Öl im Golf von Siam

Diskutiere Öl im Golf von Siam im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Hi Leute, gestern hat mich ein Freund sehr beunruhigt. Er berichtete von einen Fersehbericht über ein Takerunglück in Thailand. Ölpest am Golf von...
Simmi

Simmi

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Hi Leute, gestern hat mich ein Freund sehr beunruhigt. Er berichtete von einen Fersehbericht über ein Takerunglück in Thailand. Ölpest am Golf von Siam, dieser Gedanke lies mich sehr schlecht schlafen, lezte Nacht. Nun habe ich ausser der Äußerung meines Freundes nicht mehr in Ehrfahrung bringen können und baue auf Eure weitreichenden Informationsquellen hier im Forum....

....damit ich wieder besser schlafen kann.



Ich hoffe dieser Eintrag geht ohne traurige Nachrichten durch....


greetz
Simmi
 
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seven

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Die Meldung kam schon Mitte der Woche in Nachrichten. Seitdem habe ich nichts mehr davon gehört. Scheint also nicht all zu schlimm zu sein. Wenn die Küste betroffen wäre, hätte man bestimmt schon was darüber gehört.
Sven
 
DisainaM

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Ich mach mal einen Themensprung zum Bereich Umwelt :

Gestern wurde in den Medien berichtet, das auf der Insel Mallorca zur Zeit 50 Mio. DM investiert werden, um Sand zu besorgen.

Bei den Unwettern im November ist von vielen Stränden der Sand zu 90 % verschwunden.
Aus diesem Grund wird nun mit riesigem finanziellem Aufwand Sand vom Erdgrund gefördert, um die Strände wieder herzustellen.

Von Sylt sind ja solche Aufschüttungsprozeduren bekannt.

Das Thailand in den letzten Jahren durch die El Ninjo Effekte auch ordentlich Federn lassen mußte, ist ja bekannt.
Die Frage ist aber, wie ein Land wie Thailand es sich leisten könnte, Millionen für die Aufschüttung der Strände wieder auszugeben.
 
Jinjok

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@Rastaman

Mae Rampueng, Provinz Rayong:
.Strände von örtlichen Behörden in Zusammarbeit mit Umweltgruppen gereinigt
.gesammeltes Öl an Abfallbeseitungsfirma übergeben (Kosten 10k THB pro t)
.Tanker (unter Panama Flagge) lief am 15. Jan. vor Chon Buri auf Grund
.verlor 200k l Heizöl
.Besatzung informierte sich über die Umweltfolgen bei den Behörden

IN BRIEF: All cleaned up with help from environmental groups
Published on Jan 25, 2002

The oil spill that washed ashore at Rayong´s MaeRampueng beach has been cleaned up, localofficials said yesterday. Officials from the Harbour Department, Maritime Training Centre and the local administration joined forces with environmental groups in the clean up.  Collected oil has been sent to a waste-treatment company in Rayong for treatment at a cost of Bt10,000 a tonne. Panama-registered chemical tanker Eastern Fortitude leaked more than 200,000 litres of furnace oil into the Gulf of Thailand after hitting submerged rocks off Chon Buri on January 15. Tour agencies had contacted Rayong officials to ask about the latest developments on the oil spill situation before resuming trips to Koh Samet and Mae Rampueng beach, the officials said. - The Nation.
 
K

KLAUS

Gast
Hi DisainaM,
um Deinem Themensprung zu folgen:
Was die Straende in Europa angeht, kann ich gluecklicherweise nicht mitreden, ich lebe ja in TH..:-)

Vielleicht ist es besonders fuer Leser,
welche nicht Thailand kennen, eine kleine Orientierungshilfe zur Umwelt, wenn ich Deine Thailandaussage:
ZITAT:
"Das Thailand in den letzten Jahren durch die El Ninjo Effekte auch ordentlich Federn lassen mußte, ist ja bekannt.
Die Frage ist aber, wie ein Land wie Thailand es sich leisten könnte, Millionen für die Aufschüttung der Strände wieder auszugeben."
....wie folgt ergaenze:
Fuer in Thailand Lebende ist es allgemein bekannt,
dass es zwar etliche Umweltgesetze und verordnungen gibt,
diese aber entweder garnicht oder sehr unzureichend durchgesetzt werden , won wem?
Von den zustaendigen Behoerden.
Zu welchen Vorteil?
Besonders finanzielle Vorteile hat die Industrie,
die Landwirtschaft und angrenzende Zweige, bis hin zur Touristik-Industrie..
Da werden Abwaesser mit allerlei Chemikalien und Giften in den Golf von Siam geleitet, de Boden verseucht,
Felder ueberduengt und mit Pestizieden verseucht,
Abgase und deren Eindaemmung beschraenkt sich auf oertliche und zeitlich begrenzte massnahmen,
Da werden riesige Flaechen landesweit brandgerodet, was eine sehr hohe, schaedliche Luftverschmutzung zur Folge hat, von der Krabbenzucht und anderen Bereichen, wo aehnliche Suenden gegen die Umwelt begangen werden garnicht zu reden, eigentlich ist alles betroffen, besonders die gesundheit der menschen...!!
Und dabei waere es fuer Thailand durchaus, aus finanzieller Sicht moeglich all diese Suenden an der Umwelt zu vermeiden,
man brauchte "nur" die gesetze gerecht und gegen Jedermann
ordentlich durchsetzen, das wuerde Thailand Millarden an Baht sparen,
allein es fehlt weugenscheinlich der Wille der verantwortlichen.
Der Vollstaendigleit halber muss man hinzufuegen, dass es besonders NOG (Nicht staatl. Organisationen) sind, die versuchen da und dort
durch oeffentliche Proteste gegen zuwirken.
Die Erfolge sind leider nicht sehr gross bisher und beschraenken sich meisst auf einzelne  Objekte.

Ich will sagen,
die  "EL NINJO" Effekte haben moeglicherweise die Situation im Umweltbereich verstaerkt(Ich bin zu wenif Fachmann, um das beurteilen zu koennen),
aber ich sehe den Hauptfehler der in TH die Umwelt weiter zerstoert , beeintraechtigt und die Gesundheit der Menschen gefaehrdet, ja bedroht,
hauptsaechlich in den oben geschilderten Tatsachen, begruendet,
dazu  braucht man kein Fachmann zu sein, um das zu erkennen.
Gruss Klaus
 
 
G

gruffert

Gast
Da kann ich leider nur unterstreichen was Klaus schon gesagt hat. Umweltschutz ist nie ein Problem gewesen, dem von der Regierung besondere Bedeutung oder gar Priorität beigemessen worden wäre. Es gibt in Thailand selbstverständlich eine staatliche Umweltbehörde, sowie Gesetze, die den Umweltschutz regeln, nur fehlt es an der Durchsetzung, Leider ist es so, daß sich die Firmen, je größer und damit mächtiger sie sind, kaum um diese Gesetze kümmern, das kostet Geld und schmälert den Profit. Es sind auf ihren Profit bedachte Behörden, die gegen Entrichtung entsprechender Bestechungsgelder diesem Treiben zusehen, ohne dagegen einzuschreiten.

Der aktive Einsatz für den Umweltschutz ist in Thailand auch mit Lebensgefahr verbunden. In den vergangenen Jahren wurden allein 5 regionale Umweltaktivisten, die gegen den Bau von die Bevölkerung gefährdenden oder belästigenden Einrichtungen (Fabriken, Mülldeponien u.s.w.) protestiert hatten heimtückisch ermordet. Es handelte sich immer um typische Auftragsmorde, die von finanziell an den Projekten interessierten Leuten in Auftrag gegeben wurden.

In den letzten Jahren ist es allerdings immer öfter zu Protestaktionen von Teilen der Bevölkerung gekommen, die sich durch Maßnahmen oder Unterlassungen der Regierung geschädigt oder ihrer Lebensgrundlagen beraubt sehen. Diese Proteste richten sich aber immer nur gegen die Auswirkungen einer verfehlten Umweltpolitik, soweit sie die eigenen Lebensverhältnisse betreffen. Von Bestrebungen das Umweltbewußtsein grundsätzlich zu fördern, oder gar den Umweltschutz eine hohe politische Priorität einzuräumen, wie es bei uns im Westen durch die Grünen geschieht, ist in Thailand wenig zu sehen. Die Thais glauben zwar, daß überall in den Flüssen, Bäumen und im Boden Geister wohnen. Wenn es aber um Profit geht, wird diese traditionelle Ehrfurcht vor den Geistern in der Natur einfach beiseite geschoben.
Guenther
 
M

mecki

Gast
@alle,

200 000 liter heizoel ist garnichts, entspricht ca. 170 tonnen gewicht. das ist "garnichts" wenn man sich ueberlegt das ein supertanker 500 000 TONNEN laden kann.
diese 170 tonnen werden bei einem "normal grossem/kleinen schiff" schon als brennstoff verbrauch in 4 tagen benoetigt.

mecki, zehn jahre see sind noch kein leben
 
C

Crassus

Gast
Leider ist es momentan mit dem Umweltbewußtsein - wie von Klaus beschrieben - nicht sehr weit her. Das ist aber bei fast allen Thais noch nicht sonderlich vorhanden. Es fängt ja schon bei dem allgegenwärtigen Müll an.

Meiner Meinung nach sind die Thais umwelttechnisch mit der Zeit um 1900 in Europa zu vergleichen...Fortschritt und Technik, eigenes Auto etc. sind verdammt wichtig. Da denkt man doch nicht über die Umwelt nach...solange noch der reis auf den Feldern grün ist.

Diese Einsicht müssen die Thais selbst entwickeln. Belehrungen von aussen werden da nichts nützen, eher als Bevormundung verstanden werden. Einzigen Einfluss hat man wahrscheinlich nur durch die Bemängelung dieser Zustände im Tourismusbereich. Solange die Touristen bei der Umweltverschmutzung aber genauso dicke bei sind...ist das natürlich auch für nen hohlen Zahn.

Als Optimist glaube ich aber das Thais erkennen werden wie wertvoll eine intakte Umwelt ist, dass man etwas dafür tun muss. So lange das politische System aber ein Freikaufen vom Gestzeszwang in allen Rechtsbereichen zulässt wird es aber wohl leider damit noch etwas dauern.

P.S. Waren es nicht die AMIS die ständig die Klimaschutzübereinkommen abschmettern....leider auch kein Vorbild für die Thais
 
Jinjok

Jinjok

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GOLF ÖL-PEST: Kapitän zu Haftstrafe verurteilt
Veröffentlicht am 31. Januar 2002

In einem Umweltverschmutzungs-Prozeß ohne Gleichen hat das Provinzgericht gestern den Kapitän des Tankers, welcher Mitte des Monats mit eine enormen Menge Öl den Golf von Thailand verschmutzte, ein Jahr Haft wegen Rücksichtslosigkeit und Umweltverschmutzung gefordert. Das Gericht senkte die Strafe dennoch auf 6 Monate Haft, nachdem sich der Kapitän des in Panama registrierten Tankers Eastern Fortitute, der Fillipino Jesus Monserate schuldig im Sinne der Anklage bekannte.

Die Provinzbehörden werden eine Zivilrechtsklage gegen die Besitzer der Eastern Fortitude und deren Versicherung einreichen. Das Schiff sei für 50 Mio. USD versichert. Mittlerweile ließ das Hafenamt verlauten, man habe ein Kommitee gebildet, um die unmittelbaren und langfristigen Schäden einzuschätzen, bevor die Schadenssumme festgelegt werden kann, die in dem Verfahren erstritten werden soll. Das Amt sagte, es werde 10 Jahre dauern, bis die Schäden regeneriert seinen.

Monserate am Dienstag der Polizei übergeben

Die Eastern Fortitude rammte einen vorstehenden Felsen vor der Provinz Chon Buri Mitte des Monats und verlor einige 100.000 l Öl in das Meer. Die Marine und hunderte Landbewohner legten zusammen Hand an, um den Öl-Schlick zu beseitigen, der im Meer große Schäden anrichtete und an den Strand gespült wurde.

Der Richter sagte, die Unvorsichtigkeit des Kapitäns verursachte schwere Umweltschäden im Golf von Thailand. Er fügte hinzu, der Kapitän sollte bei dieser gefährlichen Ladung von Chemikalien mehr Vorsicht walten lassen, auch wenn die Chemietanks nicht leckgeschlagen wurden.

Der Schiffseigner feuerte den Kapitän nach dem Unfall

Wanchai Sarntoonthat, Gerneraldirektor des Hafenamtes teilte DPA mit, der Kapitän hätte aufmerksammer gewesen sein müssen, als er sich dem gut gekennzeichneten Felsvorsprung nahe Juang Island näherte. Das Schiff rammte den Shark Rock, welcher in allen Seekarten verzeichnet sei. Jeder Kapitän kennt diesen Felsen. Wir sind ziemlich sicher, daß die Versicherung für den ganzen Schaden aufkommen wird, weil das Schiff am ort des Unfalls festgehalten wird, sagte er.

Während Wangchais Stellvertreter Sanchai Kulpreecha erklärte, die Marine wird den Tanker konfiszieren, bis die Zivilklage entschieden ist. Die Entschädigung wird nach internationalem Recht eingeklagt werden, sagte Sanchai. Sie wird den Umfang der meeresbiologischen Schäden und Umweltschäden an Land durch die Ölverschmutzung decken. Das Amt wird in dem Fall alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eine Wiederholung zu verhindern. Ein Mitarbeiter des Hafenamtes, der nicht genannt werden will, sagte, alle Arbeiten zur Reinigung im Gebiet sind abgschlossen und die größte Menge Ölschlick sei auf weit auf das Meer hinausgetrieben worden

The Nation - Chon Buri © 31.01.2002 übersetzt vom Jinjok
 
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Pustebacke

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Kopiert von der Seite www.thailand-tip.de

Kampf gegen den Ölschlick

Am 15. Januar hatte der Panama-Öltanker Eastern Fortitude Riff-Kontakt vor Rayong und Ko Samet und verlor dabei 243 000 Liter Rohöl. Dies gefährdet in höchstem Maße die Korallen, die Seetiere und nicht zuletzt den Tourismus. Der Kapitän berichtete den Behörden erst zwei Tage später über den Vorfall. Das verklumpte Öl verseuchte etwa 10 km Strand bei Rayong, obwohl auch die Marine eingesetzt wurde, um die Pest von der Küste abzuhalten. Eingesetzte Navy-Spezialhelikopter können nur max. 10 000 Liter pro Tag aus der See entfernen. Es waren zusätzlich 11 Boote im Einsatz. Nördliche Winde treiben den Ölteppich Richtung Sattahip, Maptaput, Chonburi und Samet. Einige Tage vorher wurde von den Offiziellen abgewiegelt: alles sei im Griff, in ein paar Tagen sei der Ölschlick entfernt. Am 23. Januar kündigte die Navy an, Ko Samet sei außer Gefahr.
 
Thema:

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