Seriöse Jobs in Thailand

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Borstel

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Hallo an alle,

hier ist einer, der den 6er im Lotto hat, und nicht weiß, ob er seinen Gewinn abholen soll.

Ich war bisher als Bauleiter für eine deutsche Baufirma einige Zeit im Ausland, habe in den Consulting Bereich gewechselt, bin aufgrund der turbulenten Entwicklung in Nordafrika hin und her geschickt wurden und sitze gerade im staubigen Riyadh, Saudi Arabien. Hierhin wollte ich nie, Saudi ist kein Land (meiner Meinung nach) für eine westliche Familie, welche deutsch Frau macht das hier schon mit.

Nun habe ich ein Jobangebot, bei der ich für die thailändische Tochterfirma eines neuen, deutschen Startups in Thailand arbeiten soll. Too good to be true? Andererseits, was verliere ich? Gibt es hier Deutsche, die für thailändische Firmen arbeiten? Geld ist für thailändische Verhältnisse sehr hoch, für deutsche noch gut und für Expats mittel bis niedrig (da man es ja in Th. versteuern muss). Ja sagen oder nicht?

Es wäre auf jeden Fall eine Verbesserung der Lebensqualität, Nachteil: wenn ich jetzt schon wieder wechsele und die Sache geht in die Hosen, 2 kurze Arbeitsverhältnisse innerhalb eines Jahres machen sich nicht gut im Lebenslauf...

Viele Grüße,

Torsten

P.S.: Nachtrag - ich ahbe gerade die Seiten von SmartSiam aufgerufen - mein Job hat nix mit Bauer Spezialtiefbau zu tun, ich würde im Kraftwerksbau arbeiten. Obwohl ich trotzdem überlege, Bauer eine Bewerbung zu schicken, da würde ich auch ganz gut hinpassen8-) und hätte die Sicherheit einer großen Firma.
 
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Chak

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Sag ja.

Ich teile deine Bedenken auch nicht. In deinem Bereich ist es doch nicht so ungewöhnlich, gerade aus den geschilderten Gründen, dass man auch mal etwas schneller wieder wechselt.

Magst du auch sagen, in welcher GRößenordnung das Gehalt liegen soll, um einschätzen zu können, ob es wirklich für dortige Verhältnisse hoch ist?
 
Pee Niko

Pee Niko

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[...] Bauer eine Bewerbung zu schicken [...]
Du hast den u. a. Passus gelesen?
[...]
Die Stelle soll im Rahmen eines lokalen Vertrages besetzt werden.
[...]

[...]
Ich teile deine Bedenken auch nicht. In deinem Bereich ist es doch nicht so ungewöhnlich, gerade aus den geschilderten Gründen, dass man auch mal etwas schneller wieder wechselt.
[...]
Ich teile seine Bedenken schon. Es wird überhaupt nicht gerne gesehen, wenn Führungskräfte zu kurzfristig wechseln.
 
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Borstel

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Ein Bauing. in Dtl. verdient etwa 3.500€ brutto, ein Expat hat etwa 4.500€ netto (aber mit Unterkunft und Auto) und ich liege etwa 3.800€ netto, muss aber alle Ausgaben selber tilgen.
 
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Chak

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Netto, also nach thailändischer Lohnsteuer? Davon kann man doch ganz kommod leben.
 
Pee Niko

Pee Niko

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Nix durcheinander bringen.

Mein Hinweis bezog sich auf die Stellenausschreibung von Bauer, auf die sich Member Borstel eventl. bewerben möchte.
 
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Borstel

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die 3.800€ sind netto (d.h. nach Abzug der Lohnsteuer, privater Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und freiwillige Rentenanwartschaft). Auslöse gibt es keine, warum auch - ich bin ja lokal angestellt.

Ja, für einen Auslandsjob nicht viel, aber wenn ich mal 400€ für Wohnung und noch einmal 400€ für Auto abrechne (was üblicherweise im Expat-Paket mit drin ist), komme ich auf 3.000€ - sollte zum guten Leben reichen. Ich habe auch schon für weniger als die Hälfte in Dtl. gearbeitet...

Klar verzeiht man ein paar kurzfristige AG-Wechsel im Auslandsgeschäft leichter, aber eine Zierde sind sie trotzdem nicht.

Jetzt habe ich etwa 1.000€ mehr, aber die Lebensqualität ist fast Null (bis minus 1). Das hält man nur einige Zeit aus, das ist mir das (Mehr)Geld im Moment nicht wert.

Also, wenn der Arbeitsvertrag kommt und alles so drinsteht wie versprochen, ab nach Thailand. Oder der Job bei Smartsiam klappt noch und ich arbeite dort für mehr Geld. 8-)
 
Dieter1

Dieter1

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Mit dem Gegenwert von 120.000,-- Baht netto nach Abzug von Kosten fuer Wohnung und KFZ kannste Dir hier einen Lebensstil goennen, der in Deutschland unerreichbar waere.

Ein Problem koennte Deine deutsche Frau werden. Die Maedels leben nicht gerne in Laendern wo ihnen nach zehn Minuten klar wird, dass ihr Marktwert gegen null tendiert.
 
jai po

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Mit dem Gegenwert von 120.000,-- Baht netto nach Abzug von Kosten fuer Wohnung und KFZ kannste Dir hier einen Lebensstil goennen, der in Deutschland unerreichbar waere.

Ein Problem koennte Deine deutsche Frau werden. Die Maedels leben nicht gerne in Laendern wo ihnen nach zehn Minuten klar wird, dass ihr Marktwert gegen null tendiert.
Tja wo er recht hat, hat er recht der Dieter. In beiden Beziehungen, also immer schön sauber bleiben oder nicht erwischen lassen. 8-)8-)
 
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Borstel

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Stimmt, aber wir waren ja auch schon in Nigeria - wo die Mädels im Restaurant trotz Ehefrau am Tisch eindeutige Angebote machen bzw. einen Dreier vorschlagen.

Ach, ich vermisse dieses Land .... :D
 
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smartsiam

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Nun habe ich ein Jobangebot, bei der ich für die thailändische Tochterfirma eines neuen, deutschen Startups in Thailand arbeiten soll. Too good to be true? Andererseits, was verliere ich? Gibt es hier Deutsche, die für thailändische Firmen arbeiten? Geld ist für thailändische Verhältnisse sehr hoch, für deutsche noch gut und für Expats mittel bis niedrig (da man es ja in Th. versteuern muss). Ja sagen oder nicht?
Bei Startup's würde ich immer abklären wie diese aufgestellt sind. Ich habe schon erlebt, das die thail. Tochter eines in mehreren europ. Staaten existierenden Mittelständlers in Thailand relativ ahnungslos Ausländer eingestellt hat. Da war das eingezahlte Kapital der Firma zu gering, für eine Arbeitsgenehmigung, und die notwendige Anzahl, als auch die Höhe des Gehaltes der thail. Mitarbeiter war ebenso nicht erreicht
--> Ergo Arbeitsgenehmigung verweigert. Es dauert ca. 3 Monate derartige "Probleme" zu korrigieren, da das Arbeitsamt u. a. Verdienstnachweise aller angestellten Arbeitnehmer in den letzten 3 Monaten (zertifiziert vom Finanzamt) sehen will.

Also alles doppelt und dreifach zu prüfen, ist sicherlich keine schlechte Idee.


Stichwort lokaler Vertrag:

So schlecht ist das nun auch nicht, man sollte jedoch auf einige Dinge achten:
- Lokale Verträge haben oftmals keine Rückkehrzusage nach Deutschland.
- Thail. Arbeitsrecht schreibt max. 48 Stunden Arbeitszeit pro Woche, 1 freien Tag pro Woche und 6 Tage Urlaub vor. Arbeitszeiten/Urlaub, sollte man entsprechend regeln.
- Achten sollte man auf jeden Fall den Krankenversicherungsschutz. Lokale Verträge haben oftmals auch eine entsprechende private Komponente.
Es gibt zwar auch eine thail. Sozialversicherung, nur zahlt diese bei weitem nicht alles, so das eine private Versicherung anzuraten ist. Auch wenn normale Arztbesuche (inkl. der verschriebenen Medikamente) oftmals billiger sind als die Praxisgebühr in Deutschland. Doch was ist wenns mal ernst wird? Das kann teuer werden ohne Absicherung.

Ansonsten ist im Arbeitsrecht vieles wesentlich besser für Arbeitnehmer geregelt, als dies in Deutschland der Fall ist. Wer mehr wissen will: "Das Deutsch-Thailändische Wirtschaftsrecht" von Michael Lorenz (Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2008, 356 Seiten, ISBN 978-3-8300-1776-9) gibt einen sehr guten Überblick über die Regelungen.


Gruss,

smartsiam
 
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Chak

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Also alles doppelt und dreifach zu prüfen, ist sicherlich keine schlechte Idee.


Stichwort lokaler Vertrag:
Diese Empfehlung hat für diejenigen, die sich für eine Anstellung vor Ort interessieren, einen entscheidenden Haken: Schrifitliche Arbeitsverträge sind in Thailand gar nicht so üblich.
 
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smartsiam

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Diese Empfehlung hat für diejenigen, die sich für eine Anstellung vor Ort interessieren, einen entscheidenden Haken: Schrifitliche Arbeitsverträge sind in Thailand gar nicht so üblich.
Das würde ich nicht so verallgemeinern, zwar ist es meines Wissens leider möglich Verträge in mündlicher oder schriftlicher Form zu schliessen, aus meiner persönlichen Erfahrung habe ich jedoch noch nie bei einer ordentlich arbeitenden Firma einen mündlichen Vertrag erlebt. Weder mein Expat Vertrag, noch die (Arbeits)verträge meiner Gattin (Sie ist Thai in einem Freien Beruf tätig, war aber zeitweilig auch angestellt.) waren mündlich, alles wurde schriftlich abgefasst. Ich glaube aber Firmen zu kennen die dies mdl. lösen, zum Nachteil der Mitarbeiter, die dann nichts in der hand haben.

Leider muss ich sagen, alle Arbeitsverträge die ich bisher gesehen habe voll mit handwerklichen Fehlern waren. Ich bin kein Anwalt, aber dies war jedes mal einfach nur offensichtlich.
Da wurden bspw. gesetzliche Feiertage in frei wählbare Urlaubstage gewandelt. (Ein Unding, und rechtlich m. W. nicht möglich). Oder aber Wettbewerbsverbote - ohne jede Gegenleistung - als nachvertraglich wirkend überr Jahre vereinbart. (Auch Unding, da es de facto einem mehrjährigen Berufsverbot entspricht.)

Hier gilt es wirklich aufzupassen, und um Ansprüche ggfs. durchsetzen zu können, ist es unabdingbar einen Vertrag schriftlich zu fixieren.
Man sollte sich hier immer eines vor Augen halten, warum sollte die andere Partei auf eine belastbare/beweisbare Regelung/Fixierung verzichten wollen?

Nebenbei bemerkt: Einem Expat, der einen mündlichen Vertrag abschliesst, und somit auf die schriftliche Regelung Fixierung verzichtet, ist m. E. nicht zu helfen. Dies ist ein No-Go. Und er wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit das nachsehen haben.
 
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Borstel

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So, Arbeitsvertrag ist nun als Entwurf per email da, leider nur 25 Tage Urlaub, dafür erst einmal die Unterkunft für 3 Monate und bißchen mehr Geld. Sogar eine Wechselkursgleitklausel wurde berücksichtigt, so dass ich ungefähr immer den gleichen Euro-Betrag zur Verfügung hätte. Sonst keine ungewöhnlichen Klauseln, alles so weit recht fair. Arbeitszeit 5Tage/40h pro Woche. Krankenversicherung wird meine private Weiterlaufen, nur dass für diese der Arbeitgeberanteil wegfällt, aber das war schon so mit eingerechnet.

Also, auf nach Thailand. Ab 01.10.

@ Siam: Kapital wurde erst im Februar um mehr als 4 Mio € erhöht - sollte eine Weile für mein Gehalt reichen.
 
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