x-pat
Senior Member
Themenstarter
Kann ich gut nachvollziehen. Abgesehen von den schon genannten Gründen könnten die Rennradler auf Radwegen auch gar nicht ihre KOMs verteidigen.Hat mir mal ein Radrennfahrer erklärt, warum die das machen...
Ein Rennrad auf einem städtischen Radweg ist etwa so wie ein Lamborghini in einem Verkehrsgarten.Manchmal sind Radwege auch derart gefährlich, dass es einfach sicherer ist auf der Straße zu fahren. Zum Beispiel wenn sie zig Einmündungen kreuzen oder zwischen Straße und Gehweg oszillieren. Oder wenn Sonntagsradler auf linksseitigen Radwegen ihre Spur nicht halten. Diese Situation hatte ich gerade wieder am vergangenen Wochenende. Leider hat der Gesetzgeber ein juristisches Konstrukt namens "Benutzungspflicht" vorgesehen.
Das heisst die Auswahl des Fahrwegs wird nicht dem gesunden Menschenverstand überlassen, sondern irgendwelchen Beamten in einem Planungsbüro - ein schönes Beispiel für deutsche Überregulierung. Thailand ist dagegen angenehm frei von solchen juristischen Konstrukten. Zumindest in der Praxis.
Wohlgemerkt ist das "Meckern auf hohem Niveau" meinerseits. Ich freue mich ja über die vielen Radwege hier in Deutschland. Zum MTB Training sind sie zwar ungeeignet, aber um mit dem Rad von A nach B zu kommen sind sie prima. Wuppertal hat erst kürzlich eine alte Eisenbahtrasse zu einem Fahrrad-Highway umgebaut, der durch die gesamte Talachse verläuft. Dadurch ist es jetzt vielen Leuten möglich mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
Radwege sind Merkmal eines fortschrittlichen und zukunftsorientierten Verkehrskonzepts. Insofern: lasst uns mehr davon bauen.
Cheers, X-pat





