Thailand Forum - Nittaya.de

Hallo @all.

Statt einer Vorstellung möchte ich lieber eine Geschichte posten. Es gibt natürlich Fortsetzungen. Aber nur wenn es gewünscht ist.

Hauptdarsteller:
Rüdiger K. (43), selbständig, Dipl.-Ing.
Suay T. (21), angestellt, Kellnerin.

Vorgeschichte:

Rüdiger ist erfolgreich. Durch harte Arbeit und Stehvermögen hat er sich in Deutschland eine eigene Firma aufgebaut. Er hat fünf Angestellte und seine Firma läuft gut. Die Produkte, die er anbietet, sind, da er in einer Marknische agiert, fast konkurrenzlos und die Rezession ist beinahe spurlos an ihm vorbeigegangen.

Rüdiger hat aber auch Probleme. Probleme mit seiner Familie. Insbesondere in der Ehe kriselt es. 16-Stunden-Arbeitstage, Wochenendarbeit und Urlaub den es nicht gab, veranlassen die Frau, ihren Spaß anderswo zu suchen. Wozu hat man denn Geld, wenn man es vor lauter Arbeit nicht ausgeben kann?

Rüdiger hat auch viele Freunde. Einer davon war vor kurzem vier Wochen in Thailand. Er schwärmt ihm vor, jedes Mal wenn sie sich treffen, wie toll es da doch sei. Alle lächeln, sind offen für alles und insbesondere die Frauen sind willig und anschmiegsam, ganz anders eben als die zickigen Emanzen hier im kalten Deutschland.

Aber Rüdiger ist auch Realist. Er glaubt seinem Freund nicht so recht. Andererseits ist ein Urlaub schon zwei Jahre fällig, seine Firma läuft gut und seinem Partner kann er vertrauen. Seine Frau? Die ist begeistert von der Idee, getrennt in Urlaub zu fahren.

Also kauft sich Rüdiger ein Ticket nach Bangkok. Natürlich Business-Class, man möchte ja nicht mit den Sex-Touristen zusammen in der Holzklasse reisen. Wenn er sich seine Mitreisenden in der Wartehalle so anschaut, dann weiß er ganz genau, dass er aus anderem Holz geschnitzt ist.

In Bangkok angekommen, macht er auch nicht die Fehler, die die anderen Neulinge machen: Er wechselt natürlich nur ganz wenig Geld direkt am Flughafen (das tut er lieber später im Hotel) und leistet sich eine Limousine, die ihn zu seinem First-class-Hotel bringt. Die Schlepper, die ihm am Flughafen ein Taxi anbieten, hat er sofort durchschaut. Womöglich wird er in einem normalen Taxi sogar ausgeraubt. Im Hotel angekommen, genießt er das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Er weiß jetzt schon, dass er seinen Freund zuhause erstmal erklären muss, wie man sich richtig verhält in Thailand.

Rüdiger in Bangkok:

Rüdiger fühlt sich pudelwohl. Es war das einzig richtige, bereits in Deutschland alles zu buchen. Sein Hotel an der Sukhumvit-Road ist nicht gerade billig aber einsame Spitze. Fast nur Geschäftleute wohnen da, viele Piloten der internationalen Airlines und nur ganz wenig Touristen. Auch Bars gibt es in der Nähe. Das hat er durch eine diskrete Frage an der Rezeption erfahren. Auch die Bars will er sich in den nächsten Tagen mal anschauen. Vorher aber möchte er erst mal Land und Leute kennen lernen. Also geht er einkaufen. Und einen Anzug möchte er sich schneidern lassen. Das hat er in seinem Reiseführer gelesen. Das ist ein Muss in Thailand. Vielleicht schaut er sich auch ein paar Edelsteine an.

Es ist heiß in Bangkok. Einfach herumschlendern und Geschäfte ansehen ist mehr als anstrengend. Rüdiger hat Durst. Also geht er, nein, nicht in eine Bar, sondern zu Seven-Eleven um sich was zu trinken zu kaufen. Im Laden sieht er eine Thai-Schönheit, die ihm die Sprache verschlägt. Knappe, eng sitzende Shorts und ein weißes Schlabber-T-Shirt. Schwarze Haare und dunkle Mandelaugen. Man kann genau erkennen, dass sie keinen BH trägt. Umständlich kramt sie ihr Kleingeld aus der Tasche, dabei fällt die Hälfte auf den Boden. Rüdiger ist Gentleman. Er hebt es für sie auf und kommt mit ihr ins Gespräch. Erstaunlich, wie gut sie Englisch spricht. Sie wird wohl der Oberschicht angehören oder sie hat studiert. Jedenfalls ist sie keine Nutte. Das sieht man sofort.

Rüdiger ist ein Glückspilz. Kaum angekommen, hat er schon eine Frau kennen gelernt, die genau sein Typ ist, gebildet, gutaussehend und jung. Vor allem hat sie nichts mit der Bar-Szene zu tun. Sie arbeitet in einem Restaurant als Kassiererin. Das ist eine Vertrauensstellung. Das hat sie ihm im Taxi auf der Fahrt nach Hause erzählt. Rüdiger hat ihr angeboten, sie mit dem Taxi nach Hause zu bringen, damit sie nicht mit dem Bus fahren muss. Er hat sich abends mit ihr zum Essen verabredet.

Vorsichtshalber hat Rüdiger im Hotel einen Tisch bestellt. Er kennt sich ja nicht so gut aus in Bangkok und will nicht in einem Restaurant essen gehen, wo er sich vielleicht noch den Magen verdirbt. Suay, so heißt seine Errungenschaft, kommt zwar eine Viertelstunde zu spät, aber das ist bei dem Verkehr in Bangkok auch kein Wunder. Das Essen ist phantastisch. Suay hat zwar kaum etwas gegessen von dem Fünf-Gänge-Menü, aber Rüdiger hat im Reiseführer gelesen, die Thais machen das wegen der Höflichkeit. Wenn sie alles aufessen, verliere der Gastgeber sein Gesicht weil er seinem Gast zu wenig serviert hat. Rüdiger ist ganz hingerissen von soviel hautnah erlebter asiatischer Kultur. Anschließend gehen sie noch in eine Disco.

Nein, in seinem Hotelzimmer kann Suay nicht übernachten. Sie ist nicht „so eine“. Das versteht Rüdiger natürlich. Im Grunde war es nur ein Test. Das Suay nicht so einfach mit einem fremden Mann ins Hotel geht, kann nur einen Grund haben: Suay ist ein anständiges Mädchen. Und das ist genau das was Rüdiger gesucht hat.

Aber Suay ist einverstanden, mit Rüdiger am Wochenende ein wenig die nähere Umgebung Bangkoks zu bereisen. An der Rezeption hat er sich erkundigt. Eine zweitägige Tour nach Pattaya in einer Limousine ist nicht zu teuer. Suay ist einverstanden und bucht die Limousine und ein Doppelzimmer im Dusit Thani in Pattaya. Rüdiger freut sich auf das Wochenende.

Fortsezung?
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