Re: Die Armut in Kalcutta und Indien!
Ja, was soll das?
1. hat sowas hier nix zu suchen, mach dafür nen Fred auf wenn dir danach ist.
2. OnTopic,
Otto,
ich hab Probleme mit deinen Fotos (jedenfalls mit einigen), ich hab's schon mal geschrieben. Ohne Story, ohne Hintergrund, einfach so die Armut auf der Straße fotografiert, das wirkt einfach nur sensationsheischend, fast schon menschenverachtend. Ein billiges Motiv mit der Botschaft "ha, ich war auch in einem anderen Viertel abseits der normalen Touris".
Es geht mir dabei - um Recht verstanden zu werden - nicht um die Fragen "Recht am Bild" oder so. Dass die Leute bitterarm sind, auf der Straße verrecken ist mir als allgemeine Info und generelle Bildunterschrift einfach zu wenig um solche Fotos zu rechtfertigen.
Wenn ich mal spekulieren darf, du hast keinen wirklichen Kontakt zu den Leuten die du da ablichtest, oder? Du siehst, interpretierst etwas hinein (verstümmelt, arm, Kastensystem, gesellschaftliche Gegensätze, Globalisierung... ) knipst und ab dafür.
Ich bin nicht dagegen, solche Fotos zu machen und zu posten. Aber da gehört mehr dazu, eine Story auch von/mit den Leuten.
Ich habe immer ein abschreckendes Beispiel im Hinterkopf:
Costa Rica, Bananenplantage, Tour mit Bus und Boot zu den Schildkrötenlaichplätzen am Atlantik.
Am Bootsanlegeplatz mitten in der Plantage (meilenweit ringsum nur Bananen) eine ärmliche Behausung, wie man sie aus den hintersten, ärmsten Ecken des Isaan kennt. Davor die Familie, die in die selbe Kategorie passt wie die Leute auf deinen Fotos.
Wir steigen aus, 3-4 Amis, Männer und Frauen stürzen sich "oh horrible, terrible, grazy"-rufend auf die Familie, fotografieren, filmen, drehen sich um und gehen zum Bootssteg. wieder was tolles im Kasten, so authentisch sagte mir dann eine.
Das war jetzt sehr extrem, aber ich hoffe das macht meine Schwierigkeiten deutlich.
PS: ich will den Fotofred nicht stören, wenn das Thema eine Diskussion wert scheint, kann man es ja abtrennen.