Reisernte

Diskutiere Reisernte im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Wie sieht es eigentlich mit den erzielten Preisen für 50 kg Khao Niau aus.Die Familie meiner Süßen bekommt im Moment (Sa Keao) pro Sack 380 Baht/...
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MikeRay

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Wie sieht es eigentlich mit den erzielten Preisen für 50 kg Khao Niau aus.Die Familie meiner Süßen bekommt im Moment (Sa Keao) pro Sack 380 Baht/ 50kg.Ich find´s ´ne Frechheit für all die harte Arbeit und würde gerne helfen.Bin leider kein Reishändler :nixweiss:
 
Monton

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Wiang Pa Pao
Hallo MikeRay,
zu den aktuellen Reispreisen kann ich nicht viel sagen, von 380 Bath/50kg habe ich aber auch gehört.
Meine Schwiegermutter baut den Reis nur zur Selbstversorgung an.
Da Sie die Felder nicht allein bestellen kann, lässt sie die Felder von Erntearbeitern bearbeiten, die als Bezahlung 50% der Ernte bekommen. Ich habe 100 Sack in der Scheune gezählt. Damit muss Sie ½ Jahr bis zur nächsten Ernte auskommen. Sie tauscht aber ab und zu auch den Reis gegen Fleisch oder Geflügel. Da sie aber selber auch eine Menge Enten und Hühner züchtet ist das eher selten.
Ich denke aber auch dass der Reispreis für die Erzeuger zu niedrig ist, wenn ich sehe wie viel wir hier fürs Kilo bezahlen.
Herzl. Gruß Monton
 
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hello_farang

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5 Kilo-Reisbeutel bei 7e11 zu 90 Baht (Stand Ende November 2546). D.h. 900 Baht fuer 50 Kilo, wobei man vermutlich noch 10-20% runterhandeln koennte, zumindest auf dem Markt. Und wenn ich dann mal auf den Erzeuger zurueckrechne, passen 380 Baht schon. Ist natuerlich trotzdem sehr wenig fuer die ganze Arbeit, keine Frage...

hello_farang
 
x-pat

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Nach meiner Information ist das Düngen mit der verbrannten Asche -im Gegensatz zur Kompostierung- nich besonders effektiv. Zu diesem Thema, bzw. zum Thema von organischen Anbaumethoden im Allgemeinen hatte die Bangkok Post letzte Woche einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht. Wenn es von Interesse sein sollte kann ich ihn gerne einmal heraussuchen und einen Link posten. Die Thai Regierung unterstützt übrigens "sustainable agriculture" Methoden in Zusammenarbeit mit NGOs und verschiedenen internationalen Kooperativen und bietet Reisbauern die organische Methoden benutzen möchten eine Reihe von Unterstützungsmassnahmen an. Auch der König von Thailand hat (schon vor langer Zeit) ein Werk veröffentlicht das sehr ausführlich auf organische und traditionelle Anbaumethoden eingeht. Ich muss gestehen das ich selbst mit dem Reisanbau überhaupt keine Erfahrung habe. Jedoch hatte ich in der Vergangenheit eine Zeitlang mit dem Dept. of Agriculture an der Kasertsart Universität zusammengearbeitet und dort Informationssysteme für die Tamboons zusammengestellt, die sich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigen.

Department of Agriculture
DOA´s Green Ag. website

X-Pat
 
Monton

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Wiang Pa Pao
Hallo x- Path, danke für deine Bemerkung zum Thema Düngung der Reisfelder.
Auch mir ist aufgefallen dass außer den untergepflügten Resten der Reisstrohstoppeln fast keine organischen Düngeprodukte zur Verwendung kamen. Lediglich der Reisstroh- Asche wird konventioneller Mineralstoffdünger in kleinen Mengen zugeführt.
Kompost- oder Misthaufen habe ich in den Dörfern um Wiangpapao fast nicht gesehen.
Was natürlich zur Folge hat dass geruchsempfindliche Großstadtnasen weniger mit „Landluft“ belastet werden. :lol:

Meine Beobachtung:
Die natürlichen Ausscheidungsprodukte der wenigen Rinder die die Reste der Reisfeld- Ränder abweiden trocknen sehr schnell und geben dem Boden in der Vegetationspause eine gewisse organische Substanz ab die aber meist sehr schnell mineralisiert. Dabei ist mir aufgefallen dass es im November um Wiangpapao eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit mit niedrigen Temperaturen in den Morgenstunden gibt. Die hohe Luftfeuchte schlägt sich auf die Pflanzenreste nieder und fördert bereits vor dem unterpflügen eine gewisse Verrottung. Einen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln konnte ich nicht beobachten.
Die Tradition des Reisanbaus durch die Jahrhunderte hat zu den heutigen Anbaumethoden geführt, ich selbst habe zu wenig Ahnung um da mitreden zu können.
Aber das Thema ist sicher interessant genug um es weiterzuverfolgen.
Herzl.Gruß Monton
 
x-pat

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Monton: Was natürlich zur Folge hat dass geruchsempfindliche Großstadtnasen weniger mit „Landluft“ belastet werden.

Kunstnitrat ist natürlich gut angenehmer für die Nasen. :-) Es ist auch nicht gerade einfach, organischen Reis anzubauen. Zitat: "Farming organic rice is like leading an army into battle and leaving the heavy artillery sitting idle." (www.ricefarming.com) In Thailand gibt -laut Bangkok Post- z.Zt. weniger als hundert Landwirtschaftsbetriebe die derzeit organischen Reis anbauen. Ist aber anscheinend im Trend.

X-Pat
 
Serge

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Ja, organischer Reis ist voll im Trend. In der Gegend um Surin haben sie ganze Gemeinden auf organische Landwirtschaft umgestellt. Hauptsaechlich bauen die Hom Mali, Jasminreis, an.

Einige Betriebe, ingesamt glaube ich drei, davon einer in Surin und einer in Chiang Mai, sind IFOAM (International Foundation for Organic Agriculture) lizensiert.

Hier mehr zum Thema organische Landwirtschaft: www.ifoam.org
 
Monton

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Wiang Pa Pao
Sorry, dass meine Bemerkungen zum Reisanbau in der Gegend um Wiangpapao vielleicht zu kleinen Missverständnissen geführt haben.
Meine Beobachtung in dem kurzen Zeitraum war die, dass ich eine sehr naturnahe Ernte und Nachsorgung (alles von Hand) des Bodens beobachten konnte. Pestizide kamen in diesem Zeitraum nicht zum Einsatz. Das Unkrautbeseitigen macht meine Schwiegermutter übrigens das ganze Jahr lang von Hand (mit Hacke) und lästert über die Chemikalien die manche Große einsetzen, da sie Ihrer Meinung nach den Reis schlechter machen. Aus meiner Beobachtung konnte ich erkennen dass die Felder um das Dorf ähnlich behandelt werden. Zur Düngung noch ein kleines Wort.
Nach meinen bescheidenen Erkenntnissen ist es wirklich schade das Reisstroh nur als Asche den Feldern zurückzuführen. Eine Kompostierung wäre besonders in dieser Gegend gut möglich. Aber der Auftrag auf die Felder ist mit Mehraufwand verbunden und Reisstroh kompostiert sehr langsam.
Zwiespältig betrachte ich das weltweite Auftreten von Ökologie- Firmen die meist aus fernen Zentralen bestimmen was ökologisch ist. Komischerweise sind da Amerikanische und EU- Unternehmen besonders aktiv. Beide Länder schützen aber ihren industriell angebauten Reis durch Importbeschränkungen.
Zum ökologischen Anbau in Thailand:
Wenn die örtliche Landwirtschaft dabei einen Nutzen erzielt dann bin ich dabei. Aber wenn die KLEINBAUERN mit ihrer Arbeit nun auch noch ausländische Managergehälter bezahlen müssen (für ein Gütesiegel daß sie sowieso verdienen)gibt es keinen Vorteil.
Herzl. Gruß Monton
 
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