Kleines persönliches Tagebuch - aber hoffentlich für den ein oder anderen auch interessant. Ein paar Bilder werden gerade hochgeladen und folgen bald.
Mit der Uni ging es nach KK um dort einige Betriebe zu besuchen. Wie einige hier wissen, bin ich zZ in einem internationalen Programm an einer thailändischen Uni, jedoch hielt das weder die Professoren, noch die Angestellten im Betrieb davon ab, ausschließlich Thai zu sprechen. Mein Thai ist glücklicherweise mittlerweile gut genug um das meiste zu verstehen, jedoch waren einige internationale Studenten dabei, die vielleicht mal 50 Wörter zusammenbekommen. Sprich denen blieb nichts anderes über als 6,000 Baht fürs blöd rumsitzen & stehen zu zahlen.
War mein 3. Mal in KK, jedoch war jeder Aufenthalt (inkl. diesem) zu kurz um wirklich was über die Stadt erzählen zu können. Interessant war, dass die meisten Angestellten von sich aus ziemlich schnell erwähnten, dass es leider in KK nicht viel zu tun gibt. Ehrlich gesagt hatte ich bisher immer eine gute Zeit dort, aber Touristenattraktionen wird es wohl tatsächlich nicht allzuviele geben.
Erfahrungen in KK (rein mit Thais & einem Japaner, ich komme nicht nach Thailand um mit internationalen Studenten rumzuhängen):
Betriebe: mittelmäßig interessant, einen Deutschen in einem Betrieb getroffen und lange gequatscht - superfeiner Kerl
Hotel: Centara - hat gepasst aber mich nicht umgehaut, das Schwimmbad war nett & Frühstück gut
Freizeitaktivitäten:
Essen: Immer mindestens 10 Leute, viele Sachen ausprobiert... Ich mag das Isaan Essen.
Abends: Poker oder andere Kartenspiele. Hat mega Spaß gemacht... Innerhalb von kürzester Zeit war der Raum immer komplett voll. Die meisten haben Poker gezockt, andere haben Videos geschaut oder sonst was gemacht, es herrschte aber immer sehr angenehme Atmosphäre. (Habe mir auch die Haare scheren lassen aus Langeweile - gibt viele lustige Bilder dazu aber die gehören nicht ins Forum).
Außer Poker gab es noch ein paar andere Thai Kartenspiele... wir waren eigentlich jeden Tag abends mit den Karten zocken
Gegen 17 Uhr ging's meistens ab zum Schwimmbad, jede/r Thai konnte schwimmen, einige davon sehr gut (inkl. Delphin und solche Scherze). Am letzten Abend hatten wir einen Ball dabei, ca. 50% der Studenten haben ein Spiel gespielt, wo die Personen in der Mitte Ling (Affe/n) sind und den Ball von den anderen stehlen müssen - hat megaviel Spaß gemacht!
Ausgehen: Gute 70% der Studenten waren dabei und es ging in die U-Bar. U-Bar war nicht übel, aber die Musik zu laut für meinen Geschmack. Bestellt wurde in Flaschen, getrunken wurde viel. Ein Mädel war übermotiviert und nach 1-2 Stunden nur noch in der Toilette zu finden. Die Thais kümmerten sich die ganze Zeit sehr gut um sie, im Sinne von: 4-5 Mädels blieben gute 2 Stunden?!? mit ihr in der Toilette. Danach kamen interessanterweise alle direkt mit nach Hause, wirklich kein einziger blieb im Club. Ich war der Transportbeauftragte auf Grund meiner Kraftsportliebe. Hat sich im Nachhinein durchaus positiv herausgestellt, plötzlich zeigte das hübscheste Mädel der Klasse ein großes Interesse.
Nach KK ging es mit 3 Mädels und 3 Burschen weiter zum Phu Kradüng, ein 1300 Meter Hügel. Eine der Mädels hatte am Körper ein bisschen Übergepäck dabei also war ich mir nicht ganz sicher, ob wir überhaupt die Spitze (naja eher Plattform) erreichen würden. Am Anfang sah es tatsächlich so aus, als ob wir umdrehen müssten, aber dann wurde der Weg weniger steil und alle packten es eigentlich ganz gut. Auf dem Berg/Hügel gibt es wilde Elefanten, die anscheinend wild auf einen losgehen und man sollte definitiv rennen, wenn das der Fall ist. Letztes Jahr oder so gab es Verletzte und Tote. Bis auf eine Schlange und Rehe/Hirsche konnten wir nicht wirklich was von der Tierwelt sehen. Das Wild ist leider total an den Menschen gewöhnt (zumindest 4 davon) und ließ sich von der Hand füttern. Strom gibt es nur bis 22 Uhr, danach kann man die Sterne sehr schön sehen. Auch Glühwürmchen waren zu finden.
Wir trafen ziemlich zu Beginn auf einen 33-jährigen Vater mit seiner 10-jährigen Tochter. Die Kleine meinte ich bin angsterregend, lächelte aber immer wenn sie mich sah. Die Thais und ich haben ihr ein paar mal angeboten, dass sie auf meinem Rücken sitzen könnte, wurde aber immer direkt abgelehnt haha. Beide blieben den ganzen Weg bei uns und schliefen am Ende im gleichen Haus. Der Vater meinte er hatte das Geld im Auto vergessen und ein Thai Mädel übernahm sofort die Kosten für sie.
Berühmt ist das Hügelchen wohl für seinen Sonnenaufgang, den die gesamte Gruppe miterlebte. Obwohl es untertags extrem heiß war, ist es am Morgen sehr kühl und in Verbindung mit dem starken Wind überrascht es mich, dass ich nicht krank geworden bin (Alter Schwede habe ich kein Lust mehr ins kalte DACH zurückzukehren). Die Thai Mädels haben's aber auch überstanden.
Der Abstieg verlief super. Es gibt einige Raststationen (ca. jeden Kilometer) mit Getränke und oft auch Essen. Preise sind in Ordnung, auch auf dem Plateau auf der Spitze. Wir haben bei jeder Station eine kurze Pause gemacht, sonst ging's recht flott. Der Vater des jungen Mädels fuhr uns, entgegen seiner Fahrtrichtung, eine gute Stunde zu einer größeren Busstation. Das kleine Mädel kam zu mir und meinte sie hat jetzt keine Angst mehr von mir. Am Abend bekam ich einen Telefonanruf, zum ersten mal auf Englisch, sie fragte mich wie es mir geht und meinte dann "sie liebt mich" haha. Supersüß das kleine Ding.
Ganz vergessen: Das Gepäck kann man beim Eingang des Nationalparks lagern oder für 30 Baht / kg hochtragen lassen.