Meine Thai-Familie entspricht genau dem, was einer der Member hier bereits als Mittelklasse-Schicht bezeichnet hat.
Mutter, Vater, Bruder, Schwägerin, Tante, Onkel, 2 Nichten, 1 Neffe leben zusammen auf einem "Gehöft", bestehend aus 2 Häusern.
Jeder von Ihnen, bis auf die Kinder natürlich, geht einer mehr oder minder geregelten Arbeit nach und verdient seinen entsprechenden Lebensunterhalt.
Es gibt genug zu essen, keiner sitzt im Regen und für Kleidung und Schuhe sind auch immer ein paat Santan übrig.
In der dreijährigen Beziehung zu meiner Frau bin ich von dieser Familie
1mal um Geld gebeten worden. Es ging um die riesige Summe von 5.000 THB, um den Umzug eines weiteren Bruders von Chonburi nach Prachuap finanzieren zu können. Ob das Geld nun für genau diesen Zweck auch gebraucht wurde oder für etwas anderes, interessiert mich nicht.
Die horrenden Gebühren von
Western Union haben mich an dieser Stelle viel mehr geärgert.
Ein anderes Mal habe ich von meiner Seite aus 250,00 € zum Hausneubau der Familie des Bruders beigesteuert, die bis dato noch im Haus der Tante wohnt. Dieses geschah, weil
ich es wollte und nicht, weil ich darum gebeten wurde. BTW, wahrscheinlich war es auch Mitleid, denn wer die Tante kennt, möchte auch nicht mit ihr unter einem Dach wohnen

.
Wenn meine Frau, meine Kinder und ich zu Besuch sind, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, während unseres Aufenthaltes alle Kosten für Nahrung und Getränke zu übernehmen.
Was ich dafür ausgebe, steht in keinem Verhältnis zu dem, was ich für einen Hotelaufenthalt und "Peripheriekosten (in der Hauptsache Bier natürlich

)" ausgeben müßte. Zudem ermöglicht die
natürliche Baysitter-Funktion der Familie meiner Frau und mir auch mal, einen mehrtägigen Ausflug ins Gelände zu machen.
Bei unserem letzten Besuch haben wir eine Waschmaschine gekauft, das Waschen im Zuber empfand ich nicht sehr ökonomisch.
Mit dem Kauf eines neuen
Motosei haben wir
Poh einen Wunschtraum erfüllt. Und ich habe es gerne getan!
Gehöre ich nun zu der Sorte "Kiniau", die zu geizig sind, die Familie angemessen zu unterstützen?
Oder bin ich der "Verschwender", der durch seine Gaben das Konsumverhalten der Familie negativ beeinflusst?
Die Eltern meiner Frau nehmen auch für mich den Stellenwert " Meine Familie" ein. Sollten sie später einmal zu alt sein, um selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, sie im angemessenen Rahmen zu unterstützen.
Gruß von Niko