Rente ins Ausland, wie lange noch?

Diskutiere Rente ins Ausland, wie lange noch? im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Beim Durchlesen verschiedener Threads bin ich nun schon öfters darauf gestossen, dass viele noch die Hoffnung haben sich später einmal die...
Netandy

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Beim Durchlesen verschiedener Threads bin ich nun schon öfters darauf gestossen, dass viele noch die Hoffnung haben sich später einmal die staatliche deutsche Rente nach Thailand auszahlen zu lassen um dort leben zu können. So wie es heute ja noch bei vielen Residenten (z.B. Mallorca) möglich ist.

Das erscheint mir doch etwas blauäugig. Schon heute gibt es bei fast allen etablierten Parteien Strategiepapiere wie der Kapitalfluss von Deutschland ins Ausland (vor allem ins Nichteuropäische!) unterbunden werden soll. Auch viele Wirtschaftsinstitute und sozialwissenschaftliche Studien beschäftigen sich mit diesem Thema.

Einig ist man sich, dass bei privatem Geld dies kaum zu realisieren ist, jedoch besteht für die staatliche Rentenversicherung "formaljuristisch" keine Auszahlungspflicht an im Ausland lebende Personen. Dies ist ein interessanter Aspekt, der ja auch darauf zurückzuführen ist, dass die staatliche Rentenversicherung lt. neuster Definition GAR KEINE VERSICHERUNG ist.

Wäre sie eine, so müssten sich wohl die Verantwortlichen wegen der Veruntreuung der Gelder bereits verantworten. Dies ist aber ein anderes Thema. :)

Die Rentenversicherung ist also KEINE VERSICHERUNG! Dies wurde auch schon von den führenden deutschen Politikern inzwischen so erklärt. So sagte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück in der Talkshow Christiansen: "Es handle sich vielmehr um eine mit hohen Steuerngeldern unterstützte Solidarkasse aller Arbeitnehmer. Nur der Laie würde eben denken, weil das Wort Versicherung im Namen steht, das es eine echte Versicherung wäre, wo er von seine eingezahlen Beträgen (wenigstens die Einzahlungssumme!) auch wieder zurückerhält".

Wie jeder weis funktioniert die Sache ja so: Die monatlich eingenommene Beiträge + dem entsprechendem staatlichen Zuschuss werden SOFORT (nur einige Wochen Puffer) wieder zur Auszahlung (für die bestehenden Renten) ausgegeben. Die Problematik ist nun, dass der Anteil des staatlichen Zuschusses durch die Ebbe in der Kasse (Differenz der Einnahmen / Ausgaben) von Jahr zur Jahr höher wird.

Um dies zu begrenzen (also nicht noch mehr Steuergelder in die Rentenkasse zu pumpen) gibt es nur 2 Möglichkeiten:

1. Die Einzahlungen zu erhöhen.

Entweder durch höhere Rentenbeiträge (Thema Lohnnebenkosten), oder eben mehr Einzahler. Hierbei kam übrigens diese lächerliche "Kinder-Diskussion" auf. Man braucht nämlich vor allem mehr sozialabgabenpflichtige Arbeitsplätze, mehr Kinder allein nützen absolut gar nichts. Finden die nämlich keinen vernünftigen Job ist sogar der gegenteilige Effekt der Fall, dann hat man Morgen nur ein paar Jugend-Arbeitslose mehr.

2. Die Auszahlungen zu vermindern.

Dies entweder durch Rentenkürzungen (z.B. auch durch Rentenbesteuerung) oder Umverteilung (z.B. Einheitsrente), oder eben rigide Auszahlungsbeschränkungen (z.B. für Personen mit entsprechendem anderem Einkommen (Renten?), Vermögen oder nichtständigem Aufenthalt in Deutschland.

Problematisch ist hierbei, dass sich die Rente in der heutigen Form (Höhe!) mit zugebutterter Steuer eben nur noch ein paar Jahre stabilisieren lässt. Darin sind sich heute alle Experten absolut einig. Selbst bei einer gewaltigen Zuschusserhöhung wird man die fallenden Renten auf Dauer nicht aufhalten können. Eben deshalb, da sich die Bevölkerungsstruktur verändert und es immer mehr Rentner, aber immer weniger Einzahler gibt. Und es ist eben wie gesagt keinerlei Kapitalstock vorhanden.

Viele werden deshalb im Rentenalter mit Sicherheit auf zusätzliche
Hilfen angewiesen sein, da ihre Einkünfte zum Leben zu gering sind. Die Rente ist also "schon sicher", aber sie ist eben von der Höhe her "unsicher".

Einige dieser Hilfen wird dann z.B.Hartz 4 (bzw. wie es dann eben heissen wird) sein. Der Grossteil der Rentner (die keine hohe Eigenvorsorge betrieben haben) werden also eine staatliche "Aufstockung" (Unterstützung) zur Rente zur Sicherung des Lebensunterhalts erhalten.

Der Staat wird es sicherlich aber nicht so lösen (Image), dass eine komplette ältere Generation zu einem großem Anteil zu Sozialhilfeempfängern wird, sondern wird mit Sicherheit dann dem Ganzen einen neuen Namen geben und für "die Armen" eine Einheits- / Grundrente- Bürgerrente... etc.. schaffen. Diese werden dann ca. 70% der ehemaligen Arbeitnehmer erhalten.

Die Höhe der früher einmal eingezahlten Beträge wird hierbei meines Erachtens kaum mehr eine Rolle spielen, da sich diese Rente sowieso (allein finanztechnisch da zum hohen Anteil steuerfinanziert) am unteren Level bewegen wird. Die in verschiedenen Zeitungen abgedruckten zukünftigen Rentenbeträge sind übrigens jetzt schon Makulatur. Ebenso die Summe die einem heute noch ausgewiesen wird, wenn man eine aktuelle Rentenberechnung anstellen lässt. Der Auszahlungsbetrag wird sich nämlich von Jahr zu Jahr verrringern!

Aber es muss natürlich in Deutschland niemals jemand hungern. Die Sicherung des Lebensunterhalts wird stets durch die angesprochene Bürgerrente gedeckt sein. Auf diese wird es aber, wie schon angesprochen, mit absoluter Sicherheit Auszahlungsbeschränkungen geben. Z.B. Anrechnung von anderem Einkommen (anderer Renten?)...etc.. Und eine Auszahlung ins Ausland wird wohl ebenfalls kaum möglich sein da in der Rente ja ein hoher staatlicher Unterstützungsbetrag (also quasi ein Almosen) enthalten ist.

Dies ist ja auch bei älteren Bürgern im Rentenalter, die keine Rente erhalten (z.B. verarmte Selbstständige), schon heute so. Auch wenn sie dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu Verfügung stehen. Diese können sich ihr Hartz 4 Geld (Unterhaltsgeld und Wohngeld) ja auch nicht ins Ausland überweisen lassen.

Für alle die vorhaben einmal im Alter in Thailand mit staatlicher deutscher Rente zu leben, ist dringend geraten andere Vorsorge zu treffen. Mit der staatlichen Rente (Unterstützung) wird es meiner Meinung nach nicht gehen.

Gruss an alle von

Netandy
 
tira

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Netandy" schrieb:
....dass eine komplette ältere Generation zu einem großem Anteil zu Sozialhilfeempfängern wird, sondern wird mit Sicherheit dann dem Ganzen einen neuen Namen geben und für "die Armen" eine Einheits- / Grundrente- Bürgerrente... etc.. schaffen. Diese werden dann ca. 70% der ehemaligen Arbeitnehmer erhalten.....
iss dann der dank dafür dass dieser bevölkerungsteil die wiedervereinigung, beamtenrenten etc.
weitestgehend alleine geschultert hat. :bravo:

appropos, selbstredend hat der kaptialabluss der konzerne aus d und der damit häufig verbunden
arbeitsplätze vernichtenden begleiterscheinung wohl keine volkswirtschaftlicher relevanz. :fertig:

gruss :wink:
 
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Bogie

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Die Renten-"Versicherumg" ist ein kriminelles Schneeball-System - genauso wie Bausparkassen etc.

just my 2 cent
 
kcwknarf

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Wenn man seinen offiziellen Wohsitz und sein Bankkonto in Deutschland behält, dann dürfte auch der Geldfluss weiter laufen.
Und in Thailand gibt es genügend Bankautomaten zum Abheben.
Allerdings halte ich eine private Kapitalvorsorge auch für wesentlich sicherer als die staatliche.
 
koksamlan

koksamlan

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Hi,

Also die von dir genannte Grundrente gibt es schon, wurde von der Regierung Schröder eingeführt und heißt Grundsicherung. Diese unterscheidet sich von der Sozialhilfe, weil keine Restriktionen daran geknüpft sind. Wer weniger als xxx EUR (ca. 800) an Einkommen (also auch Zinsen, Mieten, ..) kann diese beantragen. Kinder werden erst ab einem Einkommen von über 100.000 Euro im Jahr in die Pflicht genommen (auch das ist anders als bei der Sozialhilfe/Hartz4)

Die vielzitierten staatlichen Zuschüsse hat man doch nur eingeführt, um die vielen versicherungsfremden Leistungen von der Allgemeinheit mittragen zu lassen (= Rente für Leute, die nix einzahlen) - man hat nach der Wiedervereinigung generös Renten an die ganzen DDR-Funktionäre spendiert. Auch Renten für Erziehungsleistung ist eine Aufgabe der Gesellschaft, nicht nur die von einer Handvoll sozialversicherungspflichtig Beschäftigter.
Das wird halt von den Politikern gerne vergessen ..

Das demographische Problem betrifft nicht nur die Renten, sondern auch die Finanzmärkte: Heute gibt es eine hohe Nachfrage an den Finanzmärkten, weil alle fleissig Kapital aufbauen (direkt an den Börsen, über Fonds, Versicherungen, ..). Hohe Nachfrage = hohe Preise / Kurse.
Wenn nun in 20 Jahren alle anfangen, den Geldfluss umzukehren, sprich, ihr Erspartes langsam wieder abschöpfen, dann kommt es zu einem hohen Angebot. Hohes Angebot = niedrige Preise / Kurse.
 
Nokhu

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Unter diesen Voraussetzungen quäle ich mich jeden Morgen "gerne" aus dem Bett. :zorn: :heul:

50 Jahre einzahlen, und dann das Essen in der Bahnhofs-Mission abholen.
:fertig: :fertig: :fertig:
 
Dieter1

Dieter1

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kcwknarf" schrieb:
Wenn man seinen offiziellen Wohsitz und sein Bankkonto in Deutschland behält, dann dürfte auch der Geldfluss weiter laufen.
Und in Thailand gibt es genügend Bankautomaten zum Abheben.
kcw,

stimmt, so einfach geht das wenn man ein bischen flexibel in der Birne ist :-).

Gruss Dieter
 
L

Lille

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na dann ist es ja zeit fuer eine andere loesung. die rentner ab zur bundeswehr und auf allen krisen und kriegsschauplaetzen eingesetzt, wenn dabei einer umkommt hat der ja sein leben schon gelebt und es muss kein junger sterben der das leben und die beitragszahlungen noch vor sich hat.

die kosten sinken da die rentner kaserniert werden zentral verpflegt und eingekleidet. vermoegen sofern noch vorhanden wird requiriert. ;-D



:cool: mfg lille :cool:
 
S

Sioux

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Die Rentenversicherung ist nicht mehr finanzierbar.

Warum? Liegt das wirklich (nur) an den sinkenden Nachkommen und der weniger vorhandenen Arbeit? Wohl kaum.

Entscheidender ist doch, die Entsolidarisierung der Reicheren und der grossen Unternehmensfuehrer. Sonst gaebe es hier durchaus konstruktive Loesungen. Wenn von denen keine Solidaritaet mehr kommt, werde ich auch nicht mehr solidarisch mit diesem System sein.

Bye, bye, deutsche Rentenversicherung.

Ich kann aber nur jedem raten, sich genau anzusehen, was er privat so fuer Vertraege abschliesst. Z.B. die viel zitierte Riesterrente zahlt beim Wegzug aus D keine staatlichen Praemien!

Lasst euch blos nicht vorschnell von Versicherungen und Banken etwas aufschwatzen.

Sioux
 
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MisterB

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Netandy schrieb:
Man braucht nämlich vor allem mehr sozialabgabenpflichtige Arbeitsplätze, mehr Kinder allein nützen absolut gar nichts. Finden die nämlich keinen vernünftigen Job ist sogar der gegenteilige Effekt der Fall, dann hat man Morgen nur ein paar Jugend-Arbeitslose mehr.[/quote]

Ganz meine Meinung, das Märchen mehr Kindern als Alheilmittel für unsere Sozialversicherung wird durch das ständige Nachplappern unserer politischen Kaste nicht wahrer, solange diese Kinder später keine Arbeit haben. Und wenn ich sehe, wie schwer es schon heute auch für qualifizierte junge Leute ist, einen vernünftigen Job zu kriegen, kann ich mir nicht vorstellen, dass das in absehbarer Zeit besser werden könnte.
 
Netandy

Netandy

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@koksamlan

Also die von dir genannte Grundrente gibt es schon, wurde von der Regierung Schröder eingeführt und heißt Grundsicherung. Diese unterscheidet sich von der Sozialhilfe, weil keine Restriktionen daran geknüpft sind. Wer weniger als xxx EUR (ca. 800) an Einkommen (also auch Zinsen, Mieten, ..) kann diese beantragen.
Du hast recht. Die von der Schröder-Regierung zum 1. Januar 2003 eingeführte Grundsicherung kommt dem von mir prognostizierten Modell schon ziemlich nahe. Jedoch wird in der Zukunft wohl Rente und Grundsicherung schon aus Imagegründen zu "etwas Neuem" zusammengefügt und umbenant werden. Z.B. Grundrente, Bürgerrente... etc..

Doch in einem irrst du, der Erhalt dieser Grundsicherung ist auch heute schon an beachtliche Restriktionen verknüpft. Hierzu der Auszug aus dem Sozialgesetz.

Wer kann Leistungen erhalten?

Leistungen erhalten können Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland, die das 65. Lebensjahr vollendet haben oder 18. Lebensjahr vollendet haben und unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage aus medizinischen Gründen dauerhaft voll erwerbsgemindert sind und bei denen es unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung behoben werden kann.
Die Bezeichnung: "gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland" bedeutet juristisch das der Antragsteller seinen Lebensmittelpunkt (also mehr als 6 Monate jährlichen Aufenthalt) in Deutschland haben muss. Nur angemeldet sein und Zweitwohnsitz haben genügt also schon heute nicht. Und dies wird bei einer zukünftigen "Bürgerrente" meiner Meinung nach keinen Deut anderst sein.

Zudem sind die heutigen Aufstockungsbeträge, z.B. bei einer Rente, bei der bisherigen Grundsicherung absolut zu gering. Dies wird sich bei einer "Bürgerrente" sicher ändern wenn dieses Modell breitere Anwendung findet.

Hier findet man ein Berechnungsbeispiel zur heutigen Grundsicherung

@kcwknarf

Wenn man seinen offiziellen Wohnsitz und sein Bankkonto in Deutschland behält, dann dürfte auch der Geldfluss weiter laufen.
Seinen offiziellen Hauptwohnsitz in Deutschland vorzutäuschen und mehr als 6 Monate im Jahr in Thailand zu leben wäre vielleicht möglich. Auch heute schon, z.B. bei Bezug von Grundsicherung. Aber es handelt sich eben um einen Sozialbetrug mit Rückzahlungspflicht der eben auch entsprechend bestraft wird.

@koksamlan

Die vielzitierten staatlichen Zuschüsse hat man doch nur eingeführt, um die vielen versicherungsfremden Leistungen von der Allgemeinheit mittragen zu lassen (= Rente für Leute, die nix einzahlen) - man hat nach der Wiedervereinigung generös Renten an die ganzen DDR-Funktionäre spendiert.
Nun, die paar Funktionärsrenten sind von der Summe her sicher nicht das Problem. Auch nicht die ganz normalen "EX-DDR" Bürger die ja wie viele immer wieder schreiben "nichts in der bundesrepublikanischen Rentenkasse einbezahlt haben" und jetzt trotzdem Rente erhalten. Es gibt nämlich gar keinen Topf wo man einzahlen konnte, bzw. wo Geld angespart wurde. Wie in meinen Vorposting beschrieben wird das eingenommene Geld ja sofort wieder ausgegeben.

Ein Problem sind die neuen Bundesländer in Bezug auf die Rentenkasse nur deshalb, da das Verhältnis von heutigen Einzahlern im Gegensatz zu den dortigen Beziehern noch ein deutlicheres Missverhältnis aufweist als im Westen.

@koksamlan

Das demographische Problem betrifft nicht nur die Renten, sondern auch die Finanzmärkte: Heute gibt es eine hohe Nachfrage an den Finanzmärkten, weil alle fleissig Kapital aufbauen (direkt an den Börsen, über Fonds, Versicherungen, ..). Hohe Nachfrage = hohe Preise / Kurse. Wenn nun in 20 Jahren alle anfangen, den Geldfluss umzukehren, sprich, ihr Erspartes langsam wieder abschöpfen, dann kommt es zu einem hohen Angebot. Hohes Angebot = niedrige Preise / Kurse.
.

Da hast du in Bezug auf Deutschland sicher recht. Aber die internationalen Finanzmärkte sind global und weltweit. Da spielt es keinerlei Rolle wenn in einem kleinen unbedeutenden Bereich (Deutschland oder anderer westlicher Länder) etwas Kapital abgezogen wird. Dies wird mehr als wett gemacht durch die boomenden neuen Volkswirtschaften. So wird voraussichtlich China in 20-30 Jahren die USA als Nr. 1 ablösen. Was von anderen wie Indien, die Golfstaaten, usw.. zu erwarten ist kann man noch gar nicht sagen, an eine Stagnation glauben aber sehr wenige. Der internationale Kapitalzufluss wird also ungebremst anhalten, die meisten Wirtschaftswissenschaftlicher sprechen sogar von einem weit stärkeren Wachstum als bisher.

Schon heite beträgt das durchschnittliche weltwirtschaftliche Wachstum über 3 Prozent. Und da sind auch beileibe Länder darunter die kaum Wachstum generieren (z.B. in Afrika). Trotzdem liegt es mit seinen 3% doppelt so hoch wie Deutschland (mit seinem jetzt neu prognostizierten 1,6% Wachstum).

Es wird also weiter einen ungebremsten weltweiten Kapitalzufluss geben der sich auch auf den Aktien und Fondsmarkt niederschlägt. Dies sind die grossen Vorteile der Globalisierung.Man braucht sich ja nur die Statistiken der sicheren Renten-Fonds ansehen. Da bleibt vor allem "im schlechtesten aller Fälle", auch wenn es keinen Zuwachs geben sollte, bei den konservativen Fonds IMMER der angesparte Kapitalstock vorhanden. Und dieses Geld lässt sich sozusagen auf Knopfdruck in andere Fonds oder andere Länder transferieren. Keine Territorialregierung hat, bei kundiger Ausnutzung aller legalen Möglichkeiten, auch nur den geringsten Einfluss darauf.

Jedoch bescherten die meisten Fonds sogar ungeheure Zuwächse (nicht wenige in den letzten 30 Jahren sogar von mehreren hunder Prozent!).
Ausnahmen hierbei sind einige US Rentenfonds (die unter totaler Kontrolle jeweils einer Firma standen, sozusagen einer Art Betriebsrenten-Fonds), die einen Totalverlust erlebten (bekantestes Beispiel ENRON). Der Grund ist aber, das diese Firmen (bzw. deren kriminelle Manager) versuchten, die Firmen(konzern)verluste mit Fondsvermögen zu verschleiern, bzw mit riskanten Spekulationen des "Betriebsrenten"-Fondsvermögens auszugleichen, was schief ging.

Anderstherum kann man sich fragen ob es wohl noch eine Betriebsrente für VW Mitarbeiter geben würde, wenn der VW Konzern total pleite ginge... :)

Dies hat aber mit den seriösen Fondsanlagen absolut nichts zu tun! Nirgendwo lässt sich so leicht Geld machen wie im internationalen Kapitalmarkt, wesshalb ich dortige Anlagen als die beste aller Altersversicherungen sehe. Viele, auch ich selbst, haben dadurch in den letzten Jahren einen grossen Kapitalzuwachs erlebt. Dies sind die grossen Vorteile der Globalisierung die immer von einigen Unbedarften schlechtgeredet wird, auf der anderern Seite aber auch sehr grosse Vorteile bietet.

Inverstment Fonds - Renten Fond weltweit

Wer also international denkt, nicht nur in Bezug auf später in Thailand leben, sollte auch bei der Zukunftsvorsorge meiner Meinung nach international als Weltbürger handeln.

Gruss an allle von

Netandy
 
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Chak3

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Aus den all den vorgenannten Gründen bin ich froh, dass ich aus der Rentenversicherung austreten konnte.
Eine kapitalgedeckte Altersversorgung hat doch viel für sich.
 
W

woody

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Chak3" schrieb:
Aus den all den vorgenannten Gründen bin ich froh, dass ich aus der Rentenversicherung austreten konnte.
Eine kapitalgedeckte Altersversorgung hat doch viel für sich.
Die sind schon 2 mal Pleite gegangen, die privaten Versicherungen ;-D , während ein Staat bis auf die DDR niemals pleite geht, aber auch da gabs eine Auffanggesellschaft ;-D .
 
C

Chak3

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Woody, ich zahle ja nicht in Versicherungen ein, sondern in ein Versorgungswerk, und die legen größtenteils in Sachwerte, sprich Immobilien an.
 
tira

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Chak3" schrieb:
...sondern in ein Versorgungswerk,..
jo chak,

hört sich so nach beamten versorgung an, haste die seiten gewechselt. ;-D

gruss :wink:
 
NAN

NAN

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Gifhorn
@ Sioux schrieb

Ich kann aber nur jedem raten, sich genau anzusehen, was er privat so fuer Vertraege abschliesst. Z.B. die viel zitierte Riesterrente zahlt beim Wegzug aus D keine staatlichen Praemien!
Die Prämien bekommt man bei der Riesterrente schon vorher. Entschließt
sich der Empfänger später im Ausland zu leben, werden die gezahlten
Prämien plus 5% Zinsen zurück verlangt.

Leider hat die Berichterstattung dazu beigetragen das viele vorschnell Verträge abgeschlossen
haben die sie bei genauer Betrachtung besser nicht Unterschrieben hätten.
Also ist alles wie gehabt, das Kapital gewinnt.

Was lange gehrt wird endlich Wut. :zorn:
 
phi mee

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Tja @NAN,

da stehe ich mit meiner Bruttoentgeltumwandlung besser dar. Wenn ich ins Ausland verschwinde, kann ich mir das Kapital auch auf einen Schlag auszahlen lassen, müsste dann allerdings die Auszahlung versteueren. Ausserdem könnte ich es auch auf Rentenbasis auszahlen lassen. Eine Aufenhalt im Ausland ist da kein Hindernisgrund, eventuell sind die Gebühren für die Auslandsüberweisung zu erstatten.


:wink: phi mee
 
W

woody

Gast
Mir ist es müssig das ellenlange Geschreibsel durchzulesen.

Ich habe beim Eintritt in die Rente 45 Versicherungsjahre bei der BfA auf dem Buckel.
Wenn ich nach Thailand übersiedeln würde, zahlt die BfA die Altersrente weiterhin zu 100% aus!
Voraussetzung dafür ist, das man alle Rentenansprüche durch Beiträge
in den alten Bundesländern erworben hat und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.


Und wer sich nicht auf die Altersrente beschränken will, der sollte sich schon in seiner Jugend gedanken machen, wie er vorsorgt.
Das ist nichts Neues, das war eigentlich schon immer so.

Gruss von einem der nicht über seine Altersversorgung jammert sondern zufrieden ist. woody
 
fred2

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Jomtien
In der Schweiz und in österreich zahlen auch Selbständoge in die Sozialversicherung ein.
Das halte ich für vernünftig, denn heutzutage hat man als Selbständiger keine Gewähr bis zum Rentenalter durchzuhalten und dabei noch was auf die Kante gelegt zu haben.

Gruß fred2, aus eigener Erfahrung
 
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