Der Wunsch des Bürgers bestimmt, aber mit Sicherheit nicht die von FDP und CDU. Die Aussagen von Herrn Westerwelle und das Wahlprogramm der FDP und der CDU lassen genau dieses Teufelsbild zu.
*Ironie* Das zeigt ja dann eh die Wahl *Ironie*
Wie man sieht bin ich durchaus für eine Stärkung des Rentensystems über den Kapitalmarkt, nur will ich das an ein gemeinnütziges System gebunden sehen.
Das rechne ich Dir ja auch hoch an, der Member @Leipziger zum Beispiel, dem Du vorgeworfen hattest "kapitalhörig" zu sein, kann Zugeständnissen gegenüber dem Kapitalmarkt so gar nicht ab, was in der Vergangenheit schon für einige Diskussionen zwischen uns gesorgt hat ;-D
Das Paradebeispiel dafür was passiert, wenn man die Finanzierung der Altervorsorge dem privatwirtschaftlichen Versicherungsmarkt überläst, ist doch die Risterrente.
Ich halte die Riesterrente vom Prinzip her nicht für soo schlecht, schlecht, sogar verwerflich, sind lediglich die Suggestionen, die den ärmsten Bürgern gemacht werden, dass sie "riestern" sollen um im Alter nicht in die Armutsfalle zu tappen. - Dass ihnen dabei verschwiegen wird, dass sie von der Riesterrente vorraussichtlich NULL haben werden, weil die Rente weit unter Hartz4 liegen wird, das ist die Sauerei.
Die Grundidee die dahinter steckt ist ja nicht falsch, nur das was die private Versicherungwirtschaft daraus gemacht hat ist doch, gelinde gesagt, ein Witz. Da wird das Geld genommen zumächst für Provisionen und Verwaltung aufgezehrt und was am Ende für den Rentner rauskommst liegt gerade mal etwas über Sparbuchniveau.
Dass die Rendite ohne staatlichem Zuschuss unter aller Sau wäre liegt aber auch an den gesetzlichen Vorgaben der "garantierten" Auszahlungssumme, nicht? Und dass die Leute, die das den Kunden verkaufen auch Geld verdienen müssen, davon leben müssen, sollte man nicht unbedingt als verwerflich ansehen, oder?
Nicht auf diverse private Versicherungen verstreut sondern zentral in einer gemeinützigen Kasse nach dem Vorbild der Soka Bau verwaltet hätte die Riesterrente heute schon einen milliarden schweren Grundstock....
Das birgt aber die Gefahr, dass dann aus falscher Heimatliebe ausschliesslich am deutschen Markt investiert wird. - Das ist zwar sehr löblich, und der deutschen Wirtschaft ja auch nicht abträglich, aber halt nicht unbedingt schlau, weil die Gesamtwirtschaftsleistung sich beim Wachsen viel schwerer tut als eine Volkswirtschaft mit einer "gesunden" Geburtenrate. - Das ist allerdings mühsam zu diskutieren, weil niemand von uns in die Zukunft schauen kann, man kann lediglich davon ausgehen, dass in den nächsten 30, 40, oder mehr Jahren Volkswirtschaften mit rückläufiger Geburtenrate auch eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung haben werden.