Schimpfen ist eine Sache, wenn man aber sein Leben lang in die Sozialsysteme eingezahlt hat, dann sollte doch auch gefaelligst mal was zurueckkommen, wenn man es braucht.
Theoretisch schon richtig, aber es ist doch so, dass schon während der Einzahlungszeit Leistungen aus dem Sozialsystem in Anspruch genommen werden. Beispielsweise die Krankenversicherung. Da kommt bei vielen Einzahlern, die nicht gerade viel verdient haben, dann oft schon mehr zurück, als sie eingezahlt haben. Speziell bei denen, bei denen die Krankenkasse nur einen Beitrag erhält, aber für die Krankenkosten einer großen Familie , also auch für Frau und Kinder aufkommen muss.
Die heute erhaltene Rente hat der Rentner sich zwar durch seine früheren Einzahlungen ebenfalls theoretisch verdient, aber in der Praxis sieht es so aus, dass die Rente schon zu einem sehr hohen Anteil aus staatlichen Zuzahlungen (Steuergeldern) besteht, denn mit den Einzahlungen der jetzt noch arbeitenden Generation ist der "Rententopf" nicht mehr in benötigter Höhe zu füllen.
Deshalb können sich nur die jetzigen "Altrentner" noch über Rentenhöhen freuen (..die Einzahler von heute werden in die Röhre blicken..und werden deshalb auf zusätzlich notwendige "Vorsorge" hingewiesen) ) , die ihnen dank steigender Lebenserwartung viel mehr zurückbringen als sie jemals eingezahlt haben.
Frührentner, von denen es beispielsweise in Thailand jede Menge gibt, können sich häufig über Renten freuen, die zu den zuvor getätigten Gesamteinzahlungen wegen der kürzeren Lebensarbeitszeit in einem ungleichen Verhältnis stehen. Ebenfalls wurden die Renten von früheren Geringverdienern im Laufe der Zeit immer durch Sonderregelungen angehoben, so dass diese auch viel mehr herausbekommen werden, als sie jemals eingezahlt haben.
Ich nehme deshalb auch an, dass sich der Herr Lange nicht sonderlich anstrengen muss, um aus dem deutschen Sozialsystem viel mehr herauszuholen, als er in seinem aktiven Arbeitsleben dazu beigetragen hat. Früher hat er als Einzelperson eingezahlt, sich dann nach Thailand abgesetzt und dem deutschen Staat keine weiteren.. auch zur Stützung der Sozialsysteme.. benötigten Einkünfte durch Zahlung von z.B. Benzinsteuern (..Stichwort: "Rasen für die Rente"..) , Mehrwertsteuern u.s.w. gebracht und der Krankenkasse wohl auch keine Beiträge von seinen Renteneinkünften.
Jetzt, wo es im Alter mit der Gesundheit steil bergab geht und das Leben in Thailand immer teurer wird, bekommt ihn der ansonsten vielbeschimpfte Sozialstaat wieder zurück. Und nicht nur ihn selbst als Kostenverursacher, sondern auch noch den kompletten, aus Thailand mitgebrachten Anhang, der zwar ins deutsche Sozialsystem noch keine müde Mark oder Euros eingezahlt hat, aber für dessen Wohlergehen der deutsche Sozialstaat nun auch noch zusätzlich sorgen darf..
Das "gesunde Volksempfinden" ordnet so etwas dann natürlich schon eher unter "Sozialstaat-Schmarotzer" ein, als unter "Zurückholen" eingezahlter Leistungen. Entsprechend "kritisch"

fallen dann auch die Kommentare dazu aus.