas exotisches „Thüringer Bratwurst mit Sauerkraut und Bratkartoffeln“. Im Lokal entdeckte ich noch einen wunderschönen Apfelstrudel, die Chance ergriff ich, wer weiß ob ich so was wieder bekomme. Das junge Personal sprach hervorragend englisch und leistete besten Service. Etliche Farangs mit einheimischen Mädchen kamen ins Lokal, verschwanden aber nach oben. Laszlo ging nachschauen. Im 1. Stock hielten sich die meisten Gäste auf, aber es offen, also zu warm.
Als wir zurück ins Gästehaus fuhren kamen wir am Markt vorbei. Dort stand ein riesiger Container für den Abfall. Darauf waren 3 Leute und durchsuchten ihn, dabei schmissen sie etlichen Abfall auf die Straße. Wohl zur Freude der Hunde, Katzen und Ratten.
Am nächsten Tag war wieder Feiertag, sodaß der Markt geschlossen war, ich mache dort gerne Aufnahmen. Aber rund um das Marktgebäude waren genug Stände. Ich stellte fest, daß es hier Obst aus Kalifornien gab, wohl für die Hotels.
In einem Tankstellenladen entdeckte ich 2 Polizisten, einem mit MP, die beobachteten von hier einen Geldtransporter. Als ich sie fragte fotografieren zu dürfen, gingen sie in Stellung. An der Tankstelle war noch ne Besonderheit, fahrbare Gitter trennten die Tankstelle, nur wer bezahlt hatte wurde durchgelassen.
Nach Saigon waren es 426 km, aber der Bus sollte 6 Stunden benötigen. Hinter Phnom Penh ging es sehr langsam weiter, denn es war eine Dorfstrasse. Erst etliche km auswärts kamen wir auf eine neue erweiterte Straße. Diese hatten die Mopedfahrer für sich beschlagnahmt. Zu Dritt fuhren sie neben einander und ließen sich auch durch das Gehupe des Busses nicht stören. Sodaß der Bus bei den Überholmanövern nach links ausweichen mußte.
Überall sah man das Land unter Wasser, für Reisanbau ok, aber für sonstige Landwirtschaftliche Verwendung wohl ungeeignet.
An der Grenzstation ging es nochmals imposant zu, prächtige Bauten fanden sich hier.
Der unterschied zu beiden Ländern ist mit DDR- und West-Übertritt vergleichbar.
Fred2