Nur Bares ist Wahres...

Diskutiere Nur Bares ist Wahres... im Touristik Forum im Bereich Thailand Forum; Für diejenigen, die nicht weiter als bis zu ihrer eigenen Nasenspitze blicken können, hier einmal dargestellt wie eine Zahlung mit Kreditkarte...
niemand

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das ist natürlich nicht zeitgemäß. Bei https://sumup.de kostet eine Transaktion mit Kreditkarte z.B. 1,9%. Das lohnt sich gerade bei kleinen Beträgen wie beim Becker. Es gibt keine Grundgebühr oder festen Posten. Also zahle ich bei einem 1€Artikel nur 2ct an Kreditkartengebühren und keine 97Cent wie hier behauptet. Bei hohen Beträgen nehme ich natürlich nicht sumup sondern ein anders Kostenmodell mit z.B. 0,3% Provision plus einem Festbetrag. Ein Aldi oder Edeka haben natürlich ganz andere Verträge.

Soll doch jeder zahlen wie er will bzw. das Geschäft so bezahlt werden wie es will wen stört das. Ich bin mir sicher, dass deutschen Einzelhändlern (kontaktlose) Kartenzahlung mittlerweile lieber als Bargeld ist. Das sieht man auch daran, dass die jedem Kartenzahler Bargeld als Auszahlung andrehen wollen, damit sie es nicht teuer entsorgen müssen (Transport, Zählung, usw.)
Für diejenigen, die nicht weiter als bis zu ihrer eigenen Nasenspitze blicken können, hier einmal dargestellt wie eine Zahlung mit Kreditkarte funktioniert und welche Infrastruktur man dazu benötigt.
Nun kann sich jeder selber fragen, ob es tatsächlich günstiger ist.
https://hlwibk.weebly.com/uploads/6/3/4/7/63474353/kredit_bankomatkarten.pdf
 
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sombath

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Witzig! Meinst Du, Kartenzahlung (und die ganze "Organisation" dahinter incl. diverser Provisionen) wäre kostenlos?

Aber was soll's. Ich lehne es ab und verweigere mich dem Plastikblödsinn wo ich kann und bin damit in bester Gesellschaft! Auch muss ich mich nicht permanent um meine Kontostände bei der Bank kümmern um zu wissen, in welchem finanziellen Rahmen ich mich bewegen kann.
Ich sehe das genau so !
Wenn alle mit Karte zahlen , wird das Bargeld in Kürze abgeschafft .
Dann ist ein großes Stück Freiheit weg !
Ich zahle grundsätzlich bar , die wo es erforderlich ist mit Karte , aber nur da .
 
Ferdinand

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wer so eine hässliche Präsentation erstellt, der braucht nicht erwarten, dass jemand sich die Inhalte anschaut, ich habe es trotzdem gemacht.
Klar gibt es Anbieter mit 3% je Zahlung und 10ct Buchungsentgelt, wie in deinem Beispiel, aber die kann man wechseln. Große Händler liegen deutlich unter 0,5% für Kartenzahlung und ohne irgendwelche Buchungsentgelte. Aber auch Kleinsthändler müssen nicht mehr als 1% zahlen:

Bei sumup kommt neben den 1,9% je Kreditkartenzahlung nur noch einmalig 19€ für das Terminal. Man benötigt aber Internet beim Händler. Hat man kein Internet, kann man für 59€ ein Terminal kaufen mit Internetzugang über eine Mobilfunkverbindung ohne weitere Kosten. Somit zahlt der Bäcker für ein 30ct Brötchen nur 0,6ct Gebühr bei Kreditkartenzahlung.
Ich kann aber auch nur eine Girokartzahlung zulassen, die dann nur 0,95% also 0,3ct für ein Brötchen kostet.
Die Einnahmen werden gesamelt und je nach Einstellung täglich, wochentlich oder monatlich auf das Kundenkonto gebucht, es entsteht also nur ein Buchungsposten per Monat, Woche oder Tag, und keine 10ct je Buchung.

Es gibt aber auch Kostenmodelle mit einer Monatspauschale. Wird diese ausgereizt, kommt man auf noch niedrige Provision je Zahlung.
Verkaufe ich ein Auto, dann sind 1,9% viel Geld, daher wird beim Autokauf auch in der Regel keine Kreditkartenzahlung akzeptiert sondern nur eine Vorabüberweisung.

Wenn alle mit Karte zahlen , wird das Bargeld in Kürze abgeschafft .
Dann ist ein großes Stück Freiheit weg !
Ich zahle grundsätzlich bar , die wo es erforderlich ist mit Karte , aber nur da .
Abschaffen wird es nicht geben, ist ja das einzige gesetzliche Zahlungsmittel.
Jeder soll zahlen wie er will ist auch meine Rede.
Mit ist es wiederum zu gefährlich viel Bargeld mitzuschleppen. Die Banken wollen sogar bei der DKB in Deutschland Kundenentgelte, und bei Barzahlung weiß ich im Nachhinein nie wo das Geld geblieben ist, da merke ich es nicht mal wenn mir jemand einen 20er entwendet, während ich bei Kartenzahlung schön nachvollziehen kann wann und wo ich wie viel bezahlt habe.
 
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Chak

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Und das teure POS-Kassensystem spart er sich obendrein.
Das kann er sich ohnehin nur noch sparen heutzutage, wenn er sein Geld in einer Schatulle aufbewahrt, sogenannte offene Ladenkasse.
 
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Chak

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Da hast Du wohl nicht ganz verstanden, worum es gerade geht. Repo Geld, das ist das Instrument das Banken untereinander verwenden. Und das ist bis zum 10. Oktober offiziell mit frischen 75 Milliarden Dollar pro Tag befeuert.


Wohl gemerkt automatisch erzeugtes Geld ohne jegliche Deckung, einfach nur auf Knopfdruck.
Das Problem ist eben, dass die Banken sich untereinander nicht mehr genug geliehen haben im Rahmen von repurchase agreements, kurz repo. Daraufhin sprang die Fed ein und wenn die kurzfristig Geld verleiht, ja, dann entsteht neues Buchgeld, aber eben auch nur kurzfristig, so zumindest die Hoffnung. Damit sollte dann die over night night lending rate im Zielkorridor der Fed gehalten werden, was offensichtlich auch gelungen ist.
https://en.wikipedia.org/wiki/Repurchase_agreement#United_States_Federal_Reserve_use_of_repos

Siehe auch den einleitenden Satz des Wikipedia-Artikels
A repurchase agreement, also known as a repo, RP, or sale and repurchase agreement, is a form of short-term borrowing, mainly in government securities. The dealer sells the underlying security to investors and buys them back shortly afterwards, usually the following day, at a slightly higher price.
"Usually the following day" klingt jetzt nicht so sehr danach, dass jeden Tag weitere 75 Milliarden hinzu kommen.

https://markets.businessinsider.com...-market-amid-surging-demand-2019-9-1028556859
Also ein Tag bis zwei Wochen.

Hier ist das auch noch einmal sehr schön zusammenfassend erklärt mit einer schönen Grafik, die den Spike in den Zinsraten zeigt, die zu dem Eingreifen geführt haben:
https://www.reuters.com/article/us-...d-has-a-repo-problem-whats-that-idUSKBN1W30EJ
 
MadMac

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Schon klar, dass das in den News fuers gemeine Volk nicht erwaehnt wird. Man findet die Details aber auf den Seiten der FED selbst.

FED said:
​The Desk will offer three 14-day term repo operations for an aggregate amount of at least $30 billion each, as indicated in the schedule below. The Desk also will offer daily overnight repo operations for an aggregate amount of at least $75 billion each, until Thursday, October 10, 2019.
https://www.newyorkfed.org/markets/opolicy/operating_policy_190920

Und die genauen Zahlen fuer jeden einzelnen Tag:

https://apps.newyorkfed.org/markets...=TRUE&startDate=01/01/2000&enddate=01/01/2000
 
Ferdinand

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heute hatte ich so einen sich um Kunden sorgenden Verkäufter in einem Geschäft mit Tierfutter:

Große Säcke Tierfutter alle ohne Preisauszeichnung. (Darüber sollte er sich sorgen)
Ich an die Kasse: Haben Sie auch irgendwo Preise für die Säcke da hinten?
Verkäufer geht widerwillig mit: Der kostet 12,99, der zweite 13,99 und die anderen alle 14,99
Ich nehme den für 13,99 in den Einkaufswagen und ab Richtung Kasse.
Aus der Weite sehe ich schon, Zahlungsterminal zum Verkäufer gedreht.
Ich denke, lieber frage ich gar nicht erst nach ob er Kreditkarten nimmt und zücke meine kontaktlose Girocard - sehe am Terminal, dass kontaktlos geht. Preis war unter 1400€, also ohne Stecken und ohne PIN.
Ich: "Geht auch kontaktlos?"
Verkäufer: Greift die Karte und steckt sie ein und sagt "ja, es geht".
Ich: "und warum machen sie das nicht?"
Verkäufer: Dreht Terminal zu mir, wegen PIN Eingabe: "Wegen der Sicherheit"
Ich: "Was ist daran sicher, wenn sie keine Kontaktloszahlung anbieten?"
Er: "Na, wenn jemand die Karte verliert, dann kann der Dieb hier nicht ohne PIN zahlen."
Ich: "Denken Sie der Dieb versucht bei Ihnen Tierfutter zu kaufen? Er kann doch zu Aldi, Lidl, Rewe, Edeka gehen und dort versuchen zu zahlen"
Er: "Aber ich bin dann nicht daran schuld."
Ich: "Na wenn der Käufer die Funktion nicht will, dann kann er die doch bei der Bank sperren. Das ist dann ein echter Schutz. Was nutzt es wenn Sie als einziger keine Kontaktloszahlung anbieten?"
Er: "Ältere Leute wissen nicht, dass man die Funktion sperren lassen kann"
Ich: "Mag sein, aber ihre Vorgehensweise trägt ja auch nichts zum Schutz bei, sonder nur dazu, dass Kunden die bewusst kontaktlos zahlen möchten, es hier nicht dürfen obwohl sie es von anderswo gewohnt sind und es deutlich schneller ist als Stecken und PIN-Eingabe. Karte leidet auch weniger."

Das ist einfach nur eine Einstellung, die aus Unkenntnis erwächst.

Er bittet Kartenzahlung an
Sein Terminal kann kontaktlos
trotzdem werden Kunden bevormundet wegen vorgeblicher Sicherheit.
 
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Chak

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Schon klar, dass das in den News fuers gemeine Volk nicht erwaehnt wird. Man findet die Details aber auf den Seiten der FED selbst.



https://www.newyorkfed.org/markets/opolicy/operating_policy_190920

Und die genauen Zahlen fuer jeden einzelnen Tag:

https://apps.newyorkfed.org/markets...=TRUE&startDate=01/01/2000&enddate=01/01/2000
Da steht also genau das, was ich auch schrieb, dass diese 75 Mrd. jeweils maximal 14 Tage Laufzeit haben.

In dem zweiten Link haben die letzten Repo operations alle eine Laufzeit von einem Bankarbeitstag.

Es steht da also nur das bestätigt, was in meinen Links auch stand.
 
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heute hatte ich so einen sich um Kunden sorgenden Verkäufter in einem Geschäft mit Tierfutter:

Große Säcke Tierfutter alle ohne Preisauszeichnung. (Darüber sollte er sich sorgen)
Ich an die Kasse: Haben Sie auch irgendwo Preise für die Säcke da hinten?
Verkäufer geht widerwillig mit: Der kostet 12,99, der zweite 13,99 und die anderen alle 14,99
Merkwürdiger Händler, der sich unnötige Gedanken darüber macht Schuld an einem Kartenmissbrauch bei seinen Kunden sein zu können, gleichzeitig aber ganz konkret gegen die PAngV verstößt, die ganz real mit Bußgeld bis 25.000 € bewehrt ist.

Immer wieder erstaunlich, wie falsch manche ihre Prioritäten setzen.
 
niemand

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Da steht also genau das, was ich auch schrieb, dass diese 75 Mrd. jeweils maximal 14 Tage Laufzeit haben.

In dem zweiten Link haben die letzten Repo operations alle eine Laufzeit von einem Bankarbeitstag.

Es steht da also nur das bestätigt, was in meinen Links auch stand.
Der vorherige Zeitraum ist bereits überholt und wurde nun bis zum 4. November erweitert, nachzulesen hier: https://www.newyorkfed.org/markets/opolicy/operating_policy_191004
Kommen wir nun zum Haupt betroffenen der Gelddruck-Aktion und dafür gibt es einen extra Trommelwirbel, denn es ist kein Geringerer als: J.P. Morgan Chase!!!
 
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Da steht also genau das, was ich auch schrieb, dass diese 75 Mrd. jeweils maximal 14 Tage Laufzeit haben.
Dann lies es vielleicht nochmal. Es gibt 14 taegige "Terms" mit jeweils 35-45 Mrd und taegliche "Overnight" (ws Du als Bankarbeitstag bezeichnet hast) mit jeweils 75 Mrd. Das siehst Du auch genau in der Tabelle im ersten Link bzw. dem Neueren von @niemand. Es ist also sogar noch mehr, als vorher geschrieben, da ich die "Terms" nicht beruecksichtigt hatte.

Wie erwartet wurde das nun um weitere 4 Wochen verlaengert und wird wohl bis zum Ende des Finanzsystems, so wie wir es kennen, weiterlaufen. Das endet damit frueher als angenommen, wenn das Geld der FED nicht mehr ausreicht. JPM ist z.B. jetzt schon am oberen Limit angeschlagen.

Die Deutsche Bank untersteht zwar nicht der FED Verantwortung, steckt aber noch tiefer in der Schei**e.
 
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Dann lies es vielleicht nochmal. Es gibt 14 taegige "Terms" mit jeweils 35-45 Mrd und taegliche "Overnight" (ws Du als Bankarbeitstag bezeichnet hast) mit jeweils 75 Mrd. Das siehst Du auch genau in der Tabelle im ersten Link bzw. dem Neueren von @niemand. Es ist also sogar noch mehr, als vorher geschrieben, da ich die "Terms" nicht beruecksichtigt hatte.
Dann sind wir uns ja einig, dass nicht täglich 75 Mrd. zusätzliches Geld in den Markt gepumpt werden.
 
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Link: https://www.dlacalle.com/en/the-repo-market-incident-may-be-the-tip-of-the-iceberg/

Übersetzung:
Der Vorfall am Repo-Markt könnte die Spitze des Eisbergs sein.

Die Federal Reserve hat zum ersten Mal 278 Milliarden Dollar in den Wertpapierrückkaufmarkt gesteckt. Es wurden zahlreiche Begründungen vorgelegt, um zu erklären, warum dies geschehen ist und vor allem, warum es mehrere Tage andauert. Die erste Erklärung war recht simpel: eine unerwartete Steuerzahlung. Das ergab aber keinen Sinn. Bei ausreichender Liquidität und der Bereitschaft der Anleger, Finanzierungspositionen zu negativen Kursen weltweit zu übernehmen, würde der abrupte Anstieg der Reposätze in wenigen Stunden einfach wieder verschwinden.

Beginnen wir mit den Definitionen. Der Repo-Markt ist der Ort, an dem Kreditnehmer, die auf der Suche nach Barangeboten sind, Sicherheiten in Form von sicheren Wertpapieren anbieten. Reposätze sind der Zinssatz, der für die Aufnahme von Bargeld im Austausch für Schatzbriefe für 24 Stunden gezahlt wird.

Plötzliche Ausbrüche im Repo-Kreditmarkt sind also keine Seltenheit. Ungewöhnlich ist aber, dass es dieses Mal Tage braucht, um sich zu normalisieren, und noch ungewöhnlicher, ist zu verstehen, dass die US-Notenbank in wenigen Tagen Hunderte von Milliarden investieren muss, um den unaufhaltsamen Anstieg der kurzfristigen Zinsen auszugleichen.

Weil die Liquidität groß, der Durst nach Rendite enorm ist und die Finanzakteure finanziell zahlungsfähiger sind als noch vor Jahren, oder? Falsch.

Die Repo-Marktkrise zeigt uns, dass die Liquidität deutlich niedriger ist als nach Ansicht der Federal Reserve und dass die Angst vor Ansteckung und steigendem Risiko im schwächsten Glied der Finanzrepressionsmaschine (dem Übernacht-Markt) zum Ausdruck kommt und vor allem, dass Liquiditätsanbieter wahrscheinlich deutlich mehr Einfluss haben als viele es erwarten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das anhaltende - und wahrscheinlich auch wiederkehrende - Platzen des Repo-Marktes uns zeigt, dass die Risiko- und Schuldenakkumulation viel höher ist als erwartet. Die Zentralbanken glaubten, sie könnten einen Tsunami der Liquidität schaffen und die Wellen dabei bewältigen. Wie bei den Kinderspielzeugen, bei denen man auf einen Block drückt und auf einen anderen steigt, zeigt uns der Repo-Markt jedoch ein Symptom der Schuldentilgung und der massiven Risikokumulation.

Wann haben Hedgefonds und andere Liquiditätsanbieter die Annahme von Schatzbriefen für kurzfristige Geschäfte eingestellt? Es ist leicht verdientes Geld! Sie erhalten einen sicheren Vermögenswert, stellen den Kreditnehmern Bargeld zur Verfügung und erhalten ein paar Punkte über dem Marktzins. Leicht verdientes Geld. Leben wir nicht in einer Welt des Durstes nach Rendite und massiver Liquidität, die bereit ist, fast in jedem Fall Kredite zu vergeben?

Nun, es wäre einfaches Geld... Es sei denn, die gesamte Kette im Austauschprozess wird manipuliert und die Kurse sind zu niedrig, als dass diese Betreiber noch mehr Risiken eingehen könnten.

Im Wesentlichen was die Repo-Ausgabe uns sagt, ist, dass die Fed nicht zaubern kann. Die zentralen Planer glaubten, dass die Fed genau die richtige Inflation schaffen, die Kurve managen und sich dabei zurückhalten, aber dennoch genügend Liquidität bereitstellen könnte, aber nicht zu viel, während sie Investoren zu längerfristigen Wertpapieren anstachelt. Im Grunde genommen sagt uns die Repo-Krise - weil es eine Krise ist -, dass sich die Liquiditätsanbieter bewusst sind, dass der Geldpreis, die als Sicherheit verwendeten Vermögenswerte und die Rückzahlungsfähigkeit der Kreditnehmer alle künstlich manipuliert werden. Dass der sichere Vermögenswert in einer Rezession oder einer globalen Verlangsamung nicht so sicher ist, dass der von der Fed festgelegte Geldpreis nicht mit der Realität des Risikos und der Inflation in der Wirtschaft übereinstimmt und dass die Liquiditätsversorger auch bei höheren Zinsen keine teureren "sicheren" Vermögenswerte akzeptieren können, weil die Zinsen nicht nahe genug an der Forderung liegen, der Vermögenswert nicht einmal nahe an der Sicherheit ist und die Schulden und das Risiko, die an anderen Positionen in ihrem Portfolio angesammelt wurden, zu hoch und sogar noch ansteigend sind.

Die Turbulenzen am Repo-Markt hätten gerechtfertigt sein können, wenn sie einen Tag gedauert hätten. Allerdings hat es ein getarntes Quantitative-Easing-Kaufprogramm gebraucht, um es etwas einzudämmen.

Dies ist ein klares Symptom für ein wesentlich größeres Problem, das sich in scheinbar unzusammenhängenden Ereignissen zu manifestieren beginnt, wie den gescheiterten Auktionen von negativ verzinslichen Anleihen der Eurozone oder dem Konkurs von Unternehmen, die kaum das Äquivalent einer Tages Repo-Marktinjektion zur Finanzierung des Betriebskapitals eines anderen Jahres benötigten.

Dies ist ein Symptom der Schuldentilgung und der massiven Risikokumulation. Der Beweis für die Möglichkeit einer größeren globalen Verlangsamung, sogar einer synchronisierten Rezession, zeigt, dass das, was Finanzinstitute und Investoren in den letzten Jahren gehortet haben, nämlich risikoreiche Vermögenswerte mit niedrigem Ertrag, gefährlicher ist, als viele von uns glaubten.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Fed-Injektionen zu einer Norm und nicht zu einer Anomalie werden und die Bilanz der Fed steigt auch bereits. Wie wir in China so oft erwähnt haben, sind diese Injektionen ein Symptom für ein viel gefährlicheres Problem in der Wirtschaft. Die Zerstörung des Kreditmechanismus durch ständige Manipulation von Zinsen und Liquidität hat eine viel größere Blase geschaffen, als sich jeder von uns vorstellen kann. Wie wir es in China gesehen haben, ist es Teil der Zombifizierung der Wirtschaft und der Beweis dafür, dass unkonventionelle monetäre Maßnahmen viel größere Ungleichgewichte geschaffen haben, als die zentralen Planer erwartet haben.

Die Repo-Krise sagt uns eines. Die Kollateralschäden der Überschussliquidität umfassen die Zerstörung des Kreditübertragungsmechanismus, der die tatsächliche Einschätzung des Risikos verschleiert und, was noch wichtiger ist, zu einem synchronisierten Überschuss an Schulden führt, der nicht durch niedrigere Zinsen und mehr Liquiditätsspritzen gelöst wird.

Die Zentralbanken wollen uns sagen, dass diese Episode nur vorübergehend ist. Dies alles geschah auf dem fortschrittlichsten, diversifiziertesten und wettbewerbsfähigsten Finanzmarkt. Stellen Sie sich nun vor, wenn dies zum Beispiel in der Eurozone geschieht. Dies ist, wie die umgekehrte Zinskurve und der massive Anstieg der negativ verzinslichen Anleihen, die Spitze eines wirklich sehr beängstigenden Eisbergs.
 
Socrates010160

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Aldi war ziemlich lange die letzte Bastion der Kartenverweigerer unter den Ketten. Makro Thailand akzeptiert bis heute nur hauseigene Karten. Je niedriger die Marge, desto mehr schmerzen die 2%. Bei 50% Umsatzrendite kein Thema, aber bei 5% ein großes Problem.

Als kleiner Krauter ist es auch nicht ganz so einfach abzuschätzen ob die zusätzlich generierten Umsätze mit Kartenzahlern die 2% von den Umsätzen der bisherigen Barzahler, die dann mit Karte zahlen wenn man ihnen die Moeglichkeit dazu gibt, kompensieren. Wenn sich bei einer Kette etwas durch die Masse rechnet, dann muss es sich nicht automatisch auch bei jedem krautigem Wirt lohnen.

Dazu kommt, dass bei der Kette Bargeldverarbeitung durch angestellte Mitarbeiter ein Risiko darstellt. Durch Kartenzahlung wird die Gefahr, dass der Angestellte in die Kasse greift, weitgehend eliminiert.

Der ausgemachte Krauter dagegen geht dieses Risiko gar nicht erst ein, weil er jede Zahlung hoechstselbst entgegen nimmt, und die Gelegenheit zum Plausch mit dem Kunden nutzt. Controlling, Customer Relations, Marktforschung, Zahlungsabwicklung, alles in einer Person. Und das teure POS-Kassensystem spart er sich obendrein.
ich weiß nicht mehr genau ab welchem Zeitpunkt die Kreditkarten an Tankstellen akzeptiert wurden... die BP begann mit Amex und dachte, sie hätte einen Marktvorteil.... dabei hatten alle anderen MÖG`s bereits die fertigen Verträge in den Schubladen... mit Eurocard, Diners und noch anderen...

als Betreiber erwischte uns die Kartengebühr auf dem linken Bein... aber nur kurz... da keiner was zu verschenken hatte, wurden kurzerhand die Shoppreise um 5 % erhöht (Kreditkartengebühr auf Kraftstoff ist Sache der MÖG)... da die Kartengebühr aber nur 2,5 % betrug, brachte das einen schönen Ertrag zusätzlich, da die Barzahler "0" Kosten verursachen.

Wer kaufmännisch denkt und handelt, wird auch als Krauter seine Kosten weiter geben...und nie zu seinem Nachteil.... der Vorteil war, dass wir weniger Bargeld in der Kasse hatten und dadurch das Überfallrisiko erheblich reduziert wurde.
 
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Chak

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ich weiß nicht mehr genau ab welchem Zeitpunkt die Kreditkarten an Tankstellen akzeptiert wurden... die BP begann mit Amex und dachte, sie hätte einen Marktvorteil.... dabei hatten alle anderen MÖG`s bereits die fertigen Verträge in den Schubladen... mit Eurocard, Diners und noch anderen...
Du weißt aber auch, dass die MÖG damals bessere Konditionen bekommen haben als sonst im Handel üblich.
 
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Zitat aus dem Link: "...während Schweden bis 2023 bargeldlos werden möchte.
...
Aber ich fahre lieber zweigleisig und lehne für mich schwedische Verhältnisse ab.
"

Uiuiui, mit welcher Weisheit werden denn der "Master aller elektronischen Dingsbums-Spielerei", Ferdinand und seine KumpelIn Chrima, uns nun beglücken?

Und als MaeDS mit all der geballten Kompetenz die sie hoffentlich nicht nur für sich behalten, könnten sie uns Dummies doch mal was über Deepfakes erzählen und evtl. weiterhin auf dem Laufenden halten, wäre das keine gute Idee?
 
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