@songthaeo
Da sich ja Pattaya ohne Zwiefel veraendert (hat), denke ich der und die Nittayaner muessen ihre Definiton von Qualitaetstourist, Sextourist, Expat, Penner, junger und alter Backpacker auch offenlegen, ueberdenken und angleichen.
Nun das wird schwierig werden, da es auch häufig Mischformen der o.g. Personengruppen gibt.
:-)
So gibt es mitunter auch Qualitätstouristen (mit oder ohne Familie) die sich in gutem und hochwertigem Ambiente bewegen (Hotels, Restaurants, und auch den sonstigen bereits von mir beschriebenen "Points of Interest") und dabei doch gelegtlich zum Sextouristen werden.
Eben deshalb, da sie hin und wieder doch einen Bar- oder Gogobummel (besuch) machen, um sich dann auch ein Mädchen zu nehmen. Im Prinzip ist dies (neben den ganz braven Familienurlaubern) jedoch die Personengruppe, die Pattaya nicht schadet, sondern im Gegenteil nach oben bringt.
Eben deshalb, da der "Rotlicht-Bereich" nicht der hauptsächliche Grund (sondern wenn überhaupt, nur ein kleiner Teil des Unterhaltungsprogramms) ihres Urlaubs darstellt. Sie nutzen dagegen auch alle anderen Entertainment-Möglichkeiten, und legen auch auf eine sonst gepflegte Infrastruktur grössten Wert.
Nicht wenige dieser Qualitätstouristen sind Langzeiturlauber oder werden später zu Dauerresidenten Pattaya`s. Viele haben nämlich den hohen Wohnwert Pattayas schon in vorangegangenen Urlauben erkannt (die für Thailand absolut überdurchschnittliche westliche Infrastruktur, gepaart mit der Preiswürdigkeit bei Waren und Dienstleistungen), und wollen ständig hier leben.
Diese Menschen haben jedoch dann auch weiterhin, z.B. in Bezug auf Restaurants`s, und ganz besonders dem Wohnen,
ganz andere (gehobene) westliche Ansprüche. Nicht wenige beziehen hohe Renten, leben von den Zinseinkünften ihrer Vermögen, Beteiligungen, oder anderweitigen hohen Einnahmen.
Dies ist auch der Grund warum es derzeit in der Stadt so einen Boom (und auch Nachfrage) nach absoluten Luxusimmobilen gibt.
Und diese "nennen wir es einmal neuen Qualitätstouristen (residenten)", setzen sich nicht nur aus Europäern oder den Bewohnern anderer westlicher Länder zusammen. Ganz im Gegeteil, die Segnungen der Globalisierung haben auch immer grössere Bevölkerungsschichten in Asien, dem nahen Osten, sowie Russland sehr reich werden lassen.
Und wenn nicht richtig reich, so doch zumindest so wohlhabend, dass die Möglichkeit gepflegter Auslandsurlaube nun problemlos gegeben ist. Dies ist besonders (wie in den Vorgängerpostings schon beschrieben) bei der ehemaligen Bevölkerung der UDSSR der Fall.
Immer mehr Bürger aus Russland sowie den GUS Staaten kommen nun nach Thailand (Pattaya) in den Urlaub. Diese Urlauber sind übrigends absolut nicht vergleichbar "mit den Russen früherer Tage", diese waren nämlich damals "Kinder des Sozialismus" mit kleinen Urlaubs-Budgets.
Die heutigen wohlhabenden russischen Touristen entammen jedoch zumeist nun dem dortigen stark ansteigenden kreativen Unternehmerumfeld, mit inzwischen sehr hohen Ansprüchen. Kein Wunder also, dass verschiedene gehobene Restaurants der Stadt (z.B Chez George in der 3nd Road,
Casa Pascal in der 2nd. Road und andere...) ihre Speisekarte nun auch auf russisch (kyrillisch) vorhalten.
Die Stadt Pattaya hat auf Grund guter Beratung nun sogar spezielle hochpreisige Werbeaktionen in diesen Ländern gestartet, die übrigends auf sehr fruchtbaren Boden fallen. Vor allem auch deshalb, da Thailand (und auch Pattaya) dort noch zumeist absolut vorurteilsfrei gesehen wird.
So kommen die neuen Qualitätstouristen deshalb auch mit ihren Familien und legen zumeist auch ein ganz anderes "Ausgabeverhalten" während ihres Aufenthalts an den Tag.
Im Gegensatz zu diesen Qualitätstouristen stehen die Sextouristen. Ich meine damit die "hauptsächlichen" Sextouristen", definiert dadurch, das deren Hauptgrund für einen Thailand (Pattaya) Urlaub eben die Girls (alle Formen der direkten und indirekten Prostitution) sind.
Es ist natürlich klar, dass bei der Verteilung deren Urlaubsbugets auch der Teil den höchsten Stellenwert erhält, für den ihr Hauptinteresse besteht.
So wird eben der Grossteil deren Geldes für Mädchen, Bars, bzw. bei der indirekten Prositution (Heiratskandidaten / Verheirateten), vor allem auch für Güter in anderen Landesteilen Thailands ausgegeben.
Und dies ist auch der Grund warum man unter den "Sextouristen" auch den größten Anteil augenscheinlicher "Low Budget Touristen" vorfindet. Um dieses "Urlaubsvergnügen" nämlich finanzieren zu können legt dieser Menschenschlag sehr häufig auf alle anderen Dinge (erstklassige Hotels, gute Restaurants.. etc..) zumeist wenig Wert. Im Gegenteil, teilweise wird gespart wo es nur geht und das Billigste ist noch nicht "billig genug".
Verstehen kann ich dieses Verhalten noch, wenn es wirklich aus Geldnot, oder aus selbstauferlegten Anpassungsgründen an deren thailändische Freundin / Frau / Verwandtschaft geschieht.
Nicht wenige der "Sextouristen" sparen sich nämlich als europäische "Normalverdiener" ihren Thailand-Urlaub das ganze Jahr vom Mund ab, und das Urlaubsgeld ist entsprechend knapp.
Viele (und das sind die besonders Bedauernswerten) sogar nur, um wenigstens einmal im Jahr ihren sonst im Heimatland vorherschenden (sexuellen) Beziehungs-Notstand mit direkter Prostitution ausgleichen zu können. Weshalb gewisse Dinge deshalb im Urlaub (in meinen Augen) auch so total übertrieben / überkompensiert werden. Was natürlich als Nebeneffekt noch den Grossteil ihres Urlaubsbudgets auffrisst.
Und nicht wenige dieser "Sextouristen" geben sich zudem wirklich wie die Penner. Da muss ich meinem Vorposter recht geben. Oft ist jedoch dieses "Urlauber-Pennertum" weniger aus Geldmangel vorgegeben, (besonders wenn es sich in Auftreten / Kleidung manifestiert), sondern vor allem auch häufig auf die soziale Herkunft dieser Urlauber begründet (Thema: "Sau rauslassen").
Das diese Typen die Stadt Pattaya natürlich nicht nach vorne bringen versteht sich von selbst. Urlauber dieser Art schaffen durch ihr Ausgabeverhalten nämlich keinerlei Nachfrage nach gehobener städtischer Infrastruktur.
Jedoch ist diese Kategorie "Urlauber" schon seit Jahren im Schwinden begriffen. Personen die also in das Klischee des "primitiven Sextouristen" fallen, werden inzwichen spürbar weniger, und machen mehr und mehr den Qualitätsurlaubern (auch Familien) Platz.
Und als
äusseres Zeichen bei den materiellen Dingen entsehen für diese "neuen Nachfrager" eben inzwischen die vielen neuen Übernachtungsmöglichkeiten und auch der Wohnraum (für Dauerurlauber / Residenten) der dessen gestiegenen Bedürfnissen gerecht wird.
Die vielen neuen (nun wirklich luxuriösen Bauprojekte) spiegeln also vor allem die Veränderung der neuen Urlauber / Residenten Struktur wieder.
Im Gegenzug nimmt natürlich die Infrastruktur (z.B. Schmuddelbars) für die alte frühere Urlauberstruktur ebenfalls spürbar ab, bzw. wird aus den bisherigen guten Standorten verdrängt. Natürlich will die Stadt auf das "Urlaubsbudget" dieser anderen (Sex)Touristen ebefalls nicht verzichten. So ist es also im Moment ein schwieriger Spagat zwischen "Imageveränderung" und "Duldung/Förderung" auch dieser Urlauber für die Stadt.
Als zur Zeit durchgeführte pfiffige Lösung erscheint deshalb die von den städtischen Beratern vorgeschlagene Zentralisierung des ehemals sehr über die Stadt verteilten imageschädigenden "Rotlichtsbereichs". Bei den Bars geschieht dies z.B. durch Zusammenfassung auf verschiedene "Barcenter / viertel", sozusagen die Ghettos für die "Spasstouristen".
Bei diesen (z.B. den 3 neuen grossen gebauten Barcentern in der 2nd. Road) war die Stadt selbst Bauherr und ist jetzt Vermieter. Die dort befindlichen unzähligen Parzellen sind alle identisch (quadratische 6m x 6m Barblöcke) und schon für alle Bar-Belange bestens ausgerüstet (Holztresen, hygienische Spüle, Warm / Kaltwasseranschluss...etc..).
Selbstverständlich können zum Betreiben "einer grossen Bar" auch mehrere nebeneinanderliegende Blöcke angemietet, und zusammengefasst werden. Durch dekorative Massnahmen wird dann auch daraus eine tolle Einheit.
Ebenfalls werden verschiedene Zonen (Strassen) der Stadt für Unterhaltungsbetriebe bevorzugt, während andere durch städtische Massnahmen (z.B. Einschränkung bei den Konzessionen / Öffnungszeiten) eingeschränkt werden. Auch hierdurch geschiet eine natürliche Abwanderung und die gewollte Zentralisierung. Immer grössere Teile der Stadt werden dadurch "schmudelfrei" und es etabliert sich dort das gewollte gehobenere Wohn- und Erlebnis-Umfeld.
Gruss an alle von
Netandy